Religionsunterricht

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.
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wasserkohl
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Beitrag von wasserkohl »

Latein ist eine Qual & glücklicherweise keine Standardfremdsprache mehr. Habe mich an der Uni mal 2 Semester daran versucht. Zum Glück habe ich dann den Studiengang gewechselt & brauchte es nicht mehr. Fast so schwer wie Chinesisch.

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Ich kenne einen Chinesen, der an einer deutschen Uni Geschichte studiert udn dabei Latein lernen muss. Grosses Mitleid mit ihm. :lol:
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

wasserkohl hat geschrieben:Latein ist eine Qual & glücklicherweise keine Standardfremdsprache mehr. Habe mich an der Uni mal 2 Semester daran versucht. Zum Glück habe ich dann den Studiengang gewechselt & brauchte es nicht mehr. Fast so schwer wie Chinesisch.

___________________________________

Ich kenne einen Chinesen, der an einer deutschen Uni Geschichte studiert udn dabei Latein lernen muss. Grosses Mitleid mit ihm. :lol:
Ich habe das Große Latrinikum...mir hatte die Sprache Spaß gemacht...


und es war meine beste Abi-Note
Ich habe spaßeshalber Alt-Griechisch gelernt.... es dann aber zugunsten Chinesisch, Japanisch und Koreanisch aufgegeben..

Wenn ich zu allem Zeit genug hätte, würde ich es gerne wieder anfangen zu lernen..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Dennis (CDS)
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Beitrag von Dennis (CDS) »

wasserkohl hat geschrieben:Scheinbar ist das Schulleben der deutschen Kinder auch nicht so entspannt, wie ich mir vogestellt habe.
Bitte mach nicht den Fehler und verallgemeinere die hier im Forum getroffenen Aussagen. Von Bundesland zu Bundesland und von Schulform zu Schulform ist es unterschiedlich geregelt. Vor allem: Die Schüler müssen nicht 3 Fremdsprachen lernen! An einem Gymnasium sind es in der Regel 2 Fremdsprachen, bei anderen Schularten auch nur eine. Wenn man aber möchte, kann man eine dritte Fremdsprache dazuwählen.

Bei mir zum Beispiel gab es Englisch als 1. Fremdsprache ab der 5. Klasse und ab der 7. Klasse die Wahl zwischen Französisch oder Latein, wobei ich mich für Französisch entschieden habe. Dieses konnte ich nach der 11. Klasse auch wieder abwählen. Beide Sprachen waren aber auch nach jahrelangem und regelmäßigem Unterricht am Ende der Schulzeit nicht wirklich "verhandlungssicher". Französisch habe ich danach gerne freiwillig wieder vergessen und mich darauf konzentriert Englisch mit native speakers zu sprechen. Hat mir in kurzer Zeit mehr gebracht als der jahrelange Unterricht und naja, Chinesisch kam dann auch irgendwann dazu.

Nur mal ein wenig gegen den Anschein, dass der Fremdsprachenunterricht an den Schulen eine allzu große Belastung für die Schüler darstellt, wobei ich mich explizit nicht auf Latein beziehe, nur knapp 20% die damals in der 7. Klasse damit begannen, haben es auch bis zum Schluss durchgezogen.

Ich würde den Fremdsprachenunterricht eher als Grundlagenbildung ansehen, wobei man dann später entscheiden kann, ob man es selbständig weiterentwickelt (bei mir Englisch) oder wieder vergisst (bei mir Französisch).
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Shaolin
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Beitrag von Shaolin »

Allgemein:
In den einzelnen Landesverfassungen finden sich Bestimmungen, in vielen Bundesländern ist das Schulwesen in einem eigenen Schulgesetz geregelt. Darin kommt der Gestaltungwille im Schulbereich der jeweiligen Landesregierung zum Ausdruck.
Zur Koordination der Bildungsaktivitäten der Länder wurde die Kultusministerkonferenz (1949) und die Bund-Länder-Kommission (1970) gegründet.
In Deutschland besteht Schulpflicht (Schüler müssen eine öffentliche oder offiziell anerkannte Schule besuchen).
Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit fünf bzw. sechs Jahren. Der genaue Beginn hängt von länderspezifischen Stichtagen ab. Die Kinder können allerdings vorher den Kindergarten bzw. die Kindertagesstätte, besuchen. .
Anschließend wird eine Grundschule/Primarschule angeboten, in der sich die Kinder im Alter von 5-12 Jahren Grundkenntnisse in Deutsch, im Lesen, Schreiben, Rechnen und häufig auch in einer Fremdsprache aneignen. Je nach Bundesland gibt es vier- und sechsjährige Grundschulen.
Nach dem Absolvieren der Grundschule/Primarstufe werden weiterführende Schulen (Bezeichnungen dafür sind landesabhängig, idR als Sekundarstufe 1 = Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule) angeboten, in denen weiterführende Kenntnisse vermittelt und vertieft werden. Es werden Fremdsprachen, naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Fächer in nichtwissenschaftlicher Form – in Unterrichtsform – angeboten. Fremdsprachen idR Englisch, Französisch, Latein - über sog. Leistungskurse oder AGs (Arbeitsgemeinschaften) können eventuell andere angebotenen Sprachen erlernt werden.
Nach neun Jahren Schulbesuch ist die Pflicht zum Besuch einer allgemeinbildenden Schule (meistens als Sekundarstufe I bezeichnet) beendet. Die sich anschließende Berufsschulpflicht wird jedoch auch durch den weiteren Besuch einer staatlich anerkannten Vollzeitschule (wie Realschule oder Gymnasium) erfüllt. Jugendliche, die eine Berufsausbildung machen, besuchen je nach Beruf die Berufsschule, ein Berufskolleg oder eine andere Vollzeitschule bis zum Abschluss der Berufsausbildung. Jugendliche ohne Berufsausbildung absolvieren ein Berufsvorbereitungsjahr an einer Berufsschule oder eine andere länderspezifische Maßnahme für diese Personengruppe zur Erfüllung der Berufsschulpflicht.
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Latein als 1. Fremdsprache ab der 5. Klasse
English als 2. Fremdsprache ab der 7. Klasse
Francais als 3. Fremdsprache ab der 9. Klasse

das war bei uns in Bayern ein "Neusprachliches Gymnasium"
dazu Wahlfach Alt - Griechisch / bzw Spanisch bzw Chinesisch

Ich hatte 3 Jahre Alt Griechisch und dann 2 Jahre Chinesisch ( das wurde damals zentral f. ganz München an einer Schule von einer Lehrerin unterrichtet, die als Deutsch-Chinesin / Russin in Rußland bis 1944 gelebt hatte) , die auch in der Volkshochschule seit x- Jahren Chinesisch und Russisch unterrichtet hatte


Lang lang ists her...
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Beitrag von Shaolin »

Englisch als 1. Fremdsprache ab der 5. Klasse bis zur 10. Klasse
Französisch als 2. Fremdsprache (Einführung) ab der 5. bis zur 7. Klasse
Entweder Französisch weiter von 7. bis 10. oder alternativ Spanisch ab der 7. bis zur 10.(komisch, 90% hatten dann auf Spanisch gewechselt).

Auch schon lange her und das System aus Schleswig-Holstein...
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wasserkohl
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Beitrag von wasserkohl »

Danke fuer die Informationen!

Vor kurzem habe ich mit einem Chinesen in einem Forum gestritten . Er sagte, Chinesisch sei eine Saeuglingssprache, dabei betonte er, er hatte die Aussage von Hegel zitiert. Ich erwiderte, egal wer sagt, ist das ein Quatsch. So einen alten Saeugling wie China gibt es auf der Welt nicht. Aber ich stimmte ihm zu, die chinesen sind schwach im abstraktiven Denken(Logik), weil Chinesisch ein Piktogramm ist.


Nach meiner Meinung hat Grufti Begabung in akademischen Sprachen. :wink: Latein, altes Griechisch, ostasiatische Sprachen...
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Nach meiner Meinung hat Grufti Begabung in akademischen Sprachen. Latein, altes Griechisch, ostasiatische Sprachen..
:oops:

Begabung eher nicht, aber Spaß und großes Interesse daran
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domasla
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Beitrag von domasla »

@Grufti: Latein ist keine Fremdsprache. Und auch keine "Neu"-sprache. Genau: es ist eine "akademische" Sprache. Das beweist wieder, dass deutsche Schulbehörden ihre eigene Sprache (Deutsch) nicht beherrschen. Und das schon jahrzehntelang.

@wasserkohl: Ja, Latein ist eine "tote" Sprache. Wie klassisches Chinesisch. Aber das "grosse Latinum" ist eine Voraussetzung für manche Studiengänge, wie Medizin oder Geschichte. In China muss man wahrscheinlich das "grosse wenyanwen" haben, um chinesische Geschichte zu studieren? Früher war Latein in allen Gymnasien Pflicht. Man hat es nicht gelernt, um in dieser Sprache Gespräche zu führen. Latein wurde als "Schlüssel" zu klassischen Schriften und Gedanken genutzt. (Und um sich mit bösen Wörtern zu verständigen, die wenige verstehen.)

Heute hat man die Wahl. Die Unterschiede bestehen nicht nur in den Bundesländern, sondern auch in der Zeit. Hier im Forum sind wir unterschiedlich gruftig (alt). Manche kennen das alte Schulsystem ihres Bundeslandes, andere kennen das System ihrer Kinder. Oder die Zukunftspläne aus der Zeitung. Es gibt also noch eine andere Dimension, wenn es darum geht, welche Fächer in Deutschland unterrichtet werden. Nur wenige Schüler lernen mehr als zwei Sprachen.

Vor der Schule (im Kindergarten) und in den ersten Klassen ist Sprachunterricht neu und noch sehr selten.

D., der nicht mal das kleine Französum hat. Mais c'est pas de domage, n'est pas?
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Beitrag von devurandom »

Das altchinesisch ist genau so "lebendig", wenn nicht noch "lebendiger" als Latein. 95% aller Chengyu sind im Altchinesisch. Auch die Alltagssprache ist vollgepflatert mit altchinesischen Ausdruecken, geschweige denn Schrift- oder literatursprache. Daher ist Altchinesisch auch pflichgebiet in der Schule, was imho immer noch viel zu kurz kommt (zumindest bei mir damlas). Eine Kommuikation auf einem angenehmen intellektuellen Niveau ist ohne Kenntnisse im Altchinesischen schlicht einfach unmoeglich. So gesehen ist die Situation von Altchinesisch und Latein durchaus mit einander vergleichbar.

Gruss
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Beitrag von chinavelo »

Um mal wieder zum eigentlichem Thema zurückzukommen: in Hessen wird der Religionsunterricht durch das Hessische Schulgesetz geregelt. Danach ist Religion ein ordentliches Unterrichtsfach, in dem kein Lehrer gehindert oder verpflichtet werden kann, es zu unterrichten. Über die Teilnahme entscheiden die Erziehungsberechtigten und mit Vollendung des 14.Lebensjahres die Schüler. Bei Nicht-Teilnahme ist der Ethik-Unterrichtet zu besuchen. Da dieser Unterricht aber nicht an allen Schulen angeboten wird, kommt es zu Freistunden.

Bernd
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wasserkohl
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Beitrag von wasserkohl »

Hier will ich noch etwas ueber die europaeschen Sprachen ergaenzen (eine neue Frage).

Grundsaetzlich werden die europaeschen Sprachen in drei grossen Sprachfamilien aufgeteilt: Germanisch, Roemanisch und Slawisch. Ich habe gehoert, fuer einen Italiener ist es leicht, Franzoesisch zu lernen. Franzoesisch, Italienisch und Spanisch sind so aehnlich wie drei Dialekte, weil sie in Latein verwurzelt sind.

Ich habe mit einem Mann aus Daenemark unterhaltet. Ich bet ihm, einen Satz in Daenisch zu sprechen. Dann sprach er etwas, blablabla... als er stoppte, sagte ich: "Hi, bitte sprich Daenisch, nicht Deutsch!" Er erwiderte, gerade hatte er Daenisch gesprochen! Aber diese Sprache klingt mir wie ein deutscher Dialekt. Ich konnte ihn sogar verstehen!

So habe ich eine Frage: Koennen die Deutschen normalerweise die Umgangsprache(nicht schriftlich) in Schweden, Daenemark, Norwegen und Holland verstehen?(wie Dialekte in einer Sprache). Haben sie Schwierigkeit bei Kommunikation miteinander? Brauchen sie Dolmetscher? Ist es leicht fuer einen Deutschen, die schriftlichen Skandinavischen Sprachen zu beherrschen?
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Beitrag von domasla »

Dänisch, Schwedisch und Norwegisch sind nicht so nah mit dem Deutschen verwandt wie Holländisch. Normalerweise versteht man gar nichts. Bei längerem Zuhören und wenn man den Zusammenhang kennt, erkenne ich immer mehr Wörter.

D., der Holländisch sehr lustig findet.
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Beitrag von Shaolin »

wasserkohl hat geschrieben:Hier will ich noch etwas ueber die europaeschen Sprachen ergaenzen (eine neue Frage).

Grundsaetzlich werden die europaeschen Sprachen in drei grossen Sprachfamilien aufgeteilt: Germanisch, Roemanisch und Slawisch. Ich habe gehoert, fuer einen Italiener ist es leicht, Franzoesisch zu lernen. Franzoesisch, Italienisch und Spanisch sind so aehnlich wie drei Dialekte, weil sie in Latein verwurzelt sind.

Ich habe mit einem Mann aus Daenemark unterhaltet. Ich bet ihm, einen Satz in Daenisch zu sprechen. Dann sprach er etwas, blablabla... als er stoppte, sagte ich: "Hi, bitte sprich Daenisch, nicht Deutsch!" Er erwiderte, gerade hatte er Daenisch gesprochen! Aber diese Sprache klingt mir wie ein deutscher Dialekt. Ich konnte ihn sogar verstehen!

So habe ich eine Frage: Koennen die Deutschen normalerweise die Umgangsprache(nicht schriftlich) in Schweden, Daenemark, Norwegen und Holland verstehen?(wie Dialekte in einer Sprache). Haben sie Schwierigkeit bei Kommunikation miteinander? Brauchen sie Dolmetscher? Ist es leicht fuer einen Deutschen, die schriftlichen Skandinavischen Sprachen zu beherrschen?
Kommt drauf an, hier in Hamburg und in Anlehnung an den 'alten' Dialekt Plattdeutsch kann man mit dem Dänen Plattdeutsch sprechen (der Däne versteht das überwiegend) und der Däne kann in dänisch antworten (was man dann auch überwiegend versteht). Mit den Holländern ist es ähnlich.
Ein Schwabe oder Bayer hingegen kann den Dänen wahrscheinlich überhaupt nicht verstehen, der allgemeine Hamburger allerdings die Schwaben oder Bayern mit Dialekt auch nur schwerlich.
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Beitrag von Grufti »

Man hat es nicht gelernt, um in dieser Sprache Gespräche zu führen. Latein wurde als "Schlüssel" zu klassischen Schriften und Gedanken genutzt
Ich meine, daß es nützlich ist, Latein zu lernen, denn erstens schärft es durch die klare grammatikalische Struktur dieser Sprache, die Gammatik der europäischen Sprachen besser zu verstehen und zweitens sind ich behaupte das jetzt einfach mal ohne mich auf irgendwelche Quellen zu stützen, daß mindestens die Hälfte der in der Alltagssprache verwendeten Wörter einen lateinischen Ursprung hat...sei es daß, diese Wörter direkt aus dem Latein oder über den Umweg über Englisch , Französisch uswetcpp in die deutsche Sprache gekommen sind....

Im übrigen bin ich trotzdem der Meinung, daß der Usus der aligenen Verben auf ein Minimum zu reduzieren ist ! :roll: :P
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