Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten?

Alle Themen rund um Politik in der Volksrepublik China
hifi
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Beitrag von hifi »

no1gizmo hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
Wäre die KP eine Partei, die die Bevälkerung gut über ihre Tätigkeiten aufklären will (Geheimdienste und so natürlich nicht, das macht keien Regierung), freie Informationswege und den fairen Umgang mit Informationen aus aller Welt, Meinungs- und Pressefreiheit vertreten würde
Das kann sich kein Ein-Parteien-System auf der Welt erlauben...
Richtig, und genau da liegt der Haken warum Chinesen doch die Demokratie anstreben sollten. Oder andersgesagt, warum ein Ein-Partei-System nie gut sein kann.

Auf diese Schlussfolgerung habe ich gewartet....
Vollkommen richtig!
Ich glaube jedoch, dass das für fast jeden in diesem Forum eigentlich klar ist.

Die Frage ist eher, was man tun kann und wozu wir darüber streiten.
Es gibt 2 Möglichkeiten: Entweder man befreit das Volk von dem Übel und erzieht es um, zwingt sie zu ihrem Glück, wie in Deutschland und Afganistan der Fall ist; Oder man lässt das Volk selbst entscheiden und wartet bis der Prozess von Innen kommt. Aber das kann dauern... Ich bin die Meinung, dass das demokratische Denken erst gelernt werden muss, besonders bei einem Volk, das seit mehreren tausenden Jahren nur unter totalitärem System gelebt hat.
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onscho
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Beitrag von onscho »

..als ob wir wirklich demokratisches Denken hätten.
In 60 Jahren entwickelt sich soetwas nicht, genausowenig in zweihundert Jahren. Wenn die Leute in einer Demokratie stärkere Rechtssicherheit, mehr oder weniger die Möglichkeit zur freien Meinungsäusserung haben und auch noch wirtschaftlich gut dastehen, dann finden sie die Demokratie ganz klasse, fehlt insbesondere letzteres dann hat die Demokratie in den Augen der meisten versagt und sie gucken sich nach etwas anderem um.
Fetzer
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Beitrag von Fetzer »

no1gizmo hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
Wäre die KP eine Partei, die die Bevälkerung gut über ihre Tätigkeiten aufklären will (Geheimdienste und so natürlich nicht, das macht keien Regierung), freie Informationswege und den fairen Umgang mit Informationen aus aller Welt, Meinungs- und Pressefreiheit vertreten würde
Das kann sich kein Ein-Parteien-System auf der Welt erlauben...
Richtig, und genau da liegt der Haken warum Chinesen doch die Demokratie anstreben sollten. Oder andersgesagt, warum ein Ein-Partei-System nie gut sein kann.

Auf diese Schlussfolgerung habe ich gewartet....

Genau, das kann nur so ein gestalt seinen untertanen erlauben, sagen wir mal eine mischung aus gott und könig, geborene budhisatva des grenzenlosen mitgefühls, herrscher über jegliche sekuläre und spirituelle angelegenheit in diesseits und jenseits via reinkarnation für mindestens 3 millionen jahre über die ewigkeit hinaus!
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Yingxiong
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Beitrag von Yingxiong »

hifi hat geschrieben:Ich bin die Meinung, dass das demokratische Denken erst gelernt werden muss, besonders bei einem Volk, das seit mehreren tausenden Jahren nur unter totalitärem System gelebt hat.
Genau richtig. Es muss erst gelernt werden, wie man mit der Demokratie richtig umgeht. Die Folgen einer zu schnellen und unvorbereiteten Einführung hatten wir ja in Deutschland.

In einer Sendung habe ich die "Demokratieübungen" an einer chinesischen Schule gesehen. Es wurde dann am Ende auch gesagt, wer diese geübte Wahl gewonnen hat. Es war ein Junge, der in seiner Wahlrede jedem eine Belohnung versprochen hat. Und genau hier ist die Gefahr! Es wird von Leuten, die keine Übung in Demokratie haben, denjenigen die Stimme gegeben, der am meisten versprechen!

3.10.1990:
- Es wird allen besser gehen...; blühende Landschaften; ... (Kohl)
- Die Wiedervereinigung wird teuer; wir werden wohl den Gürtel eine Zeit lang enger schnallen müssen (Lafontaine)

Obwohl die SPD in Umfragen vorher DEUTLICH geführt hat, hat sie die Wahl verloren.

China darf auf keinen Fall denselben Fehler machen. Sonst passiert dasselbe wie bei der Sowjetunion und Jugoslawien: Bürgerkriege, Zerfall des Landes, Bürgerkriege in den neuen Ländern (Georgien), ... Bei einem Land wie China könnte es bei einem Bürgerkrieg zu einer Anzahl von Toten kommen, die im 7- bis 8-stelligen Bereich liegt.

Fazit: Eine langsame Entwicklung zur Demokratie und die Entwicklung einer eigenen Form der Demokratie ist der einzig mögliche sinnvolle Weg.
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Yingxiong
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Beitrag von Yingxiong »

Dennis (CDS) hat geschrieben: Aber ich kann deine Haltung schon verstehen. Was nicht im eigenen Sinne entschieden wird kann erstmal nur falsch sein, ...
Würde es sich deiner Ansicht nach überhaupt noch lohnen, nach der Urteilsbegründung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu suchen? Dieser hat die Beschwerde nämlich ebenfalls abgelehnt.
Ich habe die ganze Sache gar nicht so ernst gemeint, wie du es aufgefasst hast. Es würde auch kein Franke jetzt mit Waffengewalt nach Unabhängigkeit streben.
Ich wüsste im Augenblick nicht mal, wie ich abstimmen würde, wenn es zu einem Volksbegehren gekommen wäre. Es gäbe für beide Seiten gute Gründe die dafür und Gründe die dagegen sprechen.

Übrigens: Ich bin zwar in Franken geboren und aufgewachsen, meine Familie stammt aber nicht von dort. Die Wurzeln meines Vaters liegen in Masuren (Ostpreussen); er selbst wurde in Berlin geboren, Die Familie meiner Mutter stammte aus Thüringen; sie selbst wurde im Sudetenland geboren.
Und ich lebe in der Schweiz und bin mit einer Chinesin verheiratet.

Wie soll das nur weitergehen!
hifi
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Beitrag von hifi »

Yingxiong hat geschrieben:In einer Sendung habe ich die "Demokratieübungen" an einer chinesischen Schule gesehen. Es wurde dann am Ende auch gesagt, wer diese geübte Wahl gewonnen hat. Es war ein Junge, der in seiner Wahlrede jedem eine Belohnung versprochen hat. Und genau hier ist die Gefahr! Es wird von Leuten, die keine Übung in Demokratie haben, denjenigen die Stimme gegeben, der am meisten verspricht!
Ja, die Sendung finde ich auch ganz interessant. Sie wurde auch hier von ARTE gezeigt.
Obwohl es sich nur um die Wahl eines Klassensprechers in eine Grundschule handelte, waren jedoch sehr viele Parallele mit der realen Politik zu erkennen.
Nicht nur dass man bei Wahlen immer Versprechungen macht, sondern auch, dass derjenige die bessere Karte hat, der über genügend finanziellem Mittel verfügt. Bei den Kindern war es die Geldbeute der Eltern, bei uns nennt man das die industrielle Lobby oder Parteispenden. Und die Manipulation der Wähler sowie die Angriffe auf die Privatsphäre der Kandidaten wurden da sehr unverscheiert gezeigt.
Dennis (CDS)
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Beitrag von Dennis (CDS) »

Yingxiong hat geschrieben:
Dennis (CDS) hat geschrieben: Aber ich kann deine Haltung schon verstehen. Was nicht im eigenen Sinne entschieden wird kann erstmal nur falsch sein, ...
Würde es sich deiner Ansicht nach überhaupt noch lohnen, nach der Urteilsbegründung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu suchen? Dieser hat die Beschwerde nämlich ebenfalls abgelehnt.
Ich habe die ganze Sache gar nicht so ernst gemeint, wie du es aufgefasst hast. Es würde auch kein Franke jetzt mit Waffengewalt nach Unabhängigkeit streben.
Ich wüsste im Augenblick nicht mal, wie ich abstimmen würde, wenn es zu einem Volksbegehren gekommen wäre. Es gäbe für beide Seiten gute Gründe die dafür und Gründe die dagegen sprechen.
Ich möchte das gerne nochmal mit deiner ursprünglichen Aussage vergleichen:
Yingxiong hat geschrieben:Vor einigen Jahren wurde in Franken eine Bürgerinitiative gegründet für ein eigenes Bundesland Franken. Man hat die für eine Volksabstimmung notwendige Anzahl von Unterschriften gesammelt und der bayerischen "Regierung" übergeben. Obwohl alles regelgerecht erfolgte, wurde den Franken die Volksabstimmung verweigert.

Soviel zu den Freiheitsbestrebungen im Westen und dem Zulassen rechtsstaatlich zugesicherter Rechte. Dieselben Leute verlangen aber von China, dass diese ein Teil ihres Landes in die vollständige Unabhängigkeit entlassen sollen!
Vor allem deine Schlussfolgerung lässt für mich erkennen, dass du mit diesem Beispiel eine ernsthafte Argumentation aufbauen möchtest, zumal du absolut keine Smileys oder Anführungszeichen oder sonstige Kennzeichen, die Ironie kennzeichnen könnten, verwendest.

Vielleicht mögen sich nach über drei Jahren in Taiwan meine Deutschkenntnisse so langsam verflüchtigen, aber ich hatte schon komplett den Eindruck, dass deine Aussage vollkommen ernst gemeint war. Falls nicht, würde ich dich doch gerne bitten, beim nächsten Mal optisch etwas mehr nachzuhelfen.
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Beitrag von Yingxiong »

Wenn es den Franken wirklich darum ginge, unabhängig zu werden, und sie dies nicht auf dem legalen Weg schaffen könnten, dann müssten sie folglich auf illegale Mittel zurückgreifen. Dann hätte man einen Bürgerkrieg. Und so etwas will man ja eigentlich vermeiden.

Beispiel: Jugoslawien


http://www.bundesland-franken.de/
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Beitrag von HK_Yan »

Franken hin oder her, es ist doch schoen das man in einem Land leben kann wo man sowas frei diskutieren kann und eine solche Initiative frei agieren kann.

Gibt es denn in China eine annerkannte Gruppe die sich fuer die Freiheit Tibets, Xinjiangs oder Taiwans einsetzt und versucht diese mit politischen Mitteln zu erreichen?

Ich bin gerade wieder aus China zurueck. Vom HK TV, das ist Suedchina ueber Relais weit verbreitet wird waren aus den News alle Stuecke vom Dalai Lama in den USA ausgeschnitten.

Ein schoenes Beispiel wie es um die Pressefreiheit in China steht. Hatte gerade auch gelesen das Chinas Pressefreiheit auf Platz 163 ist, von 169 Laendern. Knapp vor Nord Korea und Iran. China wird die letzten Plaetze auch noch schaffen.
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Beitrag von hifi »

Und? Ist das was neues?
Was nutzt uns diese Erkenntnis?

Wir können natürlich an die Frau Bundeskanzlerin und Mr. Präsident Bush appelieren, auch das tibetische und gleich das ganze chinesische Volk davon zu befreien...
Dennis (CDS)
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Beitrag von Dennis (CDS) »

hifi hat geschrieben:Und? Ist das was neues?
Was nutzt uns diese Erkenntnis?
Genau hifi, du sagst es. Es ist NICHTS neues, absolut gar NICHTS......

Mir nutzt diese Erkenntnis aber sehr viel.
hifi
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Beitrag von hifi »

Dennis (CDS) hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:Und? Ist das was neues?
Was nutzt uns diese Erkenntnis?
Genau hifi, du sagst es. Es ist NICHTS neues, absolut gar NICHTS......

Mir nutzt diese Erkenntnis aber sehr viel.
Das freut mich aber für Dich.
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Beitrag von Dennis (CDS) »

hifi hat geschrieben:
Dennis (CDS) hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:Und? Ist das was neues?
Was nutzt uns diese Erkenntnis?
Genau hifi, du sagst es. Es ist NICHTS neues, absolut gar NICHTS......

Mir nutzt diese Erkenntnis aber sehr viel.
Das freut mich aber für Dich.
Schön für dich, mich freuts gar nicht. Aber was solls, ich geh jetzt YouTube gucken....
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Beitrag von hifi »

Ja, ich find's schön, dass Du sehr wichtige Erkenntnisse daraus gewonnen hast. Für Taiwan kann ich das auch gut verstehen.
Falls Du darauf anspielen willst, dass ich mich über die Nachricht freuen würde, dann muss ich Dich leider enttäuschen.
Es freut mich nicht. Aber ich habe auch keine wichtige Erkenntnis daraus gewinnen können.
Ich finde, es nützt nichts zu bestätigen: "China ist scheiße." oder "Ihr lebt in ein Scheißland." Das wissen die Chinesen und das ist sogar ihr Alltag. Für uns Chinesen hier in Forum ist es eher beleidigend, als das was nützt. Für die Deutschen in China tut es mir natürlich leid, dass sie mitleiden müssen.
Wenn man dagegen was tun möchte, dann mach dochmal Vorschläge.
Dennis (CDS)
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Beitrag von Dennis (CDS) »

hifi hat geschrieben:Ich finde, es nützt nichts zu bestätigen: "China ist scheiße." oder "Ihr lebt in ein Scheißland." Das wissen die Chinesen und das ist sogar ihr Alltag.
Ich treffe wohl immer auf die falschen Chinesen. Alle, die ich getroffen habe, haben ihr China in den höchsten Tönen gelobt und angesprochen auf Themen wie Pressefreiheit, Menschenrechte, Taiwan mit teilweise übelsten Beleidigungen reagiert, mich als total unfähig auch nur irgendwas über die chinesische Kultur zu wissen bezeichnet, obwohl ich die gesamte Diskussion in ihrem Interesse bereits ausschließlich auf Chinesisch geführt habe. Und solche Themen sind als Nicht-Muttersprachler nun nicht wirklich einfach umzusetzen. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, wollte gerade die Spannungen mit Taiwan von beiden Seiten aus erster Hand beleuchten, aber auch alles, wirklich alles was mit Argumenten Contra China zu tun hatte, wurde gnadenlos in den Wind geschlagen. Diskussion unmöglich. Und dies eigentlich nur deshalb, weil sie über wichtige Fakten eben NICHT Bescheid wussten und alles, was von mir negativ über China angemerkt wurde als westlicher Propagandamüll bezeichnet wurde. Ich bin weiß Gott nicht unfehlbar, aber es scheint, dass China sich selbst gar nicht helfen lassen möchte. Was nützten also meine Vorschläge? Ist doch sowieso nur das Geschwätz eines 老外, der sich in die Angelegenheiten Chinas einmischen will. So lass ich es eben sein und sich das chinesische Volk weiterhin vera***** lassen. Im Moment scheinen sie es nicht anders haben zu wollen.
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