Skorpid hat geschrieben:
Wenn die aufgeführten Kriterien wirklich für den Nobelpreis wichtig sind, versteh ich auch nicht, warum das ein Dissident bekommen soll, nix gegen den Mann und sein Wirken aber was das mit Frieden zu tun haben soll?
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltfrieden" target="_blank
Seit 1945 verankerte die Charta der Vereinten Nationen den Erhalt bzw. die Schaffung des Weltfriedens als das Ziel aller Politik, auf das die Mitglieder der UNO sich verpflichtet haben. Historisch gesehen gab es kaum jemals eine Zeit ohne Kriege, so dass es sehr zweifelhaft erscheint, ob und mit welchen Mitteln weltweit ein dauerhafter Friede geschaffen werden kann.
Als wesentliche Voraussetzungen dafür gelten:
* die universale Anerkennung und der wirksame Schutz der Menschenrechte,
(z.B. Liu)
* die Anerkennung gemeinsamer Grundregeln des außen- und innenpolitischen Handelns, z. B. das Verbot jedes Angriffskrieges und das Führen eines Verteidigungskrieges nur nach Prüfung und Erlaubnis des Weltsicherheitsrates
* die durch Diplomatie, Weltorganisationen und/oder Staatenbünde moderierte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Staaten bei weitestgehendem Gewaltverzicht,
(Bsp. Obama)
* die Gewährleistung eines Existenzminimums für alle Menschen und annähernd gleicher Lebenschancen überall auf der Erde,
(Bsp. Gramen-Bank)
* der Aufbau einer mit den begrenzten Ressourcen der Erde in Einklang gebrachten Energiewirtschaft.
(Bsp. http://de.wikipedia.org/wiki/Wangari_Maathai" target="_blank)
es ist wohl klar, dass der Nobelpreis heute weit gefasst wird, es gewinnen schliesslich immer wieder Menschen Nobelpreise, die im vorangegangen Jahr eigentlich gar nix geleistet haben ausser ihre Rente zu geniessen...
der wichtigste Nobelpreis wird immer politisch und ideologisch bleiben, weil der Welt-Frieden ideologisch ist und immer ein politischer Prozess bleiben wird, denn anders als in den wissenschaftlichen Kategorien werden nicht nur Ergebnisse und Errungenschaften honoriert, sondern auch das Bemühen um Frieden, also ein Prozess honoriert, auch wenn die Preisträger Mitverursacher eines Konfliktes waren...
es ist doch wohl klar, dass der Frieden anders als wissenschaftliche Errungenschaften nicht beständig ist, sondern Frieden musste und muss immer "erkämpft" werden und der Friedensnobelpreis honoriert vor allem auch das friedliche Bemühen darum, denn friedliche Zustände (und errungender Frieden) können sich jederzeit wieder ändern...