Soziale Absicherung in Deutschland
Verfasst: 11.11.2015, 00:50
Erst einmal ein fröhliches "Hallo" in die Runde. Euer Forum ist sehr informativ und unterhaltsam, daher bereits vielen Dank unbekannter Weise für die Ratschläge die hier archiviert sind.
Die meisten meiner Fragen konnte ich durch etwas Recherche einigermassen mir selbst beantworten. Aber erstmal zu meiner Person, ich mag mich natürlich auch etwas vorstellen
Ich komme aus Deutschland, 33 Jahre alt und seit zwei Jahren selbstständig. Das Erste Jahr lief sehr gut, im Zweiten Jahr habe ich mich mit einem Kredit an ein zweites Standbein gewagt und ein brandheisses (schlechtes Jahr) durch beide Standbeine erfahren. Mit der Selbstständigkeit ist das halt so eine Sache...
Ich habe eine Freundin über das Internet in China aus Dongguan kennen gelernt. Sie hat eine ältere Schwester und zwei jüngere Brüder. Die ältere Schwester ist wie auch die meisten ihrer Verwandten in dem Alter bereits verheirat. Sie selbst ist 29 und erlebt extremen Druck seitens ihrer Familie. Das ganze ging schon so weit, dass sie fürchtet "irgend einen" brauchbaren Kandidaten aus Sicht ihrer Eltern vorgesetzt zu bekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie bereits eine Beziehung mit einem Österreicher hatte, der sie über ein halbes Jahr bezüglich seiner doch existierenden Familie belogen hatte... für diesen hatte sie zeitweise sogar den Bruch mit ihrer Familie riskiert (ein halbes Jahr in eine andere Wohnung gezogen um ihn zu treffen).
Ich denke mal ich habe das wesentliche zusammen gefasst und erspare euch meine romantischen Details hehe.
Jetzt komme ich aber zu der Frage die mich trieb um dann doch mal hier mich zu Wort zu melden.
Also... Der zeitliche Druck bei meiner Freundin wird zunehmend heftiger. Ihre Eltern haben bezüglich einer erneuten Bekanntschaft aus dem Ausland sicher aus gewisse Ansichten...
Ich für meinen Teil bin im Grunde recht deutsch geprägt. Auch wenn ich entgegen der meisten Deutschen meines Umfelds ein großer Freund von Heirat und Kindern bin, suche ich bei meiner Lebensplanung auch nach gewissen Sicherheiten... wobei ich als Einzelunternehmer auf viele Sicherheiten von Berufswegen ja schon freiwillig verzichte
Im Fall einer Hochzeit und ihrer Einreise an meine Seite habe ich Sorgen bezüglich eines Extremfalls, der aber nicht völlig unwahrscheinlich ist.
Nehmen wir einmal an, es kommt zur Hochzeit, sie zieht zu mir nach Deutschland. Und dann kommt es hart auf hart und meine Auftragslage wird ganz düster.... Ich selbst habe mich in den Jahren immer gut gefangen wenn es mal schlecht lief. Aber wie sieht es mit der Versorgung meiner Frau und unseres vielleicht bis dahin existierenden Kindes aus? Ich bin absolut ohne Erfahrung was Sozialleistungen an Ehegatten usw angeht.
Erhält meine vielleicht künftige Ehefrau soziale Grundsicherung wenn ich zeitweise nicht in der Lage bin für sie aufzukommen?
Wenn sie nach Deutschland kommt, wird sie vermutlich erst ein wenig Zeit brauchen bis sie in der Lage ist hier zu arbeiten, allein vom Arbeitsrecht.. wie ist es damit?
Wir versuchen es wirklich im Rahmen der Umstände ruhig angehen zu lassen, aber meine Situation ist für die kommenden Jahre nicht sicher gestellt. Mit 33 lebe ich ohnehin in einer Generation wo viele Arbeitgeber sich nicht mehr langfristig binden wollen, von daher ist es mit der Selbstständigkeit auch nicht anders...
Jetzt kollidieren also Zeitdruck und mein Bedürfnis für Verantwortung, denn die sehe ich ganz klar wenn sie bei mir lebt und sich mit dem Eheversprechen und dem Umzug auch meinem Schicksal aussetzt. Vielleicht könnt ihr mir da etwas die Sorgen nehmen...
Damit das Lesen des vielen Textes sich wenigstens etwas gelohnt hat will ich die Boulevard Interessierten nicht ganz enttäuschen:
Wir kennen uns seit einiger Zeit und ich beabsichtige sie so schnell ich es mir eben erlauben kann in China zu besuchen. Sie hat zu keinem Zeitpunkt Ansprüche finanzieller Art gestellt, hat aber aufgrund meiner Schilderungen vermutlich ähnliche Sorgen wie ich (ich bin ein sehr offener und ehrlicher Mensch). Einzig allein, dass ich klar gestellt habe, dass wenn wir schnell heiraten, ich ganz sicher nicht 200 Verwandte spontan zu einer Feier einladen kann, war für sie in Bezug auf eine Traumhochzeit natürlich nicht grade ein prickelnder Gedanke, aber sie ist bereit auch diesen Umstand zu akzeptieren.
Und "Nein" ich habe nicht vor finanziell ihr unter die Arme zu greifen bevor wir uns nicht live getroffen haben (Video Chats per Skype jeden Tag mehrere Stunden ... Schlafmangel... zählen nicht als Real.
Von mir kam aber das Angebot ihr einen Deutsch Sprachkurs beim Goethe Institute zu bezahlen. Das kann ich wunderbar direkt bezahlen und selbst wenn (was ein Verliebter Kerl wie ich sowieso generell ausschliesst) sie eine Betrügerin wäre, hätte ich im schlimmsten Fall einer anderen Frau etwas Bildung finanziert.
Soweit erstmal sehr viel Text für wenig Fragen. Aber es kommen sicher noch weitere Fragen mit der Zeit. Nächstes Jahr folgt jedenfalls erst einmal das peersönliche Treffen im Frühjahr und dann strebe ich an sie im Sommer für einige Wochen zu mir zu holen damit meine quälenden anderen Gedanken mir Ruhe geben. Ich will nämlich nicht das meine Zukünftige mich heiratet ohne live über einige Wochen hinweg mich und auch Deutschland erlebt zu haben. Denn dieses romantische Schwein in mir schreit bei Ehe nämlich "auf Lebenszeit" und das kann ganz schön lang sein *g*
Die meisten meiner Fragen konnte ich durch etwas Recherche einigermassen mir selbst beantworten. Aber erstmal zu meiner Person, ich mag mich natürlich auch etwas vorstellen
Ich komme aus Deutschland, 33 Jahre alt und seit zwei Jahren selbstständig. Das Erste Jahr lief sehr gut, im Zweiten Jahr habe ich mich mit einem Kredit an ein zweites Standbein gewagt und ein brandheisses (schlechtes Jahr) durch beide Standbeine erfahren. Mit der Selbstständigkeit ist das halt so eine Sache...
Ich habe eine Freundin über das Internet in China aus Dongguan kennen gelernt. Sie hat eine ältere Schwester und zwei jüngere Brüder. Die ältere Schwester ist wie auch die meisten ihrer Verwandten in dem Alter bereits verheirat. Sie selbst ist 29 und erlebt extremen Druck seitens ihrer Familie. Das ganze ging schon so weit, dass sie fürchtet "irgend einen" brauchbaren Kandidaten aus Sicht ihrer Eltern vorgesetzt zu bekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie bereits eine Beziehung mit einem Österreicher hatte, der sie über ein halbes Jahr bezüglich seiner doch existierenden Familie belogen hatte... für diesen hatte sie zeitweise sogar den Bruch mit ihrer Familie riskiert (ein halbes Jahr in eine andere Wohnung gezogen um ihn zu treffen).
Ich denke mal ich habe das wesentliche zusammen gefasst und erspare euch meine romantischen Details hehe.
Jetzt komme ich aber zu der Frage die mich trieb um dann doch mal hier mich zu Wort zu melden.
Also... Der zeitliche Druck bei meiner Freundin wird zunehmend heftiger. Ihre Eltern haben bezüglich einer erneuten Bekanntschaft aus dem Ausland sicher aus gewisse Ansichten...
Ich für meinen Teil bin im Grunde recht deutsch geprägt. Auch wenn ich entgegen der meisten Deutschen meines Umfelds ein großer Freund von Heirat und Kindern bin, suche ich bei meiner Lebensplanung auch nach gewissen Sicherheiten... wobei ich als Einzelunternehmer auf viele Sicherheiten von Berufswegen ja schon freiwillig verzichte
Im Fall einer Hochzeit und ihrer Einreise an meine Seite habe ich Sorgen bezüglich eines Extremfalls, der aber nicht völlig unwahrscheinlich ist.
Nehmen wir einmal an, es kommt zur Hochzeit, sie zieht zu mir nach Deutschland. Und dann kommt es hart auf hart und meine Auftragslage wird ganz düster.... Ich selbst habe mich in den Jahren immer gut gefangen wenn es mal schlecht lief. Aber wie sieht es mit der Versorgung meiner Frau und unseres vielleicht bis dahin existierenden Kindes aus? Ich bin absolut ohne Erfahrung was Sozialleistungen an Ehegatten usw angeht.
Erhält meine vielleicht künftige Ehefrau soziale Grundsicherung wenn ich zeitweise nicht in der Lage bin für sie aufzukommen?
Wenn sie nach Deutschland kommt, wird sie vermutlich erst ein wenig Zeit brauchen bis sie in der Lage ist hier zu arbeiten, allein vom Arbeitsrecht.. wie ist es damit?
Wir versuchen es wirklich im Rahmen der Umstände ruhig angehen zu lassen, aber meine Situation ist für die kommenden Jahre nicht sicher gestellt. Mit 33 lebe ich ohnehin in einer Generation wo viele Arbeitgeber sich nicht mehr langfristig binden wollen, von daher ist es mit der Selbstständigkeit auch nicht anders...
Jetzt kollidieren also Zeitdruck und mein Bedürfnis für Verantwortung, denn die sehe ich ganz klar wenn sie bei mir lebt und sich mit dem Eheversprechen und dem Umzug auch meinem Schicksal aussetzt. Vielleicht könnt ihr mir da etwas die Sorgen nehmen...
Damit das Lesen des vielen Textes sich wenigstens etwas gelohnt hat will ich die Boulevard Interessierten nicht ganz enttäuschen:
Wir kennen uns seit einiger Zeit und ich beabsichtige sie so schnell ich es mir eben erlauben kann in China zu besuchen. Sie hat zu keinem Zeitpunkt Ansprüche finanzieller Art gestellt, hat aber aufgrund meiner Schilderungen vermutlich ähnliche Sorgen wie ich (ich bin ein sehr offener und ehrlicher Mensch). Einzig allein, dass ich klar gestellt habe, dass wenn wir schnell heiraten, ich ganz sicher nicht 200 Verwandte spontan zu einer Feier einladen kann, war für sie in Bezug auf eine Traumhochzeit natürlich nicht grade ein prickelnder Gedanke, aber sie ist bereit auch diesen Umstand zu akzeptieren.
Und "Nein" ich habe nicht vor finanziell ihr unter die Arme zu greifen bevor wir uns nicht live getroffen haben (Video Chats per Skype jeden Tag mehrere Stunden ... Schlafmangel... zählen nicht als Real.
Von mir kam aber das Angebot ihr einen Deutsch Sprachkurs beim Goethe Institute zu bezahlen. Das kann ich wunderbar direkt bezahlen und selbst wenn (was ein Verliebter Kerl wie ich sowieso generell ausschliesst) sie eine Betrügerin wäre, hätte ich im schlimmsten Fall einer anderen Frau etwas Bildung finanziert.
Soweit erstmal sehr viel Text für wenig Fragen. Aber es kommen sicher noch weitere Fragen mit der Zeit. Nächstes Jahr folgt jedenfalls erst einmal das peersönliche Treffen im Frühjahr und dann strebe ich an sie im Sommer für einige Wochen zu mir zu holen damit meine quälenden anderen Gedanken mir Ruhe geben. Ich will nämlich nicht das meine Zukünftige mich heiratet ohne live über einige Wochen hinweg mich und auch Deutschland erlebt zu haben. Denn dieses romantische Schwein in mir schreit bei Ehe nämlich "auf Lebenszeit" und das kann ganz schön lang sein *g*