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Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 23.07.2011, 14:13
von canni
Hi Leute,

die Diskussion ist interessant, aber wir sind vom Thema abgekommen.

In meinem konkreten Fall ging es ja um ein Visum für einen Sprachkurs, bezahlt von der deutschen Firma um dann in China diese junge Dame profitabel einsetzen zu können. Alle Unterlagen wurden peinlichst genau erstellt. Alles wurde offenbart sogar die Konten. Eine Übernahmebürgschaft gestellt.Von der Sprach-Uni die Kursbuchung und Bezahlung bestätigt.

Warum muss so eine Sache 5 Wochen laufen? Warum wird erst ein chinesischer Abwehrblock und dann noch eine chnesische Interviewerin vorgeschoben, die Fragen stellt,die weit unter die Gürtellinie gehen und mit dem Sachverhalt gar nichts zu tun haben.

Wenn ich die deutsche Firma wäre, würde ich mich beim AA erkundigen ob jetzt die Handelsbeziehungen zu China eingestellt werden sollen?

Hier geht es nicht um FZF (was sowieso eine abstrakte Form angenommen hat - bevor wir irgendwelche Menschenrechte von andern einfordern, sollten wir erstmal bei uns prüfen, ob diese Dinge mit dem Grundrecht vereinbar sind - nur weil ein paar Männeken das beschlossen haben, muss das noch lange nicht richtig sein) und auch nicht um das Schaulaufen für deutsche Männer.

Und wenn sich da nicht mal ein deutscher Mitarbeiter eines Konsulates (hier geht es ja mindestens zu 50 % um deutsche Interessen) zuständig fühlt das Interview zu führen, dann ist das einfach nicht in Ordnung. Das ist ganz schwach.

.grüssie
Canni - der vielleicht doch besser Herrn Friedrich hätte fragen sollen, wen :lol: er heiraten darf.... :)
obwohl.. so ein ganz reiner Arier bin ich ja auch erst seit 5 generationen hahaha.. :roll:

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 23.07.2011, 14:28
von VielUnterwegs
unbekannt hat geschrieben:In dem Antrag kann man ankreuzen ein Jahr mit mehrfach einreise
wer hat das schon mal bekommen?
keiner
es wird immer ohne begruendung gestrichen
und freundlich ist was anderes
Ich hatte dieses Visum, F für ein Jahr mit unbeschränkter Zahl der Einreisen und 30 Tage pro Einreise, bereits zwei mal. Man muss nur darlegen, dass man es wirklich braucht. Bei mir war das die Unterstützung des Baus einer Fabrik meines deutschen AGs, mit regelmassigen besuchen vor Ort.

Wie freundlich die Leute in der Botschaft sind weiss ich nicht, da eine Agentur es erlaubt das ganze per post zu erledigen. Von dem was ich in anderen behörden in China erlebt habe, kann ich aber ableiten wie es da zugehen muss in der Botschaft. Ganz ehrlich, warum ut ihr euch das an?

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 23.07.2011, 14:46
von Bernhard
@canni

Ja nu, was soll man sagen... Dass im Konsulat von Guangzhou Pfeifen oder sogar Sadisten sitzen, ist hier im Forum schon öfter mal zur Sprache gekommen. Warum die Interviewer Chinesen sind, geht mir nicht ganz ein, aber irgendwie scheint es gängige Praxis zu sein (nicht nur in Guangzhou). Bleibt zu fragen, wieso der Auswärtige Amt gerade in dieser Hinsicht Einheimischen so sehr vertraut. Und ich frage mich, warum die gegenüber ihren Landsleuten so garstig sind.

Dass die im Fall eines Sprachkurses sehr persönliche Sachen gefragt hat, die damit absolut nichts zu tun haben, geht mir nicht ganz ein. Man möchte meinen, das Auswärtige Amt (oder vielleicht sogar die Leitung des Konsulats) wissen gar nicht genau, was da läuft. Obwohl ich mir das auch nicht vorstellen kann.

Lamentieren bringt hier nicht viel, schätze ich. Die Frage ist, was etwas bringen würde. Das einzige, was ich da sehe ist, sich konsequent bei nächsthöherer Stelle zu beschweren. Und sich vielleicht mit anderen zusammenzutun, um auf Politiker bzw. andere höhere Stellen einzuwirken. Ob so eine Vorgehensweise aber realistisch ist, kann ich nicht beurteilen...

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 23.07.2011, 15:57
von AngelofMoon
Moin!

Warum bei der Deutschen Auslandsvertretung Private oder Persönliche Fragen gestellt werden ist einfach zu beantworten.
Es liegt daran das die Visa früher ausgenutzt wurden, sprich also man hat ein Touristenvisum beantragt und das Ende vom Lied war das man in DK die Ehe geschlossen und darauf hin eine Aufenthaltsgenehmigung bei der Ausländerbehörde beantragt hat.
Das nennt man dann im Allgemeinen Visum missbrauch.
Darum werden zum Beispiel auch Private und Persönliche Fragen gestellt wie: "Ob die Antragstellerin einen Freund oder sogar einen Verlobten in Deutschland hat".
Wie gesagt Private und Persönliche Fragen, Intime Fragen sind nicht erlaubt.
Die Deutsche Auslandsvertretung besitzt dafür extra ein Buch oder Schriftstück welche Fragen gestellt werden können.
Warum man für die Befragung Chinesisches Personal einsetzt kann ich nur vermuten.
Ich denke aber das es daran liegen wird dass das Deutsche Personal nicht immer der Chinesischen (Mandarin) Sprache mächtig oder nicht ausreichend beherrscht für die Fragen.
Auch ist zu berücksichtigen das nicht jeder Antragsteller der Englischen oder sogar der Deutschen Sprache mächtig ist.
Darum wird in den Deutschen Auslandsvertretungen auf Einheimisches Personal zurück gegriffen.

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 24.07.2011, 03:26
von canni
Moin Moin

ja mag irgendwo schon eine Erklärung sein. Aber natürlich keine wirklich gute Begründung.
Man kann nicht wegen ein paar wenigen die vielen anderen in einer Art Sippenhaft behandeln.

Zumal, und das gebe ich zu bedenken, schon im Vorfeld im Antrag peinlichst genau angegeben werden muss, welchem Zweck der Besuch in Deutschland dient. Und wenn da dann geschäftliche Gründe dargelegt werden, sogar noch mit allen Unterlagen einer deutschen Firma und Universität, dann frage ich mich halt was dieser Blödsinn soll?

Und eines müssen wir uns dann auf der Zunge zergehen lassen ... weil unsere deutschen Botschaftsmitarbeiter der Sprache des jeweiligen Landes nicht "immer" mächtig sind.
Wow....
Das ist wirklich so, ich hab's erlebt.

Und nun fragt man sich, wenn zwei Menschen sich lieben, heiraten und ihre Familienbasis im Heimatland des Mannes (dessen soziale Leistungen bei weitem nicht mehr so gut sind wie vor Jahren) sehen, warum muss dann der ausländische Partner die Sprache "vorher" ziemlich gut beherrschen? Und das A1 wenn es nach dem Goethe Institut geht ist kein so mal eben gelernt... wenn man unsere Sprache und ihre vielen "zeitlichen" Möglichkeiten kennt. Und....!! das man sich das nur im Land selbst aneignen kann.

Warum also muss jemand, der uns repräsentiert und Menschen in "würdig" und "unwürdig" eines Besuches einschätzt, warum muss der nun ausgerechnet nicht diese Sprache derer sprechen, die er beurteilen will?

Dieser ganze Visumsmist der "über den Kamm geschert" angewendet wird und der uns wieder einmal fast ein Alleinsellungsmerkmal in der EU gibt, zeigt wieder den ganzen Bürokratismus unserer Deutschland Gmbh.

Im vorliegenden Fall würde ich als die deutsche Firma Himmel und Hölle in Bewegung setzen um dieses dreiste Vorgehen an entsprechender Stelle darzustellen.

Ich bin nie bereit zu sagen.. na ja.. kann eh nichts ändern... wir können! Wir konnten schon einmal und wir können es wieder. :evil:

grüssie
Canni - der den Wert einer Ehe auch heute noch höher einschätzt als die Wichtigkeit von Politikern und der die Gastfreundschaft, die ihm in allen Ländern (außer der DDR :lol: ) widerfahren ist, gern auch Gästen unseres Landes anbieten will.

PS: Ich finde das Forum super... auch weil wir neben den vielen sehr hilfreichen Tipps auch noch so schön kontrovers diskutieren können! :wink:

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 24.07.2011, 03:46
von Andy_yi
canni hat geschrieben:warum muss dann der ausländische Partner die Sprache "vorher" ziemlich gut beherrschen? Und das A1 wenn es nach dem Goethe Institut geht ist kein so mal eben gelernt... wenn man unsere Sprache und ihre vielen "zeitlichen" Möglichkeiten kennt. Und..
A1 Kenntnisse sind Grundkenntnisse - in jeder Sprache :!: Da geht es um einfache Sätze lesen, hören, schreiben und sprechen. Alles in einfachen Zeitformen ! Da muss man nicht alle Zeiten und Grammatikalischen Wendungen kennen. A1 Kenntnisse sollte jeder erlangen können. Durch ein anderes Forum kenne ich dutzend Chinesinnen, die den A1 Test mit 95% oder besser innerhalb von 2 Monaten bestanden haben. Manche sogar ohne die Kurse des Goethe Institut besucht zu haben. Kann mir also niemand erzählen, der wäre zu schwer. Auch hier gilt - von nichts kommt nichts.

Ich finde die Regelung mit den A1 Kenntnissen sehr sinnvoll. Es soll ja auch Fälle geben wo die Männer ihre Frauen bewusst kleinhalten und desozalisieren. Wenn die Frau beispielsweise kein Englisch oder Deutsch spricht, kann sie im Notfall hier nichtmal ihre Interessen selbst vertreten :!:

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 24.07.2011, 06:55
von AngelofMoon
Andy_yi hat geschrieben:Ich finde die Regelung mit den A1 Kenntnissen sehr sinnvoll. Es soll ja auch Fälle geben wo die Männer ihre Frauen bewusst kleinhalten und desozalisieren. Wenn die Frau beispielsweise kein Englisch oder Deutsch spricht, kann sie im Notfall hier nichtmal ihre Interessen selbst vertreten :!:
Die Interessen kann die Betreffende Person auch mit dem A1 nicht selber vertreten.
Der zuziehende Ehepartner wird zu Anfang immer auf den anderen hier lebenden Ehepartner angewiesen sein.
Auch wird der A1 hier im Integrationskurs noch einmal gemacht.
Andy_yi hat geschrieben:A1 Kenntnisse sollte jeder erlangen können. Durch ein anderes Forum kenne ich dutzend Chinesinnen, die den A1 Test mit 95% oder besser innerhalb von 2 Monaten bestanden haben. Manche sogar ohne die Kurse des Goethe Institut besucht zu haben. Kann mir also niemand erzählen, der wäre zu schwer. Auch hier gilt - von nichts kommt nichts.
Dann frage diese Personen mal nach Ihren Vorkenntnissen des Lateinischen Alphabets und Ihrer Schulischen Bildung.
Der Evaluierungsbericht welcher für 2010 gemacht wurde ist das Papier auf dem er steht nicht wert. Ich habe das entsprechend schon dem Bundesministerium für Inneres geschrieben.
Du kennst ein paar Dutzend Chinesinnen die den A1 Test mit 95% bestanden haben, von wie vielen Prüfungsteilnehmern insgesamt und was noch wichtig wäre ist wie alt sind die Personen?
Du kannst nicht von ein paar Dutzende auf 1000 oder mehr bzw. weniger Prüfungsteilnehmer schließen.
Wenn Du schreibst ein paar Dutzende von 800 oder 1400 Prüfungsteilnehmer sieht die Aussage schon etwas anders aus.
Die Zahlen sind nur als Beispiel man müsste aber schon genauere Informationen haben um eine Bilanz zu ziehen.
Wie viele an einen Kurs und wie oft sie einen Kurs besuchen mussten, wie oft sie die Prüfungen gemacht haben um den Sprachnachweis A1 zu bestehen und so weiter.
Es gehört schon etwas mehr dazu um eine Aussage zu machen.

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 24.07.2011, 08:31
von Andy_yi
AngelofMoon hat geschrieben: Dann frage diese Personen mal nach Ihren Vorkenntnissen des Lateinischen Alphabets und Ihrer Schulischen Bildung..
Die waren alle so zwischen 18 und 40. Das lateinische Alphabet wird ja auch schon heute im Zuge von Pinyin und Englisch an den Schulen gelehrt. Soviel ich weiß ab der Mittelschule. Die Personen die also diesbezüglich keine Vorkenntnisse mitbringen haben die Schule entweder gar nicht besucht, oder sind vom alten schlag...
AngelofMoon hat geschrieben: Wie viele an einen Kurs und wie oft sie einen Kurs besuchen mussten, wie oft sie die Prüfungen gemacht haben um den Sprachnachweis A1 zu bestehen und so weiter.
Es gehört schon etwas mehr dazu um eine Aussage zu machen.
Besucht und bestanden. Es wäre ja auch nichts dabei, wenn man mal 1-2 Monate länger braucht.
Da diese Meinung durchweg durch das Forum geht, eben das der A1 Test sehr einfach ist, vermute ich mal fast das immer die Leute, die sich auch bemühen, sich vorher informieren, auch abseits der Schule lernen, den Test bestehen. Wenn Frauchen sich im Unterricht nur die Füße krault und sich zu fein ist sich den Stoff zu Hause noch mal anzuschauen, dann ist doch klar das man den Test nicht besteht. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass der Test zu schwer ist. Da stellt sich also u.a die Frage, wie viele von den Personen die wohlmöglich durchfallen sich auch wirklich bemüht haben?! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass nur körperliches anwesend sein bei einem Kurs nicht reicht, um einen Test zu bestehen. Das ist überall so.

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 24.07.2011, 09:12
von Bernhard
AngelofMoon hat geschrieben: Es liegt daran das die Visa früher ausgenutzt wurden, sprich also man hat ein Touristenvisum beantragt und das Ende vom Lied war das man in DK die Ehe geschlossen und darauf hin eine Aufenthaltsgenehmigung bei der Ausländerbehörde beantragt hat.
Das nennt man dann im Allgemeinen Visum missbrauch.
Das ist Visumsmissbrauch, ja.
Allerdings möchte ich mal provokant sagen: Die Ehe bzw. den Familiennachzug können sie einem sowieso nicht verweigern. Nur mehr Steine in den Weg legen.
(zu anderen Fällen von Visumsmissbrauch habe ich auch eine andere Einstellung)
AngelofMoon hat geschrieben: Darum werden zum Beispiel auch Private und Persönliche Fragen gestellt wie: "Ob die Antragstellerin einen Freund oder sogar einen Verlobten in Deutschland hat".
Das ist jetzt ein bisschen OT, aber ich möchte es doch mal anbringen:
Die Frage nach einem "Verlobten" ist eine klare Sache, die eindeutig mit ja oder nein beantwortet werden kann.
Bei einem "Freund" sieht das meiner Meinung nach anders aus. Wie oft gibt es den Fall, dass einer der beiden sich als Freund resp. Freundin betrachtet, der andere das aber gar nicht so sieht. Oder dass es erst "nur Freundschaft" war, während des Besuchs sich aber "mehr" entwickelt hat. Überhaupt ist es schwer zu fassen, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine Person als fester Freund (resp. Freundin) zu bezeichnen ist.
Deswegen hätte ich in so einem Fall kein schlechtes Gewissen, diese Frage mit "nein" zu beantworten (ok, ich komme sowieso nicht in die Verlegenheit, ich bin ja kein Chinese).

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 25.07.2011, 07:50
von Patti-Paletti
Meiner Frau wurde in Shanghai die Kosten für das Visum berechnet,
§46 Nr.4 AufenthV Kat. D mit 560 RMB, als meine Ehefrau hätte sie aber ein Anrecht auf ein kostenfreies Visa...
Eheurkunde und mein Pass wurden vorgelegt.
Naja, jetzt habe ich erstmal Kontakt per Email aufgenommen, mal schauen was passiert!

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 25.07.2011, 09:09
von canni
noch mal ich...:)

Zu dem vorliegenden Fall gilt es noch anzumerken, dass die junge Dame durchaus Richtung A1 tauglich ist. Sie machte auch für mich schon mal einige Übersetzungen.
Deswegen soll sie ja nach Deutschland um das in einem Intensivkurs zu vervollständigen. Denn ehrlich gesagt, selbst das Goetheinstitut unterstellt den Politikern ein bisschen Augenwischerei, wenn diese davon ausgehen nach zwei Monaten oder sogar nach einem halben Jahr wäre der A1 Test wirklich dazu angetan sich in diesem unseren Lande so zurecht zu finden,wie diese es gerne hätten.

Nun aber wie gesagt, im vorliegenden Fall war dies kein Grund, über 5 Wochen und mittlerweile 4 Interviews die Sache hinzuziehen.

Nur bitte bedenkt folgenden Punkt: Ob die Frau/der Mann zu seinem Ehepartner nach Deutschland ziehen darf, bestimmt ein Sprachkurs am Goetheinstitut (der noch nicht mal rechtsgültig vorgeschrieben ist - und der aber, weil das Goetheinstitut in jedem kleineren Ort in China ist :) auch einfach zu machen sein soll) oder (noch geiler) ein Mensch in dem er die Sprachkenntnisse beurteilt. Seid ihr nicht auch der Meinung da jault der Wachhund des Grundgesetzes, unseres Demokratieverständnisses, der Unionsgleichheit und sogar der Menschenrechte auf?

Zumal.. und das ging hier noch nicht hervor... die Unionsamtsprache ja english ist und nicht etwa deutsch - wieder mal konnten wir uns nicht durchsetzen haha.. USA lässt grüßen!

Zu sagen, das ist doch einfach... für manchen ja.. für andere nicht. Nur der Umstand überhaupt ist schon eine Einmischung in die freie Entfaltung unserer Persönlichkeit. Wie ich schon mal sagte, mit diesem Passus bestimmt der Staat mit, wen wir heiraten dürfen. Und die Frage sei erlaubt, woraus leitet sich das ab? Meines Wissens bringen solche Dinge noch nicht mal unsere Freunde in Amiland... :)

grüssie
Canni - der fürchtet, dass es menschenleer werden würde, wenn diese Sprachbarrieren auf alle Personen angewandt werden würden, die in Deutschland leben :) :mrgreen:
Z.b. ich als Schwabe hahaha.... Ausser Herrn Schäuble hätten die anderen Regierenden sicher ihre Probleme :lol:

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 25.07.2011, 09:27
von Andy_yi
canni hat geschrieben:Wie ich schon mal sagte, mit diesem Passus bestimmt der Staat mit, wen wir heiraten dürfen.
Sehe ich nicht so. Du kannst jeden heiraten. Ich finde auch, dass man den A1 Test jetzt nicht überbewerten sollte.

Warum das jetzt bei der Dame nicht reibungslos funktioniert, weiß ich natürlich nicht genau. Ich gehe aber davon aus, dass die Botschaft vermutet dass diese ganzen Dinge ( Sprachkurs, Arbeitsvertrag etc. ) nur vorgeschoben sind, damit sie hier mit dir (oder wem anders), eine Beziehung führen kann. Wird sich zeigen, wie das endet.
Wenn die Firma Einspruch einlegt, muss die Botschaft ja den Ablehnungsgrund nennen. Wäre mal interessant zu wissen. Schließlich ist diese ganze Diskussion hier und die damit verbundene Empörung reine Spekulation, wir kennen ja die Hintergründe nicht! Vielleicht ist die Ablehnung durchaus gut begründet und gerechtfertigt.

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 25.07.2011, 10:27
von canni
haha also mit mir nicht. Bin glücklich verheiratet.

Wer hier spekuliert - die vorgelegten Unterlagen missachtend - sind andere.
Ich bin auch gespannt.
Ich sehe das alles als reine Willkür...
Der ganze Ablauf..
Im Zweifel für den Angeklagten.. war da nicht mal was :)
Nein ehrlich, da gibt es keine Entschuldigung mehr.
Und, wenn sie wirklich so etwas vor hätte ( schon der Gedanke lässt mich lachen), dann hätte es ein T-Visum über eine der Reiseveranstalter auch getan..

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 25.07.2011, 10:35
von Andy_yi
canni hat geschrieben: Und, wenn sie wirklich so etwas vor hätte ( schon der Gedanke lässt mich lachen), dann hätte es ein T-Visum über eine der Reiseveranstalter auch getan..
Eher nicht. Denn spätestens wenn das Visum ausläuft kriegt sie Probleme. Der Gedanke ist auch nicht abwegig, denn es gibt genug Leute die derartiges schon versucht haben. Auch hier im Forum.
canni hat geschrieben: Ich sehe das alles als reine Willkür...
Der ganze Ablauf..
Nein ehrlich, da gibt es keine Entschuldigung mehr.
Du kennst die Hintergründe und die Dame doch gar nicht. Du weißt nur das, was deine Bekannten dir erzählt haben. Vielleicht ist die Dame ja auch schon öfters beim Konsulat aufgeschlagen, ausreichend bekannt und die Firma weiß davon nichts. Es gibt nicht die "wahre Wahrheit". Wie gesagt, ob das Willkür, ungerecht oder sonst was ist, können wir als außenstehende überhaupt nicht beurteilen. Du auch nicht.

Re: Visum für Deutschland

Verfasst: 27.07.2011, 07:28
von canni
@ Andy,

sorry war ein bisschen unterwegs. An sich dachte ich, die Sache wird langsam erledigt sein. Aber dem ist auch nach 6 Wochen nicht so.

Sei mir nicht böse, aber Deine Unterstellung kann ich so nicht im Raum stehen lassen.
Also ich bin kein Außenstehender! Ich habe das Mädchen der Firma in Deutschland, die ich sehr gut kenne, empfohlen. Wie bereits erwähnt hat sie für uns schon einiges sehr gut übersetzt.
Ich kenne alle Beteiligten und ich kenne den Vorgang. Und noch mal ich bin glücklich verheiratet und habe keinerlei andersartige Interessen, als beiden Seiten einen Gefallen zu tun.

Ich rede also hier nicht vom Hörensagen!!! Das möchte ich doch mal klarstellen.
Und mit der Bezeichnung "einschlägig bekannt!" kann ich nichts anfangen. Dieser Visumsantrag ist ihr erster überhaupt, was man unschwer im Pass sehen kann.

Ich finde es einfach blamabel und ich werde mich auch mit jedem anlegen, der uns so darstellt. Schließlich ist das Konsulat / Botschaft deutscher Boden und da hat zumindest die uns zugeschriebene Höflichkeit stattzufinden. Und eins ist auch klar, diese ausländischen Mitarbeiter repräsentieren für mich in keinem Fall unser Land. Egal wer dort vorspricht um Hilfe zu erhalten.
Es geht um deutsche Interessen. Und es sind genug diplomatisch ausgebildete und erfahrene deutsche Mitarbeiter dort. Diplomatie besteht doch nicht aus Abwürgen mit menschenverachtenden Methoden. Wer sind wir denn? haha Walraff sollte sich vielleicht mal um die Sache kümmern. So als Chinese...

Was sagt die Statistik, wie viele chinesische Mädchen sind Wirtschaftsflüchtlinge? so werden sie ja meist dargestellt.... 1% oder 1,5 %. Dafür schert man dann alle über einen Kamm. Demnach dürften wir uns nicht wundern, wenn uns die Welt nach wie vor als Nazi's sieht, wegen der paar Dummköpfe.

Wenn man einen sachlichen Grund hat, muss man das besprechen. wenn zudem noch eindeutige Unterlagen vorliegen, dann ist es sogar noch wichtiger irgendwelche Zweifel auszuräumen. Und dies nicht wochenlang konspirativ durchzuziehen. Einfach mal anrufen? Oder zumindest eine kleine E-Mail? Falls die ausführlichen Unterlagen schon nicht reichen.

Also Andy, ich bin weder ein Querkopf noch ein kleiner Junge. Ich habe schon viele Jahre deutsche Geschichte auf dem Buckel und glaube mir ich weiß auch noch ganz genau wo unsere "Chefin" früher gearbeitet hat. :). trotzdem habe ich sie gewählt. Schließlich sind wir schon von unserer Vergangenheit her aufgefordert, uns mit offenen Armen zu präsentieren.

Es wäre doch toll, wenn unsere diplomatische "Vorhut" das auch praktizieren dürfte. In einer Zeit, an die ich mich auch noch sehr gut erinnere, wären die Grünen ob solch einer Behandlung von ausländischen Gästen auf die Barrikaden gegangen. Doch Regierungsbeteiligung verändert wohl.
Schade.

Ich jedenfalls heisse jeden Gast und auch jeden Menschen willkommen, der bei uns mit seinem deutschen Partner leben will. Kann nur sagen: Mutig Mutig!

Ich war schon dabei als wir Italiener, Spanier, Griechen, Jugoslawen usw. begrüßt haben. Und hat es uns geschadet? Und erst die Amis nach dem Krieg... :)

So das wars dann. Musste ich noch loswerden. Ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht.

grüssie Canni
der als Waage-Mensch so offensichtliches Unrecht nicht akzeptieren kann.