Gehoert zwar nicht unbedingt in diesen Ordner, aber trotzdem:Shaolin hat geschrieben:[Apropos Shanghai: Wir haben zu Trainingszwecken 8 Leutchen aus Shanghai hier in Hong Kong, die sind geschlossen nach Kursende noch weitere 2 oder 3 Stunden im Buero verblieben um im Internet zu surfen und sich ihr eigenes Bild zu verschaffen. Nach ihren Aussagen glaubt zumindest in Shanghai und Umgebung sowieso niemand mehr was in der Staatspresse vertrieben wird.
Es scheint wohl richtig zu sein, dass in China nicht unbedingt so wie bei uns angenommen die grosse Masse blind der chin. Staatspresse glauben. Ich mache in meiner Umgebung taeglich die Erfahrung, dass die Leute andere Sorgen, z.B. steigende Lebenshaltungskosten etc. haben als die Berichterstattung der dt. und chin. Medien. Letzte Woche hat mir ein Taxifahrer eine aktuelle chin. Tageszeitung mit den falschen Bildzeitung-Schlagzeilen unter die Nase gehalten und gefragt, ob das stimmt was in seiner Zeitung steht! Einer Angestellten in einer Baubehoerde in einer nordchin. Provinzhauptstadt musste ich Mitte Maerz ihren Computer "aufbohren" damit sie auch mal unsere Presse lesen kann.
Den Leuten ist es schon fast egal, ob die Tibeter in ihrer weit entfernten Provinz ihr eigenes Ding (in welcher Art auch immer) machen wollen....hauptsache es bleibt friedlich im Land (die Freude ueber das letzte Wahlergebnis in Taiwan war aus gleichem Grunde riesig) und der eigene Ueberlebenskampf hat Priorietaet. Aehnliches gilt fuer Olympia: fuer viele scheint es nur eine Sportveranstaltung zu sein die persoenlich primaer keinen Nutzen bringt. Klar moechte man hinter stolz sein koennen, wenn alles gut gelaufen ist (so wie z.B. ich auch ein wenig stolz war, dass die WM in D so gut gelaufen und in der Welt angekommen ist) aber es versteht kaum einer den Zirkus um den Fackellauf (ich rede nicht nur von den Stoerungen sondern vom generellen Aufwand der Weltreise).



