Deutschland ist am Arsch

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.
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no1gizmo
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Deutschland ist am Arsch

Beitrag von no1gizmo »

Ja ganz Recht. Deutschland ist am Arsch. Die Zukunft gehört China und Indien, ganz vielleicht auch Russland.

Aber Deutschland? Nein, Deutschland ist zu klein, die Deutsche Sprache ist zu wenig verbreitet und wird kaum im Ausland durchgesetzt, werden immer mehr Menschen auf der Welt Englisch, Spanisch, Russisch, Hindi und Chinesisch lernen.

Und wie ich schon im Thread "1km Haus" sagte:
no1gizmo hat geschrieben: Aber ich wiederhole nochmal: Deutscher Ingenieure und Naturwissenschaftler haben uns zum Wohlstand gebracht, verlieren wir diese, verlieren wir alles!

Was sollen wir sonst verkaufen? Bodenschätze haben wir nicht (nun kommt nicht mit dem bisschen Kohle oder irgend nen Pippifax), Tourismus? nur marginal.

Klar, wir haben Juristen, Banker, Wirtschaftsprüfer, Übersetzer..... das ist auch gut so.

Aber nicht vergessen: Erst das, was Naturwissenschaftler und Ingenieure und auch die Facharbeiter so zusammen basteln, vom Computer(programm) über Hochgeschwindigkeitszüge, FLugzeuge und Automobile bis hin zum Wolkenkratzer... erst diese Dinge werden zum Handels-/Spekulations- und Versicherungsgegenstand (und deren Bedienungsanleitungen müssen übersetzt werden ;-) ) und können ins Ausland verkauft werden.
Schade nur, dass diese, uns gewinnbringenden Menschen gerne ins Ausland verschwinden.
Übrig bleiben dann fast nur noch Linke (Kommunistenfans), Rechte (alias Nazis) und unqualifizierte Ausländer aus dem arabischen Raum, zusammenfassend gesagt Dummvolk @HartzIV und eine gefährliche Mischung dazu.

Etwas viel Polemik auf einmal. Aber da müsst ihr jetzt durch (ansonsten bitte Thema ignorieren).

und zum Abschluss bitte noch dieses wunderbare Video anschauen..
http://www.spiegel.de/video/video-40242.html
我是德国人,欧洲人和地球人

Blog über Leben und Arbeit in China- und Japan
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Laogai
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Laogai »

no1gizmo, bitte beschränkt euren Wahlkampf auf das Chinaseite-Community Forum!
:P
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Topas
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Topas »

du beziehst also eindeutig position.

Ich glaube nicht daran. punkt.
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Sepp
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Sepp »

no1gizmo hat geschrieben:Ja ganz Recht. Deutschland ist am Arsch. Die Zukunft gehört China und Indien, ganz vielleicht auch Russland.

Aber Deutschland? Nein, Deutschland ist zu klein, die Deutsche Sprache ist zu wenig verbreitet und wird kaum im Ausland durchgesetzt, werden immer mehr Menschen auf der Welt Englisch, Spanisch, Russisch, Hindi und Chinesisch lernen.
Naja das ist doch sehr negativ in die Zukunft geblickt. Deutschland ist die stärkste Macht, im stärksten Wirtschaftsraum der Welt - Europa. Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in Europa.

Selbst wenn Deutschland zugunsten anderer Nationen an Wohlstand verlieren sollte, so wirds uns immernoch sehr viel besser gehen, als vielen anderen Menschen.

Die deutsche Sprache ist auch nicht so wichtig, da Englisch immer mehr an Bedeutung gewinnt und auch hier in Deutschland mittlerweile schon sehr früh in der Schule vermittelt wird. Englisch wird die Sprache der weltweiten Globalisierung, unabhängig davon, dass Chinesisch die meisten Muttersprachler hat.
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

:mrgreen:

Das ist die Art von "Feierabendentspannung", die ich nach einem 10 Stunden Arbeitstag brauche.
Eigentlich wollte ich heute ein bischen früher zum "Matratzen-Horchdienst", aber wenn noch mehr mitmachen wollen ... dann werde ich mangels genug Schlaf morgen ein echtes "Wach-werd-zur-rechten-Zeit-Problem" haben.
Tendenziell stimme ich Dir in einigen Punkten sogar zu.

Die Bundesrepublik Deutschland hat schon bessere Zeiten gesehen und wird schweren Zeiten entgegengegehen.
China und Indien haben schwere Zeiten hinter sich - und wenn sie ein paar grundlegende Fehler der "klassischen" Industrieländer nicht wiederholen, werden sie die Wirtschaftsmächte des 21. Jahrhunderts werden.

Bei Russland bin ich mir da nicht so sicher. Es ist zwar reich an Bodenschätzen und natürlichen Rohstoffen (wie Holz), aber die Mixtur aus Olegarchie einerseits und politischer Kontrolle ("gelenkte Demokratie")
dürfte für eine ähnliche Entwicklung wie in China und Indien eher hemmend wirken.
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Topas »

hmmm, da kann ich nicht ganz zustimmen...

...wen die politik, welche wier zwischen 2005 und 2008 hatten unmittelbar nach der Rezession fortgeführt wird, können wir auf rosige Zeiten blicken...

Unsere politiker müssen nur eines beachten : nach der Rezession müssen sie dass nun beschlossene konjunkturpacket einsparen, egal wie.....
..wenn sie dass schaffen, dann war unsere Rezession blos eine Delle.

Aber zum erklären bin ich jetzt zu müde, hole es vielleicht in den nächsten tagen nach....
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

Ich als bekennender "Berufs-Optimist", bin leider aus mehreren Gründen da eher pessimistisch. Aber wie Du, bin auch ich jetzt zu müde, um das näher auszuführen.
Zu diesem Topic vertage ich weitere Stellungnahmen auf morgen.
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bossel
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von bossel »

no1gizmo hat geschrieben:Die Zukunft gehört China und Indien, ganz vielleicht auch Russland.
Deswegen ist D noch lange nicht am Arsch. Größerer Wohlstand im Rest der Welt bedeutet auch mehr Abnehmer für deutsche Produkte & mehr Touristen in D.
Nein, Deutschland ist zu klein, die Deutsche Sprache ist zu wenig verbreitet
Na &? Dänemark ist noch kleiner, deren Sprache noch weniger verbreitet. Ist schon lange so. Ist DK deshalb schon vor langem vor die Hunde gegangen?
Aber ich wiederhole nochmal: Deutscher Ingenieure und Naturwissenschaftler haben uns zum Wohlstand gebracht, verlieren wir diese, verlieren wir alles!
Man kann immer noch selber auswandern, wenn man Lust hat.
Ansonsten: in Bildung investieren.
Schade nur, dass diese, uns gewinnbringenden Menschen gerne ins Ausland verschwinden.
Hmm, war da nicht was? Ach ja, das 1000jährige Reich.
Zuerst haben die Nazis einen (ziemlich ansehnlichen) Haufen an Wissenschaftlern & Intellektuellen vertrieben (u.a.), & dann, als die 1000 Jahre vorüber waren, haben die Amis & Russen nochmal kräftig zugelangt.
Wohin hat das D gebracht? Zur Exportweltmeisterschaft. Kann es noch schlimmer kommen?
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

Ich ziehs mal ein bischen anders auf.
Die Probleme, denen sich Deutschland zu stellen hat, resultieren für mich hauptsächlich aus eigenen - jahrzentelangen - Versäumnissen und sind somit "hausgemacht":

1. Überalterung der Bevölkerung: Seit Jahrzehnten ist diese Problematik bekannt, aber weder Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft haben sich aktiv damit beschäftigt, sondern es IGNORIERT.

2. Schieflage des Sozialsystems: Resultiert zum grossen Teil auf (1.) und wurde durch die Globalisierung, die deutsche Einheit (die hauptsächlich von den Sozialsysteme finanziert wurde), eine nicht vorhandene Einwanderungspolitik und über lange Zeit auch durch das Leugnen von Integration als "must have" noch verstärkt.
Wodurch sich Folge-Probleme, wie das Bilden von Paralell-Gesellschften, ergaben, die jetzt umso schwerer zu korregieren sind.
Fakt ist, dass dadurch grosse Teile der Türken und Araber, die hier leben, nicht Willens sind, sich aus religiösen, traditionellen oder sonstwelchen "Gründen" der Erkenntnis zu öffnen, dass z. B. das Erlernen der Sprache des Landes, wo man lebt von alles endscheidener Bedeutung ist. Wenn aber den Kindern gesagt wird "das bracht ihr nicht - Familie und Religion sind das einzig Wichtige ... dann ist dass der der "Super-Gau". Denn diese Einstellung wird von Generation zu Generation weiter gegeben - ohne, dass bis jetzt nenneswert gegengesteuert wird.
Ergo: Die Kinder haben von Beginn an in der Schule Probleme, schaffen im schlimmsten Fall keinen Schulabschluss - und starnden als Hartz IV Empfänger.
Um wieder den Bezug zu China herzustellen: Diese Probleme sind bei chinesischen und anderen asiatischen Einwanderern nicht oder nur partiell anzutreffen.

3. Bildung: wird demnächst zugefügt.
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Topas »

Na ganz so einfach ist es nicht. Eines der grössten probleme ist zum beispiel, dass die strukturellen Ausgaben bezüglich unserer Rezession in den Folgejahren nicht eingespart werden, sondern "stehen" gelassen werden, um Wählerstimmen sammeln zu können....
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

Topas hat geschrieben:Na ganz so einfach ist es nicht. Eines der grössten probleme ist zum beispiel, dass die strukturellen Ausgaben bezüglich unserer Rezession in den Folgejahren nicht eingespart werden, sondern "stehen" gelassen werden, um Wählerstimmen sammeln zu können....
Sag ich doch: VORSÄTZLICHES Versagen der Politik - wider besseren Wissens, aus purem Machterhalt. Solange sich diese Einstellung nicht ändert, werden die Probleme nicht gelüst, sondern eher noch verschärft.

Da spielt die aktuelle Rezession allenfalls als "Alibi-Argument" mit rein.
Die Fehler wurden/werden aber schon in den letzten 30 - 40 Jahren gemacht. Man wollte sie bloss nicht sehen.
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Topas »

hahaha...wenn du wüsstest was du grade aussprichst :mrgreen:

Wenn unsere Politiker eine solide Finanzpolitik führen würde, würde sich halb Deutschland beschweren, die Regierung vernichtend abgewählt und und und...

Alles weil viele den Sachverhalt nicht verstehen bzw fehlinterpretieren...

In dem zusammenhang mal eine Frage :

Was würdest du vorziehen, um die Konjunktur anzukurbeln:

a) Ein Staatsdefizit
b) Steuersenkung

:mrgreen: :mrgreen: 8)
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von Topas »

Achso, und nochwas : in den letzten jahren ( 2005 bis 2008 ) hatten wir eine sehr gute Politik, der wir es zu verdanken haben, das es uns nicht ganz so stark trifft, wie zB den USA
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

Topas hat geschrieben:In dem zusammenhang mal eine Frage :

Was würdest du vorziehen, um die Konjunktur anzukurbeln:

a) Ein Staatsdefizit
b) Steuersenkung

:mrgreen: :mrgreen: 8)
Grundgütiger, die Frage aller Fragen dieeser Tage :mrgreen:

Weder A noch B :lol:
Beides ist in etwa so wie den Teufel mit dem Bezelbub austreiben zu wollen - nicht zu empfehlen.
Da Beide in den verschiedensten Ländern ja schon oftmals praktiziert wurden, müsste man eigentlich nach besseren Alternativen suchen.
Statt dessen werden A oder B weiter als "Allheilmittel" angepriesen - wohl wissend, dass die Vorteile durch nicht weniger grosse Nachteile erkauft werden.
Die "Wirtschaftssachverständigen" sind für mich keine, denn die Probleme können nicht mit A oder B gelöst werden.

Ich bin für C:

Radikaler Umbau des Steuersystems, z. B. durch die Besteuerung von Unternehmen nach der Wertschöpfung. Da würde so Einiges zusammenkommen
Ausserdem wäre das nicht nur gut für die Allgemeinheit, sondern auch fairer, weil jedes Unternehmen entsprechend seiner jeweiligen Wertschöpfung besteuert werden würde.

Das ist so ein weites Thema, dass es dafür einen eigenen Thread geben müsste :mrgreen:
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Re: Deutschland ist am Arsch

Beitrag von ingo_001 »

Topas hat geschrieben:Achso, und nochwas : in den letzten jahren ( 2005 bis 2008 ) hatten wir eine sehr gute Politik, der wir es zu verdanken haben, das es uns nicht ganz so stark trifft, wie zB den USA
Wenn Du mit "uns" Deutschland als Ganzes meinst, stimme ich Dir zu einem grossen Teil zu.
Aber "uns" sind immer auch Bevölkerungsteile und die setzen sich nun mal aus Einzelschiksale zusammen - und da sollte man das schon genauer betrachten:
Wenn immer mehr Menschen in Berufen/Bereichen tätig sind, wo man schon trotz eines Vollzeitjobs mitunter Probleme hat seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann ist "der Wurm" drinn". Die Mittelschicht bricht immer mehr weg/rutscht ab - und nicht wenige werden mittlerweile zur "Unterschicht" (böses Wort - was nicht genannt werden darf, weil es negativ klingt) gezählt.
Wenn jetzt nicht umgedacht und entsprechend gehandelt wird, werden hier alsbald amerikanische Zustände herschen - der Weg dahin ist ja schon eingeschlagen.
Unsere vielgerühmte soziale Marktwirtschaft ist dabei das "Soziale" durch "Freie" zu ersetzen.
Arbeitskräfte werden ja auch nicht entlassen, sondern FREIgesetzt - DAS IMPLIZIERT DOCH DURCHWEG NUR POSITIVES :twisted:
Auch gut und an so paradox wies nur geht: Das beliebte "Minus-Wachtum". Für wie dämlich werden die Leute denn da verkauft? :twisted:

Fakten sollten gefälligst beim Namen genannt werden und nicht durch verharmlosende Wortschöpfungen den Anschein von "nicht so schlimm" oder gar "Gut" erwecken - Himmel, wenn ich so etwas lese oder höre, möchte ich den jeweiligen Benutzer mal gehörig sagen, was ich von solchen Dingen halte.

Beim kleinsten Positivem kann man sich nicht schnell genug in Szene setzen - aber wenns mal nicht so gut läuft hat man kein Rückrat, keinen Mumm, nicht die Trate, nicht die Eier in der Hose dazu auch zu stehen.

Es werden nur hohle Wortphrasen ohne jeden Sinn von sich gegeben, die einem von Rethoriktrainern eingetrichtert worden sind - nur damit man den Sachverhalt nicht klar benennen muss.
Und auf klare Fragen eine klare Antwort zu erwarten ... vergiss es.
Kurz gesagt: Den immer mehr Betroffenen helfen diese Mokro-Ökonomischen Betrachtungen, die auch immer als "Rechtfertigungen" für die nächste Steuererhöhung oder ähnlich netten Dinge herhalten müssen und Gebetsmühlenartig wiederholt werden.

Hoffen wir mal, dass die Finanzkrise als heilsamer Schock bzw. Weckruf gewirkt hat.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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