Gut ..
Nachdem mir zugetragen wurde, dass der letzte Vertreter des Ostberliner Stammtischs der SED-Romantiker mit meinem Hinweis auf die Google-Suche nichts anfangen konnte und wutschnaubend - mit Schaum vor dem Mund - wieder einmal
nur das tat, was ihn in diesem Forum bekannt gemacht und dieses Forum wiederum an die Existenzgrenze gebracht hat, nämlich
sinnfreies Beleidigen, nenne ich zum Thema Kannibalismus in China einige Quellen, in die sich Interessierte tiefer in die Materie einlesen können.
https://en.wikipedia.org/wiki/Guangxi_Massacre
Ich empfehle den englisch-sprachigen Eintrag, es steht allerding auch eine deutsche Version zur Verfügung, die weniger detailliert ist.
Der dortige Text benennt weitere 43 (!) Referenzen sowie 8 Hinweise auf weiterführende Literatur zum Thema
Kannibalismus in China.
Zitate auf dem dortigen Inhalt:
Zu den Mordmethoden gehörten Enthaupten, Schlagen, Bestatten bei lebendigem Leibe, Steinigen, Ertränken, Kochen und Ausweiden.
In bestimmten Gebieten, darunter der Kreis Wuxuan und Wuming, Nanning, ereigneten sich Hunderte von Vorfällen von menschlichem Kannibalismus – obwohl es keine Hungersnöte gab.
Später veröffentlichte offizielle Archive zeigten, dass mindestens 302 Menschen gegessen wurden. Unabhängige Forscher haben seitdem insgesamt 421 namentlich genannte Personen identifiziert, die gegessen wurden, wobei es Berichte über Kannibalismus in Dutzenden von Bezirken in Guangxi gab.
Nach der Kulturrevolution wurden Menschen, die an dem Massaker oder Kannibalismus beteiligt waren, während der Boluan-Fanzheng-Zeit gesetzlich bestraft. Im Bezirk Wuxuan, wo mindestens 38 Menschen gegessen wurden, wurden fünfzehn Teilnehmer strafrechtlich verfolgt und erhielten bis zu 14 Jahre Gefängnis
Selbstverständlich - und wie stets - räumen die "offiziellen" Quellen nur das Unabweisbare ein.
Der tatsächliche Umfang dieser Greueltaten wird auf ein Mehrfaches geschätzt.
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, findet beispielsweise in der Cambridge University folgende Aussage:
Während die Hungersnot einen Überlebenskannibalismus hervorbrachte, der aus der schieren Notwendigkeit entstand, war der Kannibalismus während der Kulturrevolution, insbesondere im Guangxi-Massaker, ein Ausdruck politisch motivierter Grausamkeit. Er diente als perverses Instrument der Bestrafung, Demütigung und Entmenschlichung politischer Feinde. Die Dämonisierung von „Klassenfeinden“ und der Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung schufen ein Umfeld, in dem solche Gräueltaten nicht nur möglich, sondern in einigen Fällen sogar als „revolutionäre“ Akte gefeiert wurden.
Diese dunklen Kapitel der chinesischen Geschichte erinnern uns an die verheerenden Folgen von totalitärer Herrschaft, ideologischer Verblendung und dem Verlust menschlicher Empathie.
Hierzu steht sogar ein 31-seitiges Buchkapitel von Professor Dr. Donald S. Sutton [Carnegie Mellon University, PA, USA] zur geflissentlichen Vertiefung zur Verfügung:
https://gwern.net/doc/sociology/1995-sutton.pdf
Leider nur in English und deshalb für die angesprochene Zielgruppe sicherlich eine Herausforderung.
Dies gilt auch für die lesenswerte Zusammenfassung mit zahlreichen Fundstellen hier:
https://factsanddetails.com/china/cat2/ ... -5530.html
Aus dem dortigen Inhalt:
Zheng stellte fest, dass die Teilnehmer ihre Opfer nicht aus Hunger aßen, sondern als Bekenntnis zur politischen Ideologie. Es reichte nicht aus, die Feinde der Revolution einfach nur zu töten. Sie glaubten, es sei notwendig, sie zu essen und vollständig zu vernichten. Die Teilnehmer aßen Gehirne, Füße, Lebern, Herzen und sogar Genitalien. Sie veranstalteten Grillabende und Bankette aus Menschenfleisch mit ihren Freunden und Familien. Im Bezirk Wuxuan, wo der Kannibalismus am weitesten verbreitet war, wurden die Opfer von Menschenmengen verfolgt und dann angegriffen. Einige der Opfer wurden noch bei lebendigem Leib geschnitten und gehäutet.-
Wen nun immer noch der Wissensdurst quält, kann sich weiter in die Hungernöte und die unvorstellbare Massenmorderei Chinas einlesen.
Ein guter Anfang ist hier:
Dort finden sich weitere Hinweise und Fundstellen zum früheren Kannibalismus von 1958 - 1962.
Ich denke dies genügt.
Google-Fanatiker wie unser SED-Stammtisch-Team hätten dies - und noch viel mehr - natürlich auch selbst finden können - sofern gewollt.
Über genug Google-Expertise verfügen sie ja, da sie ihr gesamtes "Wissen" über China nur den Suchmaschinen verdanken.