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Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 22:06
von ingo_001
sweetpanda hat geschrieben:http://haema.zwo-null.de/uploads/media/ ... n_2012.pdf

Ein Spender muss die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen und alles selbst ausfüllen.
Man muss mindestens schon 1 Jahr in Deutschland/EU leben und die Aufenthaltsgenehmigung muss noch 6 Monate gültig sein.
Das trifft nur auf das von Dir verlinkte private Pharma-Blutspende-Unternehmen zu.

Hier die Kriterien des DRK:

http://www.drk-blutspende.de/informatio ... penden.php

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 22:12
von Linnea
Das sind die absoluten Mindestbedingungen im Schnelldurchlauf. Schwangere dürfen auch nicht spenden, durchaus sinnvoll, wie ich finde, und das steht nicht auf der von dir verlinkten Liste. :wink:

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 22:19
von sweetpanda
ingo_001 hat geschrieben:
sweetpanda hat geschrieben:http://haema.zwo-null.de/uploads/media/ ... n_2012.pdf

Ein Spender muss die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen und alles selbst ausfüllen.
Man muss mindestens schon 1 Jahr in Deutschland/EU leben und die Aufenthaltsgenehmigung muss noch 6 Monate gültig sein.
Das trifft nur auf das von Dir verlinkte private Pharma-Blutspende-Unternehmen zu.

Hier die Kriterien des DRK:

http://www.drk-blutspende.de/informatio ... penden.php
Letztendlich gibt es keine Recht auf Blutspende und man bekommt doch teilweise sogar Geld dafür.
Wenn jemand mein "Produkt" nicht will, kann man ihn doch nicht zwingen. Homosexuelle durften bis vor kurzem oder immer noch kein Blut spenden.
Aber wenn man dagegen klagt, bekommt man vielleicht ja mehr Schadenersatz als die 30-40 € bei der Blutspende :mrgreen: .

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 22:31
von ingo_001
Linnea hat geschrieben:Das sind die absoluten Mindestbedingungen im Schnelldurchlauf. Schwangere dürfen auch nicht spenden, durchaus sinnvoll, wie ich finde, und das steht nicht auf der von dir verlinkten Liste. :wink:
Der Punkt ist aber in der Liste aufgeführt, die man vor der Blutspende beim DRK auszufüllen hat.
Die ist recht umfangreich, was den zu der Zeit aktuellen körperlichen Zustand angeht (incl. Schwangerschaft).
Es findet zudem auch ein ärztl. Gespräch mit dem Spender statt, um die in der Liste genannten Punkte noch mal zu prüfen.
Ausserdem, wird Frau doch wohl von sich aus darauf achten bei "Sind Sie schwanger?" das "Ja" anzukreuzen.
Sagt ja schon der gesunde Menschenverstand.

Ein "Du darfst nicht spenden, weil Du aus China kommst" gibts definitiv nicht.
Dieser Grund gibts nicht.
Und der gesunde Menschenverstand des Abweisenden auch nicht.
Ohne med. Begründung ist das Willkür.
Und das würde ich dann auch vor Ort und beim jeweiligen Vorgesetzten klar kund tun.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 22:57
von ingo_001
sweetpanda hat geschrieben:Letztendlich gibt es keine Recht auf Blutspende und man bekommt doch teilweise sogar Geld dafür.
Wenn jemand mein "Produkt" nicht will, kann man ihn doch nicht zwingen. Homosexuelle durften bis vor kurzem oder immer noch kein Blut spenden.
Von Zwang redet auch keiner - weils ja auch Alternativen gibt.
Aber die genannten Ausschluss-Kriterien sind z.T. nicht med. begründet - und das ist m.E. bedenklich.
sweetpanda hat geschrieben:Aber wenn man dagegen klagt, bekommt man vielleicht ja mehr Schadenersatz als die 30-40 € bei der Blutspende :mrgreen: .
Und das (der finanzielle Anreiz zur Blutspende) ist m.E. auch bedenklich.
Was meinst Du denn, wer sich da alles meldet - nur die gesunden Spender?
Dann bist Du auf dem Holzweg.
Als ich mit dem Blutspenden beim DRK anfing (Mitte der 1980er Jahre) gabs auch noch Geld.
Ich glaube das waren 20-25 DM.
Da traten dann aber auch Alkoholiker, Drogensüchtige und andere Ausschluss-Aspiranten an, die einfach das Geld haben wollten.
Und auch, wenn heute sehr viel mehr als damals durch Schnelltests festgestellt werden kann - es ist bei weitem nicht alles sofort feststellbar.

Ich spende Blut, um zu helfen, nicht um der Kohle willen.
Klar, weiß ich, das auch das DRK mit Blutprodukten handelt - das aber i.d.R. nur dann, wenns aktuell keine andere Möglichkeit gibt, diese zu verwerten, bevor deren Haltbarkeit abläuft.

Ich trinke i.d.R. 1-2 Becher Tee vor der Blutspende und nach der Blutspende wird dann gefuttert: Belegte Brötschen, Obst, Gemüse, Kekse und Süßigkeiten.
Dazu noch Kaffee, Tee, Saft.
Von allem soviel man mag - das reicht mir da als Belohnung :D
Meistens gibts auch ein kleine Dankeschön-Geschenk.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:12
von Laogai
ingo_001 hat geschrieben:Ein "Du darfst nicht spenden, weil Du aus China kommst" gibts definitiv nicht.
Doch, denn jeder Träger, der Blutspenden entgegen nehmen darf, kann selbst Ausschlusskriterien definieren. Es gibt gesetzlich vorgeschriebene, aber alles was darüber hinaus geht liegt im Ermessen des Trägers.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:20
von Linnea
ingo_001 hat geschrieben:Und der gesunde Menschenverstand des Abweisenden auch nicht.
Ohne med. Begründung ist das Willkür.
Ich dir nicht sagen, wie solche Kriterien festgelegt werden. Was ich weiß ist, dass zumindest früher alle ausgeschlossen wurden, die in einem Malariagebiet geboren wurden oder aufgewachsen sind. Das galt auch für Langzeitaufenthalte in Ländern, in denen schwerwiegende Infektionskrankheiten deutlich häufiger auftraten als in Deutschland. Wahrscheinlich ging es dabei weder darum Spender zu vergraulen, noch liegen irgendwelche fremdenfeindlichen Motive vor, sondern man wollte vermeiden auch noch jede Konserve auf unheimlich viele Erreger testen zu müssen.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:27
von ingo_001
Laogai hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:Ein "Du darfst nicht spenden, weil Du aus China kommst" gibts definitiv nicht.
Doch, denn jeder Träger, der Blutspenden entgegen nehmen darf, kann selbst Ausschlusskriterien definieren. Es gibt gesetzlich vorgeschriebene, aber alles was darüber hinaus geht liegt im Ermessen des Trägers.
Ich dachte, es wäre klar, das ich vom DRK sprach :wink:
OK: Ich meine das DRK :wink:

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:34
von ingo_001
Linnea hat geschrieben:Ich dir nicht sagen, wie solche Kriterien festgelegt werden. Was ich weiß ist, dass zumindest früher alle ausgeschlossen wurden, die in einem Malariagebiet geboren wurden oder aufgewachsen sind. Das galt auch für Langzeitaufenthalte in Ländern, in denen schwerwiegende Infektionskrankheiten deutlich häufiger auftraten als in Deutschland. Wahrscheinlich ging es dabei weder darum Spender zu vergraulen, noch liegen irgendwelche fremdenfeindlichen Motive vor, sondern man wollte vermeiden auch noch jede Konserve auf unheimlich viele Erreger testen zu müssen.
Das sind ja auch nachvollziehbare med. indizierte Gründe, die auch heute noch gelten.
Bei meiner letzten Blutspende beim DRK stand z.B. immer noch die Frage, ob ich den in GB geboren oder mich da längere Zeit aufgehalten habe.
Auch Malaria- und andere Gefahrengebiete sind aufgeführt.
Aber China ist so schweinegroß, dass das nur das Land als Solches kein med. indizierter Ausschlussgrund sind - jedenfalls nicht beim DRK.
Ist in etwas so, als wenn man in China oder den USA einem Deutschen das Blutspenden verweigern würde, weil er aus Europa kommt - und man nicht ausschliessen kann, dass der nicht vielleicht doch ein BSE-Rind verspeist hat.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:50
von Linnea
ingo_001 hat geschrieben:Aber China ist so schweinegroß, dass das nur das Land als Solches kein med. indizierter Ausschlussgrund sind - jedenfalls nicht beim DRK.
Du musst dir aber auch vor Augen halten, dass die Informationen in den letzten Jahren höchstwahrscheinlich zugenommen haben und man heute weitaus besser weiß als vor einigen Jahren, wie hoch ein Infektionsrisiko in welchem Gebiet ist. Dazu kommt auch, dass eine Person, die in einem Land lebt, das je nach Region ein sehr unterschiedliches Risiko hat, vielleicht doch dorthin gereist sein könnte. Wie alt die Bestimmungen dann sind, weiß ich nicht. Und nachdem ich die Odyssee eines Freundes miterleben durfte, der sich eine hässlich böse Infektion in der Tropen eingefangen hat und monatelang bester Gast in der Tropenmedizin war, bis die mal halbwegs rausfinden konnten, was es wahrscheinlich war, ist mir der Sicherheitsgedanke hinter Blutspenden ziemlich sympathisch geworden. Mir ist es ehrlich gesagt echt lieber, wenn ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung vielleicht vollkommen zu Unrecht ausgeschlossen wird, als wenn Blutpräparate in den Umlauf gelangen, die voller Keime stecken.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 15.10.2013, 23:58
von Laogai
ingo_001 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:Ein "Du darfst nicht spenden, weil Du aus China kommst" gibts definitiv nicht.
Doch, denn jeder Träger, der Blutspenden entgegen nehmen darf, kann selbst Ausschlusskriterien definieren. Es gibt gesetzlich vorgeschriebene, aber alles was darüber hinaus geht liegt im Ermessen des Trägers.
Ich dachte, es wäre klar, das ich vom DRK sprach :wink:
OK: Ich meine das DRK :wink:
Ok, und ich hätte vielleicht nicht von "Trägern" sprechen sollen, sondern von "Vor Ort Verantwortlichen" :roll:
Mein letzter Versuch mein elendes Blut unter die Leute zu mischen endete vor etlichen Jahren mit einem Fiasko: Im Fragebogen, den ich vor dem Abzapfen ausfüllen musste, wurde gefragt, ob ich in den letzten x Wochen Kontakt zu Personen gehabt habe, die in den letzten y Wochen unter den Krankheiten z litten.
Damals hatte mein Freund a zufällig vor y Wochen die Krankheit z.
Folglich setzte ich mein Kreuz bei b und wurde prompt davon gejagt. Mit intakter Blutmenge plus ein wenig Adrenalin.

Der Träger damals war übrigens DRaKula....

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 16.10.2013, 00:05
von ingo_001
Dein "Exil" war doch aber nur temporär?

Oder hat man Dich blutspendetechnisch "exkommuniziert"?

Das wäre dann genauso ... jfgodgdfoghdioghdfiouhg (vom Autor zensiert).

Mein kleines Drogengeheimnis...

Verfasst: 16.10.2013, 00:27
von Laogai
ingo_001 hat geschrieben:Dein "Exil" war doch aber nur temporär?
Nein, ich habe danach alle Drogen, denen ich habhaft werden konnte, in mich eingekippt. Hauptsächlich Gummibärchen und Milchpulver.

Letzteres konnte ich fast unausgegoren wieder an unwissende Nordchinesinnen verticken und neuerdings auch an Ausländer in China, die sich ebenfalls dem Hype unterworfen haben...

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 16.10.2013, 01:12
von Suedchina
blur hat geschrieben:Sie bringt mehr als 50kg auf die Waage, daran lag es nicht :D Die haben ihr gesagt sie darf nicht aufgrund ihres Geburtsortes (Jilin Province) und das nachdem sie ihr das erste Testblut schon abgenommen hatten.
Habe ich es richtig verstanden?
Ihr wart zum Blutspenden
Sie hat etwas Testblut da gelassen
DANN wurde ihr gesagt das sie kein Blut spenden darf?

Also ich würde zum Doc meines ( Deines) Vertrauens gehen und mal Ihr Blut richtig testen lassen.
Da wird was mit Ihrem Blut sein das sie es nicht haben wollen und sie wollten es Euch nicht direkt sagen.
Diese Ausrede mit der Province ist natürlich nicht die beste aber stell Dir vor sie hätten Euch sofort gesagt: Deine Frau hat Gelbsucht AIDS oder oder oder
So musst nur die Gegend erhalten.

Re: Chinesen dürften in D nicht Blutspenden?

Verfasst: 16.10.2013, 10:01
von maylin
War es nicht so, dass sie bei schweren Erkrankungen / Nachweisen davon im Blut dich informieren MÜSSEN, dass da etwas ist?