1. Qualitäts- und Prädikatsweine sind in China, kulturell bedingt, Nischenprodukte. Zudem bedienen sie ein exklusives, gehobenes Marktsegment. Wären diese Weine vergleichsweise günstig, ginge ihnen auch ein wichtiges Merkmal verloren.
2. Importweine (btwist hat ja schon einen Link dazu gebracht) werden durch zusätzliche Zölle und Steuern künstlich verteuert. Das stört kaum jemanden (siehe Punkt 1.), also wäre der Staat dumm, dies nicht zu tun. Die Kunst, Steuern zu erheben, ist (eben) die Kunst, eine Gans mit möglichst wenig Geschrei zu rupfen.
3. Die chinesischen Produktionskapazitäten für Qualitäts- und Prädikatsweine sind noch vergleichsweise niedrig. Weinbau (Anbau, Bereitung und Lagerung) braucht Zeit und lässt sich nicht kurzfristig "hochfahren". Ich vermute auch, daß die Eigentumsverhältnisse im landwirtschaftlichen Bereich, die hier erforderlichen langfristigen Planungen nicht gerade erleichtern.
Wenn man nach Henry Kissinger geht, verbraucht zumindest die Herstellung von Maotai keine landwirtschaftlichen Anbauflächen, sondern reduziert nur die Menge an verfügbarem Flugbenzin.Philipp hat geschrieben: ... Für Bier und Schnaps braucht man auch Anbaufläche und die sind beide billiger als bei uns ...


