Studieren in Deutschland...

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CoconutPalm
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Studieren in Deutschland...

Beitrag von CoconutPalm »

Hi Leute,
hab da mal ne Frage: ne Freundin aus China möchte gerne nach Deutschland kommen. Aber so einfacch ist es ja nun mal nicht, dann haben meine Eltern vorgeschlagen, dass die hier auf ne Uni gehen kann, aber was braucht man für Papiere damit man hier auf ne Uni gehen kann?

Danke im voraus, liebe Grüße
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EagleNT
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Beitrag von EagleNT »

Zunächst mal muss man sich den chinesischen Schulabschluss in Deutschland als Hochschulzugangsberichtigung anerkennen lassen. Damit dann an der Uni für einen Studiengang bewerben. Falls angenommen (oder keine Zulassungsbeschränkung vorhanden) legt man den Zulassungsbescheid der Uni dann in China bei der deutschen Botschaft / dem deutschten Konsulat vor, um ein Studentenvisum zu erhalten. Abgesehen davon braucht der Antragsteller auch ausreichende Finanzen (hinterlegt bei einer deutschen Bank) bzw. eine Bürgschaft für die Übernahme der möglicherweise entstehenden Kosten sowie eine Krankenversicherung (z.B. bei der AOK für ca. 50€/Monat).
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dominguez17
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Beitrag von dominguez17 »

Wenn sie in deutschland studieren bzw. leben wollte, muss sie nach http://www.aps.org.cn/ besuchen.

Visa zum Studium in Deutschland und Oesterreich beantragen nicht bei Botschaft oder Konsulat......................................... :twisted:
Dominguez17, der am 28. Juli Seine Fussball Kariere beendet hat
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SpawnY
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Beitrag von SpawnY »

Man braucht doch auch noch den "Test für Deutsch als Fremdsprache ( TestDaF )" um in Deutschland studieren zu können. . .
谁把饼干全吃完了?
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dominguez17
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Beitrag von dominguez17 »

SpawnY hat geschrieben:Man braucht doch auch noch den "Test für Deutsch als Fremdsprache ( TestDaF )" um in Deutschland studieren zu können. . .
Genau oder Die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)

Es gibt einige Fächer die mit englisch erteilt werden, aber trozdem muss man auf jeden fall deutsch sprechen könnnen.
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siedenderschnee
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Beitrag von siedenderschnee »

Hat diese Freundin von dir in China schon einen Studiumabschluss oder studiert sie gerade?

Wenn die Antwort nein lautet, dann ist ein Studentenvisum für sie so gut wie unmöglich. (Ein Visum für Sprachlernen jedoch immer noch möglich)

Falls sie eine Studentin war oder ist, d.h. die Hochschulauffnahmeprüfung,die Gaokao beireits hinter sich hat:

1. alle benötigten Zeugnisse bei Notariat beglaubigen lassen. (Abschlusszeugnisse der Mittelschulen, die Noten bei der Gaokao und an der Uni, Sprachnachweis ect. Siehe die Website der APS)

2. den Antrag auf ein Interview bei APS(akademische Prüfstelle der deutschen Botschaft in Beijing) stellen.Wobei die Zeugnisse eingereicht müssen und darüber hinaus ca. 300 Euro. Falls das Interview erfolgreich abgelaufen ist, kriegt man ein APS-Zeugnis, welches die Voraussetzung für die Bewerbung um einen Studienplatz in Deutschland ist.

3. Sich bei den deutschen Hochschulen um einen Studienplatz bewerben. Beigefügt sollen: alle beglaubigten Zeugnisse nochmal inkl. das APS-Zeugnis, Sprachnachweis. Man kriegt entweder eine beschränkte oder unbeschränkte Zulassung, oder gar Ablehnung natürlich.

4. Ein Sperrkonto bei deutscher Bank in Shanghai eröffnen und 7200 Euro einzahlen. Dafür kriegt man eine Bescheinigung.

5. Das Visum beantragen mit der Zulassung + APS-Zeugnis und die Bescheinigung der deutschen Bank. Falls man eine beschränkte Zulassung hat, muss man die Unterlagen bei APS einreichen. Sonst bei jeweiligen Konsulaten.

Apropos Sprachnachweis. Ein DSH-Zeugnis oder ein Test DaF Zeugnis mit mindestens 16 Punkten wird vorausgesetzt. Sonst kann nur beschränkte Zulassung erteilt werden. D.h. nach der Ankunft in D. noch eine Sprachschule besuchen bis man die Prüfung endlich besteht bevor man sich einschreiben kann. Dafür benötigt ein Chinese durchschnittlich ca. 1 Jahr.

Wenn sie aber nur die deutsche Sprache lernen möchte, ging es viel einfacher. Du suchst eine Sprachschule für sie aus, bezahlt die Gebühren für einen Kurs und mit der Zulassung der Sprachschule kann sie schon ein Visum beantragen. Das Konto und die 7200 Euro müssen allerdings auch dabei sein.
Aber sie hat keine Chance auf eine Uni zu gehen. Und der Aufenthalt ist auf ein Jahr beschränkt.
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devurandom
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Beitrag von devurandom »

siedenderschnee hat geschrieben:Hat diese Freundin von dir in China schon einen Studiumabschluss oder studiert sie gerade?

Wenn die Antwort nein lautet, dann ist ein Studentenvisum für sie so gut wie unmöglich. (Ein Visum für Sprachlernen jedoch immer noch möglich)

Falls sie eine Studentin war oder ist, d.h. die Hochschulauffnahmeprüfung,die Gaokao beireits hinter sich hat:
kann ich bestaetigen. Eine weitere Voraussetzung (zumindest bei mir) ist dass man nicht nur von einer chin. Uni aufgenommen worden ist, sondern auch mindestens 2 Semester studiert hat.
...
2. den Antrag auf ein Interview bei APS(akademische Prüfstelle der deutschen Botschaft in Beijing) stellen.Wobei die Zeugnisse eingereicht müssen und darüber hinaus ca. 300 Euro. Falls das Interview erfolgreich abgelaufen ist, kriegt man ein APS-Zeugnis, welches die Voraussetzung für die Bewerbung um einen Studienplatz in Deutschland ist.
Ist das neu? Kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich so n APS Dings hatte/brauchte.
3. Sich bei den deutschen Hochschulen um einen Studienplatz bewerben. Beigefügt sollen: alle beglaubigten Zeugnisse nochmal inkl. das APS-Zeugnis, Sprachnachweis. Man kriegt entweder eine beschränkte oder unbeschränkte Zulassung, oder gar Ablehnung natürlich.
Ablehnung habe ich damals keine bekommen. Auf alle 5 Antraege hin kamen 5 Zusagen. Kann natuerlich daran liegen, dass die Noten meiner Abiturpruefung nicht so ganz unter aller Sau war (keine Ahnung, ob die Zulassungsstellen an den deutschen Unis diese Noten ueberhaupt deuten koennen) oder meine Heimatuni-die Tongji Uni hier zu lande auch einigermasse bekannt ist. Was noch wahrscheinlicher ist, ist das Zulassungsverfahren fuer chin. Studenten ueberwiegende problemlos durchgeht.
4. Ein Sperrkonto bei deutscher Bank in Shanghai eröffnen und 7200 Euro einzahlen. Dafür kriegt man eine Bescheinigung.
Ein solches Konto kann auch theoretisch bei jeder beliebigen deutschen Bank beantragt werden. Der Sperrvermerk liegt bei 1600 Euro. Man sollte aber zusehen, dass das Konto moeglichst nicht angefasst wird. In manchen laendern wird der Kontostand naemlich jaehrlich bei der Visumsverlaengerung kontrolliert. Wenn da weniger als 7, 8000 Euronen liegen, (Nach bestimmter Vorschriftauslegung "Lebensunterhalt fuer ein ganzes Jahr") kriegt man Aerger. Man kann aber auch statt das Konto Buergschaftbescheinigung vorlegen. Der/die jenige muss dann deutscher Staatsbuerger sein, einer regelmaessigen Arbeit nachgehen und dabei genug Einkommen aufweisen koennen. (Ich habe irgendwas mit 40K im Hinterkopf, bin mir aber absolut nicht sicher)
....
Apropos Sprachnachweis. Ein DSH-Zeugnis oder ein Test DaF Zeugnis mit mindestens 16 Punkten wird vorausgesetzt. Sonst kann nur beschränkte Zulassung erteilt werden. D.h. nach der Ankunft in D. noch eine Sprachschule besuchen bis man die Prüfung endlich besteht bevor man sich einschreiben kann. Dafür benötigt ein Chinese durchschnittlich ca. 1 Jahr.
Zur DSH ist Studienkolleg eine angenehme Alternative. Dabei gilt Studienkolleg als Ergaenzungskurs zur Hochschulreife nach deutschen Standard. Sprich es wird als das 13. Gymnasiumsjahr + Sprachkurse angerechnet. Studienkolleg besteht aus 2 Semester und ist vor vorne rein in technische und geisteswissenschaftliche Fachrichtungen aufgetrennt. Das besonders tolle daran ist dass man, gute Noten vorausgesetzt, "springen" kann. Ich habe z.B. ein Semester uebersprungen und durfte mich schon nach 4 Monaten an der Uni einschreiben.

Gruss
/dev/urandom
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siedenderschnee
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Beitrag von siedenderschnee »

devurandom hat geschrieben: kann ich bestaetigen. Eine weitere Voraussetzung (zumindest bei mir) ist dass man nicht nur von einer chin. Uni aufgenommen worden ist, sondern auch mindestens 2 Semester studiert hat.
Stimmt, aber wenn die Uni auf der Schwerpunkt-Uni Liste ist, dann braucht sie theoretisch auch nur 1 Semester studiert zu haben.
devurandom hat geschrieben: Ist das neu? Kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich so n APS Dings hatte/brauchte.
Ach, Mensch! Du bist in der Tat ein purer Deutsche geworden. Hast du niemals was von APS gehört? Schon seit 2002 muss "so n APS Ding" erledigt werden - das ist die unabdingbare Voraussetzung aber gilt nur für Chinesen. Natürlich bist du schon vorher nach Deutschland gekommen. Aber trotzdem.... Meine Güte...Okay, ich zumindest, weigere mich von heute ab dich als Chinese anzuerkennen :wink:
devurandom hat geschrieben: Ablehnung habe ich damals keine bekommen. Auf alle 5 Antraege hin kamen 5 Zusagen. Kann natuerlich daran liegen, dass die Noten meiner Abiturpruefung nicht so ganz unter aller Sau war (keine Ahnung, ob die Zulassungsstellen an den deutschen Unis diese Noten ueberhaupt deuten koennen) oder meine Heimatuni-die Tongji Uni hier zu lande auch einigermasse bekannt ist. Was noch wahrscheinlicher ist, ist das Zulassungsverfahren fuer chin. Studenten ueberwiegende problemlos durchgeht.
Ich auch keine. Aber man muss schon damit rechnen das die Möglichkeit besteht. Die Noten während der Mittelschulzeit spielt dabei keine große Rolle. Und auf dem APS-Zeugnis steht da eine Note die man aufgrund der Noten an der Uni nach deutschem Verhältnis ausgerechnet hat. Bei manchen Fachrichtungen gibt es extra auch noch einen Eignungstest ect. Natürlich hängt das auch von den einzelnen Unis ab.
devurandom hat geschrieben: Ein solches Konto kann auch theoretisch bei jeder beliebigen deutschen Bank beantragt werden.
Na klar. Aber nach meinen Erkenntnissen ist die Deutsche Bank heute in China die einzige Bank, die noch so was erledigt. Eine andere Bank hat bereits vor einigen Jahren den Service abgeschafft.
devurandom hat geschrieben:Der Sperrvermerk liegt bei 1600 Euro.
Stimmt. Aber mittlerweile dürfen auch diese 1600 Euro abgehoben werden. Dafür braucht man eine Bescheinigung der Ausländerbehörde. Die kriegt man aber nicht immer. Ist wieder von dem Standort abhängig.
devurandom hat geschrieben:In manchen laendern wird der Kontostand naemlich jaehrlich bei der Visumsverlaengerung kontrolliert. Wenn da weniger als 7, 8000 Euronen liegen, (Nach bestimmter Vorschriftauslegung "Lebensunterhalt fuer ein ganzes Jahr") kriegt man Aerger. Man kann aber auch statt das Konto Buergschaftbescheinigung vorlegen.
7,8000 Euro?? Muss ein Tippfehler gewesen sein. 7020 Euro muss es schon sein, aber nur bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis.
Bürgerschaftbescheinigung? Ich habe nur Pflichterklärung von den Eltern gehört, die bei der Verlängerung eine Alternative sein kann.
devurandom hat geschrieben: Zur DSH ist Studienkolleg eine angenehme Alternative.
Tatsächlich! Studienkolleg ist auch eine Möglichkeit für diejenigen, die nur Gaokao gemacht hat und nicht an einer Hochschule in China studiet hat. Aber heute muss man auf jeden Fall eine Sprachprüfung ablegen, sei es DSH, sei es Test-DaF oder ZOP, KDS oder GDS beim Goethe Institut oder was auch immer. Und das gilt auch für die ausländischen Studenten im Studienkolleg glaube ich.
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