Re: Deutschland schafft sich ab!
Verfasst: 07.09.2010, 15:45
Sogar ich als Quasi-Forennazi bin dafür, dass wir Menschen aus anderen Ländern anwerben. Aus Europa, Asien, Australien, Amerika und meinetwegen auch Afrika.
Nur sollte eine Qualitätskontrolle eingeführt werden, so wie das Kanada, Australien, Neuseeland (alles Multikulti-Einwanderungsländer) oder wie China und Japan (um mal die "reinrassigen" zu nennen [China ist ein Vielvölkerstaat, aber nicht wegen neuzeitlicher Einwanderung]).
Das Problem hier ist, dass ignorante Leute wie a² (der sich selbst als extrem schlau ansieht) nur Extreme sehen, da ist man entweder ein Linker oder ein Nazi. Thilo ist weit weg vom Nazi-Dasein und ich bin es auch nicht (sonst würde ich meine Freundin tatsächlich zum Teufel schicken). Ehrlich gesagt ist mir das aber auch scheiß egal wie ihr mich nennt, die Meinung ändert sich dadurch ja nicht, sie kann höchstens verleugnet werden.
Die Medien lenken die ganze Geschichte sehr (vor allem in die Pro-Links-Seite) bzw. suchen Skandale. Sie lenken auch Thilo Sarrazin (zu Aussagen über Gene und Rassen), wie man in diesem Interview recht gut erkennen kann:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... razin.html" target="_blank
Mir fällt es manchmal auch wenig leicht, ohne aufkochende Emotionen darüber zu diskutieren. Aber ich habe mich beruhigt und bringe die Diskussion sachlich vorran. Um nicht einen ganzen Roman mit ständigen Ausnahmenbeschreibungen gegen Pauschalisierung schreiben zu müssen, habe ich meine Aussagen etwas übertrieben bzw. das in Kauf genommen. Klar gibt es immer Ausnahmen, glücklicherweise.
@a²: Gerne darfst du auf meine Argumente eingehen, aber bitte ohne Ausschweifungen, ich habe keine Zeit für den Blödsinn.
- Aussagen mit Wort "Gen(etik)" werden grundlos skandalisiert
Die "Gene" als Thema wird angesprochen von den Medien, die provozieren ihn zu den Aussagen, dabei meint Herr Sarrazin das doch nicht böse? Es stimmt doch größtenteils, dass die Juden aus einem Volk kommen (dass sich das vermischt hat und Judentum selbst eine Religion ist, stimmt auch), welches nunmal bestimmte Gene hat. Dasselbe gilt für Basken, Japaner, Finnen, Spanier usw.
Dass meine Freundin als Chinesin grundsätzlich andere Gene hat als ich, sieht man doch sofort!?
Aber bin ich oder Herr Sarrazin deswegen Rassist oder Antisemitist?
Das wäre ja so, als wäre man Sexist, nur weil man sagt, dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gäbe.
- Arbeitskräfte
Sicher, die Industrie braucht dringend Niedriglöhner. Es wird also ausgenutzt, dass z. B. Einwanderer aus Anatolien für weniger arbeiten, vor Überqualifizierung brauch man sich bei denen ja nicht zu fürchten.
Mitlerweile stehen deutsche Arbeitnehmer aber nicht nur das gesamte Deutschland, sondern die ganze EU zur Verfügung. Wer findet da keine (auch günstigen) Arbeitskräfte mehr?
Wer wirklich dann immer noch nichts findet, der sollte mal über einen kräftigen Anstieg der Entlohnung nachdenken.
Hochqualifizierte sind aber aus aller Welt willkommen, kann man nicht genug von haben. Am besten noch solche, mit Unternehmergeist.
- Argument "Auswanderungsland"
Dann immer dieses Argument "Wir sind kein Einwanderungs-, sondern ein Auswanderungsland!". Jawohl. Das ist richtig. Macht es die Sache besser? Hm, nein, sogar schlimmer.
Wer kommt? Der Kamelreiter aus Anatolien, durch Familiennachzug, zukünftiger HartzIV-Empfänger.
Selbst wenn ein türkischer Familienvater in Deutschland Arbeit hat, ist er eher ein Minusgeschäft, denn seine Frau und vier Kinder sind z.B. kostenlos familienversichert, das kostet Kohle.
Wer bleibt weg? Der IT-Fachmann aus China und Indien, die gehen in die USA, nach Kanada oder Neuseeland.
Wer geht raus? Gute Handwerker gehen nach Nordeuropa, andere gehen in die USA, Kanada etc.. alle hochqualifiziert, denn nur solche bekommen Zusagen bei einer Bewerbung, eigentlich würde es schon am Visum scheitern, so das Bewerben gänzlich zwecklos wäre.
Fazit: Der Niedriglohnempfänger und Hartzi bleibt hier, der Ingenieur, Dachdecker und Arzt sagt Tschüss. Klingt nach toller Zukunft für Deutschland.
Natürlich gibt es auch Einzellfälle im positiven Sinne (der Hartzi, der es schaffte, in Thailand ein Restaurant zu eröffnen oder der Ingenieur aus Nigeria, der nach Deutschland kommt und hier was aufbaut)
- Diskriminierung
Die meisten Leute, die sich komplett darüber aufregen fahren in ihrem Audi A8 durch die Gegend und kennen Ghettos nur aus dem Fernsehen. Viele >Gutmenschen< kennen noch nicht mal richtig Türken oder Araber, haben ihre Einstellung noch aus dem deutschen Geschichtsunterricht der 10. Klasse.
Ich kann in Berlin unter meinen türkischen und arabischen Freunden locker "Kana(c)ke" sagen, das geht fit. Ich selbst spreche nur auf Arbeit formelles Deutsch, im Alltag setzt sich mein Kanacken-Deutsch voll durch "ey, was geht`n? Kannste mir ma neue Zündkerzen organisieren?". Wer mir deswegen eine reinhauen möchte, sollte mal lieber selbst in die Szene einen Blick werfen und mit (z. B. asiatischem) Kampfsport seine Aggression in den Griff bekommen. Wenn das nicht reicht, kann ich gerne auch einen türkisch/arabischen Schlägertrupp klären, damit derjenige sich mal abreagieren kann. Das Wort "Kanacke" (ob nun mit oder ohne "c") hat immer noch eine negative Bedeutung, ist aber nicht so krass, wie es sich viele in ihrem Schickimicki-Häuschen vorstellen.
Es wird viel tabuisiert und als Diskriminierung bezeichnet, was gar nicht so schlimm ist und wo man einfach drüber stehen sollte. Es ist auch ein Unterschied, ob man jemanden wegen Verhalten kritisiert (und Muslime werden nicht kritisiert, weil sie anderes aussehen, sondern wegen ihrem Verhalten) oder wegen Aussehen, Behinderung etc. (das gehört sich nicht).
Diese ganze Diskussion, die Thilo Sarrazin da zu Recht lostritt, wird zu Lasten der "niederen" Bevölkerung ausgetragen. Hier leben auch Deutsche in Ghettos, die sich nicht dem Islam und seinen Regeln verschrieben haben, es sitzten in Neuköln, Kreuzberg und Wedding auch Kinder (ob nun Deutsch oder sonst woher, ich habe vietnamesische Kinder sollen vorbildlich sein), die im Klassenraum sich eine ruhige Lernatmosphäre wünschen und in der Pause nicht zusammen geschlagen werden möchten, weil sich selbst die Lehrer nichts mehr trauen. Wer achtet auf die?
Natürlich ist das Problem nicht vorhanden, wenn man nicht der niederen Schicht angehört und sein Kind zur elitären öffentlichen oder sogar privaten Schule schicken kann, dann schwingt die Nazikeule noch leichter im Handgelenk.
- Ausländerhass
Meine Freundin (wir sind schon lange zusammen) ist ja Chinesin und Ingenieurin, sie arbeitet bei einer deutschen High-Tech Firma, sie verdient gutes Geld.
Für einige Deutsche ist sie erstmal zwar kein dummes Kopftuchmädchen, aber Raubkopiererin, Designklauerin, Billigwarenverkäuferin, Spion! Sie ist kein Kanacke, keine Kartoffel, sondern ein Reisfresser (wahlweise auch Hunde-/Katzenfresser).
So schlimm ist es aber nicht, sie muss sich manchmal eben durchsetzen. Sie versteht aber eben auch, warum Deutsche teilweise so eine Meinung über Chinesen haben, weil allgemein, also generell, pauschal betrachtet, einige Wahrheit in der Sache steckt. Chinesen haben nunmal auch ihre positiven und negativen Vorurteile gegen andere Nationen, Kulturen, Ethien. In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft haben wir nunmal auch keine Zeit für Individualbetrachtungen, Schubladen machen das Leben einfach effizienter, die hohe Fehlerquote bei der Einschätzung.... naja, damit können "wir" nunmal leben.
Und obwohl sie Ausländerin ist und weiß wie das mit Diskriminierung ist, hat sie ein schlimmeres Bild von Muslimen, als ich.... seit sie in Berlin Kreuzberg wohnt (seit 3 Jahren mittlerweile), ganz ohne "Deutschtum".
Ausländerhass ist zwar generell daneben, aber ein bisschen dran am Hintergrund ist schon was. Es geht ja darum, wie sich ein Volk verhält. Aus der Langzeitsicht bildet sich nunmal ein generelles Bild über das Volk.
Muslime sollten sich eben auch mal an die eigene Nase fassen. Ein selbstkritisches Bild würde anderen die Grundlage für Kritik entziehen. Wie gesagt, wir sind hier in Deutschland, nicht im Musellande.
Abgesehen davon sollte man nicht immer so empflindlich sein. Wenn dir der Busfahrer ohne dich zu beachten vor der Nase weggefahren ist, lag das vielleicht nicht, weil du Chinese, Türke oder Deutscher bist, sondern ist aus ganz anderem Grund passiert, vielleicht weil der Busfahrer einen stressigen Job und dann speziell noch einen stressigen Tag hat. Manche blasen das ziemlich auf...
- Nutzbringende Ausländer werden benachteiligt
Und zwar nicht nur bei der Visumsvergabe.... nein, auch von Gutmenschen.
Eine Selektion bei der Visumsvergabe wie in Kanada oder Japan (<- ohne 10 Jahre Berufserfahrung oder Hochschulstudium oder ganz speziellen Nutzen = nix Visum) würde hier lebende, fleißige und nicht-kriminelle Ausländer (ich nenne sie der Einfachhalt halber mal im Kanacken-Slang: "korrekte Ausländer") fördern, denn sie würden nicht mehr unter ihren unbeliebten Mitmenschen leben müssen. Stattdessen werden sie hier nun gesellschaftlich benachteiligt.
Bei den ganzen importierten Versagern hier, die zu blöd für den Hauptschulabschluss aber schlau genug sind, um in den kreuzberger Bahnhöfen Drogengeschäfte abwickeln zu können, ist es doch ganz normal (abgesehen für a²), dass ein Unmut bis hin zum Hass gegenüber solchen Menschen in der Mehrheitsbevölkerung entsteht?
Und weil wir Menschen nunmal auch nur Menschen sind, in Schubladen denken (wir haben keine Zeit und auch keine Nerven mehr für Individualbetrachtungen, früher auf dem Dorf ohne Internetanschluss und 100 Fernsehsender, da ging das vielleicht noch) und unsere Vorurteile pflegen, werden dann die korrekten Ausländer diskriminiert, ungewollt. Das ist ja kein Naturgesetz, welches uns von Geburt an mitgegeben wird, dass die Bewerbung von einer Person mit arabischen Namen als erstes in den Müll wandert.
So und nun mein Vorschlag:
Alle asozialen Migranten (aller Nationen, aber es werden zwangsläufig vor allem solche aus dem nahen Osten sein), die keinen positiven Wert zu dieser Gesellschaft beitragen RAUS, abschieben.
Wisst ihr was? Nach spätestens 10 Jahren, wenn nicht schon viel früher, stehen alle "korrekten" Türken und Araber, die in diesem Land geblieben sind, für Deutsche in einem ganz anderen Licht! Es sind die Verbliebenen, die sich hier gut benehmen, ihre Arbeit leisten, dafür angemessen bezahlt werden, viele von denen, die sogar Arbeitsplätze schaffen.
Klar gäbe es immer noch einen (kleinen!) Rest Deutscher, die immer noch schreien würden "Ausländer raus". Aber das wären dann auch die leicht erkennbaren richtigen Nazis, hinter denen das ganze Land nicht steht. Insgesamt würde der Ausländerhass auf ein Minimum abfallen. Vernünftige Ausländerpolitik machts möglich.
Früher, als ich noch klein war und die Probleme mit Türken und Arabern bzw die Ghettobildung erst richtig anfingen, da hatten die Deutschen noch ein recht gutes Bild von den arabischen Ländern, geprägt von Unternehmertum, Erfindertum, romantischen Bauchtänzerinnen und Sindbad dem Seefahrer.
Aber Leute (egal ob Italiener, Iraner oder Vietnamese, nur besonders krass fällt es nunmal bei Muslimen auf), die hier vom Staatleben UND nur ******e bauen (Straffälligkeit) UND merklich durch ihre Äußerungen (teilweise begründet mit Islam, Familienehre und Rebellion gegen das System) begründen, dass sie selbst total Fehl am Platz sind.... einfach weg mit denen in ihr echtes Heimatland.
Ende.
PS: Ich habe nun so einen langen Text auf meinem Laptop getippt, bitte verzeiht den ein oder anderen Tippfehler.
Nur sollte eine Qualitätskontrolle eingeführt werden, so wie das Kanada, Australien, Neuseeland (alles Multikulti-Einwanderungsländer) oder wie China und Japan (um mal die "reinrassigen" zu nennen [China ist ein Vielvölkerstaat, aber nicht wegen neuzeitlicher Einwanderung]).
Das Problem hier ist, dass ignorante Leute wie a² (der sich selbst als extrem schlau ansieht) nur Extreme sehen, da ist man entweder ein Linker oder ein Nazi. Thilo ist weit weg vom Nazi-Dasein und ich bin es auch nicht (sonst würde ich meine Freundin tatsächlich zum Teufel schicken). Ehrlich gesagt ist mir das aber auch scheiß egal wie ihr mich nennt, die Meinung ändert sich dadurch ja nicht, sie kann höchstens verleugnet werden.
Die Medien lenken die ganze Geschichte sehr (vor allem in die Pro-Links-Seite) bzw. suchen Skandale. Sie lenken auch Thilo Sarrazin (zu Aussagen über Gene und Rassen), wie man in diesem Interview recht gut erkennen kann:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... razin.html" target="_blank
Mir fällt es manchmal auch wenig leicht, ohne aufkochende Emotionen darüber zu diskutieren. Aber ich habe mich beruhigt und bringe die Diskussion sachlich vorran. Um nicht einen ganzen Roman mit ständigen Ausnahmenbeschreibungen gegen Pauschalisierung schreiben zu müssen, habe ich meine Aussagen etwas übertrieben bzw. das in Kauf genommen. Klar gibt es immer Ausnahmen, glücklicherweise.
@a²: Gerne darfst du auf meine Argumente eingehen, aber bitte ohne Ausschweifungen, ich habe keine Zeit für den Blödsinn.
- Aussagen mit Wort "Gen(etik)" werden grundlos skandalisiert
Die "Gene" als Thema wird angesprochen von den Medien, die provozieren ihn zu den Aussagen, dabei meint Herr Sarrazin das doch nicht böse? Es stimmt doch größtenteils, dass die Juden aus einem Volk kommen (dass sich das vermischt hat und Judentum selbst eine Religion ist, stimmt auch), welches nunmal bestimmte Gene hat. Dasselbe gilt für Basken, Japaner, Finnen, Spanier usw.
Dass meine Freundin als Chinesin grundsätzlich andere Gene hat als ich, sieht man doch sofort!?
Aber bin ich oder Herr Sarrazin deswegen Rassist oder Antisemitist?
Das wäre ja so, als wäre man Sexist, nur weil man sagt, dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gäbe.
- Arbeitskräfte
Sicher, die Industrie braucht dringend Niedriglöhner. Es wird also ausgenutzt, dass z. B. Einwanderer aus Anatolien für weniger arbeiten, vor Überqualifizierung brauch man sich bei denen ja nicht zu fürchten.
Mitlerweile stehen deutsche Arbeitnehmer aber nicht nur das gesamte Deutschland, sondern die ganze EU zur Verfügung. Wer findet da keine (auch günstigen) Arbeitskräfte mehr?
Wer wirklich dann immer noch nichts findet, der sollte mal über einen kräftigen Anstieg der Entlohnung nachdenken.
Hochqualifizierte sind aber aus aller Welt willkommen, kann man nicht genug von haben. Am besten noch solche, mit Unternehmergeist.
- Argument "Auswanderungsland"
Dann immer dieses Argument "Wir sind kein Einwanderungs-, sondern ein Auswanderungsland!". Jawohl. Das ist richtig. Macht es die Sache besser? Hm, nein, sogar schlimmer.
Wer kommt? Der Kamelreiter aus Anatolien, durch Familiennachzug, zukünftiger HartzIV-Empfänger.
Selbst wenn ein türkischer Familienvater in Deutschland Arbeit hat, ist er eher ein Minusgeschäft, denn seine Frau und vier Kinder sind z.B. kostenlos familienversichert, das kostet Kohle.
Wer bleibt weg? Der IT-Fachmann aus China und Indien, die gehen in die USA, nach Kanada oder Neuseeland.
Wer geht raus? Gute Handwerker gehen nach Nordeuropa, andere gehen in die USA, Kanada etc.. alle hochqualifiziert, denn nur solche bekommen Zusagen bei einer Bewerbung, eigentlich würde es schon am Visum scheitern, so das Bewerben gänzlich zwecklos wäre.
Fazit: Der Niedriglohnempfänger und Hartzi bleibt hier, der Ingenieur, Dachdecker und Arzt sagt Tschüss. Klingt nach toller Zukunft für Deutschland.
Natürlich gibt es auch Einzellfälle im positiven Sinne (der Hartzi, der es schaffte, in Thailand ein Restaurant zu eröffnen oder der Ingenieur aus Nigeria, der nach Deutschland kommt und hier was aufbaut)
- Diskriminierung
Die meisten Leute, die sich komplett darüber aufregen fahren in ihrem Audi A8 durch die Gegend und kennen Ghettos nur aus dem Fernsehen. Viele >Gutmenschen< kennen noch nicht mal richtig Türken oder Araber, haben ihre Einstellung noch aus dem deutschen Geschichtsunterricht der 10. Klasse.
Ich kann in Berlin unter meinen türkischen und arabischen Freunden locker "Kana(c)ke" sagen, das geht fit. Ich selbst spreche nur auf Arbeit formelles Deutsch, im Alltag setzt sich mein Kanacken-Deutsch voll durch "ey, was geht`n? Kannste mir ma neue Zündkerzen organisieren?". Wer mir deswegen eine reinhauen möchte, sollte mal lieber selbst in die Szene einen Blick werfen und mit (z. B. asiatischem) Kampfsport seine Aggression in den Griff bekommen. Wenn das nicht reicht, kann ich gerne auch einen türkisch/arabischen Schlägertrupp klären, damit derjenige sich mal abreagieren kann. Das Wort "Kanacke" (ob nun mit oder ohne "c") hat immer noch eine negative Bedeutung, ist aber nicht so krass, wie es sich viele in ihrem Schickimicki-Häuschen vorstellen.
Es wird viel tabuisiert und als Diskriminierung bezeichnet, was gar nicht so schlimm ist und wo man einfach drüber stehen sollte. Es ist auch ein Unterschied, ob man jemanden wegen Verhalten kritisiert (und Muslime werden nicht kritisiert, weil sie anderes aussehen, sondern wegen ihrem Verhalten) oder wegen Aussehen, Behinderung etc. (das gehört sich nicht).
Diese ganze Diskussion, die Thilo Sarrazin da zu Recht lostritt, wird zu Lasten der "niederen" Bevölkerung ausgetragen. Hier leben auch Deutsche in Ghettos, die sich nicht dem Islam und seinen Regeln verschrieben haben, es sitzten in Neuköln, Kreuzberg und Wedding auch Kinder (ob nun Deutsch oder sonst woher, ich habe vietnamesische Kinder sollen vorbildlich sein), die im Klassenraum sich eine ruhige Lernatmosphäre wünschen und in der Pause nicht zusammen geschlagen werden möchten, weil sich selbst die Lehrer nichts mehr trauen. Wer achtet auf die?
Natürlich ist das Problem nicht vorhanden, wenn man nicht der niederen Schicht angehört und sein Kind zur elitären öffentlichen oder sogar privaten Schule schicken kann, dann schwingt die Nazikeule noch leichter im Handgelenk.
- Ausländerhass
Meine Freundin (wir sind schon lange zusammen) ist ja Chinesin und Ingenieurin, sie arbeitet bei einer deutschen High-Tech Firma, sie verdient gutes Geld.
Für einige Deutsche ist sie erstmal zwar kein dummes Kopftuchmädchen, aber Raubkopiererin, Designklauerin, Billigwarenverkäuferin, Spion! Sie ist kein Kanacke, keine Kartoffel, sondern ein Reisfresser (wahlweise auch Hunde-/Katzenfresser).
So schlimm ist es aber nicht, sie muss sich manchmal eben durchsetzen. Sie versteht aber eben auch, warum Deutsche teilweise so eine Meinung über Chinesen haben, weil allgemein, also generell, pauschal betrachtet, einige Wahrheit in der Sache steckt. Chinesen haben nunmal auch ihre positiven und negativen Vorurteile gegen andere Nationen, Kulturen, Ethien. In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft haben wir nunmal auch keine Zeit für Individualbetrachtungen, Schubladen machen das Leben einfach effizienter, die hohe Fehlerquote bei der Einschätzung.... naja, damit können "wir" nunmal leben.
Und obwohl sie Ausländerin ist und weiß wie das mit Diskriminierung ist, hat sie ein schlimmeres Bild von Muslimen, als ich.... seit sie in Berlin Kreuzberg wohnt (seit 3 Jahren mittlerweile), ganz ohne "Deutschtum".
Ausländerhass ist zwar generell daneben, aber ein bisschen dran am Hintergrund ist schon was. Es geht ja darum, wie sich ein Volk verhält. Aus der Langzeitsicht bildet sich nunmal ein generelles Bild über das Volk.
Muslime sollten sich eben auch mal an die eigene Nase fassen. Ein selbstkritisches Bild würde anderen die Grundlage für Kritik entziehen. Wie gesagt, wir sind hier in Deutschland, nicht im Musellande.
Abgesehen davon sollte man nicht immer so empflindlich sein. Wenn dir der Busfahrer ohne dich zu beachten vor der Nase weggefahren ist, lag das vielleicht nicht, weil du Chinese, Türke oder Deutscher bist, sondern ist aus ganz anderem Grund passiert, vielleicht weil der Busfahrer einen stressigen Job und dann speziell noch einen stressigen Tag hat. Manche blasen das ziemlich auf...
- Nutzbringende Ausländer werden benachteiligt
Und zwar nicht nur bei der Visumsvergabe.... nein, auch von Gutmenschen.
Eine Selektion bei der Visumsvergabe wie in Kanada oder Japan (<- ohne 10 Jahre Berufserfahrung oder Hochschulstudium oder ganz speziellen Nutzen = nix Visum) würde hier lebende, fleißige und nicht-kriminelle Ausländer (ich nenne sie der Einfachhalt halber mal im Kanacken-Slang: "korrekte Ausländer") fördern, denn sie würden nicht mehr unter ihren unbeliebten Mitmenschen leben müssen. Stattdessen werden sie hier nun gesellschaftlich benachteiligt.
Bei den ganzen importierten Versagern hier, die zu blöd für den Hauptschulabschluss aber schlau genug sind, um in den kreuzberger Bahnhöfen Drogengeschäfte abwickeln zu können, ist es doch ganz normal (abgesehen für a²), dass ein Unmut bis hin zum Hass gegenüber solchen Menschen in der Mehrheitsbevölkerung entsteht?
Und weil wir Menschen nunmal auch nur Menschen sind, in Schubladen denken (wir haben keine Zeit und auch keine Nerven mehr für Individualbetrachtungen, früher auf dem Dorf ohne Internetanschluss und 100 Fernsehsender, da ging das vielleicht noch) und unsere Vorurteile pflegen, werden dann die korrekten Ausländer diskriminiert, ungewollt. Das ist ja kein Naturgesetz, welches uns von Geburt an mitgegeben wird, dass die Bewerbung von einer Person mit arabischen Namen als erstes in den Müll wandert.
So und nun mein Vorschlag:
Alle asozialen Migranten (aller Nationen, aber es werden zwangsläufig vor allem solche aus dem nahen Osten sein), die keinen positiven Wert zu dieser Gesellschaft beitragen RAUS, abschieben.
Wisst ihr was? Nach spätestens 10 Jahren, wenn nicht schon viel früher, stehen alle "korrekten" Türken und Araber, die in diesem Land geblieben sind, für Deutsche in einem ganz anderen Licht! Es sind die Verbliebenen, die sich hier gut benehmen, ihre Arbeit leisten, dafür angemessen bezahlt werden, viele von denen, die sogar Arbeitsplätze schaffen.
Klar gäbe es immer noch einen (kleinen!) Rest Deutscher, die immer noch schreien würden "Ausländer raus". Aber das wären dann auch die leicht erkennbaren richtigen Nazis, hinter denen das ganze Land nicht steht. Insgesamt würde der Ausländerhass auf ein Minimum abfallen. Vernünftige Ausländerpolitik machts möglich.
Früher, als ich noch klein war und die Probleme mit Türken und Arabern bzw die Ghettobildung erst richtig anfingen, da hatten die Deutschen noch ein recht gutes Bild von den arabischen Ländern, geprägt von Unternehmertum, Erfindertum, romantischen Bauchtänzerinnen und Sindbad dem Seefahrer.
Aber Leute (egal ob Italiener, Iraner oder Vietnamese, nur besonders krass fällt es nunmal bei Muslimen auf), die hier vom Staatleben UND nur ******e bauen (Straffälligkeit) UND merklich durch ihre Äußerungen (teilweise begründet mit Islam, Familienehre und Rebellion gegen das System) begründen, dass sie selbst total Fehl am Platz sind.... einfach weg mit denen in ihr echtes Heimatland.
Ende.
PS: Ich habe nun so einen langen Text auf meinem Laptop getippt, bitte verzeiht den ein oder anderen Tippfehler.