Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

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belrain
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

Auch auf die Gefahr, dass due es persoenlich nimmst RT, aber wenn du mir antwortest, lies meine Texte richtig und zitiere richtig. Sonst kommt es zu Missverstaendnissen.
RoyalTramp hat geschrieben:
belrain hat geschrieben:Das Problem ist, du redest weder von eigenen Erfahrungen noch kannst du deine "Fakten" belegen, aber du schliesst aufgrund desses was du gehört hast das es für die Mehrheit Chinas gilt. Leute wie Bossel, NHR und andere hier haben andere Erfahrungen gemacht als das was dir von anderen erzählt wurde. Mag sein, dass es in dem Dorf deiner Freundin so ist wie sie dir sagt - dann muss das aber ein wirklich kleines Dorf fern von einer grösseren Stadt sein. In allen kleinen Orten die ich bisher so gesehen habe gab es in den Läden Kondome, Binden etc. zu kaufen. Standen im Regal bzw. waren an der Kasse aufgestellt.
Moment mal. Alleine die Bevölkerungszusammensetzung in China...in CHINA...gibt mir doch Recht. Reden wir jetzt nur noch von Städten wie Shanghai, Peking oder Hongkong? Ist DAS China für Euch?
Ich spreche von kleineren Orten, und du liest Shanghai, Peking, Hongkong - wieso?
RoyalTramp hat geschrieben:
Ich wage zu bezweifeln , dass alle vom Lande zugezogegen zur Unterschicht gehören - zumal wir erstmal festhalten müssten, ab wann wer zu welcher Schicht gehört.
Der Unterschied zwischen vom Lande zugereisten nach Shanghai oder anderen Grossstädten Chinas und Ausländern die irgendwo einwandern ist einfach.
Ich hatte den Begriff "Unterschicht" auch in Klammern gesetzt, da er sich nicht ganz so einfach auf China festlegen lässt. Von daher hast du Recht, was denn hier als Unterschicht zu betrachten wäre, und können die klassischen Parameter, wie du sie im Folgenden nennst dazu herangenommen werden? Die Antworten: Um Gottes Willen nein! Diese Parameter für die Definition, was Unterschicht ist und was nicht, sind grottenfalsch, denn demnach wäre fast jeder Expat jemand aus der Unterschicht, denn weder können die Leute die Schrift, wenige nur die Sprache und teilen sie in vielen Dingen nicht die Ansichten der hier geltenden "Leitkultur". Für mich persönlich bedeutet daher auf China beogen "Unterschicht" die Menschen, denen es aufgrund ihrer finanziellen Situation in China nicht möglich ist, gleichberechtigte Teilhaber am gesellschaftlichen Leben zu sein. "Gesellschaftliches Leben" meint dabei nicht die reine Existenzsicherung, sondern auch schöne Extras, wie z.B. mal auch in eine Bar gehen, in eine Kneipe, in ein westliches Restaurant, Museum, Theater und und und.
Du haettest auch hier richtig lesen sollen.
Ich habe geschrieben:
Der Unterschied zwischen vom Lande zugereisten nach Shanghai oder anderen Grossstädten Chinas und Ausländern die irgendwo einwandern ist einfach.
Ich habe also chinesische "Landeier" die in eine Grossstadt ziehen verglichen mit Auslaendern, die irgendwo hingehen. Habe nicht gesagt, dass ich da von Unterschichten rede, das warst du. Ich wollte damit zeigen, warumm ich der Meinung bin das es nicht x Generationen braucht um sich zu sozialisieren. Schliesslich ist Sprache (Schrift), Kulturelles Verstaendnis, Gesetze etc. keine "Ausrede".
RoyalTramp hat geschrieben: Und über ein rudimentäres Englisch verfügen wirkliche alle unter 25-jährigen Chinesen, denn das lernen die in der Mittelschule, genauso wie wir, jedoch in China mit weit weniger bleibendem Erfolg. Selbst Dorfkinder können englische Kinderlieder singen. Jedoch werden mit dem englischen Sprachunterricht überhaupt keine westlichen Denkmodelle mit übertragen. Und auf solche Leute, triffst du dann auch in Shanghai weit öfters, als du es dir vorstellen kannst.
Ich kann mir einiges vorstellen, dass kenne ich aber selbst. Habe damit taeglich zu tun. Viele Chinesen koennen sehr gut englisch lesen und schreiben, und teilweise auch recht gut verstehen. Am Sprechen haperts am Meisten, da das Schulsystem keinen praktischen Sprachunterricht vorsieht / vorgesehen hat.
Aber: Eben diese Chinesinnen werden keine Opfer solcher Leute, weil diese "Idioten" einfach keine Lust haben ihre Zeit zu verschwenden mit jemand, der sie nicht versteht.
RoyalTramp hat geschrieben: Und auf eine sehr spezifische Frage meinerseits, haben in ihrem Wohnheimzimmer von ihren 6 Zimmergenossinnen gerade 2 vor dem Abschluss des Studiums Geschlechtsverkehr gehabt. Ausnahme? Wohl eher die Regel...
Moeglich, aber vielleicht auch - scheu. Warum sollte eine junge Studentin auf die Frage eines Lehrers bei solch intimen Dingen unbedingt die Wahrheit sagen? Vor Allem dann, wenn man bedenkt es ist ein Auslaender und "der will doch nur das Eine"?
RoyalTramp hat geschrieben: Übrigens: Aufklärung in der Schule ála VR China. Der dazu ausgebildete Lehrer hatte angefangen, der Klasse meiner Freundin die weibliche und männliche Anatomie zu erklären (sie war immerhin schon 16). ...
Sorry wenn ich das schreibe, aber deine Freundin mag auch keine Bars aber tanzt sich im Zapatas die Seele aus dem Leib. Glaubwuerdig?
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

RoyalTramp hat geschrieben:
... Glückwunsch für dein dickes Fell, aber ich habe dieses dicke Fell nicht und verspüre ich daher den Drang, mich zu verteidigen. Denn was er von sich gibt, kratzt mehr als nur an meiner Persönlichkeit sondern verletzt mein ganzes Ethos...
.... Ich habe nicht das notwendige dicke Fell als das mir solche Einlassungen am Arsch vorbei gehen könnten. ... Das geht tief, HappyFuture, und das lasse ich mir einfach nicht gefallen und bitte da, um dein Verständnis...

Auch die vielen kritischen Einsichten meinerseits, mich selbst irgendwo zurückzusetzen, mich z.B. als Quasimodo zu sehen. .... tun mir verdammt weh...
...
Das ist jetzt KEIN Versuch hier Mitleid zu erwecken, aber manche Leute sollten sich lieber vorher überlegen, was sie mit nur einem einzigen Wort für Dinge bei anderen Menschen bewirken können...
Wenn ich das mal zusammenfassend betrachte, wundert es mich nicht das du in China so viel "leidest" wegen der Anderen. Du nimmst zu viele Dinge viel zu persoenlich. Wenn du in einem oeffentlichen Forum postest musst du damit rechnen, dass nicht alle deiner Meinung sind oder du sogar Trollen begegnest. Wobei ich Bossel nicht so sehe, im Gegenteil. In anderen Bereichen des Forums ist er sehr informativ. Und auch hier hat er, bis zu einem gewissen Grad sachlich und fair diskutiert und lediglich seine Einstellung klar gemacht darueber, was und wie du geschrieben hast. Mittlerweile habt ihr aber beide ein Niveau erreicht, dass man mal wieder runterschrauben sollte.

Und sorry, aber viele deiner Posts erinnern wirklich an einen Versuch Mitleid zu erregen.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

XiaoJing hat geschrieben: Finde es wirklich bemerkenswert was sich so mancher Deutsche hier zusammenreimt ... , glauben sie würden China besser kennen als Chinesen...
Das ist genauso absurd als wollte ich versuchen einen Deutschen aufzuschwatzen wie die Gesellschaft in Deutschland verhält.
Viele schreiben ihre Erfahrungen, was ihnen so passiert ist. Ich finde daran nichts verwerflich. Aber die meisten haben auch schon gesagt (mich eingeschlossen), dass sie China noch lange nicht kennen und vielleicht auch nie ganz kennen werden.
Und viele Chinesen haben mir schon gesagt, dass sie auch vieles in China nicht verstehen - wie sollte man das als Auslaender dann koennen?
XiaoJing hat geschrieben: Ja kann man sicher...
Ich habe so nichts gegen Schwarze, dennoch empfinde ich Sie als unangenhemn und unheimlich.
Weiß ehrlich gesagt nicht woher das kommt, einen Hass empfinde ich nicht, mir sträuben sich aber die Nackenhaare sobald ich einen Schwarzen sehe....
Dieses Voruteil gegenueber Schwarzen ist mir auch schon oft begenet in China. Da hiess es dann, die sehen gefaehrlich aus, die sehen schmutzig aus etc.
Wenn man mal bei der Einreise darauf achtet, werden Schwarze auch deutlich laenger (intensiver) kontrolliert. Ist allerdings meine Meinung, vielleicht hat das auch schon jemand anderes beobachtet?
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

@ Belrain

Kein Thema! Ich wüsste auch nicht, wo du mir gegenüber irgendwie herablassend und -würdigend aufgetreten wärest.
belrain hat geschrieben:Ich spreche von kleineren Orten, und du liest Shanghai, Peking, Hongkong - wieso?
Das habe ich in der Tat nicht richtig gelesen und habe damit auch keine Probleme, das zuzugeben.
Ich habe also chinesische "Landeier" die in eine Grossstadt ziehen verglichen mit Auslaendern, die irgendwo hingehen. Habe nicht gesagt, dass ich da von Unterschichten rede, das warst du. Ich wollte damit zeigen, warumm ich der Meinung bin das es nicht x Generationen braucht um sich zu sozialisieren. Schliesslich ist Sprache (Schrift), Kulturelles Verstaendnis, Gesetze etc. keine "Ausrede".
Du solltest dich nicht davon täuschen lassen, dass es hier in China schon seit über tausend Jahren eine gemeinsam Leitsprache gibt und schon gar nicht davon, dass es hier ein einheitliches Rechtsystem (-> Gesetze) gäbe. Denn was auf dem Papier steht ist das eine, was auf dem Acker geschieht, ist nicht selten was völlig anderes. Viele Menschen wissen nicht um die Gesetze, die eigentlich in China gelten, aber darum, was der Potentat in ihrem Heimatdorf für "Gesetze" erhebt. Da gelten all diese Dinge nicht so, wie du vielleicht denken magst. Es ist für nicht wenige Menschen so, als würden sie in eine komplett neue Welt eintauchen, wenn sie in China vom Land in die Städte ziehen. Es ist keine Ausrede, sondern sie wissen es einfach wirklich nicht...

"x Generationen" erweckt auf mich den Eindruck, als würde es eine halbe Ewigkeit dauern, dabei sagte ich, dass man erst ab der 2. Generation davon sprechen kann, dass eine tatsächliche Sozialisierung stattfindet, für die 3. Generation ist es sicher und für die 4. Generation dürfte eine Sozialisierung erfolgreich abgeschlossen sein (gemeint -> spätestens in der 4. Generation), was nicht bedeutet, dass es in anderen Generationen keine erfolgreich zu Ende gebrachte Sozialisierung gäbe...also von einer Zeitspanne von bis zu 50 Jahren (Oma - Mama - Kind), weiß nicht, ob das jetzt wirklich eine so unendlich lange Zeit ist, wie es für euch zu sein scheint.

P.S.: Ich hatte immer von den "Chinesen" gesprochen, was Menschen jeglichen Alters umfasst.
Ich kann mir einiges vorstellen, dass kenne ich aber selbst. Habe damit taeglich zu tun. Viele Chinesen koennen sehr gut englisch lesen und schreiben, und teilweise auch recht gut verstehen. Am Sprechen haperts am Meisten, da das Schulsystem keinen praktischen Sprachunterricht vorsieht / vorgesehen hat. Aber: Eben diese Chinesinnen werden keine Opfer solcher Leute, weil diese "Idioten" einfach keine Lust haben ihre Zeit zu verschwenden mit jemand, der sie nicht versteht.
Hm...also ich habe gehört, dass es angeblich sogar recht häufig ist, dass man auf der Straße von Chinesinnen angesprochen wird, in der Hoffnung, dass sich ein Sprachaustausch entwickelt, UM eben diesen defizitären Sprachunterricht an chinesischen Schulen zu kompensieren. Ich glaube nicht, dass alle diese Mädchen total aufgeschlossen und modern (sexuell) aufgeklärt sind, sondern unterstelle ich 3 Gruppen: a) entweder sind es Hooker, die den Ausländer um Geld prellen wollen, oder aber b) tatsächlich aufrichtige, an einem Sprachaustausch interessierte Schülerinnen und Studentinnen. c) Solche Mädchen, die von Anfang an mit dem Plan herantreten, einen Ausländer just for some sex fun auf einen Englischaustausch anzusprechen halte ich für die verschwindend kleinere der 3 Gruppen.
Moeglich, aber vielleicht auch - scheu. Warum sollte eine junge Studentin auf die Frage eines Lehrers bei solch intimen Dingen unbedingt die Wahrheit sagen? Vor Allem dann, wenn man bedenkt es ist ein Auslaender und "der will doch nur das Eine"?
Eh...ich hatte meine Freundin gefragt und ich unterstelle mal, dass sie mich jetzt nicht belügt, weil sie a) mir gefallen möchte oder b) selbst mir gegenüber noch so schüchtern ist. Nehme ich jetzt einfach mal als gegeben an, dass es in ihrem Studentenwohnheimzimmer so war und sie vertritt die Meinung, dass es unter allen Mädchen in den Nachbarzimmern und in den Seminaren eine Minderheit gewesen ist, die bereits sexuelle Erfahrung hatte sammeln können (deckt sich auch mit dem bisherigen offiziellen Altersdurchschnitt von 24 Jahren für erste sexuelle Erfahrungen für Mädchen, denn Studentinnen sind zumeist 22 oder knapp 23, wenn sie ihr Diplom in der Tasche haben, dass es wohl sehr wohl anzunehmen ist, dass die große Mehrheit der Studentinnen noch keinen Sex gehabt hat).
Sorry wenn ich das schreibe, aber deine Freundin mag auch keine Bars aber tanzt sich im Zapatas die Seele aus dem Leib. Glaubwuerdig?
Ich hatte es selbst geschrieben: Ich verstehe auch nicht, wieso?
Und sorry, aber viele deiner Posts erinnern wirklich an einen Versuch Mitleid zu erregen.
Nein, die Posts sollen zeigen, dass ich mir schon selbst im Klaren bin, wo meine Probleme gelagert sind...wenn das mal keine kritische Selbsteinsicht ist zu sagen, man habe kein Selbstwertgefühl? D.h., ich sehe mich selbst sehr sehr kritisch, dass man mir durchaus "ankreiden" darf, nicht arrogant, hochnäsig oder übermäßig "stolz" zu sein. Und das sollte eigentlich meine Selbstbeschau vermitteln...kein Mitleid...denn Mitleid habe ich für mich selbst mehr als genug.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von punisher2008 »

RoyalTramp hat geschrieben: d) Viele Schwarzafrikaner fallen durch ihre sehr direkte und plumpe Art bei der Partnersuche in China scheinbar auf. Denn gerade hier in China, können viele auf den "Putz" hauen, was ihnen mitunter bei Leibesstrafen im eigenen Land untersagt wäre (so z.B. in islamischen Ländern Afrikas ein hemmungsloser Alkoholkonsum).
Das obige entspringt dabei meinem persönlichen Brainstorming, was mir bei diesem Thema so in den Kopf kommt (mit Ausnahme Punkt b).
Von solchen Verhaltensweisen hörte ich leider auch schon. Eine Bekannte jobbte mal auf dem "Canton Fair", als sie noch Studentin war, als Übersetzerin. Dabei musste sie für die Firmen auf Ausländer zugehen und möglichst potentielle Käufer finden. Bei den Afrikanern bekam sie, und ihre Kolleginnen, leider oft die Antwort "I don't need an interpreter, I need a girlfriend". Solche "Anmachen" bekommen diese Mädchen angeblich ständig zu hören. Diese Schwarzen sind da sicher nicht besser als dieser Lehrer, den RT erwähnte. Nur werden wohl Chinesen eher selten mit solchen Leuten konfrontiert. Daher muss ihre Abneigung gegen Schwarze schon viel länger in ihrem Denken verankert sein.
Es ist leider so, dass das schlechte Benehmen einzelner früher oder später den Ruf aller Ausländer zerstören kann/wird. Da kann man sich persönlich noch so korrekt verhalten, es wird nichts bewirken.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

Es gibt gerade unter den Auslandsstudenten eine unglaublich große Community an Schwarzafrikanern. Interessant: In dem Jahr als ich in Hangzhou war, gab es zwei Auslandsstudentenwohnheime an der Zhejiang Universität. Ein topmodernes, recht neu gebautes auf dem Yuquan-Campus direkt am Hintertor der Uni und ein altes Heruntergekommenes vor dem Haupttor des Campus' auf der gegenüberliegenden Seite in einer "Seiteneinfahrt". Die jap., kor. amerik., austr. und sonstigen Auslandsstudenten, wie auch wir "Deutsche", waren dabei in dem topmodernen auf dem Campus direkt untergebracht. Alle Schwarzafrikaner und auch Russen und andere hingegen im alten Gebäude. Von diesen hat man dann auch nie wirklich jemanden auf dem Campus der Uni selbst gesehen, aber wenn man dann in Hangzhou in eine der Bars gegangen ist, wie z.B. der Reggae-Bar, dann war doch der Anteil der Schwarzafrikaner plötzlich sehr hoch, dass man sich manchmal fragte, woher die denn plötzlich alle gekommen sind, wo man sie doch tagsüber nirgendwo zu Gesicht bekommen hat.

Meine Vermutung: Man versuchte schon irgendwie die Schwarzafrikaner (aber auch die Russen) ein wenig von den chinesischen Studenten "fernzuhalten". Warum? Mein subjektiver Eindruck. Vorurteile? Vielleicht... Oder aber Selbstausgrenzung? Möglich...
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von punisher2008 »

RoyalTramp hat geschrieben:Es gibt gerade unter den Auslandsstudenten eine unglaublich große Community an Schwarzafrikanern. Interessant: In dem Jahr als ich in Hangzhou war, gab es zwei Auslandsstudentenwohnheime an der Zhejiang Universität. Ein topmodernes, recht neu gebautes auf dem Yuquan-Campus direkt am Hintertor der Uni und ein altes Heruntergekommenes vor dem Haupttor des Campus' auf der gegenüberliegenden Seite in einer "Seiteneinfahrt". Die jap., kor. amerik., austr. und sonstigen Auslandsstudenten, wie auch wir "Deutsche", waren dabei in dem topmodernen auf dem Campus direkt untergebracht. Alle Schwarzafrikaner und auch Russen und andere hingegen im alten Gebäude.
Das zeigt wieder mal ganz klar, wie die Chinesen uns Ausländer in Klassen einteilen! Im Fall deiner Uni war aber der Faktor nicht Hautfarbe, sondern als wie fortschrittlich die jeweiligen Herkunftsländer der Studenten gesehen werden. Welchen anderen Grund könnte es haben Russen und Schwarzafrikaner zusammen unterzubringen? :shock:
Von diesen hat man dann auch nie wirklich jemanden auf dem Campus der Uni selbst gesehen, aber wenn man dann in Hangzhou in eine der Bars gegangen ist, wie z.B. der Reggae-Bar, dann war doch der Anteil der Schwarzafrikaner plötzlich sehr hoch, dass man sich manchmal fragte, woher die denn plötzlich alle gekommen sind, wo man sie doch tagsüber nirgendwo zu Gesicht bekommen hat.
Wer sagt denn, dass die meisten Schwarzafrikaner in den Bars Studenten waren?
RoyalTramp hat geschrieben:Meine Vermutung: Man versuchte schon irgendwie die Schwarzafrikaner (aber auch die Russen) ein wenig von den chinesischen Studenten "fernzuhalten". Warum? Mein subjektiver Eindruck. Vorurteile? Vielleicht... Oder aber Selbstausgrenzung? Möglich...
Ausländische Studenten werden grundsätzlich nicht integriert, sondern immer getrennt von Chinesen untergebracht. Das gilt nicht nur für Schwarze. Das war auch bei mir damals als Student an der Zhongshan Uni in Guangzhou so. Ausländer wohnten entweder im Ausländerwohnheim oder außerhalb des Campus, nie mit Chinesen zusammen. Bei uns waren die Ausländer meist Koreaner und Japaner, nur paar Weiße. An Schwarze kann ich mich gar nicht erinnern, da gab es damals in Guangzhou wohl so gut wie keine.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

punisher2008 hat geschrieben:Wer sagt denn, dass die meisten Schwarzafrikaner in den Bars Studenten waren?
Keine Ahnung, habe jetzt aber auch nicht gesagt, die schwarzafrikanischen Leute dort wären alles Studenten gewesen. Es werden mit Sicherheit auch ein paar "Businessleute" da rum gehangen haben, aber auffällig war es insofern, da es nun wirklich nicht wenige schwarzafrikanische Austauschstudis gab an der Uni, aber dennoch ich mich nicht erinnern könnte, je einen auf dem Campus gesehen zu haben. Ein weiterer Grund, warum es mir vielleicht so vorkommt, mag darin begründet sein, dass wir "westlichen" Studenten nie mit den Afrikanern und/oder Russen zusammen Unterricht hatten (dafür aber saßen in unserer Klasse auch 4 Nordkoreaner, die aber auch im alten Wohnheim wohnten). Während deren Kurse alle im alten Wohnheim unterrichtet wurden, hatten wir anderen das "Privileg" im Konferenzzimmer der Uni auf dem Campus selbst unterrichtet zu werden. Also auch da: Strikteste Trennung. Einzig, wenn wir dann unsere "Hörverständnis" Übungen hatten, mussten wir mal ins alte Wohnheim und sind denen dann in den Treppenhäusern über den Weg gelaufen.

Ausländische Studenten werden grundsätzlich nicht integriert, sondern immer getrennt von Chinesen untergebracht. Das gilt nicht nur für Schwarze. Das war auch bei mir damals als Student an der Zhongshan Uni in Guangzhou so. Ausländer wohnten entweder im Ausländerwohnheim oder außerhalb des Campus, nie mit Chinesen zusammen. Bei uns waren die Ausländer meist Koreaner und Japaner, nur paar Weiße. An Schwarze kann ich mich gar nicht erinnern, da gab es damals in Guangzhou wohl so gut wie keine.
Ja, aber das Ausländerstudentenheim befand sich an der Zheda nicht wirklich von den anderen Studentenheimen getrennt. Unsers lag direkt neben dem Neuen für die männlichen Yanjiusheng-Kandidaten, dass ich jetzt nicht das Gefühl hatte, man wolle uns von den chinesischen Studis trennen. Indes: Gemeinsam hat keiner mit denen gewohnt, da wir es uns wohl kaum vorstellen gekonnt hätten, 1 Jahr lang mit 3 fremden Personen ein 14qm Zimmer zu teilen. ;)
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

RoyalTramp hat geschrieben: Hm...also ich habe gehört, dass es angeblich sogar recht häufig ist, dass man auf der Straße von Chinesinnen angesprochen wird, in der Hoffnung, dass sich ein Sprachaustausch entwickelt, UM eben diesen defizitären Sprachunterricht an chinesischen Schulen zu kompensieren. Ich glaube nicht, dass alle diese Mädchen total aufgeschlossen und modern (sexuell) aufgeklärt sind, sondern unterstelle ich 3 Gruppen: a) entweder sind es Hooker, die den Ausländer um Geld prellen wollen, oder aber b) tatsächlich aufrichtige, an einem Sprachaustausch interessierte Schülerinnen und Studentinnen. c) Solche Mädchen, die von Anfang an mit dem Plan herantreten, einen Ausländer just for some sex fun auf einen Englischaustausch anzusprechen halte ich für die verschwindend kleinere der 3 Gruppen.
a) und c) ist mir, gerade in Shanghai schon oft begegnet. b) eigentlich nie (in Shanghai). In Hongkong sind einige Schueler mit Fragebogen bewaffnet ausgeschickt worden, damit sie als Hausaufgabe mit Auslaendern ins Gespreaech kommen. Da habe ich dann gerne "Versuchskarnickel" gespielt :-)
RoyalTramp hat geschrieben: Nein, die Posts sollen zeigen, dass ich mir schon selbst im Klaren bin, wo meine Probleme gelagert sind...wenn das mal keine kritische Selbsteinsicht ist zu sagen, man habe kein Selbstwertgefühl? D.h., ich sehe mich selbst sehr sehr kritisch, dass man mir durchaus "ankreiden" darf, nicht arrogant, hochnäsig oder übermäßig "stolz" zu sein. Und das sollte eigentlich meine Selbstbeschau vermitteln...kein Mitleid...denn Mitleid habe ich für mich selbst mehr als genug.
Nicht jeder der selbstbewusst ist, ist auch arrogant oder hochnaesig. Wenn man in China gut klarkommen moechte, braucht man ein gesundes Selbstbewusstsein, ansonsten wird man immer wieder schnell an Punkte kommen, an denen man alles hinschmeissen will. Spaetestens dann, wenn die Leute denen man viel Zeit opfert (machst du ja mit 20 Stunden Tagen) dieses fuer selbstverstaendlich nehmen und sogar ignorieren.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

belrain hat geschrieben:a) und c) ist mir, gerade in Shanghai schon oft begegnet. b) eigentlich nie (in Shanghai). In Hongkong sind einige Schueler mit Fragebogen bewaffnet ausgeschickt worden, damit sie als Hausaufgabe mit Auslaendern ins Gespreaech kommen. Da habe ich dann gerne "Versuchskarnickel" gespielt :-)
Hier in Shanghai ist mir weder a) bis c) auf der Straße begegnet, aber dafür in Hangzhou damals einige aus der Gruppe b).
Nicht jeder der selbstbewusst ist, ist auch arrogant oder hochnaesig. Wenn man in China gut klarkommen moechte, braucht man ein gesundes Selbstbewusstsein, ansonsten wird man immer wieder schnell an Punkte kommen, an denen man alles hinschmeissen will. Spaetestens dann, wenn die Leute denen man viel Zeit opfert (machst du ja mit 20 Stunden Tagen) dieses fuer selbstverstaendlich nehmen und sogar ignorieren.
Vor allem aber braucht man gesunde Selbstkritik und die Fähigkeit sein Ego zurückzusetzen, um hier klar zu kommen, will man nicht an allen Ecken und Ende ankratzen. Damit haben nicht wenige Expats neben sprachlichen Barrieren Schwierigkeiten, dass sie weitgehend unter sich bleiben, da sie merken, dass einige von ihnen mit ihrem Ego in China eine Menge Scherben produzieren würden. Und das ist mir fast auch lieb so, dass die Expats da unter sich bleiben. (-> bewusst provokativ formuliert)

P.S.: Und die Schüler haben meinen Einsatz schon hinreichend gewürdigt, was ich aufgrund der Prämie habe feststellen können, die es im letzten Monat gab.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

RoyalTramp hat geschrieben:
Belrain hat geschrieben:Nicht jeder der selbstbewusst ist, ist auch arrogant oder hochnaesig. Wenn man in China gut klarkommen moechte, braucht man ein gesundes Selbstbewusstsein, ansonsten wird man immer wieder schnell an Punkte kommen, an denen man alles hinschmeissen will. Spaetestens dann, wenn die Leute denen man viel Zeit opfert (machst du ja mit 20 Stunden Tagen) dieses fuer selbstverstaendlich nehmen und sogar ignorieren.
Vor allem aber braucht man gesunde Selbstkritik und die Fähigkeit sein Ego zurückzusetzen, um hier klar zu kommen, will man nicht an allen Ecken und Ende ankratzen. Damit haben nicht wenige Expats neben sprachlichen Barrieren Schwierigkeiten, dass sie weitgehend unter sich bleiben, da sie merken, dass einige von ihnen mit ihrem Ego in China eine Menge Scherben produzieren würden. Und das ist mir fast auch lieb so, dass die Expats da unter sich bleiben. (-> bewusst provokativ formuliert)
Seltsam, dass ausgerechnet Du so etwas schreibst! Wer bist Du, der so über Gott und die Menschheit richtet [bewusst provokativ formuliert]?
Wirkt auf mich sehr arrogant! :cry:

HappyFuture, der KEIN Expat und KEIN Lehrer ist ...

PS: @ RT - Eine Schwäche von Dir ist, richtig zu zitieren!
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

RoyalTramp hat geschrieben:P.S.: Und die Schüler haben meinen Einsatz schon hinreichend gewürdigt, was ich aufgrund der Prämie habe feststellen können, die es im letzten Monat gab.
Verständnisfrage:
Zahlen die Schüler Deine Prämie oder wie ist das gemeint? :shock:
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:P.S.: Und die Schüler haben meinen Einsatz schon hinreichend gewürdigt, was ich aufgrund der Prämie habe feststellen können, die es im letzten Monat gab.
Verständnisfrage:
Zahlen die Schüler Deine Prämie oder wie ist das gemeint? :shock:
Äh...nein...an privaten Schuleinrichtungen ist es hier üblich, dass der Lehrer zum Abschluss der Kurse, die er/sie unterrichtet hat, von seinen Schülern "bewertet" wird. Und je nachdem, was die Bewertung im Schnitt ergibt, erhält dann so ein Lehrer pro Seminar eventuell Prämien von der Schule (nicht von den Studenten). Nicht viel, aber auch nicht wenig für chinesische Verhältnisse (und auch besteuert). Ein System, mit dem man sich hier in China erhofft, dass Lehrer dann von sich aus (im Hinblick auf ihren Geldbeutel) daran interessiert sind, einen hochqualitativen Unterricht durchzuführen. Übrigens denkt man auch in Deutschland schon länger darüber nach, ob man nicht auch solche Bewertungen für Lehrer an Schulen einführt (OHNE Prämien für die Lehrer), wie es z.B. auf der Internetseite "SpickMich" schon länger üblich ist. Die deutsche Lehrerschaft läuft dagegen jedoch (aus mir verständlichen Gründen) Sturm...

Aber hier nehme ich es dankbar mit, auch wenn ich ansonsten solche Bewertungen eher kritisch sehe, da da doch auch sehr viel mit Sympathie zusammenhängt und Ehrlichkeit seitens der Studenten. Mitunter kann auch die Kollegialität unter den Lehrern darunter leiden (Stichwort: Neid).
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:Seltsam, dass ausgerechnet Du so etwas schreibst! Wer bist Du, der so über Gott und die Menschheit richtet [bewusst provokativ formuliert]? Wirkt auf mich sehr arrogant! :cry:
Ich kann dich beruhigen, Happyfuture. Der obige Kommentar war nicht halb so ernst gemeint, wie er klingt, denn auf eine sehr große (man möchte fast meinen die meisten) Zahl von Expats trifft mein Kommentar in der Tat nicht zu. War nur auf Reaktionen gespannt und stelle fest: Man braucht nur zu schreiben "nicht wenige" und schon hat man ein Urteil über "Gott und die Menschheit". Grandios! Es lebe die moderne Kommunikation!

Merke: "Nicht wenige" = "Die Menschheit". Ich muss da augenscheinlich noch viel lernen. Aber nur gut, dass alles nur "bewusst provokativ" ist. :wink:
PS: @ RT - Eine Schwäche von Dir ist, richtig zu zitieren!
Meine Güte...einmal eine Unachtsamkeit beim Zitieren...bin halt einfach zu dumm für das Forum und dafür, wie man es richtig benutzt. Ich muss aber gestehen, dass ich von Computern, Internet und so weiter tatsächlich eher weniger Ahnung habe...ist jetzt Ernst gemeint.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

@RT
Was ist eine "Selbsthassphase"? :shock:
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