sweetpanda hat geschrieben:Das Referendum ist nicht bindend. Das britische Parlament muss die Regierung beauftragen den Austrittsantrag zu stellen und die Konditionen zu verhandeln.
Ist es de facto, weil die brit. Regierung das Ergebnis akzeptiert und die Austrittsverhandlungen hinauszögert, indem Tony erst in 3 Monaten zurück treten wird.[/quote]
sweetpanda hat geschrieben:Das Würstchen aus Würselen ( SPD-Schulz ) kocht jetzt schon, dass es vor Oktober gar nicht erst los geht mit den Verhandlungen.
Da würde jeder kochen.
Erst austreten - und dann den Austritt vorsätzlich hinaus zögern ...
Das ist unfair.
Aber die Briten versuchen (aus deren Sicht) natürlich so ihre Verhandlungs-Position zu stärken.
Ich trau Ihnen auch zu während der mind. 2 Trennungs-Jahre, die sie noch in der EU sind, wichtige EU Vorhaben durch ihr Veto zu kippen, um sich so bessere Konditionen für den Zugang zum EU-Binnenmarkt zu erzwingen.
Was würde ich machen?
Diese 2 Jahre (durch Erpressung) erzwungenen Stillstand inkauf nehmen.
Und dann knallharte Bedingungen stellen und in den Verhandlungen auch durch setzen.
Denn wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, dann beraubt siich die EU ihrer Glaubwürdigkeit und kein Verhandlungspartner wird sie international noch ernst nehmen.
Es gibt einen Unterschied zwischen Kompromiss und Erpressung.
Und sämtl. brit. Regierungen haben mit/durch Erpressung "geglänzt".
Das ist absolut inakzeptabel.
sweetpanda hat geschrieben:Wenn den Parlamentariern dies im Zuge der 2 jährigen Verhandlungen klar wird, dass die Möglichkeit besteht Großbritannien zu "verlieren" werden sie die Sache einfach so drehen und wenden, dass man Einwanderung von EU-Bürgern in die Sozialsysteme massiv erschweren wird und Einwanderung von Geringqualifizierten von außerhalb der EU gänzlich verhindern wird und schon wird man nicht mehr formal austreten.
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Nur mal zur Erinnerung: Die Briten hatten seinerzeit eine sofortige Arbeitnehmerfreizügigkeit für Polen, Ungarn, Tschechen und die balt. EU-Staaten, während der Rest der Alt-EU-Staaten da noch mehrjährige Übergangsregelungen hatte.
Das man dien Zugang zur Nutzung der Soz.-Systeme an Bedingungen knüpft ist nachvollziebar und auch logisch.
sweetpanda hat geschrieben:Gibt man den Briten diese Extrawürste nicht, wird UKIP nur noch stärker, alle anderen europäischen Rechten werden noch mehr profitieren.
Denn sie können sagen:
"Schaut mal wie die EU umgeht mit Nationen die ihre Souveränität und Identität behaupten wollen!"
Jeder Klub (und die EU ist einer) hat Konditionen, die erfüllt werden müssen, um dessen Vorteile geniessen zu können.
Rosinen raus picken ala den brit. Regierungen ohne die Klub-Konditionen zu erfüllen ... das geht gar nicht.
Werden die nicht erfüllt: Pech gehabt.
Da hilft dann auch kein Jammern und Meckern.
Wie gesagt: Bei mir würde der Schwanz nicht mit dem Hund wedeln.
sweetpanda hat geschrieben:Das BIP pro Kopf von Schottland ist geringer als in Deutschland, auch etwas geringer als in England und das Nordseeöl wird schon in 5 bis 10 Jahren gefördert sein.
Und?
Dieses Einnahmen werden der brit. Regierung fehlen.
sweetpanda hat geschrieben:Die hämische Freude von der sich viele Deutsche durch die einseitigen Medienberichte haben anstecken lassen ist völlig fehlangebracht. Wer hat auf der Arbeit nicht den dummen Begriff "Inselaffen" gehört?
Dann sind wir Deutsche eben die Kontinentaffen aus denen die Inselaffen entstanden sind?
https://www.theguardian.com/science/201 ... n-ancestry
England/Großbritannien oder wie auch immer sich die Insel bald nennt, könnte mit den USA und Asien eigene Freihandelsabkommen abschließen vor denen sich unsere sozialdemokratisierten Gesellschaften bisher wegducken und Freihandelsabkommen kann man auch mit jedem Staat in Europa einzeln abschließen
Ist Dir entgangen, dass Obama im Vorfeld der Brexit-Abstimmung ganz kar gesagt hat, dass sich die Briten bei einem Brexit ganz Hinten werden anstellen müssen und dass man Seitens der USA klar die EU als entscheidenden Partner betrachtet?
sweetpanda hat geschrieben:Will die EU das den einzelnen Mitgliedsstaaten verbieten?
Welche Folgen hätte diese Versuche für die Popularität der EU?
Welche?
Die von mir beschriebenen.
Aber dazu muss die EU eben auch entsprechend hart verhandeln.
Eine EU des Rosinen-Raus-Pickens ist der falsche Weg.
sweetpanda hat geschrieben:Ja es gibt derzeit Unruhe, Unsicherheit und es wird auch Anpassungsschwierigkeiten geben, doch die Briten gehen jetzt ihren eigenen Weg und dann wird die westliche Welt vielleicht bald von 2 Rotblonden Tatmenschen ( Donald und Boris ) vertreten. Junker, Merkel, Gabriel und Hollande haben ihren Zenit überschritten, schon alleine vom Alter her werden sie nicht mehr prägend sein.
DAS ist doch wohl nur ein schlechter Witz ...
Tat-Menschen ...
Du solltest Dir mal Trumps "Agenda" und seine Statements rein ziehen.
Der hat m.E. weder eine gute Allgeinbildung oder logischen Sachverstand.
Er ist mit seiner Polemik, Unwissenheit und seiner ... Cowboy-Mentalität, die schlimmste aller möglichen Fehlbesetungen für den Chefsessel im Weißen Haus.
Wenn man das nicht merkt, dann ...
sweetpanda hat geschrieben:Apropos, wer füllt eigentlich die britische Lücke in der EU-Kasse auf?

Die Lücke?
Der dt. EU-Beitrag ist 3 x höher als der Brit. - D. ist aber nicht 3 x so groß wie GB.
Oder anders: Sooo groß ist die brit. Beitrags-Lücke nun auch wieder nicht.
Die (ca. 2 Mrd. Euro dt. Anteil) ist verkraftbar, denn Mrs. Maggie hatte ja damals mit ihrer Hadtasche auf den Tisch geknallt und gefordert "I want my money back."
Und schwupps gabs den Briten-Rabatt in Höhe von 2/3 des ursprünglichen Beitrags auf Dauer zurück.
Dieses inkonsequente und geduldete Schwanz-mit-dem-Hund-Wedeln hat die heutige Sitution erst geschaffen.
Auch die, dass sich andere EU-Länder selbst bei einigen Dingen ausklinken - die Subventionen aber als selbstverständlich betrachten.