Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

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Topas
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Topas »

laogai hat geschrieben:Aber weil sie von "chinesischen Behördenangaben" stammen sind sie natürlich ungeklärt. Behördenangaben netter Länder werden nimmer als "ungeklärt" bezeichnet, sondern sind Fakt.
Ohne jetzt vermeintliche "Fakten" in Frage zu stellen, bzw diese als "Fakten" darzustellen, allgemein ist es nun leider so, dass Xinhua und Co beeinflusst werden. Und das in weit stärkerem Masse als Medien aus "netten Ländern", wo ich jetzt mal von ausgehe, dass du damit die EU und Nordamerika meinst. Als Folge sind viele Nachrichten ( weitaus mehr als Spiegel etc ) geblümt ( und damit meine ich nicht Norbert ), gefiltert, nationalkonform dargestellt. Deutsche Medein können ohne weiteres auch bundeswehrverbrechen etc aufdecken und publizieren......wehe aber , es handelt sich um Chinesische Medien. Und das Argument , das nun auch dt. medein immer parteilich sind....natürlich sind sie dass, aus dem Grund, da hinter jedem Artikel ein Autor steckt, welcher wiederum eine eigene Sichtweise mindestens unbewusst bei aller versuchten Objektivität miteinbringt. In China hingegen werden die Medein zur Parteilichkeit gezwungen. Dort darf es keine andere geben.

Von daher chinesische Medien bzw Meldungen kritischer ( im negativen Sinne ) zu betrachten, und erst mal abwarten zu wollen, ist durchaus gerechtfertigt. Es leigt in Xinhuas bzw der der Regierungs Hand, am kollektiven Misstrauen etwas zu ändern.
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Laogai
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Laogai »

Topas hat geschrieben:Ohne jetzt vermeintliche "Fakten" in Frage zu stellen, bzw diese als "Fakten" darzustellen, allgemein ist es nun leider so, dass Xinhua und Co beeinflusst werden.
Wer oder was ist "Co"?
Auch in China werden Berichte von Menschen geschrieben. Von Menschen, die nicht alle gleichgeschaltet sind und nur die Linie eines einzelnen Menschen vertreten. Ist auch schlichtweg unmöglich. Aber so wird es gerne bei uns dargestellt und freudig übernommen. So funktioniert der Mensch aber nicht, auch nicht in China.
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Bernhard »

In China sind sämtliche Medien dem Staat unterstellt und bekommen manchmal Direktiven, wie sie über eine Sache zu berichten haben. Bei uns nicht. Und wenn, dann bin ich auch dagegen.
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devurandom
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von devurandom »

Topas hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Aber weil sie von "chinesischen Behördenangaben" stammen sind sie natürlich ungeklärt. Behördenangaben netter Länder werden nimmer als "ungeklärt" bezeichnet, sondern sind Fakt.
Ohne jetzt vermeintliche "Fakten" in Frage zu stellen, bzw diese als "Fakten" darzustellen, allgemein ist es nun leider so, dass Xinhua und Co beeinflusst werden. Und das in weit stärkerem Masse als Medien aus "netten Ländern", wo ich jetzt mal von ausgehe, dass du damit die EU und Nordamerika meinst. Als Folge sind viele Nachrichten ( weitaus mehr als Spiegel etc ) geblümt ( und damit meine ich nicht Norbert ), gefiltert, nationalkonform dargestellt. Deutsche Medein können ohne weiteres auch bundeswehrverbrechen etc aufdecken und publizieren......
S. Cicero Affaere, das ist nun eine, die aufgeflogen ist. BND schien da recht routiniert vorgegangen zu sein, w.h. dass im Hintergrund wohl noch mehr von dieser Sorte Faellen existieren.
wehe aber , es handelt sich um Chinesische Medien. Und das Argument , das nun auch dt. medein immer parteilich sind....natürlich sind sie dass, aus dem Grund, da hinter jedem Artikel ein Autor steckt, welcher wiederum eine eigene Sichtweise mindestens unbewusst bei aller versuchten Objektivität miteinbringt. In China hingegen werden die Medein zur Parteilichkeit gezwungen. Dort darf es keine andere geben.
Subjektive Meinung der Journalisten spielt da wohl weniger eine Rolle als Streben nach Auflagezahlen. Das "Chinabashing" liegt halt im Trend. Komplexe Zusammenhaenge will der deutsche Michel nicht wissen. Boese Zungen behaupten, dass z.B. die Spiegel China Korrespondenten betstimmte "Bashing" Niveau bei gewissen Themen halten muessen, sonst werden die Artikel von der Redaktion nicht akzeptiert oder einfach mal "aufgehuebscht". (Dazu kein Link, wurde mir erzaehlt von einem Spiegel Volontariat bei einem Kneipengespraech. k.A. ob's stimmt). Apropros "gebluemt". Das hier finde ich sehr lesenswert. Georg Blume wurde einst von der chin. Obrigkeit wegen jounalistischen Aktivitaeten verhaftet. Trotzdem bleibt er einer der wenigen Deutschen China-Korrespondenten, die fair berichten. Es geht also auch anders. Parteiichkeit ist eine Sache. Luegen verbreiten ist ne andere. Ich habe in unserer lokalen Zeitung Artikel gelesen, der sinngemaess behauptet dass die Kommis 1949 "Ost Turkestan" :!: annektiert haben und daher den Aufstand mehr oder weniger verdient haben. Das ist schon mal weit weg von "persoenliche Sicht". Das Problem an der Westliche Presse ist nicht dass sie, wie viele Chinesen glauben, zentral kontrolliert und gesteuert wird. Mehr wirkt die Kontrolle autark vom Innen heraus durch die Anstrebung der Rolle als Meinungsmacher und damit verbundenen Profit. Sicherlich ist die Chin. Medien zu einem sehr grossen Teil verlogen und "linientreu". Im Kern funktioniert die westliche Pressefreiheit anders, die Auswirkung ist aber im Etwa dasselbe.

Gruss
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Topas »

Argument hin, Argument her.

Es gibt genau so viele medien die sich nicht trauen, über solch heisse Eisen eine tendenz erkennen zu lassen, um nicht die einen oder die anderen zu verprellen. ich spreche aus Erfahrung.

Auch die Auswrikung ist nicht dieselbe...sie ist wesentlich, aber wirklich wesentlich geringer als die der chinesischen Medien. Jetzt stelle dir doch mal vor, was mit der NEw york times passiert, wenn morgen rauskommt, das jahrelnag Berichte verfälscht und Tatsachen geleugnet würden. Viele leser würden zu in ihren Augen kompetenteren Konkurenz wechseln. Klar gibt es Wettbewerbsdruck, den gibts überall und der treibt auch so gewisse Blüten aus. Nur in China gibts eine einzige grosse allumfassende Blüte. Die harmonische Lotusblüte :shock:
Das ist schlimmer, zumal ja offiziel vom Linienzwang die Konkurrenz in ihrer Berichterstattung um bspweise der Xinhau eins auszuwischen , nicht profitieren dürfte, und von Skandalen reden dürfte.


Tatsache ist - auch wenns vielleicht einigen nationalistisch gesinnten Chinesen nicht so dolle ist - das die informationspolitik in China verglichen mit der auch nicht perfekten westlichen doch um ein wesentliches manipulierter ist. Genau so müssen die deutschen sich ihren Hitler zB eingestehen....
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von bossel »

devurandom hat geschrieben:Hast doch irgendwann mal geschrieben. Dass Du als Kind von Bullys gehaenselt wurdest. So langsam verstehe ich auch warum....
Nein, da hat Dich Deine Erinnerung im Stich gelassen. Nicht gehänselt, sondern sie haben häufiger mal versucht, mich zu verprügeln. Eben weil ich solchen Typen Widerworte gegeben habe. Dieser Typ Mensch mag sowas gar nicht.
Vom Bosienkrieg habe ich gelind gesagt gar keine Ahnung,
Muß man auch nicht haben. Der Wasserfaden ist in der Hinsicht ja recht nett. Seine Lügen sind so plump, daß es recht einfach ist, sie zu widerlegen. ZB im Falle des angeblichen Startschusses braucht man nur kurz die Daten zu überprüfen. Dauert nur 'ne halbe Minute.
...hinterfotzig... ...verlogen... ...Luegenbold...
Im Falle Wasserfaden würde ich dies Tatsachenbezeichnungen nennen. Er beweist es ja immer wieder.
...kranke Phantasien...
Nun gut, das ist Spekulation meinerseits. Kann genausogut Böswilligkeit sein. Aber deswegen versehe ich diese Bezeichnung für gewöhnlich ja auch mit Fragezeichen.
...armer, kranker alter Mann...
Das geht natürlich etwas weit (vielleicht ist es ja auch gar kein Mann). Aber jemand, der glaubt, daß er die Last eines ganzen Landes auf den Schultern trägt ...
Wo's allerdings nicht sein muss, kann man's auch mal sparen.
Tja, da hast Du leider recht. Manchmal übertreibe ich's ein wenig. Aaaber ... ich reagiere nunmal allergisch auf bestimmte Typen, insbesondere hinterfotzige Lügner & gewalttätige Spinner haben's mir da angetan.
Ich kann natürlich versuchen, mich ein bißchen zurückzunehmen, aber versprechen kann ich nix. Gerade in stressigen Zeiten brauch ich irgendwo ein Ventil. (Muß gerade meine alte Wohnung in D leeren & mein Zeug auslagern. Sowas hasse ich.)
EDIT: achja: Jaja, die anderen haben angefangen usw. usw.
Na, eben. Ich bin nur ein verbockter Reaktionär.

Wasserfaden hat geschrieben:Wenn sich jemand beschmutzt, geht man zur Seite.
Du armes, kleines Unschuldslamm, siehe zB:
Wasserfaden hat geschrieben:die dümmsten und flachsten im Forum
Schon Pech, wenn man zur Seite geht & dann in die Scheiße tritt.
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bossel
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von bossel »

laogai hat geschrieben:Auch in China werden Berichte von Menschen geschrieben. Von Menschen, die nicht alle gleichgeschaltet sind und nur die Linie eines einzelnen Menschen vertreten. Ist auch schlichtweg unmöglich. Aber so wird es gerne bei uns dargestellt und freudig übernommen. So funktioniert der Mensch aber nicht, auch nicht in China.
Gerade unter autoritären Regimes funktioniert der Mensch aber sehr gerne als kleines Rädchen der großen Maschine (va wenn er weiß, daß bei zu großer Abweichung von der vorgegebenen Linie das kleine Rädchen ganz schnell entfernt wird).

devurandom hat geschrieben:Das "Chinabashing" liegt halt im Trend.
Na komm, das ist jetzt ziemlicher Quark. Es kommt doch wohl ziemlich auf das Thema an. Daß die VRC bei den Themen Demokratie & Rechtsstaat nicht gut wegkommt, ist doch wohl kein Wunder. Wenn hingegen über die Wirtschaft oder Kultur berichtet wird, ist die Tonart eine ganz andere.

Ich habe in unserer lokalen Zeitung Artikel gelesen, der sinngemaess behauptet dass die Kommis 1949 "Ost Turkestan" :!: annektiert haben
So falsch ist das nun auch wieder nicht. Nur war es natürlich etwas komplizierter (siehe hier), aber ich bezweifle, daß man von einem solchen Artikel eine ausführliche Geschichtsdarstellung erwarten kann.


Topas hat geschrieben:Auch die Auswrikung ist nicht dieselbe...sie ist wesentlich, aber wirklich wesentlich geringer als die der chinesischen Medien. Jetzt stelle dir doch mal vor, was mit der NEw york times passiert, wenn morgen rauskommt, das jahrelnag Berichte verfälscht und Tatsachen geleugnet würden. Viele leser würden zu in ihren Augen kompetenteren Konkurenz wechseln.
So einfach ist es leider auch wieder nicht. Die NYT hat sich zB auch recht bereitwillig vor den Irakkriegs-Wagen spannen lassen. Habe nichts davon gehört, daß die Auflage übermäßig gelitten hat, auch als rausgekommen ist, daß sie manche Sachen viel zu unkritisch übernommen hat.
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von jadelixx »

devurandom hat geschrieben:Subjektive Meinung der Journalisten spielt da wohl weniger eine Rolle als Streben nach Auflagezahlen. Das "Chinabashing" liegt halt im Trend. Komplexe Zusammenhaenge will der deutsche Michel nicht wissen. Boese Zungen behaupten, dass z.B. die Spiegel China Korrespondenten betstimmte "Bashing" Niveau bei gewissen Themen halten muessen, sonst werden die Artikel von der Redaktion nicht akzeptiert oder einfach mal "aufgehuebscht". (Dazu kein Link, wurde mir erzaehlt von einem Spiegel Volontariat bei einem Kneipengespraech. k.A. ob's stimmt). Apropros "gebluemt". Das hier finde ich sehr lesenswert. Georg Blume wurde einst von der chin. Obrigkeit wegen jounalistischen Aktivitaeten verhaftet. Trotzdem bleibt er einer der wenigen Deutschen China-Korrespondenten, die fair berichten. Es geht also auch anders. Parteiichkeit ist eine Sache. Luegen verbreiten ist ne andere. Ich habe in unserer lokalen Zeitung Artikel gelesen, der sinngemaess behauptet dass die Kommis 1949 "Ost Turkestan" :!: annektiert haben und daher den Aufstand mehr oder weniger verdient haben. Das ist schon mal weit weg von "persoenliche Sicht". Das Problem an der Westliche Presse ist nicht dass sie, wie viele Chinesen glauben, zentral kontrolliert und gesteuert wird. Mehr wirkt die Kontrolle autark vom Innen heraus durch die Anstrebung der Rolle als Meinungsmacher und damit verbundenen Profit. Sicherlich ist die Chin. Medien zu einem sehr grossen Teil verlogen und "linientreu". Im Kern funktioniert die westliche Pressefreiheit anders, die Auswirkung ist aber im Etwa dasselbe.

Gruss
/dev/urandom
Das Spiegel Korrespondenten gewisse Erwartungshaltungen bedienen müssen, kann ich mit einer kleinen Episode bestätigen.

<OT>
Ich war selber zusammen mit einem Kumpel Opfer einer freiberuflichen Spiegel Rechercheuse im Sommer 1991 in einem kleinen Ort auf Usedom. Sie sollte wohl Material zusammenkriegen über den heruntergekommenen Osten. Leider konnten wir ihr nicht viel Trauriges berichten, außer das unser lokales Kino dichtgemacht hat. Uns gings nähmlich prima, wir hatten gerade eine Berufausbildung mit Abitur abgeschlossen und sogar noch etwas Geld über (es gab 130 Mark pro Ausbildungsmonat). Nicht nur das wir gerade noch im Rahmen der GST einen billigen LKW Führerschein (weniger als 100 Mark) gemacht hatten, ich hatte meinen Vater auch noch davon überzeugen können, das seine Rennpappe nicht mal die Tankfüllung wert sei und habe das Gefährt dann mehr oder weniger geschenkt bekommen :D :D :D .

Bis zum Studium waren es noch 10 Wochen und die Strände auf Usedom waren aus verschiedenen Gründen zum ersten mal(und danach nie wieder) so richtig frei. Die üblichen Besucher mit starkem Dialekt aus dem Süden der DDR blieben aus, da sie ihre Reisefreiheit in andere Richtungen ausnutzten. Die neuen Badegäste aus dem Westen waren erstmal durch Reportagen über permanent anlandende Senfgasbomben aus dem 2. Weltkrieg von einem Besuch am Ostseestrand abgehalten worden. Jedenfalls hatten wir die kilometerlangen weißen Sandstrände ganz für uns allein und haben jeden Blödsinn gemacht, den man sich überhaupt vorstellen konnte. Das hat die Spiegelreporterin zwar alles erfreut und interessiert aufgenommen, aber sie hat uns am Ende auch eröffnet, das wir nicht ganz in das Konzept ihrer Reportage passen.
In den folgenden Jahren wurde das Image des sächselnden nörgelnden Ossis in den Medien befördert ... :shock: Nanu? waren die Ostberliner und die Norddeutschen denn plötzlich alle Sachsen geworden oder ging es denen einfach zu gut?
Ich laß mir von meinen Eltern regelmäßig bis heute noch berichten, ob vielleicht mal eine kleine Senfgasbombe angespült wurde. Nee nix, ab und zu mal ein Stück Bernstein, aber sonst, wie auch in den 20 Jahren davor, glücklicherweise :) eine einzige Enttäuschung.
</OT>

Xinhua glaube ich schon mal gar nix. Wenn ein freier wirtschaftlich abhängiger Journalist über China schreibt, glaube ich ihm erstmal nur eins zu 100%: "Es gibt China" :lol: , alles andere muß man hinterfragen und bei einem Interessenten mit möglichst gegensätzlicher Orientierung gegenlesen. Heutzutage findet man auch schon hier und da glaubwürdige lokale Blogger, die natürlich wesentlich mehr über Ihre Gegend wissen, als ein von den Medien in aller Schnelle berufener Experte.
Die Wahrheit setzt sich sowieso immer aus vielen Puzzleteilen zusammen. Wenn man nicht dranbleibt am Thema hat man leider keine Chance, zu erfahren was sich wirklich zugetragen hat.
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Skorpid »

Aber sicher hab ich den ganzen Artikel gelesen, weiß auch nicht, warum da das Wort "ungeklärt" steht. Naja, die Aussagen chinesischer Behörden gelten ausserhalb des eigenen Landes nicht immer als soooo zuverlässig, daher vielleicht das eingeschobene prophylaktische "ungeklärt".

Das es zu meinen "700 Jahren" Kommentare gibt, war mir irgendwe klar ;-) Geht ja nicht nur um die Sicherheitslage in China sondern auch um die in den westlicher gelegenen Ländern, Afghanistan etc.

Ich denke aber auch, dass in einem Monat da wieder für die meisten das "normale" Leben weitergehen wird. Hoffen wir es zumindest mal.
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devurandom
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von devurandom »

Topas hat geschrieben:Argument hin, Argument her.

Es gibt genau so viele medien die sich nicht trauen, über solch heisse Eisen eine tendenz erkennen zu lassen, um nicht die einen oder die anderen zu verprellen. ich spreche aus Erfahrung.

Auch die Auswrikung ist nicht dieselbe...sie ist wesentlich, aber wirklich wesentlich geringer als die der chinesischen Medien. Jetzt stelle dir doch mal vor, was mit der NEw york times passiert, wenn morgen rauskommt, das jahrelnag Berichte verfälscht und Tatsachen geleugnet würden. Viele leser würden zu in ihren Augen kompetenteren Konkurenz wechseln. Klar gibt es Wettbewerbsdruck, den gibts überall und der treibt auch so gewisse Blüten aus.
Wenn das so einfach waere, waere wohl die Auflagezahl von Qualitaetsmedien auf Nummer 1.... Wir wissen ja, welche die auflagstaerkste Zeitung Europas ist. Mit Leugnung und Verfaelschung der Tatsachen faehrt die schon seit jeher gut. Oft agiert die auch im direkten Sinne der Landes/Bundespolitik. Abgesehen von der abgrundschlechten Schreibstil und den T...bildchen ist hier die Aehnlichkeit zu China Daily frappierend.

Wie ich bezogen oft deinen Postings schon oft erwaehnt habe: Die Welt ist komplex. Nichts ist truegerischer als die absolute Annahme "wir sind besser dran".
Nur in China gibts eine einzige grosse allumfassende Blüte. Die harmonische Lotusblüte :shock:
Das ist schlimmer, zumal ja offiziel vom Linienzwang die Konkurrenz in ihrer Berichterstattung um bspweise der Xinhau eins auszuwischen , nicht profitieren dürfte, und von Skandalen reden dürfte.
Ich bezweifle, dass Du die chin. Presselandschaft wirklich kennst. Abgesehen von den paar ins Englische uebersetzte Leitartikel oder von Hoerensagen duerftest Du wohl kaum orig. chin. Zeitungen gelesen haben. Es existiert eine Gleichschaltung aufgrund des zentralen Zensurorgans, gar keine Frage. Allerdings ist die chin. Medien jenseits von "Peoples' daily" und CCTV auf Grund der schieren Groesse alles anders als homogen. 南方周末(sinngemaess. South China weekend. Offiziel traegt die Zeitung den Englischen Namen infzm) ist da z.B. ein gutes Beispiel. Die Zeitung ist mir aufgefallen, als sie wegen zur Zeit der Tibetunruhe und Olympia von vielen chin. "Patrioten" als "Landesverraeter" und "Sklaven der Westen" beschimpft wird. Da kann man sich im etwa vorstellen, dass dort Leitartikel veroeffentlicht wurden, die im Graubereich oder gar hinaus bewegten. Natuerlich ist es bedauerlich, dass sowas die Ausnahmen der chin. Presselandschaft bilden. Immerhin ist vielen Chinesen die Verlogenheit der Leitmedien bekannt und viele gehen mit einer natuerlichen Skepsis an den Berichtstattungen heran, dass viele trotzdem oft in diversen Propagandafallen tappen, entsprich leider auch der Wahrheit. Dennoch ist eine gesunde Portion Skepsis besser als sich gleich von den rosa Trugbildern der Pressefreiheit taeuschen zu lassen.

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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Laogai »

devurandom hat geschrieben:南方周末(sinngemaess. South China weekend. Offiziel traegt die Zeitung den Englischen Namen infzm)
Ich dachte das Blatt heißt Südliches Wochenende? :wink:
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Topas »

devurandom hat geschrieben:Wenn das so einfach waere, waere wohl die Auflagezahl von Qualitaetsmedien auf Nummer 1.... Wir wissen ja, welche die auflagstaerkste Zeitung Europas ist.
Wer sagt denn, dass dies so einfach ist ? Die objektivesten zeitungen müssen nicht unbedingt Nr 1 sein. Vor allem , wenn dias zielsegment, bzw die leute, die Wert auf objektivere Nachrichten geben, kleiner ist als das Sensationsgeile Segment. Nicht nur in Deutschland ist es so, das mehr leutchen Sensationsgeil sind, anstatt nicht nicht ganz so dollen neutraleren Nachrichten zu lesen.
bossel hat geschrieben:unkritisch
unkritisch ist ungleich aktive manipulation
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Skorpid »

http://www.stern.de/politik/ausland/:Na ... ml#rss=all
Einen Monat nach den heftigen Zusammenstößen in der südwest-chinesischen Provinz Xinjiang hat Chinas Polizei nochmals mehr als 300 Menschen festgenommen. Sie waren durch Zeugenaussagen und weitere Ermittlungen ins Visier der Staatsgewalt geraten. Insgesamt dürften nun bis zu 1600 Personen in Polizeigewahrsam sein.
Ausführlicherer Bericht siehe Verknüpfung
romeo
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von romeo »

Skorpid hat geschrieben:http://www.stern.de/politik/ausland/:Na ... ml#rss=all
Einen Monat nach den heftigen Zusammenstößen in der südwest-chinesischen Provinz Xinjiang hat Chinas Polizei nochmals mehr als 300 Menschen festgenommen. Sie waren durch Zeugenaussagen und weitere Ermittlungen ins Visier der Staatsgewalt geraten. Insgesamt dürften nun bis zu 1600 Personen in Polizeigewahrsam sein.
Ausführlicherer Bericht siehe Verknüpfung
Die Kommentare zu diesem Artikel sind haarsträubend und zeugen von allem möglichen, aber nur nicht von irgendwelcher Kenntnis der Zustände in China.
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Re: Schwere Unruhen in der Provinz Xinjiang

Beitrag von Laogai »

romeo hat geschrieben:
Skorpid hat geschrieben:Ausführlicherer Bericht siehe Verknüpfung
Die Kommentare zu diesem Artikel sind haarsträubend und zeugen von allem möglichen, aber nur nicht von irgendwelcher Kenntnis der Zustände in China.
Ich finde den Artikel selbst viel haarsträubender :shock: :cry:
Stern hat geschrieben:Seit sich Peking das Gebiet 1955 als "Autonome Region" einverleibte und Han-Chinesen ansiedelte, kämpft das muslimische Turk-Volk für die Unabhängigkeit.
Echter Enthüllungsjournalismus! Vorgemerkt für zukünftige Referenzen.
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