Re: Gute/Interessante chinesische Filme?
Verfasst: 23.06.2008, 22:00
So ein HK-Film-WE ist zu Ende gegangen.
1. High Risk
Kit ist ein gebrochener Polizist, welcher bei einem Einsatz seine Familie verloren hat. Fortan quittiert er seinen Job und arbeitet als Stuntmen. Der „Action“Star, welchen er doubelt, wird zu einem Empfang eingeladen, wie welchem die Romanow-Juwelen ausgestellt werden. Just diese Juwelen möchte aber auch eben jener Gangster, welcher Kits Familie auf dem Gewissen hat.
Man das sind bestimmt schon 10 Jahre her, dass ich den das letzte Mal gesehen habe. Diesmal gab´s die Ungeschnittene aus HK. Der Film wird allgemein eher negativ beurteilt. Wie ich finde, durchaus zu Recht. Der Spagat zwischen Action und Comedy funzt leider nicht so richtig, zumal die verbindende Story eher ein Witz ist. Die Action ist dabei gar nicht mal schlecht, wenn auch etwas Schusswaffenlastig und teilweise knallhart. Die Martial-Arts sind leider etwas unterrepräsentiert und Jet Li deutlich unterfordert. Der Comedy-Teil ist, für sich genommen, auch gar nicht mal sooo schlecht, wenn man denn mit HK-Humor was anfangen kann. Insgesamt ganz nett, die DVD hat mich aber, Gott-sei-Dank, nur 2 Teuro gekostet.
2. Election 2
Triadenboss Lok (Simon Yam) will, entgegen der Tradition für eine weitere Amtszeit kandidieren. Damit steht er jedoch Jimmy (Louis Koo) im Weg, welcher für eine Ausweitung seines Geschäftszweiges diesen Posten unbedingt inne haben möchte.
Johnnie Tos Fortsetzung seines imho unterschätzten Election. Interessanterweise hat der zweite Teil deutlich bessere Kritiken bekommen. Ich habe mich aber schon beim ersten gut unterhalten. Was diesem an Charakterzeichnung fehlte, hat er durch mehr Action wettgemacht. Der zweite Teil ist deutlich ruhiger, damit allerdings nicht schlechter. Die Ausarbeitung der Charaktere wirkt hier etwas runder. Was allerdings auch daran liegt, dass man einige ja schon aus dem ersten Teil kennt. To ist für mich immer wieder eine Offenbarung. Sein visueller Stil ist zwar durchaus berechnend kommerziell, nichts desto weniger künstlerisch hoch anspruchsvoll. Seine Kameraeinstellungen, -fahrten, Schnitte und Setausleuchtung ist inzwischen schon ein echtes Markenzeichen. Seine Darstellung der Triaden-Kämpfe ist dreckig und brutal. Nichts bleibt hier von der Heroisierung, welche z.B. in „Young and Dangerous“ durchaus präsent ist. Keiner kann hier irgendjemand trauen. Verrat lauert an jeder Ecke, Traditionen und Ehre dienen nur noch als Fassade für eine Gier nach Macht und Geld. In jedem Fall eine sehenswerte Fortsetzung.
3. Peking Opera Blues
Peking 1913 ist im völligen Chaos versunken. Die junge Republik und verschiedene Generäle ringen um Macht und Einfluss. In dieses Chaos geraten drei junge Frauen aus verschiedenen Schichten.
Einer DER Klassiker von Altmeister Tsui Hark (ACGS) Dominiert wird dieser Streifen vom Damentriumvirat Cherie Cheung, Brigitte Lin und Sally Yeh. Vor allem letztere ist eine meiner absoluten Favoritinnen. Leider hat sie die Schauspielerei schon vor einiger Zeit an den Nagel gehängt. Im Gegensatz zum als ersten besprochenen „High Risk“ funzt hier der Stilmix hervorragend. Der Film stellt eine tolle Mischung aus Martial Arts, Historienspektakel und Komödie dar. Auch die Peking Oper Szenen sind wirklich gelungen, obwohl das sonst nicht mein Ding ist. Die Fortune Star DVD ist außerdem wirklich gelungen und enthält u.a. auch Interviews mit Sally Yeh und James Wong.
4. Hong Kong 1941
Nam soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie versucht dieser Ehe mit Hilfe ihrer Freunde Keung und Fay zu entkommen. Am Tag der Flucht wird jedoch Hong Kong von den Japanern besetzt. Alle drei sitzen fest und müssen sich durchschlagen.
Chow Yun Fat ist hier in seinen frühen Jahren zu sehen. Außerdem ist auch Cecilia Yip mit von der Partie, welche mit CYF auch in „Peace Hotel“ vor der Kamera steht. Hong Kong 1941 ist ein viel gelobtes Kriegsdrama und hat in Hong Kong mehrere Auszeichnungen erhalten. Allerdings ist dieser Film eher von der ruhigen Sorte. Die Zustände bei der Besetzung Hong Kongs werden hier eher von der persönlichen Seite aus gezeigt und nicht als imposante militärische Kulisse ala „Taegukgi“. Packend bleibt der Streifen dennoch, da alle drei Hauptdarsteller eine recht ordentliche Leistung abgeben.
1. High Risk
Kit ist ein gebrochener Polizist, welcher bei einem Einsatz seine Familie verloren hat. Fortan quittiert er seinen Job und arbeitet als Stuntmen. Der „Action“Star, welchen er doubelt, wird zu einem Empfang eingeladen, wie welchem die Romanow-Juwelen ausgestellt werden. Just diese Juwelen möchte aber auch eben jener Gangster, welcher Kits Familie auf dem Gewissen hat.
Man das sind bestimmt schon 10 Jahre her, dass ich den das letzte Mal gesehen habe. Diesmal gab´s die Ungeschnittene aus HK. Der Film wird allgemein eher negativ beurteilt. Wie ich finde, durchaus zu Recht. Der Spagat zwischen Action und Comedy funzt leider nicht so richtig, zumal die verbindende Story eher ein Witz ist. Die Action ist dabei gar nicht mal schlecht, wenn auch etwas Schusswaffenlastig und teilweise knallhart. Die Martial-Arts sind leider etwas unterrepräsentiert und Jet Li deutlich unterfordert. Der Comedy-Teil ist, für sich genommen, auch gar nicht mal sooo schlecht, wenn man denn mit HK-Humor was anfangen kann. Insgesamt ganz nett, die DVD hat mich aber, Gott-sei-Dank, nur 2 Teuro gekostet.
2. Election 2
Triadenboss Lok (Simon Yam) will, entgegen der Tradition für eine weitere Amtszeit kandidieren. Damit steht er jedoch Jimmy (Louis Koo) im Weg, welcher für eine Ausweitung seines Geschäftszweiges diesen Posten unbedingt inne haben möchte.
Johnnie Tos Fortsetzung seines imho unterschätzten Election. Interessanterweise hat der zweite Teil deutlich bessere Kritiken bekommen. Ich habe mich aber schon beim ersten gut unterhalten. Was diesem an Charakterzeichnung fehlte, hat er durch mehr Action wettgemacht. Der zweite Teil ist deutlich ruhiger, damit allerdings nicht schlechter. Die Ausarbeitung der Charaktere wirkt hier etwas runder. Was allerdings auch daran liegt, dass man einige ja schon aus dem ersten Teil kennt. To ist für mich immer wieder eine Offenbarung. Sein visueller Stil ist zwar durchaus berechnend kommerziell, nichts desto weniger künstlerisch hoch anspruchsvoll. Seine Kameraeinstellungen, -fahrten, Schnitte und Setausleuchtung ist inzwischen schon ein echtes Markenzeichen. Seine Darstellung der Triaden-Kämpfe ist dreckig und brutal. Nichts bleibt hier von der Heroisierung, welche z.B. in „Young and Dangerous“ durchaus präsent ist. Keiner kann hier irgendjemand trauen. Verrat lauert an jeder Ecke, Traditionen und Ehre dienen nur noch als Fassade für eine Gier nach Macht und Geld. In jedem Fall eine sehenswerte Fortsetzung.
3. Peking Opera Blues
Peking 1913 ist im völligen Chaos versunken. Die junge Republik und verschiedene Generäle ringen um Macht und Einfluss. In dieses Chaos geraten drei junge Frauen aus verschiedenen Schichten.
Einer DER Klassiker von Altmeister Tsui Hark (ACGS) Dominiert wird dieser Streifen vom Damentriumvirat Cherie Cheung, Brigitte Lin und Sally Yeh. Vor allem letztere ist eine meiner absoluten Favoritinnen. Leider hat sie die Schauspielerei schon vor einiger Zeit an den Nagel gehängt. Im Gegensatz zum als ersten besprochenen „High Risk“ funzt hier der Stilmix hervorragend. Der Film stellt eine tolle Mischung aus Martial Arts, Historienspektakel und Komödie dar. Auch die Peking Oper Szenen sind wirklich gelungen, obwohl das sonst nicht mein Ding ist. Die Fortune Star DVD ist außerdem wirklich gelungen und enthält u.a. auch Interviews mit Sally Yeh und James Wong.
4. Hong Kong 1941
Nam soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie versucht dieser Ehe mit Hilfe ihrer Freunde Keung und Fay zu entkommen. Am Tag der Flucht wird jedoch Hong Kong von den Japanern besetzt. Alle drei sitzen fest und müssen sich durchschlagen.
Chow Yun Fat ist hier in seinen frühen Jahren zu sehen. Außerdem ist auch Cecilia Yip mit von der Partie, welche mit CYF auch in „Peace Hotel“ vor der Kamera steht. Hong Kong 1941 ist ein viel gelobtes Kriegsdrama und hat in Hong Kong mehrere Auszeichnungen erhalten. Allerdings ist dieser Film eher von der ruhigen Sorte. Die Zustände bei der Besetzung Hong Kongs werden hier eher von der persönlichen Seite aus gezeigt und nicht als imposante militärische Kulisse ala „Taegukgi“. Packend bleibt der Streifen dennoch, da alle drei Hauptdarsteller eine recht ordentliche Leistung abgeben.