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Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 09:20
von Monique
Danke Fanny für deinen article!
Also könnte man unter Umständen mit einen baldigen Heiratsantrag rechnen, hm?

no1gizmo
Ich glaube das weisst du. Das mit dem öffentlichen Blosstellen funktioniert hier in Europa nicht. Man bedauert (Mitleid) höchstens mich, wenn ich die verlassene wäre.
Niemals verliert hier jemand das Gesicht, schon gar nicht, wenn man jemanden aus Mangel aus Liebe verlässt. Man spricht höchstens etwas hinter dem Rücken, aber es ist nichts weltbewegendes, es ist einfach wieder einmal einer mehr, und man lacht und spricht trotzdem mit ihn und geht mit der Person was trinken. Der Respekt bleibt.
Aber ich will die Gefühle der Verlassenen auch ernst nehmen. Liebeskummer ist kein Spass, es tut extrem weh und wünsche es wirklich niemanden.

Die einzigen die hier in Europa endgültig und für immer das Gesicht verlieren, sind Mörder.
Mit dieser Sorte Mensch, will niemand aber wirklich niemand mehr etwas zu tun haben.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 10:53
von devurandom
Maedels,
da ja meine Expertenkompetenz bereits von dem Gizmo aberkannt wurde, :lol: spar ich hier mal mit weiterem Gesuelze

Jedenfalls redet ihr hier ueber lustig seltsame Menschen, die (sowie in euren Vorstellungen) mir, seit ich mich erinnern kann, noch nie ueber den Weg gelaufen sind. :lol: :lol:

Gruss
/dev/urandom, der von den Vorstellungen und "Tipps" eher fasziniert ist.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 11:16
von fanny
Also, devurandom, du bist also der Meinung, daß Chinesen a) keinen Heiratsantrag machen
und b) es total witzig finden, wenn sie in der Öffentlichkeit das Gesicht verlieren?

Merkwürdig nur, daß als ich bei meinem Freund in China war, mir von allen Seiten das Wort jiehun entgegen schallte. Da war ich doch kurz der Meinung, daß man in China eine andere Einstellung zum Thema Hochzeit hat. Meine Eltern hier würden nie sagen, daß ich meinen Freund heiraten sollte und ich wage zu behaupten, daß wohl fast jeder, der schon nach einem Jahr Beziehung in Deutschalnd heiratet, mit erstaunten Mitmenschen konfontiert wird, die das nicht verstehen.

Aber es ist wahrscheinlich wie immer schwierig, alle über einen Kamm zu scheren.
Ich hab meinen Freund einfach lieb, egal ob er typisch chinesisch, typisch deutsch oder der "lustigste Mensch" ist, der dir je begegnet ist. :wink:
Und bald kommt er wieder nach Deutschland....ich hoffe dann bleibt er mal ein bissel länger!

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 12:55
von devurandom
fanny hat geschrieben:Also, devurandom, du bist also der Meinung, daß Chinesen a) keinen Heiratsantrag machen
und b) es total witzig finden, wenn sie in der Öffentlichkeit das Gesicht verlieren?
Zu a, Ich habe auch schon einen Antrag gemacht. ;-) Das aber nach 6 Jahren Beziehung. Wuerden "die Chinesen" alle bei einem Jahr Beziehung auf Knie gehen, wuerde der durchschnittliche Heiratsalter bei 20 liegen, was aber nicht der Fall ist.
Zu b, ich habe mal in einem Meeting beim Kunden einen anderen Entwickler gebeten, sorgfaelgiter mit seiner Arbeit umzugehen, weil er ne Menge Fehler eingebaut hat, die ich hinterher muehsam zusammensuchen und glattbuegeln musste, obwohl das gar nicht mein Bier war. Es war ausschliesslich sachlich, professionel und unpersoenliche Kritik. (auch wenn ich sowohl menschlich als auch beruflich von ihm wenig halte) Trotzdem fand er das nicht witzig und stellte mir danach ueberall Beine zwischen, wo er nur konnte. Der gute Mann war aber ein asreiner deutsche Michel. Also koennte ich nach dieser Erfahrung auch fragen: Haben (gebuertige) deutsche Maenner Probleme damit, "Gesicht zu verlieren"?
Merkwürdig nur, daß als ich bei meinem Freund in China war, mir von allen Seiten das Wort jiehun entgegen schallte.
Bei uns nicht, eher wird immer darauf hingewiesen, dass spaeter unsere Kinder bestimmt "total huebsch" sein wuerden. Zum Thema "Heiraten" meinte meine Mutter, nachdem ich ihr erklaert habe dass es so viele steuerliche Vorteile auch nicht bringt, "Oh, dann lasst euch mal Zeit." :lol:
Da war ich doch kurz der Meinung, daß man in China eine andere Einstellung zum Thema Hochzeit hat.
Hochzeiten ist ein riesiger Industriezweig in China. Ist aber in Suedeuropa nicht anders. Auch hierzulande sichert die Bindung einer kirchlichen Hochzeit und "Mitgliedschaft" in der Kirche den Kirchen eine erhebliche Einnahme ueber Kirchensteuer. So unwichtig ist das hier also auch nicht.
daß wohl fast jeder, der schon nach einem Jahr Beziehung in Deutschalnd heiratet, mit erstaunten Mitmenschen konfontiert wird, die das nicht verstehen.
Ne Jugendfreundin von meiner Freundin hat 4 Monate nach dem Kennenlernen geheiratet, mit 19, um halbes Jahr spaeter sich scheiden zu lassen. ;-) Hochzeiten nach 'paar Monaten Kennenlernen kannst fast jeden Tag in der yellow press lesen. Dabei lese ich nicht mal das Zeugs. ;-) Wuesste nicht, was so ungewoehnlich chinaspezifisch daran sein soll.
Aber es ist wahrscheinlich wie immer schwierig, alle über einen Kamm zu scheren.
Da hast Du allerdings recht. :-D
Ich hab meinen Freund einfach lieb, egal ob er typisch chinesisch, typisch deutsch oder der "lustigste Mensch" ist, der dir je begegnet ist. :wink:
Und bald kommt er wieder nach Deutschland....ich hoffe dann bleibt er mal ein bissel länger!
Na dann viel Spass und alles Gute!

Gruss
/dev/urandom

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 15:23
von hifi
Ich denke, dass zum Thema "Heiraten und chinesische Männer" noch einen sehr wichtigen Faktor gibt: Das Alter. Da es sich hier hauptsächlich um Männer geht, die bereits älter als 30 sind, ist es nicht ganz verwunderlich, dass es sich immer wieder ums Heiraten geht. In dem Punkt bin ich auch der Meinung, dass die Chinesen allgemein eine "altmodische" Vorstellung von Familien und Ehe haben. Immerhin wurde diese Generation bereits in den 70er gebohren und sie wurden daher noch vor der Verwestlichung erzogen. Sie haben die Veränderungen der Familienstruktur in Europa meistens erst hier kennengelernt. Im Gegensatz dazu sind die heutigen 20-jährigen in China sehr freizügig, was Sex, Beziehung und Liebschaften angeht. Dazu tragen wahrschlich die amerikanische Sitcom mehr bei als die Aufklärung in der Schule.
Allerdings gibt es auch sehr große Unterschiede zwischen den Chinesen. Während einige hier in Forum sehr viel darüber schreiben, wie mächtig die Familiensippe und ihr Einfluss auf die einzelnen Person sein kann, wundern sich die anderen, was für Probleme mansche immer haben. Man kann hier also nicht ganz einfach verallgemeinern, aber es stimmt schon, dass die Familie im traditionellen Sinn bei den Chinesen eine sehr hohe Stellenwert hat. Daraus resultiert sich auch bei vielen den Wunsch nach einer eigenen Familie. Solsche Denkweise gilt aber inzwischen als veraltet und zum Teil frauenfeindlich in Europa, auch wenn die CDU/CSU genau diesen traditionellen Familienwerten gern in Deutschland wiedersehen möchte. Es gibt meiner Auffassung nach keinen wirklich kulturellen Graben hier. In China gab es einfach keine 68er Studentenrevolte und Sexbefreiung.
Ich habe zwar auch geheiratet als ich 30 war, aber diese Entscheidung hat weder mit der Meinung meiner Eltern noch mit dem Alter zu tun. Auch meine Frau hat eine recht traditionelle Einstellung zur Liebe und Heirat, weil sie aus der ehem. DDR stammt. Für uns war es nach 4 Jahre Zusammensein klar geworden, dass wir früher oder später heiraten werden, so habe ich damals einen Antrag gemacht. Mit einer Forumteilnehmerin hier habe ich schonmal darüber diskutiert, wozu man sowas überhaupt sich antun sollte. Ihre Meinung war, dass die Ehe eher eine veraltete Institution ist, die mansche einfach mit rosarote Brille leisten möchte und eigentlich keine Aussage über die tatsächliche Liebe hat. Für mich und meine Frau ist es aber eine sehr persönliche Versprechung, die wir uns gegenseitig gegeben haben, um unsere Liebe zu unterstreichen. Natürlich spielt Romantik auch eine Rolle dabei, aber das ist längst nicht alles. Mit der Ehe haben wir uns gegenüber sowohl Rechte als auch Verpflichtungen entstehen lassen. Es ist für uns die einzige richtige Entscheidung, die uns bis heute sehr glücklich macht. Das bestätigt sich auch darin, dass wir seit dem her bei jedem Urlaub von Mitreisenden angesprochen wurden, weil sie dachten, dass wir gerade auf der Hochzeitsreise waren. Die meisten Deutschen kommen irgendwann auch zu der Entschluss heiraten zu wollen, aber meistens viel viel später. Meine Frau war gerade 25 als wir heirateten und sie war definitiv die jüngste Braut an dem Tag.

Was das Thema "Gesicht verliehren" angeht, so denke ich auch, dass niemand es witzig finden würde, das Gesicht in der Öffentlichkeit zu verlieren. Man kann höchstens darüber streiten, in welcher Situation hätte man das Gesicht verlohren.

Und zu dem Thema "schüchterne Chinesen" möchte ich sagen, dass die meisten chinesischen Männer schon ziemlich zurückhaltend sind. (Wahrscheinlich weil wir Angst haben, das Gesicht zu verliehren??) Natürlich ist auch hier nicht immer so gravierend, aber allein das Klischee: "Chinesin + Europäer = normal; Chinese + Europäerin = sehr selten zu sehen" bestätigt dieses Phänomen. Die Chinesen können (und wollen) sehr wohl den "ersten Schritt" tun, aber sie brauchen meistens doch sehr eindeutige Zeichen bis sie sich trauen.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 16:21
von Monique
Wir Frauen hier in Europa, resp. die Meisten meiner Artgenossinnen, sind es von der Tradition her gewohnt, bei Interesse, eindeutige Aufforderungen von Seiten des europ.-Mannes zu erhalten. Natürlich gibt es auch aktivere Frauen. Bisher glaubte ich, ich sei keine von denen, aber er gefällt mir und ich will ihn näher kennen lernen.
Meiner chinesischen Bekanntschaft gebe ich "sanfte Zeichen", aber auch er mir, welche mit der Zeit eindeutiger wurden und eins zu eins reagierten wir darauf. Das letzte mal war es heftig intensiv, in die Augen sehen, Komplimente, ich will jetzt auch auf den Punkt kommen und ihn privat treffen nicht nur beruflich.

Wie machen es den die chinesischen Frauen, wenn ihre Männer so scheu sind?
Gehen sie so offensichtlich ran?

Grüsse Monique

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 16:56
von Attila
devurandom hat geschrieben: Zu b, ich habe mal in einem Meeting beim Kunden einen anderen Entwickler gebeten, sorgfaelgiter mit seiner Arbeit umzugehen, weil er ne Menge Fehler eingebaut hat, die ich hinterher muehsam zusammensuchen und glattbuegeln musste, obwohl das gar nicht mein Bier war. Es war ausschliesslich sachlich, professionel und unpersoenliche Kritik. (auch wenn ich sowohl menschlich als auch beruflich von ihm wenig halte) Trotzdem fand er das nicht witzig und stellte mir danach ueberall Beine zwischen, wo er nur konnte. Der gute Mann war aber ein asreiner deutsche Michel. Also koennte ich nach dieser Erfahrung auch fragen: Haben (gebuertige) deutsche Maenner Probleme damit, "Gesicht zu verlieren"?
Natürlich!

Jedoch sind die sozialen Kosequenzen hier weitaus harmloser, wenn man sich zum 'Affen macht' oder 'wie ein Depp dasteht'. Ein westlicher Mann der Kritik nicht verkraften kann, vor allem wenn sie neutral vorgetragen wurde, hat wohl Minderwertigkeitskomplexe. Hier wird schon von Mitarbeitern eine gewisse Kritikfähigkeit erwartet, nur je nach persönlichem Hintergrund bzw. Ego reagieren einige Personen sehr empfindlich.

Dieses empfindliche Reagieren selbst wird hier als Schwäche gesehen. Der Person wird unterstellt nicht selbstsicher genug zu sein um mit Kritik fertig zu werden.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 18.01.2008, 23:58
von no1gizmo
Attila hat geschrieben: Dieses empfindliche Reagieren selbst wird hier als Schwäche gesehen. Der Person wird unterstellt nicht selbstsicher genug zu sein um mit Kritik fertig zu werden.
Richtig. Leider habe ich auch schon mal so minderwertiges Verhalten an den Tag gelegt, im Nachhinein echt peinlich/dämlich/usw.

Aber da ist schon was dran. Ich kann es nicht leiden, wenn man(n) so ein Verhalten an den tag legt.
Und das kommt auch bei deutschen Männern schonmal vor.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 19.01.2008, 00:46
von hifi
Monique hat geschrieben:Wir Frauen hier in Europa, resp. die Meisten meiner Artgenossinnen, sind es von der Tradition her gewohnt, bei Interesse, eindeutige Aufforderungen von Seiten des europ.-Mannes zu erhalten. Natürlich gibt es auch aktivere Frauen. Bisher glaubte ich, ich sei keine von denen, aber er gefällt mir und ich will ihn näher kennen lernen.
Meiner chinesischen Bekanntschaft gebe ich "sanfte Zeichen", aber auch er mir, welche mit der Zeit eindeutiger wurden und eins zu eins reagierten wir darauf. Das letzte mal war es heftig intensiv, in die Augen sehen, Komplimente, ich will jetzt auch auf den Punkt kommen und ihn privat treffen nicht nur beruflich.
Na, dann ist doch eigentlich alles klar bei Euch. Ich verstehe nicht, wo dann noch Unsicherheit besteht.
Falls Du Dich überlegst, ihn zuerst zu fragen, ob Ihr auch privat treffen könntet, dann solltest Du es tun. Es besteht ja eigentlich keinen Zweifel, dass Ihr Euch mocht.
Wenn Du Unsicherheit hast, ob Du Zertlichkeit zeigen solltest oder ob er dies in der Öffentlichkeit eher vermeiden möchte, dann würde ich sagen, dass Du ganz einfach Du selbst sein kannst. Man muss sich nicht verstellen um die anderen etwas vorzuspielen. Noch ein Klischee vorweg: die Asiaten sich recht zielstrebig. Wenn Dein Gegenüber Dir Zeichen gibt und auf Dein Zeichen reagiert, dann kannst Du ziemlich sicher sein, dass er Dich attraktiv findet und ihm Deine Persönlichkeit gefällt. Daher muss Du keine große Sorgen machen, was Du tun solltest oder nicht. Wenn die Beziehung wirklich im Gang ist, dann wird er Dir schon sagen, was ihm nicht gefällt.
Monique hat geschrieben:Wie machen es den die chinesischen Frauen, wenn ihre Männer so scheu sind?
Gehen sie so offensichtlich ran?
Keine Ahnung. Als ich noch in China war, war es verächtet in der Schule Beziehung zu haben. Es war also unmöglich Signale an den Mädels zu senden. Es war grauenhaft: Liebeskummer ja, aber Liebe nein. Die heutige Jugend haben das Problem nicht. Aber auch Leute aus meiner Generation sind völlig verschieden. Ein Freund von mir in Shanghai hat schon immer wenig Hemmung, obwohl er dadurch in der Schule Problem hatte. Heute ist er nach unzählige Freundinnen immer noch unverbunden. Manschmal beneide ich ihn auch.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 19.01.2008, 05:53
von belrain
Habe mal wieder die Zeit hier im Forum zu lesen. Klingt interessant, vor Allem was Pollok da geschrieben hat. Auch die Gebrauchsanweisung für Chinesinnen ist klasse, weiter so. Hab selten soviel Spass gehabt. :wink:

Also mal ehrlich. Wenn man(n) merkt, die Freundin hat nicht mehr alle Latten am Zaun, dann macht man(n) schluss. Weil, wie Sanctus schon schrieb, es wird nicht besser. Hatte auch mal so eine (eine Deutsche) die meinte, ob ich Schluss mache könne ich nicht allein entscheiden :shock: :lol:

Was chinesische Frauen angeht, der Eine oder Andere mag es bemerkt haben, sammle ich gerade selbst meine Erfahrungen. Ich weiss aber auch, sie ist bestimmt nicht als Beispiel für die Allgemeinheit zu sehen.

Also: Wir kannten uns schon über zwei Jahre bevor wir zusammen kamen. Die Eltern hatten keinen(!) Einfluss auf ihre Entscheidung. Als ich ihre Familie kennen gelernt habe, habe ich natürlich eine Kleinikeit für die Eltern mitgebracht - aus reiner Höflichkeit, nicht weil es verlangt wurde. Wenn ich in Deutschland meine Brüder und deren Familie besuche bringe ich meist auch eine Kleinigkeit mit. Was die Familie sehr freut ist, dass ich chinesisch lerne. Und da sind sie keine Ausnahme, jeder Chinese freut sich wenn der Ausländer der ihn anspricht, etwas chinesisch kann. Das ist mit uns Deutschen nicht anders. Ihre Eltern haben von mir noch kein Auto, keine Eigentumswohnung oder oder sonstige Auslöse verlangt. Meine Freundin ist natürlich nicht sehr glücklich, dass ich in Deutschland lebe. Und ihre Eltern auch nicht. Aber sie wissen auch, dass ich derzeit versuche einen Job in China zu bekommen. Allerdings raten sie mir auch, bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben, schliesslich bin ich dort schon über 12 Jahre, obwohl es dann schwieriger wird etwas zu finden und es länger dauern kann bis ich in China arbeite. Meine Freundin und ich versuchen täglich über MSN, E-Mail und, wenn ich in China unterwegs bin, per SMS in Verbindung zu bleiben. Auch das unterscheidet sich nicht von einer Beziehung zu einer deutschen Frau (jedenfalls bei mir). Da sie von ihren Eltern etwas mehr behütet ist als viele deutsche Frauen, was in China aber normal ist obwohl sie kein Einzelkind ist, möchten ihre Eltern nicht das wir zusamen übernachten. Was wir den Rest des Tages machen ist ihnen aber egal - zumindest kontrollieren sie nicht. Und ich kann die Eltern verstehen, denn nicht nur wir Deutschen haben oft genug gehört das Chinesinnen nur unser Geld wollen :wink: , sondern auch die Chinesen wissen, dass Ausländer nur mit den chinesischen Frauen Spass haben wollen :wink: .
Fazit: Eine chinesische Frau ist nicht anders als eine westliche Frau - ausser das sie in der Regel schlanker sind (sorry), da das chinesische Schönheitsideal wohl Kleidergrösse 34 hat.
Bisher konnte ich nur feststellen, dass meine derzeitige Freundin wesentlich besorgter um mich ist als es meine vorherigen waren. Auch die Gastfreundschaft ihrer Familie ist deutlich ausgeprägter, als sie es bei meiner Familie wahrscheinlich kennen lernen wird. Scheint fast so, als hätte ich nen "Volltreffer" gelandet - ähnlich wie Taugenix.

Trotzdem bleibe ich realistisch und vertraue nicht blind jedem Chinesen der mir über den Weg läuft. Habe immer noch zu viele negative Erfahrungen in diesem Land gesammelt :wink:

Ach ja, auch darüber konnte ich offen mit meiner Freundin und ihrer Familie reden - über meine Erfahrungen in diesem Land. Und man hat mich dafür nicht belächelt, bestraft oder aus dem Haus geworfen.
Trotz alledem, die Familie mag mich. Und sie sagen es mir auch. Und wenn ich eines gelernt habe, in China erzählt man zwar nicht immer die ganze Wahrheit aber in der Regel wird man nicht offen angelogen - ausser bei Geschäften :wink:

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 19.01.2008, 08:47
von Linnea
belrain hat geschrieben: Fazit: Eine chinesische Frau ist nicht anders als eine westliche Frau - ausser das sie in der Regel schlanker sind (sorry), da das chinesische Schönheitsideal wohl Kleidergrösse 34 hat.
Dafür musst du dich nicht entschuldingen, schließlich sind chinesische Männer auch deutlich schlanker als deutsche. Was allerdings unter anderem auch mit dem Körperbau und der Veranlagung zu tun hat. Deswegen würde ich auch eher von zierlicher als von schlanker sprechen...

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 19.01.2008, 13:45
von gonar
belrain hat geschrieben:Habe mal wieder die Zeit hier im Forum zu lesen. Klingt interessant, vor Allem was Pollok da geschrieben hat. Auch die Gebrauchsanweisung für Chinesinnen ist klasse, weiter so. Hab selten soviel Spass gehabt. :wink:

Also mal ehrlich. Wenn man(n) merkt, die Freundin hat nicht mehr alle Latten am Zaun, dann macht man(n) schluss. Weil, wie Sanctus schon schrieb, es wird nicht besser. Hatte auch mal so eine (eine Deutsche) die meinte, ob ich Schluss mache könne ich nicht allein entscheiden :shock: :lol:

Was chinesische Frauen angeht, der Eine oder Andere mag es bemerkt haben, sammle ich gerade selbst meine Erfahrungen. Ich weiss aber auch, sie ist bestimmt nicht als Beispiel für die Allgemeinheit zu sehen.

Also: Wir kannten uns schon über zwei Jahre bevor wir zusammen kamen. Die Eltern hatten keinen(!) Einfluss auf ihre Entscheidung. Als ich ihre Familie kennen gelernt habe, habe ich natürlich eine Kleinikeit für die Eltern mitgebracht - aus reiner Höflichkeit, nicht weil es verlangt wurde. Wenn ich in Deutschland meine Brüder und deren Familie besuche bringe ich meist auch eine Kleinigkeit mit. Was die Familie sehr freut ist, dass ich chinesisch lerne. Und da sind sie keine Ausnahme, jeder Chinese freut sich wenn der Ausländer der ihn anspricht, etwas chinesisch kann. Das ist mit uns Deutschen nicht anders. Ihre Eltern haben von mir noch kein Auto, keine Eigentumswohnung oder oder sonstige Auslöse verlangt. Meine Freundin ist natürlich nicht sehr glücklich, dass ich in Deutschland lebe. Und ihre Eltern auch nicht. Aber sie wissen auch, dass ich derzeit versuche einen Job in China zu bekommen. Allerdings raten sie mir auch, bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben, schliesslich bin ich dort schon über 12 Jahre, obwohl es dann schwieriger wird etwas zu finden und es länger dauern kann bis ich in China arbeite. Meine Freundin und ich versuchen täglich über MSN, E-Mail und, wenn ich in China unterwegs bin, per SMS in Verbindung zu bleiben. Auch das unterscheidet sich nicht von einer Beziehung zu einer deutschen Frau (jedenfalls bei mir). Da sie von ihren Eltern etwas mehr behütet ist als viele deutsche Frauen, was in China aber normal ist obwohl sie kein Einzelkind ist, möchten ihre Eltern nicht das wir zusamen übernachten. Was wir den Rest des Tages machen ist ihnen aber egal - zumindest kontrollieren sie nicht. Und ich kann die Eltern verstehen, denn nicht nur wir Deutschen haben oft genug gehört das Chinesinnen nur unser Geld wollen :wink: , sondern auch die Chinesen wissen, dass Ausländer nur mit den chinesischen Frauen Spass haben wollen :wink: .
Fazit: Eine chinesische Frau ist nicht anders als eine westliche Frau - ausser das sie in der Regel schlanker sind (sorry), da das chinesische Schönheitsideal wohl Kleidergrösse 34 hat.
Bisher konnte ich nur feststellen, dass meine derzeitige Freundin wesentlich besorgter um mich ist als es meine vorherigen waren. Auch die Gastfreundschaft ihrer Familie ist deutlich ausgeprägter, als sie es bei meiner Familie wahrscheinlich kennen lernen wird. Scheint fast so, als hätte ich nen "Volltreffer" gelandet - ähnlich wie Taugenix.

Trotzdem bleibe ich realistisch und vertraue nicht blind jedem Chinesen der mir über den Weg läuft. Habe immer noch zu viele negative Erfahrungen in diesem Land gesammelt :wink:

Ach ja, auch darüber konnte ich offen mit meiner Freundin und ihrer Familie reden - über meine Erfahrungen in diesem Land. Und man hat mich dafür nicht belächelt, bestraft oder aus dem Haus geworfen.
Trotz alledem, die Familie mag mich. Und sie sagen es mir auch. Und wenn ich eines gelernt habe, in China erzählt man zwar nicht immer die ganze Wahrheit aber in der Regel wird man nicht offen angelogen - ausser bei Geschäften :wink:
Ein paar Fragen hätte ich noch:

Wie lange seit ihr jetzt eigentlich insgesamt zusammen?
Wie hat deine Familie darauf reagiert, dass du mit einer Chinesin zusammen bist (und vielleicht auch mal heiraten wirst)? Spricht deine Freundin deutsch und kann sich verständig machen mit deiner Familie?
Du hast gemeint, du suchst Arbeit in China....ist es schwer für Europäer dort was zu finden oder werden einem viele Hürden auf den Weg gelegt (Bürokratie, Einreisegenehmigung)? Verdient man als Europäer mehr in China als ein Chinese?

Sorry, dass ich dich löchere aber ich bin neugierig

Gruss
gonar

PS: ich spiele auch mit dem Gedanken nach meinem Studium in China zu arbeiten

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 20.01.2008, 06:36
von belrain
gonar hat geschrieben: Ein paar Fragen hätte ich noch:

Wie lange seit ihr jetzt eigentlich insgesamt zusammen?
Wie hat deine Familie darauf reagiert, dass du mit einer Chinesin zusammen bist (und vielleicht auch mal heiraten wirst)? Spricht deine Freundin deutsch und kann sich verständig machen mit deiner Familie?
Du hast gemeint, du suchst Arbeit in China....ist es schwer für Europäer dort was zu finden oder werden einem viele Hürden auf den Weg gelegt (Bürokratie, Einreisegenehmigung)? Verdient man als Europäer mehr in China als ein Chinese?

Sorry, dass ich dich löchere aber ich bin neugierig

Gruss
gonar

PS: ich spiele auch mit dem Gedanken nach meinem Studium in China zu arbeiten
Kennen seit über zwei Jahren, zusammen seit ein paar Monaten - ich weiss, wir sind noch am Anfang. Aber da wir uns schon länger kennen sind wir weiter als viele andere :wink:

Meine Familie hat mir noch nie bei der Auswahl meiner Freundin reingeredet. Macht auch keinen Sinn, bin ja alt genug. Aber sie haben durchweg positiv reagiert und freuen sich schon, sie mal kennen zu lernen - meine Brüder freuen sich sogar schon darauf, mal nach China zu fliegen, die waren noch nie da :wink:
Sie spricht kein Deutsch und nur wenig Englisch. Letzteres lernt sie gerade sehr fleissig. Und später will sie auch deutsch lernen. Unsere Konversation ist also ein Mischmasch aus Englisch und Chinesisch - jeder Chinglisch Fan hätte seine Freude daran :wink: Wie die Konversation mit meiner Famillie wird? Wahrscheinlich so wie meine mit ihrer Familie - schwierig, aber machbar :wink:

Job in China: Es ist nicht so, dass ich mich flächendeckend in China bewerbe. Ich versuche schon bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben, gucke aber auch bei anderen deutschen Firmen. Aber die Zeiten, in denen deutsche Ingenieure mit Kusshand nach China eingeflogen wurden sind vorbei, aus mehereren Gründen.
1. Der Know-How-Transfer in vielen Branchen ist weitestgehend abgeschlossen. Dadurch braucht man weniger Hilfe von uns Westlern. Aber vorsicht, mit Chinesen sollte man nicht darüber diskutieren, dass das Land durch westliche Industrienationen aufgebaut wurde. Chinesen sind stolz auf ihr Land und vertrauen ihren Medien. Und das sie westliche Technologien kopieren und als eigene Verkaufen ist nur ein Gerücht :wink:
2. Die chinesischen Ingenieure, ob nun qualitativ besser oder schlechter, sind deutlich preiswerter zu bekommen.
3. Viele, sogenannte Expats, die schon seit Jahren in China sind, versauen den guten Ruf. Wenn man z.B. das Forum von Schanghai.com durchliest, schämt man sich schon ein wenig Deutscher zu sein. Und da nicht nur wir Deutschen verallgemeinern ist es nicht verwunderlich das die Abneigung gegenüber Ausländern grösser wird in China.
4. Viele Firmen haben sich in China eine "blutige Nase" geholt. Viel investiert, Know-How preisgegeben und dann ausgeblutet worden. Also ziehen sich mittlerweile auch wieder viele aus dem Land zurück. Die richtig grossen Firmen bleiben noch. Irgendwie dauert der Lernprozess bei den Firmen etwas länger. Und die Quittung wird kommen, denn Übernahmen westlicher Firmen durch selbst herangezogene Wettbewerber sind schon lange keine Märchen mehr.
5. Es gibt sicher noch mehr Gründe, bin aber kein Wirtschaftsexperte. Gibt bestimmt interessante Quellen zu dem Thema :wink:

So gesehen, ist es eigentlich das Beste was einem passieren kann, eine interkulturelle Beziehung zu führen. Denn, wenn es China gut geht, geht es sicher auch dem Partner/der Partnerin gut. Und dann geht es einem selbst auch gut. Geht es Deutschland weiter gut, geht es einem selbst gut und dem Partner/der Partnerin auch. Und geht es beiden Ländern gut, hat man alles richtig gemacht :wink: Allerdings muss man sich dann sicher sein, dass die Partnerschaft auf Gefühlen und nicht auf materieller Basis aufgebaut ist. Wenn Mann nun also eine Chinesin kennen lernt, die nach 30 Minuten bereit ist mit Mann ins Bett zu gehen, sollte Mann sich ernsthaft hinterfragen ob es die Art von Beziehung ist die Lange hält bzw. ob es das ist, was Mann sucht.
Aber wie heisst es so schön, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Und was wissen wir aus dem Schmiedeprozess? Temperaturkontrolle ist ein elementarer Bestandteil der Qualität die entsteht :wink:

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 20.01.2008, 12:22
von Attila
belrain hat geschrieben: 3. Viele, sogenannte Expats, die schon seit Jahren in China sind, versauen den guten Ruf. Wenn man z.B. das Forum von Schanghai.com durchliest, schämt man sich schon ein wenig Deutscher zu sein. Und da nicht nur wir Deutschen verallgemeinern ist es nicht verwunderlich das die Abneigung gegenüber Ausländern grösser wird in China.
Auch wenn man so einige Posts auf http://www.thebeijinger.com/forum/ liest steigt einem die Schamesröte ins Gesicht. Habe selten so viele Zyniker auf einem Haufen gesehen.

Re: Liebeserklärung

Verfasst: 20.01.2008, 14:06
von no1gizmo
Attila hat geschrieben: Jedoch sind die sozialen Kosequenzen hier weitaus harmloser, wenn man sich zum 'Affen macht' oder 'wie ein Depp dasteht'.
Auch richtig. Wenn ich mich (hier in D) gezielt zum Affen mach, dann ernte ich eher stillen Applaus und Neid, für das Selbstbewusstsein (oder für die Ignoranz, zu der man auch erstmal fähig sein muss :wink: ).

Wenn ich eine Frau anspreche und abgelehnt werde und da drüberstehe (und selbst wenn nicht), dann gilt das trotzdem als mutig und nicht unbedingt als Gesichtsverlust.