Tibet - Was ist da los?

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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tyrolean
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von tyrolean »

belrain hat geschrieben:die volle Wahrheit...
Ich hoffe es gibt ein paar mutige einheimische Reporter (nicht die von staatlichen Medien oder Geduldete), die wenigstens eine "unabhängige Wahrheit" suchen und diese auch unabhängig veröffentlichen können. Bei den derzeitigen Zuständen sicher auch für Inländer sehr schwierig und gefährlich: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 25,00.html
Momentan gibt es also nur Pro oder Contra; schade...
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Scipio
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Scipio »

Unabhängig von der Berichterstattung kann man festhalten:

Die Tibeter sind heute chinesische Staatsbürger, aber sie sind keine ethnischen Chinesen.
China wurde lange von mongolischen Kaisern beherrscht. Sie haben auch Tibet unterworfen. Für sich und nicht für die Chinesen. Sie wollten die Tibeter aber nicht assimilieren. Ihnen ging es um Einfluss und Tributzahlungen.
Heute findet eine Einwanderung von Han-Chinesen in Tibet statt und damit einhergehend eine Sinisierung. Das gefällt offenbar nicht allen Tibetern und sie protestieren dagegen. Die Art und Weise des Protestes variiert von stillen Demos bis zum Aufstand. Dagegen gehen die chinesischen Behörden vor.

Die Sympathien der Aussenstehenden, der Unbeteiligten sind in solchen Fällen mit deutlichem Mehr auf der Seite der Schwächeren. Ergo in diesem Fall auf Seiten der Tibeter.

Da können die Chinesen argumentieren, wie sie wollen. Nützt nichts.
Die Berichterstattung des Westens ist im Uebrigen nur ein Spiegel der Volksseele. Es ist nicht so, dass die Medien gegen China hetzen, sie schreiben nur das, was die Leute sowieso erwarten.

FG, Scipio
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Grufti »

Die Tibeter und Chinesen waren unter den Mongolen gleichberechtigt....
wie auch der Titel "Lama" nicht von denchinesen, sondern von den Mongolen den tibetischen Würdenträgern verliehen wurde..

Im übrigen war doch die "Staatsreligion" im Kaiserreich der tibetanische Buddhismus... zumindest glaubte das Kaiserhaus (Cixi !) daran...oder wieso gibt es denn in Beijing einen "Lama"-Tempel ???
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben:
Die Sympathien der Aussenstehenden, der Unbeteiligten sind in solchen Fällen mit deutlichem Mehr auf der Seite der Schwächeren. Ergo in diesem Fall auf Seiten der Tibeter.

Da können die Chinesen argumentieren, wie sie wollen. Nützt nichts.
Die Sympathien mancher Aussenstehenden sind in allen Fällen auf der gegenseite von KPCh. in diesem Fall geht es leider um chinas innenpolitik, und die Aussenstehende werden gebeten, wetiter außenzubleiben.
Scipio hat geschrieben:
Die Berichterstattung des Westens ist im Uebrigen nur ein Spiegel der Volksseele. Es ist nicht so, dass die Medien gegen China hetzen, sie schreiben nur das, was die Leute sowieso erwarten.
FG, Scipio
also schreiben die medien mist, erwarten die leute mist. schreiben die medien gewalt, erwarten die leute gewalt. schreiben die medien krieg, erwarten die leute krieg...
als deutscher würde ich mir CCTV statt N-TV wünschen.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Grufti hat geschrieben: Die Tibeter und Chinesen waren unter den Mongolen gleichberechtigt....
wie auch der Titel "Lama" nicht von denchinesen, sondern von den Mongolen den tibetischen Würdenträgern verliehen wurde..
kleine schönheitskorrektur: Die Tibeter und Han-Chinesen waren unter den Mongol-chinesen gleichberechtigt....
Grufti hat geschrieben: Im übrigen war doch die "Staatsreligion" im Kaiserreich der tibetanische Buddhismus... zumindest glaubte das Kaiserhaus (Cixi !) daran...oder wieso gibt es denn in Beijing einen "Lama"-Tempel ???
wohlgemerkt. deswegen gehört tibet historisch gesehen zu china. jetzt natürlich auch.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Grufti »

ferrara hat geschrieben:.
Grufti hat geschrieben: Im übrigen war doch die "Staatsreligion" im Kaiserreich der tibetanische Buddhismus... zumindest glaubte das Kaiserhaus (Cixi !) daran...oder wieso gibt es denn in Beijing einen "Lama"-Tempel ???
wohlgemerkt. deswegen gehört tibet historisch gesehen zu china. jetzt natürlich auch.

:shock:
wegen der religion ??
das ist doch absolut kein Argument..
Dann müßten die Philippinen immer noch den Europäern ( Spanien, Frankreich, Italien) gehören , denn die Leute sind zu über 80 % römisch-katholisch ...
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Grufti hat geschrieben: :shock:
wegen der religion ??
das ist doch absolut kein Argument..
das ist nur einen von den vielen gründen, warum tibet zu china gehört, und die tibeter zu 中华民族 gehört.
Grufti hat geschrieben:Dann müßten die Philippinen immer noch den Europäern ( Spanien, Frankreich, Italien) gehören , denn die Leute sind zu über 80 % römisch-katholisch ...
genau gesagt, die Philippinen, Spanien, Frankreich, Italien, deutschland u.s.w. würden zu den Palestinesen gehören. :wink:
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Scipio »

Mongol-Chinesen. Naja. Die Mongolen waren ein Reitervolk. Früher haben sie viel Unruhe gestiftet und unter anderm China UNTERWORFEN. Dabei gefiel ihnen der chin. Luxus und sie haben sich den Unterworfenen teilweise angepasst.
Die letzte Kaiserfamilie war übrigens eine Mandschu-Familie. Von den Chinesen wurde dies ebenfalls als Fremdherrschaft empfunden. Die Mandschus haben den Chinesen sogar ihre Tracht (Zöpfe) aufgezwungen. In der Armee gab es fast keine Han-Offiziere. Nur Mandschus.

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Scipio »

[quote="ferrara"]
Die Sympathien mancher Aussenstehenden sind in allen Fällen auf der gegenseite von KPCh. in diesem Fall geht es leider um chinas innenpolitik, und die Aussenstehende werden gebeten, wetiter außenzubleiben.
[quote="ferrara"]

Die Sympathien der meisten Leute sind auf der Seite der Minderheiten. Egal, um welches Land oder welche Regierung es sich handelt. Wenn China eine andere Regierung hätte, wäre die Beurteilung auch nicht besser.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben:Mongol-Chinesen. Naja. Die Mongolen waren ein Reitervolk. Früher haben sie viel Unruhe gestiftet und unter anderm China UNTERWORFEN. Dabei gefiel ihnen der chin. Luxus und sie haben sich den Unterworfenen teilweise angepasst.
Die letzte Kaiserfamilie war übrigens eine Mandschu-Familie. Von den Chinesen wurde dies ebenfalls als Fremdherrschaft empfunden. Die Mandschus haben den Chinesen sogar ihre Tracht (Zöpfe) aufgezwungen. In der Armee gab es fast keine Han-Offiziere. Nur Mandschus.

FG, Scipio
stört das, dass die alle zu 中华民族 gehören? "Mandschu-Familie" heißt auf chinesisch übligens 满族 (man-chinese).
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben: Die Sympathien mancher Aussenstehenden sind in allen Fällen auf der gegenseite von KPCh. in diesem Fall geht es leider um chinas innenpolitik, und die Aussenstehende werden gebeten, wetiter außenzubleiben.
ferrara hat geschrieben:

Die Sympathien der meisten Leute sind auf der Seite der Minderheiten. Egal, um welches Land oder welche Regierung es sich handelt. Wenn China eine andere Regierung hätte, wäre die Beurteilung auch nicht besser.
darf ich mal fragen, was meinst du hier mit "minderheiten"? die tibeter?
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Scipio »

Die chin. Zeichen kann ich leider nicht lesen.

Die Mandschus sind aber, egal wie man sie in China jetzt zu nennen beliebt, keine Chinesen. Die Mandschu stammen von den Jurchen ab, die im 12. Jahrhundert Nordostchina eroberten. Sie haben eine eigene Sprache, die heute fast nicht mehr gesprochen wird. Die Unterdrückten haben - durch ihre Masse - die Unterdrücker besiegt und assimiliert. Allerdings fand auch eine Assimilierung in der anderen Richtung statt. Viele Dinge, die heute als typisch für die nordchinesische Kultur angesehen werden, sind in Wirklichkeit mandschurischen Ursprungs und Ergebnis einer umgekehrten Assimilierung.
Diesem Schicksal scheinen die Tibeter entkommen zu wollen.

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben:Die chin. Zeichen kann ich leider nicht lesen.

Die Mandschus sind aber, egal wie man sie in China jetzt zu nennen beliebt, keine Chinesen. Die Mandschu stammen von den Jurchen ab, die im 12. Jahrhundert Nordostchina eroberten. Sie haben eine eigene Sprache, die heute fast nicht mehr gesprochen wird. Die Unterdrückten haben - durch ihre Masse - die Unterdrücker besiegt und assimiliert. Allerdings fand auch eine Assimilierung in der anderen Richtung statt. Viele Dinge, die heute als typisch für die nordchinesische Kultur angesehen werden, sind in Wirklichkeit mandschurischen Ursprungs und Ergebnis einer umgekehrten Assimilierung.
Diesem Schicksal scheinen die Tibeter entkommen zu wollen.

FG. Scipio
falls du "zhonghua minzu" von bedeutung nicht kennt,hier ist ein link für dich, auf englisch.
http://en.wikipedia.org/wiki/Zhonghua_minzu
sprache ist kein hindernis für die einheit. in der schweiz werden z.b. vier sprachen als offizielle sprache gleichzeitig benutzt, ist aber nicht jeder schweizer viersprächig. die Dinge, die heute als typisch für die nordchinesische Kultur angesehen werden, werden alle chinesische kultur genannt.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von bossel »

ferrara hat geschrieben:die Dinge, die heute als typisch für die nordchinesische Kultur angesehen werden, werden alle chinesische kultur genannt.
Vermutlich von Chinesen...

Nur weil heute manche Völker als Chinesen gelten, heißt das noch lange nicht, daß sie immer schon Chinesen waren. In China gibt es eine seltsame, umgekehrte Logik in der Geschichtsschreibung, die mich immer wieder leicht verblüfft.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von hifi »

Und umgekehrt fühlen sich die Ureinwohner in der USA, Canada, Südamerika und Australien nicht wie Eigentümer von ihrem eigenen Land. Die Logik werde ich auch nie verstehen...
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