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Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:09
von tyrolean
Auszug aus: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 21,00.html
Staatliche chinesische Medien kritisierten auch erneut die Berichterstattung im westlichen Ausland über den Tibet-Konflikt. Einigen TV-Sendern und Zeitungen wurden Verdrehung der Tatsachen und Manipulation von Bildern vorgeworfen. Die Staatsagentur Xinhua berichtete, Zehntausende Internetnutzer seien - nicht näher beschriebenen - "Aufrufen" gefolgt, um gegen die Verdrehung von Tatsachen zu protestieren. Es sei eine "häufig angewandte Taktik einiger ausländischer Medien, mit unzutreffendem Material das Ansehen der chinesischen Regierung zu zerstören", fasste die Staatsagentur die Meinung in einem Onlineforum zusammen.

Eine Bewegung, die immer mehr Raum greift (mehr...). Westliche Medien werden gegenwärtig überschwemmt mit E-Mails und Forumseinträgen, in denen sich Chinesen und ihre Gegner eine beispiellose Propagandaschlacht liefern. Rogge und das IOC mögen schweigen, aber die Tibet-Debatte hat erstaunlich schnell die ganze Welt vernetzt.
Dies trifft eins zu eins auch auf dieses Forum zu ;-)

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:13
von tyrolean
beijingfox hat geschrieben:die vorschlaege der intellektuellen in china machen aber hoffnung :-)
Wo sind denn diese zu finden? Ich macht mich traurig, dass in diesem Forum "Festland-Chinesen" und "Auswärtige" meist schon anhand eines Postings unterscheidbar sind.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:16
von Kerrigan
beijingfox hat geschrieben:wenn man in einem totalitaeren system aufgewachsen ist und nur von den doctrien einer allmaechtigen partei gehoert hat, ist es bestimmt nicht leicht ein differenziertes denken zu erlernen, geschweige denn zu akzeptieren.
Besserwissmodus: China hat nicht ein totalitaeres, sondern ein autokratisches System. Es gibt da nen Unterschied.. Zur Maozeit war China totalitaer.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:21
von Dennis (CDS)
tyrolean hat geschrieben:
beijingfox hat geschrieben:die vorschlaege der intellektuellen in china machen aber hoffnung :-)
Wo sind denn diese zu finden? Ich macht mich traurig, dass in diesem Forum "Festland-Chinesen" und "Auswärtige" meist schon anhand eines Postings unterscheidbar sind.
Schaust du hier:

http://www.morgenpost.de/desk/1829458.html

Die Diskussion darüber spielt sich so auf Seite 40 dieses Ordners ab.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:23
von mai
Kerrigan hat geschrieben: Besserwissmodus: China hat nicht ein totalitaeres, sondern ein autokratisches System. Es gibt da nen Unterschied.. Zur Maozeit war China totalitaer.
Ja, so ist es! besser als ein theokratisches imho.

:lol:

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:30
von Dennis (CDS)
Kerrigan hat geschrieben:
beijingfox hat geschrieben:wenn man in einem totalitaeren system aufgewachsen ist und nur von den doctrien einer allmaechtigen partei gehoert hat, ist es bestimmt nicht leicht ein differenziertes denken zu erlernen, geschweige denn zu akzeptieren.
Besserwissmodus: China hat nicht ein totalitaeres, sondern ein autokratisches System. Es gibt da nen Unterschied.. Zur Maozeit war China totalitaer.
Gibt es zum Thema autokratische Systeme nicht grad einen Film in den deutschen Kinos?

Ah, hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_%282008%29

Könnte ganz interessant sein.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 10:53
von de guo xiong
Dennis (CDS) hat geschrieben:
Kerrigan hat geschrieben:
beijingfox hat geschrieben:wenn man in einem totalitaeren system aufgewachsen ist und nur von den doctrien einer allmaechtigen partei gehoert hat, ist es bestimmt nicht leicht ein differenziertes denken zu erlernen, geschweige denn zu akzeptieren.
Besserwissmodus: China hat nicht ein totalitaeres, sondern ein autokratisches System. Es gibt da nen Unterschied.. Zur Maozeit war China totalitaer.
Gibt es zum Thema autokratische Systeme nicht grad einen Film in den deutschen Kinos?

Ah, hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_%282008%29

Könnte ganz interessant sein.
Aus meiner Sicht ist *Die Welle* (*The Wave*) sehr interessant - ich habe das Buch in Englisch (wo ich mich sonst of sträube) und Deutsch gelesen ......

de guo xiong

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 11:50
von tyrolean
Linnea hat geschrieben:Mutiges Manifest Chinesische Intellektuelle für neue Tibet-Politik
Linnea hat geschrieben:Am unteren Ende dieses Artikels ist ein Link, der folgendermaßen betitelt ist: Und hier geht's - für Freunde der chinesischen Schriftsprache - zum Original des Manifests
Dennis (CDS) hat geschrieben:Schaust du hier: http://www.morgenpost.de/desk/1829458.html Die Diskussion darüber spielt sich so auf Seite 40 dieses Ordners ab.
Danke für diese Hinweise. Sehr interessant. Gibt es ein (englisches) Forum in dem die Autoren dieses mutigen Manifestes oder ähnlich reflektierende Chinesen aktiv sind? Die Behandlung (physisch und psychisch) dieser Intellektuellen durch China selbst, wird am meisten aussagen über den bürgerrechtlichen Zustand im Land.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 12:11
von beijingfox
Kerrigan hat geschrieben:
beijingfox hat geschrieben:wenn man in einem totalitaeren system aufgewachsen ist und nur von den doctrien einer allmaechtigen partei gehoert hat, ist es bestimmt nicht leicht ein differenziertes denken zu erlernen, geschweige denn zu akzeptieren.
Besserwissmodus: China hat nicht ein totalitaeres, sondern ein autokratisches System. Es gibt da nen Unterschied.. Zur Maozeit war China totalitaer.
hae?...autokratisches system wie unter dem zaren in russland ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Autokratie

was'n das fuer'n besserwissermodus ?

scheint aber niemanden hier zu stoeren...dann ist's wohl OK ;)

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 12:25
von Mucksmaus
Der Mann ist, wie gesagt, Kommunist, deswegen würde ich nicht alles, was er schreibt, für bare Münze nehmen, auch wenn er mit den Vorwürfen zur Sklaverei vielleicht nicht Unrecht hat. Das entschuldigt aber keineswegs den Einmarsch der chinesischen Truppen und die anschließende Annexion, darüber bist du dir schon im Klaren?

Dann noch zum Thema BRD und Tibet: in deinem Post ging es doch darum, dass die USA Tibet sogar schon der VR zugesprochen hatte, bevor die VR selbst offiziell Ansprüche erhoben hatte. Das halte ich für einen taktischen Fehler der USA, der wohl auch nur von ihr und keinem anderen Land begangen wurde.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 13:13
von ferrara
Grufti hat geschrieben: Wenn die chinesische Regierung über den Aufstand irgendetwas gewußt haben sollte, und trotzdem wirklich nichts dagegen unternommen hatte, dann war das nicht "Großzügig " sondern höchst fahrlässig, und schon deshalb müßte sie dafür zur Verantwortung gezogen werden, daß sie nichts getan hatte.
du hast hier das wort "sollte" benutzt, gehe ich also davon aus, dass es nur deine vermutung ist. ist es richtig?
zum jetztigen zeitpunkt weißt keine genau, was wirklich dahinter steckt. einzig und allein die KP-medien behaupteten die beweise im hand zu haben. selbst für mich, der von ein paar leute hier als "patriotist" oder gar "nationalist" bezeichnet wurde, ist das überzeugend.
man kann hier, wenn überhaupt, nur kritisieren, dass die KP-medien nur reine propaganda treibt, und nichts anderes.

ich bericitige: selbst für mich, der von ein paar leute hier als "patriotist" oder gar "nationalist" bezeichnet wurde, ist das nicht überzeugend.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 13:17
von ferrara
Grufti hat geschrieben:Ich versuche jegliche "Politik" oder Diskussion über "China und Deutschland bzw westliche Welt " aus unserem Leben herauszuhalten, da prinzipiell ich...und niemand andersfür die "negative Berichterstattung" "der westlichen Medien" verantwortlich gemacht werde, wenn sie nur darüber berichten, daß in Beijing ein Sack Reis umgefallen ist.....
ist immer noch besser als zu berichten, daß in Beijing ein Sack Reis umgefallen ist, was zu welthungernot geführt hat.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 13:27
von ferrara
Mucksmaus hat geschrieben: Mal eine andere Frage: von chinesischer Seite wird ja zur Zeit - zu Recht leider - auf den westlichen Medien herumgehackt. Betrachtet ihr eigentlich die aktuelle Berichterstattung von Xinhua mit der gleichen Skepsis, die ihr dem Spiegel entgegenbringt?
ja. ich habe auch keinen blick auf die CCTV oder Xinhua geworfen. bin ich dann nur zu den ergebnisse gekommen: westliche medien sind auch nicht besser als die KP-medien. und in tibet zur zeit unruhe herrscht. um die schuld der PKCh zu geben, reicht es aber noch nicht.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 13:51
von ferrara
Dennis (CDS) hat geschrieben: Warum mich deine Aussage in Bezug auf das Forum stört, hatte ich bereits in meinem Beitrag erwähnt: deutsch sowieso. :roll:
Ich kann da bei allem Verständnis keine Ironie, keinen witzigen Hintergedanken oder so erkennen. Entweder du hast dich im Smiley geirrt oder deine Aussage hat die Absicht, die hauptsächliche Benutzung von Deutsch zu kritisieren.
das kann ich irgendwie nicht verstehen. aus meiner sicht ist hier nirgendwo ironie vorhanden. es ist doch eine selbstverständlichkeit, wenn in einem deutschen forum alle mitglieder deutsch vertraut sind, oder? und :roll: bedeutet, denke ich mir. ist dir jetzt klar?
Dennis (CDS) hat geschrieben: Von deinen Landsleuten (mai, Sonnenschein) kam schon vor ein paar Tagen der gehässige Ausruf, wie man denn eigentlich über China diskutieren könne, wenn man nicht auf Chinesisch schreiben könne. Solche Aussagen sind genau das Gegenteil, was wir hier brauchen.
das sehe ich genau so. und dass man chinesisch nicht kennt, ist für mich auch kein thema, eher, dass man china nicht kennt.

Re: Tibet - Was ist da los?

Verfasst: 24.03.2008, 14:01
von ferrara
beijingfox hat geschrieben: Da die chinesische regierung keinerlei beweise zulaest kann und muss man hier vermutungen aeusern.
Es gibt keine bilder oder informationen wie die chinesischen sicherheitskraefte die aufgebrachten demonstranten in lhasa zurueckgedraengt hat. ueber 800 geschaefte sollen in lhasa niedergebrannt worden sein ohne einschreiten der sicherheitskraefte? keine bilder von auf den strassen verhafteten tibetern?
da es keine bilde gibt muss man doch fragen (und vermuten) was da los war.
haben die sicherheitskraefte einfach still gehalten und die tibeter sich austoben lassen ?. dann hat man aber auch die zersoerung und die opfer billigend in kauf genommen !
haben die sicherheitskraefte so brutal die tebeter zurueck geschlagen das man keine bilder darueber zulassen kann ?
In den berichten hier in china sieht man wie die tibeter randalieren und die aufraemarbeiten danach. was war dazwischen los?

mit einer demokratischen erziehung MUSS man fragen stellen und hinterfragen !!!
das forum ist dafür da, um solche sachen zu diskutieren, in dem, dass man gegenseitig argumente nennen. vermutung ist für mich leider kein argument. für dich etwa? :roll:
beijingfox hat geschrieben: ich bin aber auch nachsichtig mit unseren hier im forum teilnehmenden chinesen. wenn man in einem totalitaeren system aufgewachsen ist und nur von den doctrien einer allmaechtigen partei gehoert hat, ist es bestimmt nicht leicht ein differenziertes denken zu erlernen, geschweige denn zu akzeptieren.
ich sehe aber keinen grund, warum man in einem demokratischen system aufgewachsen ist, und trotzdem differenziertes denken nicht berrascht.