blackrice hat geschrieben:bin mir nicht sicher ob es diesen Begriff schon gab als ich vor ca. 30 Jahren das erste mal nach China kam

war sicherlich von "Diesem und Jenem" etwas "geschockt" aber brachte dies nicht mit "Kulturschock" in Verbindung...habe die Umstände halt hingenommen wie sie waren und das Beste hieraus gemacht.
Hatte heute eine hitzige Diskussion in einem "blog" mitverfolgt wo es hauptsächlich darum ging ob die Mehrheit der Personen welche das erste mal nach China kommen bzw. länger hier zu leben haben (ob freiwillig oder nicht) nach einer welch auch immer festgesetzten Zeit diesen "Kulturschock" erleben (müssen) und wie sich dieser auf die Anpassungsfähigkeit hier zu leben und sich zu integrieren auswirkt.
Zudem hat sich gezeigt dass die jüngere Generation scheinbar "geimpft" ist, die ältere Generation es eher gelassen angeht und mit diesem Begriff nicht tangiert..
Bleibt für mich die Frage: wie definiert sich "Kulturschock in China erlebt/bewältigt"..wie sieht der/dies aus?
Könnte mir vorstellen ´nen Kulturschock erleben zu dürfen wenn ich längere Zeit bei den Eskimos oder im tiefsten Schwarzafrika leben müsste..aber in China? neee

Einen Kulturschock habe ich in China nicht erlebt. Hätte ihn vielleicht, vielleicht auch nicht erlebt, wenn ich vorher nicht in Japan und Korea gewesen wäre. Oder auch nicht.
Der Verkehr ist interessant. Es gibt da ein System, dass wir wohl noch nicht ganz verstanden haben.
Scheinbar aggressiv, dennoch chinesisch gelassen. So scheint es zu sein.
Die Massen bewegen sich undoordiniert, anders als in Japan.
In beiden Extremen fehlt es. Es gibt nicht die super süssen Mädels, die sehr fein gekleideten Männer und Frauen, aber es gibt dann nicht ganz, im Vergleich zu Korea, die Armut.
Flaschensammler gibt es in China nicht wenige, nicht selten dennoch gut gekleidet.
Die "show" von körperlichen Merkmalen zwecks betteln um so mehr.
Und was mir sehr gefiel, was ich in D kopieren will, ist die Hilfsbereitschaft vieler Chinesen.
Egal ob reich, mittelschicht oder arm. Egal ob mit oder ohne Englischkenntnis,.......es wurde oft und gerne, oft auch ohne gefragt zu werden, geholfen.
Beim Verkehr können die Chinesen von uns Deutschen noch lernen, bei der Höflichkeit und Gelassenheit sollten wir Deutschen gerne uns etwas von den Chinesen abschneiden.
Mein Eindruck durch eine kleine Reise durch China.
Wie ich schon schrieb, habe ich mir in China eine China Fahne gekauft.
Sie erinnert mich immer an eine gelungene Reise.
China ist anders als Deutschland. Nen Kulturschock hatten wir definitiv nicht. Beim Verkehr haben wir niemals deutsche Verhältnisse erwartet. Auch an sonsten waren wir offen für Neues.
Wir haben es auf uns zu lassen kommen und genossen. ^^
Sehr kleine Kinder hatten keine Windeln an, dafür aber Hosen mit einem Schlitz, genau am Allerwertesten.
Nur einmal in Beijing sah ich einen Vater, der sein Sohn von der Strasse hob.
Die Knöke "abgedichtet" mit Taschentüchern. Ich dachte mir nur, warum er nicht wenigstens
die Fäkalien seines Juniors von der Gewegmitte entrorgt hätte.
In Xian könkte dann ein Junion am Strassenrand, allerdings in eine Plastiktüte. War mir sehr sicher,
dass Senior sie anschliessend entsorgte.
In Bejing sahen wir auch ein Kleinkind, dass im Anflug von Shiteritis war. Seine Mum transportierte es zum nächsten Baum, damit es dort knöcken konnte.
Kommentar meiner Mum: "Wenn man sieht, wieviel Hundescheisse in Berlin rumliegt, kann man das paar Kinderscheisse in China mehr als verstehen."
Hundescheisse haben wir in C so ziemlich gar nicht gesehen. Respect. ^^