Vielleicht noch ein Hinweis, der mir beim Durchstöbern des Threads aufgefallen ist:
- Deine Frau kann kein Deutsch/ benötigt einen Integrationskurs
- Deine Frau hat Angst, alleine in Deutschland mit dem Kind nicht zurecht zu kommen
Also aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es mit meinen Anfangs minimalen Sprachkenntnissen schon extrem anstrengend war *alleine* in einer chinesischen Tier-2 Stadt zurecht zu kommen.
Das ist mir das erste mal wirklich bewusst geworden, als ich mir den Arm gebrochen hatte und (schmerzverzerrt) ins nächste Chinesisches Krankenhaus musste. Irgendwann bin ich dann (*noch* schmerzverzerrter) aus dem Krankenhaus raus und mit dem Taxi zu einem deutlich weiter entfernten Krankenhaus gefahren, wo es Englisch-sprachiges Personal gab.
Und ich gehe außerdem davon aus, dass Menschen mit Chinesisch Kenntnissen hier in Deutschland noch dünner gesät sind, als Menschen mit Englisch-Kenntnissen in einer Tier-2 Stadt.
So - und jetzt stelle ich mir die gleiche Situation mit einem Kleinkind vor, dass es (trotz aller Sicherheitsvorkehrungen) geschafft hat den Medikamentenschrank zu entdecken und die ganz viele lustige, bunte Pillen zu schlucken, deren Verpackung ich nicht lesen kann. Gleichzeitig kann ich auch den Rettungssanitäter nicht anrufen - geschweige denn erklären was passiert ist.
Ich kann also die Angst Deiner Frau in gewisser Weise verstehen, wenn sie sich mit der kleinen in Deutschland überfordert fühlt.
Wie tolerant und geduldig sind denn Deine Eltern? Ist es z.B. möglich, dass Deine Frau und die Tochter 3-4 x pro Woche den Tag bei Deinen Eltern verbringen? Das würde möglicherweise Deiner Frau helfen etwas mehr Sicherheit zu bekommen und außerdem dem Deutsch-lernen der Kleinen sehr zuträglich sein.
Und Achja, noch ein Punkt: Sprache lernen in einem fremden Land tut weh! Da kommt Deine Frau einfach nicht drumherum - geht mir hier in China auch jeden Tag so und meine Chinesische Freundin hat die gleiche Erfahrung in Deutschland gemacht.
