Aber mit dem Gesichtsverlust ist es nicht soooo schwer. Im Zweifelsfall setzt du dich mit dem chinesischen Kollegen hin und führst ein Gespräch unter vier Augen. Und wenn du die Macht hast ihm "weh zu tun" (Gehaltskürzung, Abmahnung etc.) dann hat es Wirkung - ganz sicher. Hast du solche Kompetenzen nicht, spar dir die Aufregung
Gesicht verlieren
Keine Sorge, diese Erfahrung dürfte schon jeder Ausländer in China gemacht haben.
Aber mit dem Gesichtsverlust ist es nicht soooo schwer. Im Zweifelsfall setzt du dich mit dem chinesischen Kollegen hin und führst ein Gespräch unter vier Augen. Und wenn du die Macht hast ihm "weh zu tun" (Gehaltskürzung, Abmahnung etc.) dann hat es Wirkung - ganz sicher. Hast du solche Kompetenzen nicht, spar dir die Aufregung
Aber mit dem Gesichtsverlust ist es nicht soooo schwer. Im Zweifelsfall setzt du dich mit dem chinesischen Kollegen hin und führst ein Gespräch unter vier Augen. Und wenn du die Macht hast ihm "weh zu tun" (Gehaltskürzung, Abmahnung etc.) dann hat es Wirkung - ganz sicher. Hast du solche Kompetenzen nicht, spar dir die Aufregung
Das Leben ist schön
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1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
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Dennis (CDS)
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- Wohnort: Taiwan
Ich weiß jetzt nicht mehr mit wie vielen Geschäftsleuten ich bereits über dieses Thema geredet habe, aber sie alle sagten mir, dass dies eines ihrer Hauptprobleme mit ihren Aktivitäten in China sei und sie in Taiwan dahingehend vollkommen positiv überrascht waren.Lina hat geschrieben:Wenn man noch nie in so einer Situation war kann man das auch nicht verstehen aber ich denke das die Geschäftsleute hier denen es genau so geht oder in solchen Situationen sind/waren es sicher verstehen und meine Meinung teilen.
Auch wenn mir manche Dinge selbst in Taiwan viel zu zögerlich passieren und viele Dinge sehr viel effizienter erledigt werden könnten, so wird das von dir angesprochene Machtwort doch spätestens dann ausgesprochen, wenn sich die Fehler eines Mitarbeiters auf den Erfolg und das Ansehen der Firma auswirken, und dies (zumindest dort wo ich arbeite) hinter verschlossenen Türen und in einem ruhigen, aber bestimmten Ton. Beleidigt oder das Gesicht verloren hatte hinterher keiner und das Problem war in den meisten Fällen auf Dauer gelöst.
Es ist aber auch bezeichnend, dass in Taiwanesischen Firmen (auf dem Mainland) mir immer gesagt wurde: "Chinesen im Management? Das funktioniert nicht. Die kann man nur an der Maschine gebrauchen. Chinesen werden nicht erzogen Entscheidungen zu treffen." Klingt hart, aber ich habe sehr oft das Gefühl das es wirklich so ist 
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Richtig Belrain, man macht sich teilweise viel zu viele Gedanken bezgl. Gesichtsverlust...man sieht doch sehr oft, wie chin. Chefs mit ihren Untergebenen sprechen bzw. anschreien. Die chin. AN rechnen ja schon fast damit, dass der Chef mal ausrastet, sie anschreit und sie unter Druck setzt...zumindest bei den temperamentvollen Kantonesen.
Als Langnase muss man halt nur versuchen, dass man nicht zu sehr von einem einzelnen Mitarbeiter abhaengig ist und zu sehr Ruecksicht nehmen muss.
Allerdings ist dies wie Belrain schrieb nicht der Aufregung wert, solange man nicht die notwendigen Kompetenzen hat und Verantwortung tragen muss.
Als Langnase muss man halt nur versuchen, dass man nicht zu sehr von einem einzelnen Mitarbeiter abhaengig ist und zu sehr Ruecksicht nehmen muss.
Allerdings ist dies wie Belrain schrieb nicht der Aufregung wert, solange man nicht die notwendigen Kompetenzen hat und Verantwortung tragen muss.
Danke für eure Antworten.
Jetzt fühl ich mich doch etwas besser
Das "Problem" ist eben das ich doch sehr viel Verantwortung trage und wenn etwas schief geht fällt eben alles auf mich zurück.
Ich würde jetzt nie einen Mitarbeiter vor den anderen blosstellen, meine Frage ist ob man mit jemanden bei einem vier Augengespräch wirklich offen und ehrlich reden kann oder ob man da auch aufpassen muss was gesagt wird.
Und was mache ich wenn ich mit Lieferanten ein Problem habe? Die darf man ja nicht verärgern, sonst sind sie weg und wir müssen wieder auf die Suche nach neuen gehen.
Ist eben doch alles nicht so einfach wie ich dachte.
Jetzt fühl ich mich doch etwas besser
Das "Problem" ist eben das ich doch sehr viel Verantwortung trage und wenn etwas schief geht fällt eben alles auf mich zurück.
Ich würde jetzt nie einen Mitarbeiter vor den anderen blosstellen, meine Frage ist ob man mit jemanden bei einem vier Augengespräch wirklich offen und ehrlich reden kann oder ob man da auch aufpassen muss was gesagt wird.
Und was mache ich wenn ich mit Lieferanten ein Problem habe? Die darf man ja nicht verärgern, sonst sind sie weg und wir müssen wieder auf die Suche nach neuen gehen.
Ist eben doch alles nicht so einfach wie ich dachte.
Unter vier Augen darfst du alles sagen, versuch aber nicht zu aufbrausend zu werden. Und manchmal ist es seeeeehr wirksam, auch mal den Gesichtsverlust zu provozieren.Lina hat geschrieben: Ich würde jetzt nie einen Mitarbeiter vor den anderen blosstellen, meine Frage ist ob man mit jemanden bei einem vier Augengespräch wirklich offen und ehrlich reden kann oder ob man da auch aufpassen muss was gesagt wird.
Beispiel: In Besprechungen sollen immer die Handys ausgeschaltet (lautlos) werden. Wer es nicht macht muss, im Beisein aller, Strafe zahlen. 5 Yuan reichen. Der Gesichtsverlust ist viel schlimmer als die Geldstrafe - und du wirst sehen, es wirkt Wunder
Halte dir bei Lieferanten eines vor Augen: Der Kunde ist Gott - so lautet ein Sprichwort in China. Also darfst (musst) du Probleme ansprechen. Im Zweifel solltest du nicht einfach sagen: "Das ist sch...." sondern solltest es einfach umschreiben und erklären, so dass sie selbst auf die Lösung kommen. Wichtig ist aber, immer nachhaken ob du auch wirklich verstanden wurdest. Sagt man dir "kein Problem" müssen dein Alarmglocken angehen - denn dann hast du ein ProblemLina hat geschrieben: Und was mache ich wenn ich mit Lieferanten ein Problem habe? Die darf man ja nicht verärgern, sonst sind sie weg und wir müssen wieder auf die Suche nach neuen gehen.
Ist eben doch alles nicht so einfach wie ich dachte.
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Gut, solche Gespraeche am besten immer unter vier Augen fuehren. Aber gerade als Chef muss man dem Mitarbeiter schon klar sagen, was falsch gelaufen ist und auch notfalls Konsequenzen androhen. Wichtig ist es, dass Du Dich klar als Vorgesetzter behaupten musst: Deine Meinung ist die einzig Richtige und darf nicht angezweifelt werden...ist leider so in China und gerade hier wird bei Reichen des kleinen Fingers frueher oder spaeter die ganze Hand genommen.Lina hat geschrieben:Ich würde jetzt nie einen Mitarbeiter vor den anderen blosstellen, meine Frage ist ob man mit jemanden bei einem vier Augengespräch wirklich offen und ehrlich reden kann oder ob man da auch aufpassen muss was gesagt wird.
Lina hat geschrieben:Und was mache ich wenn ich mit Lieferanten ein Problem habe? Die darf man ja nicht verärgern, sonst sind sie weg und wir müssen wieder auf die Suche nach neuen gehen.
Auch hier muss man nicht zu zimperlich sein (zumindest im Sueden herrscht auch hier ein rauher Umgangston und auch Im Norden habe ich mir als Lieferant einiges anhoeren muessen). Man muss dem Lieferanten schon klarmachen, was man von ihm erwartet. Ein chin. Lieferant springt nicht so einfach ab...er ist immer an der Fortfuehrung des Business interessiert und es muessen schon wirklich grosse Meinungsverschiedenheiten insbesondere im finanziellen Bereich auftreten bevor ein Lieferant einfach so abspringt.
Nochmals danke für eure Antworten.
Weiss eben auch nicht so recht wie man hier mit den Leuten um geht. Will auch nichts falsch machen und in kein Fettnäpfchen treten. Ist eben doch ein anderes Land mit anderer Kultur und Arbeits/Lebensweise.
In diesem Fall werde ich mal ein paar Gespräche frühren und hoffen das sich danach auch etwas ändert.
@belrain, das mit der Geldstrafe ist eine super Idee
, denn das mit den Handys ist hier schon ein Thema für sich.
Weiss eben auch nicht so recht wie man hier mit den Leuten um geht. Will auch nichts falsch machen und in kein Fettnäpfchen treten. Ist eben doch ein anderes Land mit anderer Kultur und Arbeits/Lebensweise.
In diesem Fall werde ich mal ein paar Gespräche frühren und hoffen das sich danach auch etwas ändert.
@belrain, das mit der Geldstrafe ist eine super Idee
Ausserdem solltest du deine IT dazu bringen, Programme wie QQ, ICQ und ähnliches zu sperren. Due wirst dich wundern, wieviel Zeit manche Mitarbeiter mit Chatten verbringen 
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Das gilt teilweise auch fuer Taiwan. Wenn es um Qualitaet und puenktliche Lieferung geht, dann muss jemand her, der zumindest im Ausland studiert hat. Ist leider so...Es ist aber auch bezeichnend, dass in Taiwanesischen Firmen (auf dem Mainland) mir immer gesagt wurde: "Chinesen im Management? Das funktioniert nicht. Die kann man nur an der Maschine gebrauchen. Chinesen werden nicht erzogen Entscheidungen zu treffen." Klingt hart, aber ich habe sehr oft das Gefühl das es wirklich so ist
vergess mal das deutsche motto ‘teamarbeit statt eigenregie’ und stell allen klar das du – und nur du - der vorgesetzte bist. hier geht ueberhaupt nichts mit/ueber/durch gleichberechtigung, in china bedeutet boss ist boss und angestellter ist nix. teamarbeit funktioniert in china nur bedingt, es liegt nicht in der natur des chinesen zu diskutieren und auf pro/kontra eingestellt zu sein – auch wenn du ihn nicht ueberzeugen kannst wird er trotzdem immer mit ja anworten und nein meinen. vermeide die die weitergabe von komplexen aufgaben, struktiere die aufgabe so einfach wie moeglich und kontrolliere taeglich. idr wird um 12:00h das vergessen sein was du um 9:00h besprochen hast. halte deine notizen/aufzeichnungen fuer dich und vermeide damit das kollegen/mitarbeiter eventuelle details gegen bargeld an die konkurrenz verkaufen. niemals – auch wenn du wahrscheinlich taeglich kurz davor sein wirst - ausrasten oder schreien, die chinesen werden sich innerlich darueber totlachen und der einzige der gesicht verliert bist du. im notfall immer scharf rasieren, aber sachlich und mit ausdrucksloser miene. zuerst unter vier augen, bringt wahrscheinlich nichts, dann beim zweiten mal vor versammelter mannschaft. wichtig: konsequenzen androhen nur dann wenn man auch bereit ist diese konsequenzen auszufuehren (zb feuern), kann man zb nur wenn ich sofort adequaten ersatz bereit habe sonst wird es eher ein eigentor.
taiwan vs china: das ist so ein bisschen wie not gegen elend bzw der einaeugige fuehrt den blinden. taiwan mag zwar ein paar jahre eher (glaube 1986 oder so) die diktatur abgelegt haben, trotzdem bleibt es ein von korruption zerfressenes land und steht china in arbeitsmentalitaet nur unwesentlich vor.
taiwan vs china: das ist so ein bisschen wie not gegen elend bzw der einaeugige fuehrt den blinden. taiwan mag zwar ein paar jahre eher (glaube 1986 oder so) die diktatur abgelegt haben, trotzdem bleibt es ein von korruption zerfressenes land und steht china in arbeitsmentalitaet nur unwesentlich vor.
* Es gibt Reis, Baby!
Jup, kann ich so bestätigen - allerdings braucht es hier keine 3 Stunden um was zu vergessen. Das dauert keine 5 MinutenShaolin hat geschrieben: vergess mal das deutsche motto ‘teamarbeit statt eigenregie’ und stell allen klar das du – und nur du - der vorgesetzte bist. hier geht ueberhaupt nichts mit/ueber/durch gleichberechtigung, in china bedeutet boss ist boss und angestellter ist nix. teamarbeit funktioniert in china nur bedingt, es liegt nicht in der natur des chinesen zu diskutieren und auf pro/kontra eingestellt zu sein – auch wenn du ihn nicht ueberzeugen kannst wird er trotzdem immer mit ja anworten und nein meinen. vermeide die die weitergabe von komplexen aufgaben, struktiere die aufgabe so einfach wie moeglich und kontrolliere taeglich. idr wird um 12:00h das vergessen sein was du um 9:00h besprochen hast.
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Wer "Teamarbeit" in China anwenden moechte wie wir das aus Deutschland kennen, hat schon verloren, weil das als Schwaeche ausgelegt wird.
Ich sage meinen Leuten freundlich aber bestimmt, was und in welchem Zeitraum sie zu erledigen haben und seither geht die Arbeit viel schneller...
Was meinen Blutdruck selbst nach 20 Jahren Asien immer wieder in die Hoehe treibt, sind Situationen wie diese:
letzte Woche ruft mich ein Kunde an und fragt ganz hoeflich - wahrscheinlich hat er schon die Faust geballt- wann er denn so damit rechnen koennte, seine 10 Preisangebote zu bekommen...Er warte schon ueber 1 Woche darauf.
Ich frag den zustaendigen Mitarbeiter was Sache ist, da erzaehlt er mir, dass er ja schon 7 Angebote fertig haette, er sie dem Kunden aber erst schicken wuerde, wenn alle 10 Angebote fertig sind
Ich sagte ihm, Mensch, schick ihm die 7 Angebote, dass er zumindest schon mal was hat.
Grosses Erstaunen mal wieder bei dem Mitarbeiter, auf was fuer komische Ideen ich immer verfalle...
Ich sage meinen Leuten freundlich aber bestimmt, was und in welchem Zeitraum sie zu erledigen haben und seither geht die Arbeit viel schneller...
Was meinen Blutdruck selbst nach 20 Jahren Asien immer wieder in die Hoehe treibt, sind Situationen wie diese:
letzte Woche ruft mich ein Kunde an und fragt ganz hoeflich - wahrscheinlich hat er schon die Faust geballt- wann er denn so damit rechnen koennte, seine 10 Preisangebote zu bekommen...Er warte schon ueber 1 Woche darauf.
Ich frag den zustaendigen Mitarbeiter was Sache ist, da erzaehlt er mir, dass er ja schon 7 Angebote fertig haette, er sie dem Kunden aber erst schicken wuerde, wenn alle 10 Angebote fertig sind
Ich sagte ihm, Mensch, schick ihm die 7 Angebote, dass er zumindest schon mal was hat.
Grosses Erstaunen mal wieder bei dem Mitarbeiter, auf was fuer komische Ideen ich immer verfalle...
man, das sind aber auch revolutionaere methoden die du da vorschlaegst, dieser schub an innovation muss ja nahezu toedlich fuer den mitarbeiter gewesen sein...lamlok hat geschrieben: letzte Woche ruft mich ein Kunde an und fragt ganz hoeflich - wahrscheinlich hat er schon die Faust geballt- wann er denn so damit rechnen koennte, seine 10 Preisangebote zu bekommen...Er warte schon ueber 1 Woche darauf.
Ich frag den zustaendigen Mitarbeiter was Sache ist, da erzaehlt er mir, dass er ja schon 7 Angebote fertig haette, er sie dem Kunden aber erst schicken wuerde, wenn alle 10 Angebote fertig sind![]()
Ich sagte ihm, Mensch, schick ihm die 7 Angebote, dass er zumindest schon mal was hat.
Grosses Erstaunen mal wieder bei dem Mitarbeiter, auf was fuer komische Ideen ich immer verfalle...
* Es gibt Reis, Baby!
Und jetzt stell dir mal vor, du hättest ihm vorgeschlagen dem Kunden eine Antwort zu geben aus der hervorgeht, wie weit er mit der Bearbeitung ist, wie lange er noch braucht und wann der Kunde die Angebote komplett bekommt




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