Die drifting population ist unter den von mir angegebenen Links angegeben, aber ihre Zahl ist sehr schlecht bestimmbar, da sie nicht gemeldet sind.NHR hat geschrieben:Die von Dir angeführten Statistiken sagen allerdings nicht aus, dass der Überwiegende Anteil der jungen Shanghainesen sich aus Landeiern zusammensetzt.
The net migration, i.e. the number of immigrants minus emigrants, in 1997 amounted to 47,500, and the percentage increase caused by immigration was 3.6 per 1,000.
Die drifting population ist darin nicht enthalten und für unsere Diskussion auch nicht relevant.
Zu den Einwanderern musst Du gemeldete westliche Expats genauso hinzuzählen wie asiatische Einwanderer. Da wären z.B. die Taiwanesen. In der Taipei Times las ich von ca 1 Mio Taiwanesen in Shanghai. Ob diese Zahl stimmt, habe ich nicht überprüft. Tatsache ist jedoch, dass es um 2001 ca 300.000 waren, das habe ich überprüft. Tendenz war steigend. Die momentanen Strait Relations lassen da auch gar keinen anderen Schluss zu. Grade erst ende Oktober wurde von Shanghai der freie Devisenhandel zwischen RMB und NT$ beantragt. Taiwan ist ein wichtiger Motor für den Boom in China.
Ich persönlich kenne mehrere Taiwanesen, deren Väter und/oder Eltern in Shanghai LEBEN und dort teils nochmal eigene Familien haben.
Westliche Expats hat es hier in Shanghai angeblich 130.000, wobei ich nicht weiß, ob diese Zahl schon die Taiwanesen beinhaltet, aber würde eher nicht denken, da dafür die Zahl viel zu gering erscheint. Aber 1 Mio. Taiwanesen halte ich auch eher für eine sehr mutige Schätzung.
Die Immigranten seit 1980 sind sehr wohl von Interesse, denn wir reden ja von oder über Jugendliche im Alter ab 18, sprich: Wir reden hier in Teilen erst von der 2. Generation. Und die sind mit Sicherheit noch nicht in dem Umfang in einer Stadt sozialisiert, denn eine echte Sozialisierung beginnt erst überwiegend mit der 3. Generation und auch da nicht unbedingt (siehe Deutschland und seine Deutschlandtürken). Es ist erst die 4. Generation, von der man annehmen kann, dass sie vollständig in einem Bezugsfeld sozialisiert wird. Ich möchte nochmal betonen, dass es hier um solche Leute geht, die aus "Einwandererfamilien" stammen, und damit nicht die Ur-Shanghaier gemeint sind.Nur interessieren die Immigranten vor sagen wir mal 1980 bezüglich dieser Diskussion doch niemanden. Die Kinder derer, die bis 1980 nach Shanghai einwanderten, dürften ebenfalls unter die Rubrik "Stadtkind" fallen. Interessant wäre nur, wer von den z.B. 15-30 jährigen Shanghainesen eingewandert und wer in Shanghai aufgewachsen ist. Und da sehe ich in Deinen links keine verwertbaren Informationen.
Demnach ist es wohl nicht zu weit hergeholt, zu sagen, dass erst die Kinder und Abkömmlinge der Immigranten aus den 50er/60ern in Shanghai auch wirklich in der Großstadt zu 100% sozialisiert sind (obwohl es auch da mitunter Ausnahmen geben kann). Nur stellen diese die Mehrheit? bei negativen Geburtenziffern? 1-Kind-Politik? Und wie sieht das mit Abkömmlingen der Einwanderer nach den 60ern aus? Schon komplett sozialisiert?
Außerdem: Während sich die nach Shanghai hinzugezogenen und deren Abkömmlinge sich bereits früh selbst dem Kinderkriegen enthalten und dann noch von der Politik einen drauf gesetzt bekommen haben und gar nicht mehr Kinder bekommen durften? Und dann trotzdem dieser wahnsinnige Zuwachs der Bevölkerungszahl in Shanghai? Alles Taiwanesen? Ich weiß ja nicht...
Sicherlich: Keine Regel ohne Ausnahme, insofern gibt es auch in der 2. Generation der seit den 80ern hinzugezogenen bereits topaufgeklärte und großstädtisch denkende Jugendliche, aber stellen diese "Großstadtkinder" die Mehrheit aller Jugendlichen? ...wenn man bedenkt, dass die eigentliche Sozialisierung erst mit der 3. Generation wirklich einsetzt und erst mit der 4. Generation eventuell abgeschlossen ist (wenn es dazu nicht sogar vielleicht noch einer 5. Generation bedarf)?
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