Wer ist nach China als deutscher Endsendet???

Hier können Geschäftskontakte geknüpft werden, über Stellenangebote diskutiert und Möglichkeiten für die Stellensuche in China diskutiert werden. (Forenregeln beachten)
leon0806
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Wow, was für eine Diskussion

Beitrag von leon0806 »

70.000€/Jahr - 42€/Tag - Auto und Wohnung gestellt - das ganze in China, wo man mit 600€ problemlos westlichen Lebensstil pflegen kann, sogar mit 400€ gut über die Runden kommt... (Wo soll ich unterschreiben - ich mach es für die Hälfte ':)')
Und dann wird darüber diskutiert, das die Firma geizig ist und was man sich alles noch bezahlen lassen sollte. Sorry, aber dafür fehlt mir jedes Verständnis.
Habe schon versucht die Beiträge mit ironischer Betrachtung zu lesen. Vielleicht lässt Harald Schmid ja grüßen. Hat aber nicht funktioniert.

Ich hätte mich eher gefragt, ob die Firma sich genau überlegt hat, wen sie für den Job nach China entsendet. Ich hoffe, ich trete Kathrin jetzt nicht zu nahe. Aber eine Frau für eine solche Aufgabe nach China...
Wer lange genug in Asien und China tätig war/ist und sich im Geschäftsleben direkt mit Chinesen auseinandersetzen musste, weiss worauf ich hinaus will.

Aber ich wünsche Dir Kathrin viel Glück. Die Aufgabe eine Fabrik zu bauen ist eine wahnsinnig stressige, aber auch unglaublich spannende Angelegenheit.
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Koschka
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Beitrag von Koschka »

Im Nachhinein zu entscheiden wo mann die Steuer zahlen will (183 Tage) wird kaum möglich sein. Die spätere Freistellung in D dürfte kein Problem sein. Das Problem wird auf chin. Seite liegen. Wenn Du dort einreist zum arbeiten, musst Du Dich bei den Behörden anmelden.
D.h. Arbeitserlaubnis, ID Card, Taxoffice, wenn Du selber Auto fahren willst der chin Führerschein, Gesundheitszeugnis inkl. HIV Test usw. usw.
Dafür must Du schon mal eine Menge Zeit einplanen.

Bei dem Gehalt plus der Zusatzleistungen kannst Du absolut nicht meckern.
Diese 42 € Spesen sind keine Spesen sondern der vom Bundesfinanzministerium festgelegte Diesntreisesatz.
Eine Liste für alle Länder wird jährlich herausgegeben und soll als Richtwert dienen. Normalerweise wird dieser Satz nur an Dienstreisende gezahlt, die sich nur kurzfristig im Ausland aufhalten. Residents erhalten diesen Satz normalerweise nicht, weil ihr Gehalt im Ausland schon den lokalen Bedingungen, Erschwernissen angepasst wurde und üblicherweise höher ist als die Gehälter in D.
Das Deine Firma Dir trotzdem diesen Satz zahlen will ist schon ein ganz schönes Zugeständnis.
Was hier viele im Forum als Spesen bezeichnen sind die sogenannten Repräsentationskosten für die jede Firma normalerweise einen Fonds oder ein Konto haben. Diese
Reprä-Kosten sollen allerdings für die Betreuung und Bewirtung von Geschäftspartnern verwendet werden, wobei es in der Realität oft ganz anders aussieht.

Eine Steuerzahlung in China lohnt sich auf jeden Fall, wenn man es etwas geschickt anstellt.
Nur ein kleiner Tipp. Lass Dir Dein Gehalt teils in China teils in Deutschland auszahlen und lass Dir von Deiner Firma eine Bescheinigung nur über den Teil ausstellen, den Du in China erhälst. Oder lass Dir in China von der dortigen Firma eine Bescheinigung mit einer Summe nach Deinem Ermessen ausstellen. Alles ist möglich.
Roger
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Beitrag von Roger »

Habe lange nicht soviel Quatsch aus Unkenntnis gelesen!

In P.R. China ist man vom ersten Tag an gemäß Doppelbesteuerungsabkommen in Deutschland steuerfrei. Man muß aber für die Steuerbehörde in China einen sogenannten Taxletter vorweisen und danach wird man in China besteuert. Die Durchführung obliegt dem zuständigen Kaufmann der Betriebsstätte in China und der hat peinlichst auf Einreise- und Ausreisedatum zu achten, um die in China anfällige Personensteuer korrekt abzuführen. Auf Steuervergehen kann die Todesstrafe verhängt werden! Die Ausgestaltung des Taxletters bestimmt die entsendende Firma und hier gibt es erheblichen Spielraum. Zur Abgabe der Einkommensteuererklärung in Deutschland verlangt das zuständige Finanzamt im Allgemeinen einen Nachweis, daß in China Steuern abgeführt wurden, also Bescheinigung der Firma über Entsendung, da chinesische Behörden eine solche Bescheinigung nicht ausstellen. Die Steuern in China sind auf solche Gehälter nicht oder nur unwesentlich niedriger als in Deutschland, deshalb sollte man mit der Firma über die Ausgestaltung des Taxletters reden oder besser vereinbaren, daß sie die Steuern in China übernimmt, was üblich ist.
Grundsatz: Das Gehalt bleibt in Deutschland, von den Spesen lebt man in China. Die € 42.- ist der inzwischen vom Fiskus halbierte Tagessatz, der steuerfrei gestellt wird, Übernachtungsspesen sind hier nicht genannt, üblich ist hier den Aufwand nach europäischen Ansprüchen zu bezahlen, der dann auch steuerfrei gestellt ist. Der in China anteilig erworbene Urlaubsanspruch und Sonderzahlungen (13.Gehalt) müssen auch steuerfrei gestellt werden, hierfür sind keine Steuern in China abzuführen, da bereits im Taxletter enthalten. Ich hoffe,daß es jetzt vollständig ist.
Roger
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Beitrag von Roger »

hab noch was vergessen:

Damit das Doppelbesteuerungsabkommen überhaupt angewendet werden kann, muß das Unternehmen im Vorfeld der Entsendung eine sogenannte Betriebsstätte in China beim zuständigen Finanzamt anmelden und bekommt eine Betriebsstättennummer, die auch für das Entsendungsschreiben und die spätere Bescheinigung über die Entsendungsdauer für die Einkommenssteuer wichtig ist.
johann39
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Beitrag von johann39 »

Hallo Katrin,

erst mal herzlichen Glückwunsch! Dein Gehalt und die Bedingungen für China sind Prima.
Zu den Steuern. Ich lebe seit vier Jahren in China und werde von Deutschland bezahlt. Einen Teil meines Gehaltes lasse ich mir in RMB auszahlen.(14000,-RMB) Dafür Zahle ich an den chinesischen Staat ca. 1300,- RMB Steuern. Das Gehalt in D. ist steuerfrei, da nach Abkommen beider Staaten nur ein Staat besteuert wird.
Dieses Verfahren, oder auch Schummel, ist eigentlich nicht rechtens, da der chinesische Staat ein Recht auf Besteuerung des gesamten Gehaltes hat.
Kommt es zu einer Überprüfung durch den chin. Staat, kann es Dir passieren, eine satte Nachzahlung zu tätigen. Das ist auch nach Arbeitgebergesetz alles in Verantwortung des Arbeitnehmers.

PS: Mir ist noch nichts passiert.

Gruß

Jochen
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tony
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Beitrag von tony »

Scheibenhonig, jetzt hab ich ne mehrseitige Abhandlung geschrieben und dann merke ich das der ganze Kram hier schon ein Jahr alt ist.

Wer gräbt denn so was wieder aus der Mottenkiste? :evil:
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