Gegen welche der genannten Ratschläge bist du denn genau?
Ratschlag 1:
Wenn du etwas in ein Drittland verschicken willst, wende dich an den potentiellen "Verschiffer" der Ware. In dem Fall an einen Spediteur, der dir neben Versandbedingungen gleich noch einen Preis für den Versand nennen kann.
Ich persönlich weiß nicht was so schwierig ist, den direkten Weg zum Experten, der neben Formalitäten auch seinen Preis nennen kann, zu gehen anstatt hier im allgemeinen Forum nach Infos zu fragen, indem mehr als 3/4 keine Ahnung vom Drittlandversand haben
Ratschlag 2:
Ändere den Incoterm auf EXW/FOB.
Unter der Voraussetzung: Du hast nicht den Hauch einer Ahnung vom Versand, einschließlich Zollformalitäten + Du bist nicht bereit die nötige Initiative zu erzeigen und einen Spezialisten (Hier: Spediteur) zur Hilfe zu ziehen.
Welchen Ratschlag findest du denn jetzt genau so Erschreckend?
Dass es kein "Kinderspiel" wird gebrauchte Elektroartikel in China zu verzollen und einzuführen, ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Viel Spaß beim Einholen der entsprechenden CCC-Zertifikate für gebrauchte, nicht selbst hergestellte Elektroartikel.IHK hat geschrieben:Für bestimmte Waren, die nach China eingeführt werden, bestehen verschiedene Produktzertifizierungspflichten, wie zum Beispiel das China Compulsory Certificate (CCC). Die Einfuhr von Gebrauchtmaschinen in die VR China ist daher nur stark eingeschränkt möglich, teilweise sogar verboten. Es gelten zunächst die gleichen Lizensierungserfordernisse wie für Neuwaren, jedoch sind z.T. für Gebrauchtwaren zusätzliche Bedingungen zu erfüllen, die die AQSIQ bestimmt. Weitere Informationen zu den verschiedenen Zertifizierungen und welche Produktgruppen davon betroffen sind, finden Sie auf unserer Internetseite unter dem Punkt CCC-Zertifizierung und Produktzulassungen in China..
Ich hatte den "Spaß" schon.
Es geht ja hier nicht rein um den Preis. Sondern auch um den Umstand.
Der Preis variert zwischen A-Kunde; B-Kunde; C-Kunde und hier höchstwahrscheinlich "Privat-Einmal-Kunde-Will-ich-Eigentlich-garnicht-haben-Mach-ich-sau-teuer-und-Vorkasse" wohl erheblich.
Insofern kann hier keiner einen Preis nennen, sondern sollte eben bei demjenigen, der die Ware ausführt angefragt werden!
Ein "Richtwert" bring dir in dem Fall hier garnichts, wenn am Ende keiner Bereit ist deine Ware generell oder zum angegeben Preis irgendwelcher anonymen Forenmitglieder auszuführen.
Des Weiteren bringt dir ein Richtwert rein garnichts, wenn dein gebrauchtes Elektronikgut dann im chinesischen Zoll feststeckt und kostenpflichtig Vernichtet wird.
Insofern empfehlt es sich gleich doppelt und dreifach mit dem potentiellen Ausführer direkt abzuklären... Eventuell mit Angaben, was brauch ich... Kontaktaufnahme der Auslandsorganisation des Spediteuers mit Warenempfänger etc. pp....
Alles in allem finde ich deine Aussage bei Weitem erschreckender und erstaunlicher.
Übrigens:
Wenn man offensichtliche schon Probleme mit dem Versand einer Email an einen Spediteur hat, dann sollte man vielleicht die Finger vom komplexem Warenversand in ein Drittland lassen, wenn auch noch gebrauchte Güter und spezielle Einfuhrzollverfahren bzw. Dokumente von Nöten sind.ChrisHMGCS hat geschrieben:Weiterhin frage ich mich wieso der Chinese sich in DE um den Transport kümmern soll?
Baut man so eine gesunde Geschäftsbeziehung auf?
Dann wird nämlich dieser "Richtwert" hier mit Lagergeld und Zollstrafen schnell mal verzehnfacht.

