Von einer generellen nationalistischen Welle kann man meiner Meinung nach nicht reden.
Hm...
Naja. Die "normale" nationalistische Scheiße liest man ja in letzter Zeit wegen der Diayou-Insel Sache. Hatte bei weibo geschrieben, dass die ganze Sache, auch völkerrechtlich ziemlich kompliziert ist und es keine Klaren Sachverhalte gibt.
Direkt wurd ich angegangen, dass doch klar ist, dass die Inseln zu China gehören und schon immer gehörten.
Das fand ich ehrlich gesagt etwas behindert, weil ja allgemeine Parteikritik bei meiner Generation normal ist und die völkerrechtliche Frage darum ja auch eher eine der Regierung ist. Dennoch scheinen da die Chinesen lieber den Medien zu glauben anstatt sich selber mal Gedanken zu machen. Lustigerweise hab ich sogar die Wikiseite dazu über nen chin. Proxy laufen lassen und selbst da kann man lesen, dass die Sachlage nicht ganz klar ist.
Dennoch wird da wieder von "japanese devils" und so nen Scheiß geschrieben.
Diese Abneigung würde ich darin begründet sehen, dass a) die Ausländer sich zum Teil benahmen, als ob sie ihre Manieren im Flieger vergessen hatten
Ich glaub das liegt daran, dass viele Expats einfach nur für ihre Kohle in China sind, aber das Land an sich hassen. Hab da dank meines Praktikums einige solcher Exemplare kennengelernt. Und das merken die Chinesen dann auch mal.
Das Problem ist halt, dass viele verallgemeinern und jeden Ausländer dann mit dem "Wichser" gleichstellen, der einfach nur wegen der Kohle hier ist, aber Chinesen in einer Art und Weise begegnet, als wären sie Hunde.
Wobei ich da natürlich sagen muss, dass es bei manchen Chinesen auch so ist.
Wenn ich sehe, dass viele zu faul sind 5m zur Mülltonne zu gehen, weil ja sowieso der Straßenkehrdienst in der Nacht kommt..
Wenn ich den alten Chinesen meinen Platz in der UBahn anbiete, weil alle anderen Chinesen wegschauen...
Wenn sie auf die Straße rotzen...
Wenn sie ihre Kinder auf den Bürgersteig pissen lassen...
Das sind selbst Sachen, die kritikwürdig sind. Natürlich will ich damit nicht verallgemeinern, weil ich genausoviele Chinesen kenne, die so ein Verhalten selbst missachten.
Ich muss aber sagen, dass ich das in den Randgebieten Beijings ziemlich oft gesehen hab und lustigerweise in einer Kleinstadt Yongji in Shanxi nirgendswo gesehen hab. Da haben die Bürger ihren Müll in den Mülleimer geworfen. Ich hab kein Hochziehen der Nase und das anschließende Rotzen gehört. Da wurden überall Bäume zur Verschönerung der Wohnanlagen gepflanzt.
Ich empfand es echt als etwas paradox, dass die Hauptstadt viele 没素质-Leute hat, während sich in ner Kleinstadt die Leute benehmen können...
Was ich eigentlich sagen will. Wir sollten die Chinesen nicht verallgemeinern, sie nicht die Ausländer. Wenn Kritik angebracht ist, kann man sie mit guten Argumenten oder Erfahrungsberichten ja gerne äußern. Auf so Nationalscheiße ala "Alle Japaner sind scheiße", "Alle Chinesen sind Schweine" kann man aber gerne verzichten.