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Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 22.04.2016, 10:58
von Evil_Monkey
Hallo Freunde,
bisher war ich stiller Mitleser in diesem Forum und habe mich nun angemeldet, weil ich selbst um Rat fragen muss. Ich hoffe es findet sich der ein oder andere mit dem Know-How und der Bereitschaft sich fachlich zu meiner Situation zu äußern.

Folgende Situation:
Ich stehe kurz davor mit einer deutsch-chinesichen Firma einen Vertrag abzuschließen. Vertragsgegenstand sind ein Spritzgusswerkzeug und 4000 daraus hergestellte Teile, die dann nach D zu mir transportiert werden sollen.
Die Firma hat eine Niederlassung in China (Co. Ltd.) und ein Salesoffice in Deutschland in Form einer GmbH. Mit beiden könnte ich Vertrag abschließen, die mir angebotenen Szenarien sind aber verwirrdend, vor allem bezüglich der Einfuhrgestaltung. Ich habe folgende email erhalten:

"According to our phone call talk and discusstion with my colleagues, there are 2 good solution for you:
1, You place order to our Germany company. And we chose FOB delivery term. We can suggest German custom clearance agen to you. And your company will pay the deliver cost, import duty and VAT. And the governmen will pay back the VAT to you later.
2, You place order to our Chinese factory. And we choose DDP delivery term. We can seperate the mould cost into first batch production. And we will take in charge of the delivery, custom clearance in both China and Germany, import duty in Germany and VAT. And you can get the VAT back from Germany government laster."

Wie würdet Ihr in dieser Situation vorgehen? Von den IHKs habe ich nicht mehr geraten bekommen als "Nehmen Sie die GmbH als Partner, weil es sicherer ist...". Ehrlich gesagt hilft mir das nicht weiter. Ich weiß im Moment gar nicht welchen Weg ich gehen soll und wie die nächsten Schritte aussehen...
Bitte um Rat, mit bestem Dank im Voraus....

EM

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 22.04.2016, 21:18
von sanctus
Was genau sind die Fragen, die du hast?

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 23.04.2016, 07:07
von canni
Verstehe ich auch nicht warum kaufst nicht gleich bei der deutschen Firma im Inland Das andere ist doch Blödsinn oder? FOB und kosten übernehmen? Das machst doch nur wenn mit der chineischen Firma abschliesst. Dein Risiko ist dann ungleich höher.

Das was die da unter Punkt 2 schreiben geht doch gar nicht?

Hier sind doch einige Forumsmitglieder, die in dieser Branche tätig sind. vielleicht meld sich ja mal einer.....

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 23.04.2016, 12:11
von Andy_48
Hallo,

wir bestellen Spritzgießwerkzeuge direkt bei chinesischen Lieferanten mit DDU.
Teile die wir vorab benötigen werden mit DHL nach Deutschland geflogen, Zollabwicklung machen dann wieder wir.

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 23.04.2016, 22:57
von Grufti
DDU gibt es seit 2010 nicht mehr .Das heißt jetzt DAP

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 24.04.2016, 17:51
von Shenzhen
Komplett wirre Abwicklung die da angeboten wird, wenn das ne Deutsch-Chinesische Fa. ist sollten die erst mal lernen wie man Auslandsgeschaefte abwickelt oder jemanden einstellen der Ahnung hat und nicht solchen gequirlten Mist schreibt in einem Englisch das einem die Fussnaegel....
Aber das Werkzeug war bestimmt billich - viel Spass damit auf eurer Maschine...

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 25.04.2016, 09:49
von sanctus
Unabhängig von den Inhalten, würde ich immer als Vertragspartner ein deutsches oder zumindest ein in der EU ansässiges Unternehmen wählen, wenn man denn nun schon die Wahl hat.

Rechtsstreitigkeiten mit chinesischen Unternehmen sind nun nicht gerade selten und die Anspruchsdurchsetzung dann im Reich der Mitte wird abenteuerlich.

Re: Vertragsabschluss mit deutsch-chinesicher Firma - Hilfe

Verfasst: 26.04.2016, 12:44
von Evil_Monkey
Soweit ich rechererchieren konnte, wurden Eure und meine Bedenken bestätigt und die Konstellationen der Angebote waren etwas wirr. Ich nehme an das liegt daran, dass die Firma hier in Deutschland nicht lange ihre Niederlassung hat und wenig Erfahrung mit dem Import nach D hat.

Jetzt läuft es darauf hinaus mit der GmbH den Vertrag zu schließen und den Import regeln die dann selbst.

Danke an alle, die geantwortet haben!