Schulpflicht in China
Schulpflicht in China
Mit großem Erstaunen habe ich mir heute sagen lassen müssen, daß eine Allgemeine Schulpflicht in China nicht bestünde. Aufgrund der hohen Klassenstärken (> 70 Schüler/Klasse) würden inzwischen viele Eltern ihre Kinder aus der Schule nehmen und sie selbst oder durch andere Personen unterrichten, der Lerneffekt wäre größer. Das chinesische Schulsystem wäre einzig und allein auf die Tests getrimmt, das Begreifen nebensächlich und für die Zukunft der Schüler reine Zeitverschwendung.
Ist da was dran oder das ganze nur mal wieder ein Gerücht?
Ist da was dran oder das ganze nur mal wieder ein Gerücht?
Re: Schulpflicht in China
Es ist ja auf jeden Fall so, dass Zweikinder, die es aufgrund der Einkindpolitik bei vielen Volksgruppen ja garnicht geben darf, nicht zur Schule gehen dürfen. Somit kann es keine Schulpflicht im eigentlichen Sinne geben.
Es scheint mir zumindest an den Universitäten nicht mehr ganz so aufs auswändig lernen anzukommen. Nach dem was ich so mitbekomme müssen die Studenten da auch eigene Sachen ausarbeiten und kriegen, wie in Deutschland, nur ein Thema vorgegeben.
Es scheint mir zumindest an den Universitäten nicht mehr ganz so aufs auswändig lernen anzukommen. Nach dem was ich so mitbekomme müssen die Studenten da auch eigene Sachen ausarbeiten und kriegen, wie in Deutschland, nur ein Thema vorgegeben.
- Laogai
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Re: Schulpflicht in China
Das Schulsystem in China. Quelle: chinaseite.de

Von den Han abgesehen sind alle Volksgruppen von der Ein-Kind-Politik ausgenommen. Und auch das zweite Kind aus einem Han-Haushalt darf und muss zur Schule gehen.
Da stehen einem ja die Haare zu Bergeblur hat geschrieben:Es ist ja auf jeden Fall so, dass Zweikinder, die es aufgrund der Einkindpolitik bei vielen Volksgruppen ja garnicht geben darf, nicht zur Schule gehen dürfen.
Von den Han abgesehen sind alle Volksgruppen von der Ein-Kind-Politik ausgenommen. Und auch das zweite Kind aus einem Han-Haushalt darf und muss zur Schule gehen.
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Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!
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Re: Schulpflicht in China
Das Zweit- oder Drittkind aus einem Han-Haushalt darf durchaus zur Schule gehen. Dafür werden dann aber höhere Schulgebühren fällig. Da das Erstkind meist ein Mädchen ist wird dieses dann bei Geldmangel die Schule früher verlassen.
Die Behauptung wonach "viele" Kinder nicht mehr an die staatlichen Schulen gehen würden sollte immer auch mit konkreten Beispielen mit Orts- und Zahlenangaben belegt werden. Solche bewusst allgemein gehaltenen Behauptungen sind nicht ernst zu nehmen. Was heisst denn schon "viele"? Sind es 2 oder 200... und das in einer Ort mit 500, 50'000 oder 200'000 Schülern?
Die Behauptung wonach "viele" Kinder nicht mehr an die staatlichen Schulen gehen würden sollte immer auch mit konkreten Beispielen mit Orts- und Zahlenangaben belegt werden. Solche bewusst allgemein gehaltenen Behauptungen sind nicht ernst zu nehmen. Was heisst denn schon "viele"? Sind es 2 oder 200... und das in einer Ort mit 500, 50'000 oder 200'000 Schülern?
Re: Schulpflicht in China
Laut dem Artikel auf den laogai verweist, kostet die obligatorische Schule kein Geld, wie können also die Gebühren für Zweit und Drittkinder höher sein? Es müsste dann ja lauten "das erste Kind kostet nichts, alle weiteren kosten".
Und ich wollte zuerst schreiben, dass die 1 kind Politik nur Han Chinesen betrifft, war mir da aber nicht ganz sicher, daher habe ich mich dann nicht auf eine Volksgruppe festgelegt.
Und ich wollte zuerst schreiben, dass die 1 kind Politik nur Han Chinesen betrifft, war mir da aber nicht ganz sicher, daher habe ich mich dann nicht auf eine Volksgruppe festgelegt.
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Huangming
Re: Schulpflicht in China
Chinesische Eltern, die mehr Kinder als "erlaubt" in die Welt gesetzt haben, müssen auf jeden Fall eine empfindche Geldstrafe zahlen.Wenn aber diese Eltern das Geld nicht aufbringen können, dann gilt das "zu viel geborene" Kind in der Regel als illegal, d.h., bekommt keinen Hukou (schwarze Hukou genannt), solche Kinder werden auch als "黑孩子" genannt, "schwarze" Kinder.Das Zweit- oder Drittkind aus einem Han-Haushalt darf durchaus zur Schule gehen. Dafür werden dann aber höhere Schulgebühren fällig. Da das Erstkind meist ein Mädchen ist wird dieses dann bei Geldmangel die Schule früher verlassen.
Diese "schwarzen" Kinder bekommen dann große Schwierigkeiten, wenn sie eine staatliche Schule besuchen wollen, da in der Regel ein Hukou für die Schulaufnahme eines Kindes erforderlich ist.
Im Übrigen können auch viele Wanderarbeiterkinder, die einen Hukou haben, keine staatlichen Schulen in ihrem Wohnort besuchen, wenn sie mit ihren Eltern in den Städtischen Ballungszentren leben, weil sie keinen örtlichen Hukou haben.So wie ich mitgekriegt habe, dürfen z.B in Shenzhen Wanderarbeiterkinder nur dann eine staatliche Schule besuchen, wenn deren Eltern bestimmte Voraussetzungen erfüllen, z.B. ein richtiger Arbeitsvertrag( ein Nachweis für die Einhaltung der Familienplanung natürlich auch), der Nachweis der Sozialversicherung, etc. Aber jedem dürfte klar sein, dass die meisten Wanderarbeiter keinen Arbeitsvertrag haben, geschweige denn sozialversichert sein in der Stadt.In Peking gibt es hunderte privat finanzierte Wanderarbeiter-Schulen, weil viele Wanderarbeiterkinder keine staatlichen Schulen in Peking besuchen können.
Re: Schulpflicht in China
Das wird ja immer bunter:
An der Stelle bin ich besser informiert, das ist nur eine Frage des Geldes, für Bauern gilt es ohnehin nicht.blur hat geschrieben:Es ist ja auf jeden Fall so, dass Zweikinder, die es aufgrund der Einkindpolitik bei vielen Volksgruppen ja garnicht geben darf, nicht zur Schule gehen dürfen.
Das war bei meiner Frage nicht relevant, sondern nur, ob überhaupt die Möglichkeit des Nicht-Schulbesuchs besteht.Luntan hat geschrieben:Die Behauptung wonach "viele" Kinder nicht mehr an die staatlichen Schulen gehen würden sollte immer auch mit konkreten Beispielen mit Orts- und Zahlenangaben belegt werden. Solche bewusst allgemein gehaltenen Behauptungen sind nicht ernst zu nehmen. Was heisst denn schon "viele"? Sind es 2 oder 200... und das in einer Ort mit 500, 50'000 oder 200'000 Schülern?
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Huangming
Re: Schulpflicht in China
In China läuft das ganze Bildungssystem in die umgekehrte Richtung als in Deutschland, würde ich sagen.Grundschulen, Mittelschulen,Oberstufe sind in China extrem hart, die Kinder müssen täglich bis in die Nacht lernen, um mithalten zu können.Dann kommen die Super-Prüfungen am Ende der 12 Klasse, gaokao.Wenn man das alles geschafft hat und an einer Uni gelandet ist, dann hat man das schwerste schon hinter sich.blur hat geschrieben: Es scheint mir zumindest an den Universitäten nicht mehr ganz so aufs auswändig lernen anzukommen. Nach dem was ich so mitbekomme müssen die Studenten da auch eigene Sachen ausarbeiten und kriegen, wie in Deutschland, nur ein Thema vorgegeben.
In Deutschland ist das Abitur im Vergleich zu chinesischem Abitur ein Witz.Man kann in DE doch die Schulleistungen der letzten vier Halbjahre mit in die Abiturleistungen einbringen und das macht schon den Großteil der Abiturnote aus.In China zählen nur die Abschlussprüfungen am Ende der 12.Klasse.Die sonstigen Schulleistungen spielen überhaupt keine Rolle.Mündliche Leistungen gibt es überhaupt nicht.In den deutschen Schulen machen mündliche Leistungen in bestimmten Fächern wie Deutsch oder Englisch schon über 50 Prozent der Gesamtleistungen aus.In China zählen nur die schriftlichen Prüfungen.Mündliche Mitarbeit zählt überhaupt nichts.
Wenn Abiturienten in Deutschland ein Studium, insbesondere ein technisches/naturwissenschaftliches Studium beginnen, dann liegen die schwersten Herausforderungen noch vor ihnen.Daher fast 25 Prozent Studien-Abbrecher, in technischen Studiengängen z.T. über 50 Prozent.Über 90 Prozent der chinesischen Studenten kriegen einen Abschluss, ich würde sagen, die kriegen ihren Abschluss fast hinterher geschmießen.Die Uni Tsinghua ist, wie ein chinesischer Professor mir sagte, wahrscheinlich so die einzige Ausnahme.Kein Wunder, dass heutezutage Millionen Studienabsolventen in China keine Arbeit finden.
Re: Schulpflicht in China
also ob das mit den Strafen und Schikanen für nachgeborene Kinder immer noch so ist, weiß ich nicht genau.
Natürlich muss man für ein Zweitkind Strafe bezahlen. Aber die scheint so zu sein, dass zumindest eine Akademikerfamilie sie sich locker leisten kann. Denn ich habe noch nie Sätze gehört wie "wir hätten ja gern noch ein Kind, aber wir können die Strafe nicht zahlen". OK, die Leute, die ich kenne, haben meist einen Uni-Abschluss und eine entsprechende Arbeit. Aber trotzdem...
Natürlich muss man für ein Zweitkind Strafe bezahlen. Aber die scheint so zu sein, dass zumindest eine Akademikerfamilie sie sich locker leisten kann. Denn ich habe noch nie Sätze gehört wie "wir hätten ja gern noch ein Kind, aber wir können die Strafe nicht zahlen". OK, die Leute, die ich kenne, haben meist einen Uni-Abschluss und eine entsprechende Arbeit. Aber trotzdem...
Re: Schulpflicht in China
@Huangming
Deine Schilderung der deutschen Verhältnisse ist doch ein bisschen übertrieben. Zwar unterscheiden sich die Bundesländer im Schweregrad ihrer Abitursprüfungen etwas; aber in Baden-Württemberg, wo ich Abi gemacht habe, war es jedenfalls nicht "von Pappe". In China mögen die Schüler noch viel mehr lernen müssen, aber als "Witz" habe ich mein Abitur jedenfalls nicht empfunden (vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug
).
Über die chinesischen Verhältnisse kann ich nicht so viel sagen, außer das dieses "gaokao" tatsächlich sehr schwierig sein soll und manche Universitäten wohl nicht so gut.
Allerdings frage ich mich manchmal, was die Schüler da eigentlich lernen. Wenn das Niveau der Schulen wirklich so hoch ist, müssten doch lauter kleine Professoren aus den Oberschulen kommen. Zwar scheinen die chinesischen Schüler ihren europäischen Kollegen in Mathematik und vielleicht auch in Naturwissenschaften tatsächlich um ein paar Nasenlängen voraus zu sein; in anderen Fächern (auch in Geschichte, man staune!) sind sie aber offensichtlich keine helleren Lichter als der europäische Durchschnitt.
OK, ist jetzt OT, aber das ist mir gerade eingefallen...
Deine Schilderung der deutschen Verhältnisse ist doch ein bisschen übertrieben. Zwar unterscheiden sich die Bundesländer im Schweregrad ihrer Abitursprüfungen etwas; aber in Baden-Württemberg, wo ich Abi gemacht habe, war es jedenfalls nicht "von Pappe". In China mögen die Schüler noch viel mehr lernen müssen, aber als "Witz" habe ich mein Abitur jedenfalls nicht empfunden (vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug
Über die chinesischen Verhältnisse kann ich nicht so viel sagen, außer das dieses "gaokao" tatsächlich sehr schwierig sein soll und manche Universitäten wohl nicht so gut.
Allerdings frage ich mich manchmal, was die Schüler da eigentlich lernen. Wenn das Niveau der Schulen wirklich so hoch ist, müssten doch lauter kleine Professoren aus den Oberschulen kommen. Zwar scheinen die chinesischen Schüler ihren europäischen Kollegen in Mathematik und vielleicht auch in Naturwissenschaften tatsächlich um ein paar Nasenlängen voraus zu sein; in anderen Fächern (auch in Geschichte, man staune!) sind sie aber offensichtlich keine helleren Lichter als der europäische Durchschnitt.
OK, ist jetzt OT, aber das ist mir gerade eingefallen...
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Huangming
Re: Schulpflicht in China
Es gibt aber in China zig Millionen Menschen, die sich das nicht leisten können.Nachdem die Armutgrenze in China auf ein jährliches Einkommen von 2300 Yuan angehoben wurde, leben 128 Millionen Chinesen unter dieser Armutgrenze.Ich gehe nicht davon aus, dass deine Bekannte jährlich weniger als 2300 Yuan verdienen, oder?Bernhard hat geschrieben:also ob das mit den Strafen und Schikanen für nachgeborene Kinder immer noch so ist, weiß ich nicht genau.
Natürlich muss man für ein Zweitkind Strafe bezahlen. Aber die scheint so zu sein, dass zumindest eine Akademikerfamilie sie sich locker leisten kann. Denn ich habe noch nie Sätze gehört wie "wir hätten ja gern noch ein Kind, aber wir können die Strafe nicht zahlen". OK, die Leute, die ich kenne, haben meist einen Uni-Abschluss und eine entsprechende Arbeit. Aber trotzdem...
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Huangming
Re: Schulpflicht in China
Hier noch eine Zahl:Bernhard hat geschrieben:also ob das mit den Strafen und Schikanen für nachgeborene Kinder immer noch so ist, weiß ich nicht genau.
Natürlich muss man für ein Zweitkind Strafe bezahlen. Aber die scheint so zu sein, dass zumindest eine Akademikerfamilie sie sich locker leisten kann. Denn ich habe noch nie Sätze gehört wie "wir hätten ja gern noch ein Kind, aber wir können die Strafe nicht zahlen". OK, die Leute, die ich kenne, haben meist einen Uni-Abschluss und eine entsprechende Arbeit. Aber trotzdem...
Laut der sechsten Volkszählung der VR China haben 13 Millionen Chinesen keinen Hukou, gelten deshalb als illegal.
http://www.infzm.com/content/60477
In dem Artikel wird auch das Problem der Illegalität der "zu viel geborenen " Kinder erläutert.
Re: Schulpflicht in China
natürlich nicht, aber dennoch scheint es viele Chinesen zu geben, die die Strafe nicht von einem weiteren Kind abschreckt. Nur das wollte ich sagen.Huangming hat geschrieben: Es gibt aber in China zig Millionen Menschen, die sich das nicht leisten können.Nachdem die Armutgrenze in China auf ein jährliches Einkommen von 2300 Yuan angehoben wurde, leben 128 Millionen Chinesen unter dieser Armutgrenze.Ich gehe nicht davon aus, dass deine Bekannte jährlich weniger als 2300 Yuan verdienen, oder?
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Huangming
Re: Schulpflicht in China
Ich habe nicht gesagt, dass die chinesischen Schüler den deutschen überlegen sind.Ich habe nur gesagt, dass das deutsche Abitur ein Witz ist im Vergleich zum chinesischen.Ich habe in Deutschland das Abitur gemacht und weiss daher, wovon ich spreche, da ich auch in China zur Schule gegangen bin.Bernhard hat geschrieben:@Huangming
Deine Schilderung der deutschen Verhältnisse ist doch ein bisschen übertrieben. Zwar unterscheiden sich die Bundesländer im Schweregrad ihrer Abitursprüfungen etwas; aber in Baden-Württemberg, wo ich Abi gemacht habe, war es jedenfalls nicht "von Pappe". In China mögen die Schüler noch viel mehr lernen müssen, aber als "Witz" habe ich mein Abitur jedenfalls nicht empfunden (vielleicht bin ich auch nicht intelligent genug).
Über die chinesischen Verhältnisse kann ich nicht so viel sagen, außer das dieses "gaokao" tatsächlich sehr schwierig sein soll und manche Universitäten wohl nicht so gut.
Allerdings frage ich mich manchmal, was die Schüler da eigentlich lernen. Wenn das Niveau der Schulen wirklich so hoch ist, müssten doch lauter kleine Professoren aus den Oberschulen kommen. Zwar scheinen die chinesischen Schüler ihren europäischen Kollegen in Mathematik und vielleicht auch in Naturwissenschaften tatsächlich um ein paar Nasenlängen voraus zu sein; in anderen Fächern (auch in Geschichte, man staune!) sind sie aber offensichtlich keine helleren Lichter als der europäische Durchschnitt.
OK, ist jetzt OT, aber das ist mir gerade eingefallen...
Ich muss dir trotzdem recht geben, dass die chinesischen Schüler auf keinen Fall "besser" sind als die deutschen Gymnasisaten. Deutsche Gymnasisaten sind in der Regel den chinesischen Schülern in Sachen kritisches Denken und selbstständiges Arbeiten haushoch überlegen.Chinesische Schüler mögen ihren gleichaltrigen deutschen Kollegen in Basis-mathematik überlegen sein, aber das doch nur, weil sie täglich viel mehr Mathe machen müssen.Und man kommt meiner Meinung nach in der abstrakten Uni-Mathematik auch nicht weiter, wenn es einem an selbstständiges Denken und Vorstellugnskraft mangelt.Ich habe den Mathe-Leistungskurs gemacht, kenne auch deutsche Schüler, die extrem gut in Mathe sind, weil sie halt daran Interesse haben.Aber ich kenne leider auch massenweise deutsche Studierende in Wirtschaftswissenschaften, die nicht mal grundlegende Schulmathematik beherrschen.Darin liegt in DE noch viel Nachholbedarf.Meiner Meinung nach ist der Unterschied vom Grundkurs Mathe zum Leistungskurs Mathe einfach viel groß und viel zu viele wichtige naturwissenschaftliche Fächer werden einfach abgewählt.
Re: Schulpflicht in China
Vollkommen richtig! Ich glaube das liegt daran, dass die Grundzüge (wie man eigenständig zu einer Lösung kommt, welche man dann auch sehr schnell an der Uni kennen lernt, falls man Mathe etc. studiert) in Mathematik an Schulen nicht ausreichend vermittelt werden. Man lernt wie man integriert, ableitet etc., aber man lernt nicht ausreichend WARUM man das macht. Naja...Huangming hat geschrieben:Aber ich kenne leider auch massenweise deutsche Studierende in Wirtschaftswissenschaften, die nicht mal grundlegende Schulmathematik beherrschen.Darin liegt in DE noch viel Nachholbedarf.Meiner Meinung nach ist der Unterschied vom Grundkurs Mathe zum Leistungskurs Mathe einfach viel groß und viel zu viele wichtige naturwissenschaftliche Fächer werden einfach abgewählt.
Schlechte Matheschüler schaffen die Wirtschaftswissenschaften nur, weil die Aufgaben in Klausuren denen aus den Übungen ähnlich sind, halt nur mit anderen Zahlen/Variablen... Das typische Auswändiglernen mit dem man auch das Abi schafft.
Ich kenne den Matheumfang an chin. Schulen zwar nicht, aber wenn man dort nur mehr Mathe macht, indem mehr Aufgaben gelöst werden müssen, bringt das keinen wirklichen Vorteil.
Ich habe erst vor kurzem im TV gesehen, dass schlaue Köpfe in China das Problem des Auswändiglernen bereits erkannt haben und als nicht zielführend klassifiziert haben. War früher in Deutschland aber auch nicht sehr viel anders.
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