Was du nicht willst das man dir antut, das füg auch keinem anderen zu.
@no1gizmo: Solche Diskussionen sind einfach nur nervig. Das fängt schon damit an, das du keine klare Linie in deinen Argumentationen verfolgst. Sieh mal selbst:
Du willst deinen Unmut über die Deutsche Politik ausdrücken und nennst dann den Artikel:
"Erdogan fordert türkische Gymnasien und Universitäten in Deutschland"
Erdogan ist doch kein deutscher Politiker!
Wenn du die Ländernamen durch A und B ersetzt, wirst du merken, das es in allen Verhaltensweisen kaum Unterschiede gibt. A und B kannst du beliebig mit Ländernamen ausfüllen.
In Hong Kong gibt es auch eine Deutsch/Schweizer Schule, viele Deutsche wollen, wenn sie im Ausland arbeiten und ihre Familie dabei haben, das der Schulabschluss vor Ort im Ausland auch hier in Deutschland anerkannt wird. Wieviele Deutsche schaffen sich im Ausland (Spanien, Korea, ...) eigene Gebiete.
Ich habe einen Bericht im TV über eine deutsche Siedlung in Korea gesehen. Nun ziehen auch Koreaner in dieses Gebiet. Sie imitieren dabei die Bauweise deutscher Häuser, allerdings ist es nicht immer ganz original, Fensterläden passen schon mal nicht genau zum Dach. Darüber regen sich jetzt die Deutschen dort auf und sind wütend. Das gipfelte darin, dass ein Deutscher mit seiner Frau die koreanische Bürgermeisterin aus seinem Haus hinaus brüllte und ihr hinterher rief, man sei ja hier in Deutschland! (in Korea!)
Das ist ein Extrem und wenn es das nicht wäre, würde man auch nicht darüber berichten. Deshalb kann man jetzt ja nicht sagen, alle Deutschen sind so.
Du läßt dich viel zu leicht von anderen vor ihren Karren spannen. Es wird jeden Tag eine neue Sau von der Presse durch´s Dorf getrieben. Es verkauft sich das am besten, was am Extremsten ist. Ein Politiker kann 2 Stunden eine Rede halten und es interessiert keinen, wenn er aber einen Satz sagt, der sich als Headline nutzen läßt, wird er gebracht.
Du regst dich in anderen Threads darüber auf, das die Deutschen in China nicht für Menschenrechte eintreten, gleichzeitig bist du gegen eine Einmischung anderer Länder in unsere inneren Angelegenheiten. Das passt einfach nicht.
Bei mir ist das so, ich bin gegen eine Einmischung unserer Politiker in die inneren Angelegenheiten Chinas. Die sollen das selber regeln, Menschenrechte, Tibet, ... das ist nicht meine Aufgabe mich dort einzumischen. Wenn mir aber die chinesische Politik nicht gefällt, dann kaufe ich hier in Deutschland keine chinesischen Produkte mehr. Trigema hat auch preiswerte T-Shirts, fertig. Das gleiche gilt für arabische Staaten oder Israel, je nach Standpunkt, man kann auch einheimisches Obst kaufen, was auch ökologischer ist.
Umgekehrt kann ich dann auch den Standpunkt vertreten, das ich von anderen Ländern hier auch keine Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten erwarte. Wenn wir hier in Deutschland ein Kopftuchverbot wollen, geht das die Türkei nichts an. Und wenn hier im Schulunterricht Jungen und Mädchen gemeinsam zum Schwimmunterricht gehen ist das hier eben so. Wem es nicht passt braucht ja nicht nach Deutschland zu kommen.
In einer TV-Diskussion wurde einmal erwähnt, das man in Brüssel während des Ramadans als Polizist oder anderer Staatsbediensteter nicht in der Öffentlichkeit vor Sonnenuntergang Essen dürfe. Damit würde man sonst die Empfindungen der muslimischen Mitbürger verletzten. Gut, wenn das so ist, dann dürfen die Belgier auch fordern, das man in China Hunde von der Speisekarte streicht.

wenn sich dort Belgier aufhalten. Natürlich ist es dann Chinesen in Belgien erlaubt, Hunde zu essen, den sonst würden ja ihre Empfindungen vor Ort verletzt. (Aber nur wenn kein Ramadan ist auch am Tag, sonst bitte wieder nur in der Nacht, sonst ...)
Und Gummibärchen mit Gelatine aus Schweineabfall ist ja nur für nicht Muslime genießbar, die ohne sind ja teurer. Also muss der Staat als Ausgleich für die seelischen Schäden, die das arme Migrationskind durch den erzwungenen Verzicht auf billige Gummibärchen erleiden könnte, ein höheres Kindergeld zahlen, damit es nicht benachteiligt wird und sich die teureren ohne Schweinegelatine leisten kann. Wir wollen ja alle nicht, das sie mit großen Augen unseren deutschen Kindern neidvoll zusehen müssen, oder?
Wenn man seine Grenzen aufgibt und seine Identität verleugnet verliert man sich. Was zum Teufel hat zum Beispiel Deutschland in Afghanistan zu suchen? Wir führen einen Krieg außerhalb unserer Grenzen. Jeder Krieg fängt gleich an. Zuerst fahren Soldaten irgendwo hin und ballern da rum. Früher wurden sie mit Fähnchen am Bahnhof verabschiedet, jetzt fliegen sie mit Flugzeugen weg. Dann gibt es Berichte über erste Erfolge, man ist auf der Gewinnerseite. Im eigenen Land ist man ganz unbesorgt, hier ist ja noch nichts passiert, der Krieg ist ja nicht im eigenen Land sondern woanders. Dann wendet sich das Blatt und die ersten Opfer kommen nach Hause. Dann schlägt der Gegner zurück, entweder mit seiner Armee oder wenn er dazu nicht in der Lage ist mit Terror.
Das war immer so und gelernt haben wir daraus nichts.
Als ich bei der Bundeswehr (1979) war, wurde im politischen Unterricht darüber diskutiert, ob die Bundeswehr bei einem bevorstehenden Angriff der DDR präventiv auf das DDR Gebiet vorrücken dürfe. Das Argument war das Deutschland zu klein sei und von NVA und Sowjetarmee direkt überrannt werden würde. Trotzdem war es eine riesen Diskussion, wo doch ein deutscher Soldat nie das Territorrium der Bundesrepublik verlassen sollte um zu kämpfen. Nie wieder sollte von deutschem Boden Krieg ausgehen. Auf diese Verfassung schworen wir damals bei der Vereidigung. Und jetzt?
Jetzt regen sich einige im Forum auf, wenn man schreibt, das Sozialhilfe nur an deutsche Staatsbürger ausgezahlt werden sollte, das wäre gegen die Menschenrechte und damit gegen die Verfassung. Auf die Frage, die ich darauf gestellt habe, wie das denn in anderen EU-Staaten geregelt sei, ob man zum Beispiel in den Niederlanden als nicht Niederländer ein Recht auf Sozialhilfe habe, wurde nur geantwortet, man wisse es nicht. Das ist doch wichtig, wenn nicht, dann würden die Niederlande doch gegen die Menschenrechte verstoßen, oder? Da müssen wir doch was unternehmen ...
Stimmt da überhaupt noch die Verhältnismäßigkeit in den Diskussionen? Auf der einen Seite werden wirklich nebensächliche Dinge zu Fragen der Menschenrechte hochstilisiert, während auf der anderen Seite schon lange beschlossen wurde, das für den Einsatz der Bundeswehr im Ausland als Begründung ausreicht, wenn deutsche Interessen gefährdet sein könnten. Wie blind muss man sein um nicht zu erkennen, das die wirklich wichtigen Entscheidungen heimlich und leise durchgezogen werden. Und die Verfassung? Wird immer schön angepasst, passt schon, irgendwie, oder?