Phytagoras hat geschrieben:Anecdotal Evidence:
Ich wohn in Solingen, einst das Hauptquartier der Salafisten in Deutschland und ich habe einmal eine Frau mit Burka gesehen. In Düsseldorf noch nie. In Köln, wo ich studiert hab, auch noch nie.
Und in unserem Haus wohnte 4 Jahre lang (bis ihnen die Miete zu hoch wurde) eine arabische Familie, wo die Ehefrau i.d.R. das Haus in eine Burka gehüllt verließ - und nu?
In einigen Straßen von Berlin sind mehr Burka-Trägerinen unterwegs, als Du sie bei Deinem Beispiel in 10 Jahren gesehen hättest - gehört halt mittlerweile zum Straßenbild in den betr. Gegenden.
Der Punkt ist doch: Wie integriert ist die jeweilige Person und akzeptiert sie, dass in D. die Religion nicht über den weltlichen Gesetzen steht.
Besagte Familie praktizierte Ihren Glauben privat und war von den Ansichten her, die sie vertrat nicht von unseren zu unterscheiden.
Wir hatten ein sehr gutes nachbarschftliches Verhältnis - bekochten uns an vielen Wochenenden gegenseitig, luden uns auch gegenseitig zu Familienfesten ein - und konnten im Wortsinn OFFEN und OHNE SCHEUKLAPPEN über Gott und die Welt reden.
Der "Super-GAU" bzw. "Denk-Welt-Untergang" für AfD & Co.
Und bevor ich auf das Thema Religionsauffassung vs. weltliche Gesetzgebung kam, sprach das besagte Familie an.
Und - "oh Wunder": Es wurde exakt das beklagt (mangelnde/nicht vorhandene Integrationsbereitschaft) auf der einen Seite - und unzulängliche/inkonsequente Integrationsangebote auf der Anderen.
O-Ton: Man kann hier nicht ernsthaft erwarten, dass Menschen, denen Tradition und Religion über alles gehen ihr Verhalten ändern, indem man sie de faacto nur darum bittet.
Denn gerade DAS wird als Schwäche der Demokratie ausgelegt.
Und - weiterer wichtiger Punkt: Hier wird - anstatt AKTIV/ARGUMENTATIV die Werte der Demokratie zu verteidigen - viel zu sehr auf den alleinigen Good Will der jenigen gesetzt, die gar kein Interesse haben, siich hier zu integrieren.
Wer aus Gesellschften kommt, wo de facto die Religion das Leben vorgibt und zudem das Recht des Stärkeren gilt, der braucht auch hier entsprechende Ansagen/Vorgaben.
Das passierte viel zu lange nicht - Folge: Die Bildung und Verfestigung von Parallel-Gesellschaften und von Parallel-Justiz.
Und das ist dann natürlich auch ein Rückschlag für die, die sich integrieren wollen, denn sie sehen ja, dass im worst Case nur das gilt, was in der jeweiligen Parallel-Gesellschft festgelegt ist.
Gleichberechtigung von Mann und Frau?
Hohle Phrasen, weil Frau nur zum Einkaufen raus darf ...
Kein Einzelfall:In der Integrationsklasse meiner Frau waren 90 % froh, dass sie mal raus durften.
Das aber auch nur, weil sonst Soz.-Leistungen gekürzt wurden.
Und von diesen 90 % sagten bis auf eine Alle: Wir verhauen die Prüfung absichtlich, solange, bis wir sie bestehen müssen, weil das die einzige Chance auf etwas Freiraum ist.
Ein Gespräch mit dem Dozenten (2007) erbrachte, dass das auf die überwiegende Mehrzahl arabischer bzw. libanesischer Frauen zutraf - daran hat sich de facto bis heute nicht viel geändert, denn die o.g. Probleme existieren nach wie vor.
Diese Missstände (ich habs schon mehrmals gesagt) sehen auch die, die hier seit Jahrzehnten arbeiten und aus Ländern wie der Türkei, dem Libanon oder dem Kongo kommen.
Und die hatten entschieden schlechtere Startvoraussetzungen hier in D. (keine Integrationskurse z.B.)
Primär kommt es auf den Integrationswillen an.
Ist der da, dann muss der mit allen Mitteln (und mehr als bisher) unterstützt werden.
Ist der aber nicht da, dann gehts ab in die Paralell-Gesellschaft, weil man die Demokratie nicht für voll nimmt bzw. offen oder verdeckt gegen sie oppuniert.
Phytagoras hat geschrieben:Teilweise kommt mir grade ein Teil des Forums wie ein AfD-Stammtisch vor, was seltsam ist, da die meisten selbst eine ausländische Partnerin haben. Es ist hier nicht das kritische Denken, sondern purer Rassismus. Natürlich gibt es Integrationsprobleme, auch gesetzliche in Deutschland.
Und natürlich machen ein Teil der Flüchtlinge Probleme, wollen sich nicht integrieren etc.
Mal davon abgesehen, dass ich meinen Standpunkt zur AfD mehr wie klar zum Ausdruck gebracht habe.
Bei dies bzgl. Zweifeln bitte meine Posts in diesem Faden (noch mal) lesen oder die SuFu nutzen:
Welcher der von mir aufgeführten Punkte trifft denn auf Chinesen zu?
Phytagoras hat geschrieben:Aber das Niveau, auf dem das hier passiert würde man auf Stammtischen erwarten.
Das mag auf einzelne zutreffen - jedoch nicht auf mich.
Wer das meint, der soll bitte entsprechende Zitate von mir bringen aber die dann nicht aus dem Zusammenhang greifen.
Phytagoras hat geschrieben:So könnte man auch verallgemeinern, dass alle Chinesen keine Manieren haben, weil sie auf die Straße rotzen, ihre Kinder auf die Straße kacken lassen, nur an sich denken, backstabben etc.
Nur an sich denken - ne chin. Eigenart?
Aus welchem Land stammt wohl der Werbe-Spot: Mein Auto, mein Boot, mein Haus?
Oder: Unter dem Strich zähl ich.
Aha ...
Und dass Chinesen ihre Kinder (hier in D.) auf die Straße schei**en lassen ... Quellen/Fotos dazu?
Ich sehe hier keinen Chinesen, der durch Aggitation, Druck, oder gar Gewaltandrohung das chin. Ein-Parteien-System hier durchsetzen will - Du etwa?
Ok, die FLG-Jünger aggitieren auch - aber weder qualitativ noch quantitativ auf dem Niveau von Hardcore Salafisten oder des sog. IS.
So viel zu Deinen Vergleichen.