Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Die chinesische Bevölkerung ist nicht mehr ganz so hörig, wie sie es auch schon war. Das Misstrauen in die Regierung ist groß - und daraus resultiert eine ungesunde Gesellschaft, glaubt die Bevölkerung.
http://german.people.com.cn/n/2014/0917 ... 84030.html
Was wohl passieren würde, wenn sich die chinesische Bevölkerung plötzlich selbst heilen will???
http://german.people.com.cn/n/2014/0917 ... 84030.html
Was wohl passieren würde, wenn sich die chinesische Bevölkerung plötzlich selbst heilen will???
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Mich nicht,wingtsun hat geschrieben:Dass "Extremes, gewalttätiges und asoziales Benehmen" nur auf Platz 8 ist, enttäuscht mich ein wenig
Auch wenn der Artikel schon etwas angegraut ist, die Reihenfolge, die unter dem vom Thread-Eroeffner geposteten Link genannt ist, kann ich unterschreiben. Das passt.
Im Uebrigen wird da auch gesagt:
Als das mal hier im Forum gepostet wurde, da gab es einen Aufschrei unter den China-Juengern.Gleich 80 Prozent erachten die chinesische Gesellschaft als „ungesund“, und etwas über 40 Prozent glauben, dass eine Glaubwürdigkeitskrise die Gesellschaft krank macht.
Jetzt scheinen es die Chinesen selber zu sagen.
Bis die Tage
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Ein Land boomt, weil es sich dank niedriger Löhne Aufträge sichert. Doch irgendwann fällt dieser Lohnvorteil weg, da die Arbeiter selbst höhere Löhne einfordern und die Einkommen steigen. Hält dann die Produktivität nicht mit, steckt das Land in der Wachstumsfalle. Zitat: Die Zeit vom 10.11.2014.
Und dann passiert das:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/c ... erz-import
Auszug:
"Die wirtschaftliche Entwicklung wird von der Führung in Peking mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil eine Schwäche in der Exportwirtschaft auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte. Die kommunistische Regierung fürchtet bei einem Anstieg der Erwerbslosigkeit Unruhen."
Immobilien- und Kreditblase sind natürlich dann auch geplatzt, wenn die Leute wegen fehlender Einkommen ihre Verpflichtungen nicht mehr bedienen können. Und dann nimmt's auch noch paar Banken mit in den Abgrund. Und das Geld, was man für die Sanierung der Umwelt bräuchte, ist dann auch nicht mehr verfügbar. Usw. usw.
Tja, so langsam beginnt sich die Spirale südwärts zu drehen. Und das lässt sich schwer aufhalten und noch schwerer verbergen. Das Misstrauen wächst und wird weiter wachsen. Und letztendlich, auch geschuldet der völlig überzogenen Erwartungen und der chin. Mentalität, wird es wieder in Gewalt umschlagen. Die von den Kommunisten eingeschlagene Sackgasse endet am Tiananmenplatz II.
Eine Diktatur besteht solange, bis sie unfreiwillig beendet wird.
Und dann passiert das:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/c ... erz-import
Auszug:
"Die wirtschaftliche Entwicklung wird von der Führung in Peking mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil eine Schwäche in der Exportwirtschaft auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte. Die kommunistische Regierung fürchtet bei einem Anstieg der Erwerbslosigkeit Unruhen."
Immobilien- und Kreditblase sind natürlich dann auch geplatzt, wenn die Leute wegen fehlender Einkommen ihre Verpflichtungen nicht mehr bedienen können. Und dann nimmt's auch noch paar Banken mit in den Abgrund. Und das Geld, was man für die Sanierung der Umwelt bräuchte, ist dann auch nicht mehr verfügbar. Usw. usw.
Tja, so langsam beginnt sich die Spirale südwärts zu drehen. Und das lässt sich schwer aufhalten und noch schwerer verbergen. Das Misstrauen wächst und wird weiter wachsen. Und letztendlich, auch geschuldet der völlig überzogenen Erwartungen und der chin. Mentalität, wird es wieder in Gewalt umschlagen. Die von den Kommunisten eingeschlagene Sackgasse endet am Tiananmenplatz II.
Eine Diktatur besteht solange, bis sie unfreiwillig beendet wird.
Wer kriecht, der stolpert nicht.
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Ich finde der Blick ist etwas einseitig. Ich würde sagen, die ganzen Gesellschften in der Welt sind krank. Denn überall regiert nur noch der Profit und Menscheit tanzt um das Goldene Kalb der Finanzindustrie. Bei aller Kritik an China, darf man nicht vergessen, von wem die Chinesen diesen Kapitalismus gelernt haben. Schließlich sind wir es im Westen, die Ihr ganzes Know How an die Chinesen verschenkt hat und nur noch in China produzieren läßt. Also alles ein wenig gelassener sehen.
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
@Edmund:
Bezüglich Know-How Geschenken gebe ich Dir völlig Recht. Der Westen tanzt, nur weil China 1,3 Mia angebliche Konsumenten zur Verfügung stellt. So viele sind es zwar dann bei Weitem nicht geworden, aber immerhin genug, dass sich Einige eine goldene Nase verdienen konnten. Selbst jetzt wird noch fleissig Know How transferiert, in der Hoffnung, noch ein Stückchen vom Kuchen zu bekommen, bevor er verschimmelt ist.
Die Chinesen ihrerseits sind nur zu arrogant um zu erkennen, dass sie gegenwärtig ohne Wissenstransfer usw. noch nicht überlebensfähig sind. Produktivität, Qualität, Rechtssicherheit...die Liste der Defizite wäre lang. Nur will es niemand sehen. Lieber im gediegenen Mercedes sitzend mit Vollgas an die Wand. Dieses Problem zieht's sich aber vom Bauern bis hinauf in die Regierung. Alle faseln nur von Gross-china wo die Richtung unumkehrbar in Stein gemeisselt nach oben zeigt. Egal was wir machen, oder auch nicht, China, wir werden siegen, wir sind die Grössten, wir können Alles, wir dürfen Alles.
Dass sich die Weltwirtschaft nur noch an den schei... Banken zu orientieren hat, ist dagegen ein globales Problem, was ich separat davon sehe.
Bezüglich Know-How Geschenken gebe ich Dir völlig Recht. Der Westen tanzt, nur weil China 1,3 Mia angebliche Konsumenten zur Verfügung stellt. So viele sind es zwar dann bei Weitem nicht geworden, aber immerhin genug, dass sich Einige eine goldene Nase verdienen konnten. Selbst jetzt wird noch fleissig Know How transferiert, in der Hoffnung, noch ein Stückchen vom Kuchen zu bekommen, bevor er verschimmelt ist.
Die Chinesen ihrerseits sind nur zu arrogant um zu erkennen, dass sie gegenwärtig ohne Wissenstransfer usw. noch nicht überlebensfähig sind. Produktivität, Qualität, Rechtssicherheit...die Liste der Defizite wäre lang. Nur will es niemand sehen. Lieber im gediegenen Mercedes sitzend mit Vollgas an die Wand. Dieses Problem zieht's sich aber vom Bauern bis hinauf in die Regierung. Alle faseln nur von Gross-china wo die Richtung unumkehrbar in Stein gemeisselt nach oben zeigt. Egal was wir machen, oder auch nicht, China, wir werden siegen, wir sind die Grössten, wir können Alles, wir dürfen Alles.
Dass sich die Weltwirtschaft nur noch an den schei... Banken zu orientieren hat, ist dagegen ein globales Problem, was ich separat davon sehe.
Wer kriecht, der stolpert nicht.
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Ich finde dieser Kommentar ist typisch.edmund27 hat geschrieben:Ich finde der Blick ist etwas einseitig. Ich würde sagen, die ganzen Gesellschften in der Welt sind krank. Denn überall regiert nur noch der Profit und Menscheit tanzt um das Goldene Kalb der Finanzindustrie.
Wenn es in China laeuft und etwas super ist, dann ist China das Land an dem sich alle mal orientieren sollen.
Gibt es was in China was nicht laeuft, dann kommt "Seht mal in der Welt geht es doch genauso schlecht..."
Im allgemeinen geht mir dieses "Chinesen stehen unter Artenschutz" - Gehabe langsam auf den Zeiger. China ist Wirtschaftsmacht Nr.2, hat die zahlenmaessig staerkste Armee der Welt und faengt an in seinem Einflussbereich maechtig zu staenkern. Dann muss dieses Land voller kleiner unschuldig laechelnder Engelchen auch mal Diskussionen aushalten, die ueberall auf der Welt gefuehrt werden. Und auch die China-Juenger sollten mal erkennen, das China immer noch auf dem Planeten Erde angesiedelt ist. Noch... Wenn die mal auf dem Mond sind kann man ja anders reden.
Dann im speziellen.
Ob die Welt krank ist oder nicht kann man beurteilen wie man will. Ob das Geld regiert, Herr Edmond oder nicht ist Ihre Sache. Sie koennen es ja besser machen und verlangen fuer Ihre Arbeit keinen Lohn.
Jeder braucht Geld und muss es verdienen und niemand verzichtet auf etwas. Das ist die Natur des Menschen.
Wenn dann gesagt wird, das alle Menschen krank sind, ok. Die Menschen schaffen es schon sich selbst vom Planeten Erde zu entfernen. Da habe ich keine Sorge.
Bis die Tage
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
weshalb hast Du denn nen neuen account?rsync hat geschrieben:Bis die Tage
"bis die Tage"
"Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie"
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wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Ich sehe das ähnlich, allerdings sollte dieser Gedanke nicht als Freibrief für die derzeitige "auf-China eindreschen-Mentalität" herhalten. Es gibt kaum einen Zeitunsgartiel der nicht irgendwie unterschwellig die Stichworte Regime, Tibet, Menschenrechten etc. einfließen lässt. Der arrogante Ton und das ständige Vergleichen von China mit Deutschland/dem Westen führt einfach meistens ins Leere. Jeder Staat hat "Dreck am Stecken", den Dreck bei den anderen zu erkennen ist eine Spezialität der hiesigen Medien. Vlt. löst gerade diese stetig negative Berichterstattung eine gewisse Trotzreaktion (wir sind so toll und stark!) bei der Regierung bzw. den Menschen aus. China wird immer stärker und einflussreicher, es wird Zeit dass der Westen das akzeptiert und aufhört rumzujammern und zusieht dass er später nicht auf der Strecke bleibt.rsync hat geschrieben: Im allgemeinen geht mir dieses "Chinesen stehen unter Artenschutz" - Gehabe langsam auf den Zeiger. China ist Wirtschaftsmacht Nr.2, hat die zahlenmaessig staerkste Armee der Welt und faengt an in seinem Einflussbereich maechtig zu staenkern. Dann muss dieses Land voller kleiner unschuldig laechelnder Engelchen auch mal Diskussionen aushalten, die ueberall auf der Welt gefuehrt werden.
Ich bin alles andere als jemand der China ständig nur in den Himmel lobt
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Ungeachtet dessen, dass Du völlig Recht hast, dass jedes Land seine Dreckecken hat.
Aber diese sind in China meistens deutlich grösser als in vielen anderen Ländern.
Was aber am Meisten stört ist diese Arroganz der Chinesen. Immer oben auf, Alles besser wissen aber letztendlich können sie nix, wenn man mal hinter die Kulissen schaut. Das, was sie uns beeindruckend zeigen, ist fast ausschliesslich mit deutlich höheren Aufwendungen entstanden. Wenn ich z.B. sehe, wie sie so ein Hochhaus bauen. Die Baustelle ist wie ein grosser Ameisenhaufen. Und die himmeltraurige Qualität der Bude macht die Sache nicht besser. Aber sich untereinander auf die Schultern klopfen, wie ach so toll ihre schönen Betonburgen doch sind. Die Probleme die sie haben, sind selbst gemacht. Warum haben sie die? Weil sie Alles besser wussten. Weil sie dachten, für sie gelten keine Regeln. Umweltschutz? bei uns doch nicht. Immobilienblase? Nee doch. Wir haben Millionen potentielle Käufer. Haben die keine Geld, geben wir denen Kredite. Kreditblase? Quatsch. Da drucken wir nach. Produktivität, Qualität? Sind wir top, zumindest auf'm Papier.
So wie sie sich aufführen wird es Zeit, dass sie mal einen ordentlichen Dämpfer kriegen, der sie wieder auf den Boden holt.
Aber diese sind in China meistens deutlich grösser als in vielen anderen Ländern.
Was aber am Meisten stört ist diese Arroganz der Chinesen. Immer oben auf, Alles besser wissen aber letztendlich können sie nix, wenn man mal hinter die Kulissen schaut. Das, was sie uns beeindruckend zeigen, ist fast ausschliesslich mit deutlich höheren Aufwendungen entstanden. Wenn ich z.B. sehe, wie sie so ein Hochhaus bauen. Die Baustelle ist wie ein grosser Ameisenhaufen. Und die himmeltraurige Qualität der Bude macht die Sache nicht besser. Aber sich untereinander auf die Schultern klopfen, wie ach so toll ihre schönen Betonburgen doch sind. Die Probleme die sie haben, sind selbst gemacht. Warum haben sie die? Weil sie Alles besser wussten. Weil sie dachten, für sie gelten keine Regeln. Umweltschutz? bei uns doch nicht. Immobilienblase? Nee doch. Wir haben Millionen potentielle Käufer. Haben die keine Geld, geben wir denen Kredite. Kreditblase? Quatsch. Da drucken wir nach. Produktivität, Qualität? Sind wir top, zumindest auf'm Papier.
So wie sie sich aufführen wird es Zeit, dass sie mal einen ordentlichen Dämpfer kriegen, der sie wieder auf den Boden holt.
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
China ist auch deutlich größer als andere Länder .....egon hat geschrieben:Ungeachtet dessen, dass Du völlig Recht hast, dass jedes Land seine Dreckecken hat.
Aber diese sind in China meistens deutlich grösser als in vielen anderen Ländern.
.
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Verstehe ich nicht.blackrice hat geschrieben:
weshalb hast Du denn nen neuen account?
"bis die Tage"
"Bis die Tage" kommt von Manni Breuckmann - WDR 2. Mein absoluter Star im WDR !!! Seine Sendungen sind ein Muss.
Habe vor meiner Auslandszeit dort gelebt. Somit fand ich den Abschluss seiner Sendung immer ganz cool und habe das nach chinesischer Mentalitaet mal so eben kopiert
Bis die Tage (Manni
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Hallo Egon,egon hat geschrieben: Was aber am Meisten stört ist diese Arroganz der Chinesen. Immer oben auf, Alles besser wissen aber letztendlich können sie nix, wenn man mal hinter die Kulissen schaut. Das, was sie uns beeindruckend zeigen, ist fast ausschliesslich mit deutlich höheren Aufwendungen entstanden. Wenn ich z.B. sehe, wie sie so ein Hochhaus bauen. Die Baustelle ist wie ein grosser Ameisenhaufen. ...
So wie sie sich aufführen wird es Zeit, dass sie mal einen ordentlichen Dämpfer kriegen, der sie wieder auf den Boden holt.
Ich dachte schon nur ich sehe den Mist hier. Aber es gibt noch andere, die die China-Mania bereits hinter sich haben.
Alles was Du in deinem Artikel geschrieben hast ist das, was ich jeden Tag beobachte.
Irgendwann fliegt denen alles um die Ohren. Entweder die ewigen Verlierer (Bauarbeiter, Bauern, Wanderarbeiter...) meutern mal richtig, die PARTEI macht 'nen Fehler und laesst Chinesen mal im auslaendischen Aktienmarkt investieren (dann Immobilienpreise nach SUEDEN
Irgendwann knallt es und ich hoffe nur, dass wir dann die Alternativen bereits besetzt haben, Wenn nicht, geht es auch uns dreckig.
Biss die Tage (Manni
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Die Firmen gehen da hin, wo sie sich den größten Profit bei möglichst geringen Kosten und Risiken versprechen und das ist nun mal China.rsync hat geschrieben:[ ... ] oder der Westen erkennt endlich mal das China nicht das Paradies ist und schaut auch mal nach Indien oder in unsere Nachbarschaft, Afrika.
Warum (bis auf weiteres) nicht Indien?
Einige Beispiele: Die nach wie vor mangelhafte Infrastruktur.
Stromausfälle auch in den großen Städten sind keine Seltenheit, sondern an der Tagesordnung.
Nahrungsmittel verrotten, weil keine Lagerkapazitäten dafür geschaffen werden und man statt dessen lieber auf weiter steigende Preise spekuliert - Folge: 1 Mio. Kinder verhungern jährl. in Indien einer (auf dem Papier) Vorzeige-Demokratie.
Ergo: Nur der BEGRIFF Demokratie sagt gar nichts über den Lebensstandard der jeweiligen Bevölkerung aus.
Dazu gabs im ZDF vor einigen Monaten eine sehr aufschlussreiche Doku.
Bei Bedarf selber mal in der betr. Mediathek stöbern.
Und noch ne Kleinigkeit: Indien gilt als Investitionsfalle, weil dort Gesetzte RÜCKWIRKEND geändert werden - etwas, was der ind. Premier auf der Hanover-Messe freimütig zugab ... und versprach, sich dafür einzusetzen, dass dies nicht mehr vorkommt.
Dann ist da noch das de facto nach wie vor existierende Kastenwesen ...
Gandhi würde in seinem Grab rotieren, wenn er nicht eingeäschert worden wäre.
Und ich kenne selbst mehrere Inder, die ihre med. Studien/Weiterbildungen in ... China machen.
Und Afrika?
Der Großteil der ehemaligen Kolonialländer haben angesichts ihrer Erfahrungen mit den europ. "Wohltätern" die Nase voll.
Ist übrigens mit ein Grund, weshalb chin. Firmen dort für Großprojekte geholt werden.
Dass die widerum Infrastruktur & Co. nicht nur aus reiner Humanität liefern, ist auch klar.
Im Gegenzug gehen Rohstoff-Konzessionen an China - ebenso wie gepachtete landwirtschaftl. Nutzflächen.
Die Einheimischen dürfen sich dann die Produkte teuer auf dem Weltmarkt kaufen ...
Süd-Korea und Saudi Arabien mischen bei diesen Pacht-Geschäften übrigens kräftig mit.
Ob das die "geschenkte" Infrastruktur aufwiegt ... ?
Fazit: China macht nun das auf subtilere Weise, was die westl. Länder früher z.T. mit Brachial-Gewalt taten: Die Afrikaner übervorteilen ...
Die Alternativen sind (s.o.) keine.rsync hat geschrieben:Irgendwann knallt es und ich hoffe nur, dass wir dann die Alternativen bereits besetzt haben, Wenn nicht, geht es auch uns dreckig.
Biss die Tage (Manni)
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“
Na, so gern gesehen sind die Chinesen nirgends auf der Welt, auch nicht in Afrika.
Zitat DW: "Ob Einzelhandel oder Straßenbau: "Die Afrikaner profitieren kaum vom chinesischen Engagement. Die Unternehmen bringen ihre eigenen Arbeiter mit""
Zitat Berliner Zeitung: "Die Volksrepublik China investiert massiv auf dem schwarzen Kontinent. Die Einheimischen haben allerdings oftmals nicht viel davon: Die Arbeit wird häufig von Chinesen erledigt und dort wo Afrikaner eingesetzt werden, sind die Arbeitsbedingungen oft miserabel. Zudem zerstören viele Projekte die Umwelt....Auf den regelmäßig stattfindenden chinesisch-afrikanischen Gipfeltreffen oder während der immer häufiger stattfindenden Staatsbesuche chinesischer Parteichefs auf afrikanischem Boden wird Pekings Engagement als Beweis der Bruderschaft gefeiert, die die Opfer des westlichen Kolonialismus zusammenschweiße. Solche Fensterreden werden allerdings selbst von Afrikas Staatschefs nicht ganz ernst genommen: Zu offensichtlich, dass der fernöstliche Tiger seinen Schmusekurs lediglich zur Sicherung von Rohstoffen für seine weitere wirtschaftliche Expansion eingeschlagen hat.
Chinas Interesse gilt vor allem den Erdölstaaten des Kontinents – wie Nigeria, Angola oder den beiden Sudans – und jenen Nationen, die reich an anderen wichtigen Bodenschätzen sind – wie Südafrika (Platin und Kohle), der Kongo (Uran, Coltan und Zinn) sowie Sambia (Kupfer).
„China hat den Kontinent mit Stadien, Flughäfen, Krankenhäusern, Autobahnen und Staudämmen gepfeffert“, schreibt Buchautor Howard French („Chinas zweiter Kontinent“): „Doch die Afrikaner wissen sehr wohl, dass diese Projekte viele Staaten hoch verschuldet und mit anderen Problemen zurücklassen – von Umweltkonflikten bis zu Arbeitskämpfen.
Und wo chinesische Unternehmer wie im Bergbau doch einheimisches Personal einstellen, sind die Arbeitsbedingungen oft katastrophal: In sambischen Kupferminen kam es bereits wiederholt zu tödlichen Zusammenstößen zwischen chinesischen Managern und afrikanischen Kumpels. Nicht nur Gerüchten zufolge sind Chinesen am illegalen Elfenbein- und Nashorn-Schmuggel beteiligt, überfischen die Gewässer vor Afrikas Küste und plündern die Regenwälder für Tropenholz aus – ganz abgesehen davon, dass sie mit oft minderwertiger Ware die Märkte überschwemmen und bereits weitgehend die afrikanische Textilindustrie zerstört haben.
„China nimmt unsere Bodenschätze und verkauft uns fertige Produkte“, klagt der ehemalige nigerianische Zentralbankchef Lamido Sanusi: „Genau dasselbe haben einst die Kolonialisten getan.“
Und bei NTV: "...wie unbedacht und konzeptlos das chinesische Afrika-Engagement eigentlich von Anfang an gewesen sei."
Manager Magazin:"Es sieht aus wie eine schleichende Landnahme, vor der sich viele Afrikaner inzwischen fürchten. Proteste, gelegentlich auch Aufstände und wüste Streiks, sind ein verbreitetes Phänomen. Auch Afrikas Eliten - eigentlich westlicher Belehrungen über Korruption, gute Regierungsführung und Menschenrechte überdrüssig - sehen die chinesische Dominanz mit zunehmender Skepsis.
...Jedes afrikanische Land, mit dem China diplomatische Beziehungen pflegt (derzeit sind es 49), erhält Hilfe, egal ob es Rohstoffe hat oder nicht. Denn 49 Länder sind 49 Stimmen in den internationalen Organisationen, wo sie meist rund ein Viertel des Quorums ausmachen.
...Afrika liefert Rohstoffe, China bezahlt mit Gütern und Infrastruktur niedriger Qualität....Chinas Afrika-Politik ist gnadenlos interessenorientiert...
..."Chinesische Produkte haben hier einen schlechten Ruf"...Die Qualität der Produkte allerdings ist oft frustrierend dürftig.
...Auch auf Regierungsebene ist inzwischen Kritik zu vernehmen: Das afrikanisch-chinesische Geschäft sei kein faires, findet etwa Südafrikas Präsident Jacob Zuma. Die Chinesen würden die Länder mit billigen Produkten überschwemmen, sodass keine heimische Industrie entstehen könne. "Wir liefern Rohstoffe, Sie Ihre Produkte. Dieses Ungleichgewicht ist auf Dauer nicht tragbar"
Es passt also relativ gut ins Bild und harmoniert gut mit dem, was man in China täglich erlebt.
China selbst wird immer unattraktiver für ausländische Unternehmer. Viele sind bereits gegangen, viele werden folgen.
es muss ohnehin hinterfragt werden, was es uns nützt, wenn Unternehmen z.B. in China für China Autos baut. Ausser einer Gewinnoptimierung für Unternehmen und Aktionäre sehe ich da keine Vorteile. Damit wird nur die Aktienblase weiter aufgebläht. Und wen's dann den grossen Knall gibt, dann muss der Staat, sprich Steuerzahler, diese (Fehl-) Investitionen wieder absichern.
Zitat DW: "Ob Einzelhandel oder Straßenbau: "Die Afrikaner profitieren kaum vom chinesischen Engagement. Die Unternehmen bringen ihre eigenen Arbeiter mit""
Zitat Berliner Zeitung: "Die Volksrepublik China investiert massiv auf dem schwarzen Kontinent. Die Einheimischen haben allerdings oftmals nicht viel davon: Die Arbeit wird häufig von Chinesen erledigt und dort wo Afrikaner eingesetzt werden, sind die Arbeitsbedingungen oft miserabel. Zudem zerstören viele Projekte die Umwelt....Auf den regelmäßig stattfindenden chinesisch-afrikanischen Gipfeltreffen oder während der immer häufiger stattfindenden Staatsbesuche chinesischer Parteichefs auf afrikanischem Boden wird Pekings Engagement als Beweis der Bruderschaft gefeiert, die die Opfer des westlichen Kolonialismus zusammenschweiße. Solche Fensterreden werden allerdings selbst von Afrikas Staatschefs nicht ganz ernst genommen: Zu offensichtlich, dass der fernöstliche Tiger seinen Schmusekurs lediglich zur Sicherung von Rohstoffen für seine weitere wirtschaftliche Expansion eingeschlagen hat.
Chinas Interesse gilt vor allem den Erdölstaaten des Kontinents – wie Nigeria, Angola oder den beiden Sudans – und jenen Nationen, die reich an anderen wichtigen Bodenschätzen sind – wie Südafrika (Platin und Kohle), der Kongo (Uran, Coltan und Zinn) sowie Sambia (Kupfer).
„China hat den Kontinent mit Stadien, Flughäfen, Krankenhäusern, Autobahnen und Staudämmen gepfeffert“, schreibt Buchautor Howard French („Chinas zweiter Kontinent“): „Doch die Afrikaner wissen sehr wohl, dass diese Projekte viele Staaten hoch verschuldet und mit anderen Problemen zurücklassen – von Umweltkonflikten bis zu Arbeitskämpfen.
Und wo chinesische Unternehmer wie im Bergbau doch einheimisches Personal einstellen, sind die Arbeitsbedingungen oft katastrophal: In sambischen Kupferminen kam es bereits wiederholt zu tödlichen Zusammenstößen zwischen chinesischen Managern und afrikanischen Kumpels. Nicht nur Gerüchten zufolge sind Chinesen am illegalen Elfenbein- und Nashorn-Schmuggel beteiligt, überfischen die Gewässer vor Afrikas Küste und plündern die Regenwälder für Tropenholz aus – ganz abgesehen davon, dass sie mit oft minderwertiger Ware die Märkte überschwemmen und bereits weitgehend die afrikanische Textilindustrie zerstört haben.
„China nimmt unsere Bodenschätze und verkauft uns fertige Produkte“, klagt der ehemalige nigerianische Zentralbankchef Lamido Sanusi: „Genau dasselbe haben einst die Kolonialisten getan.“
Und bei NTV: "...wie unbedacht und konzeptlos das chinesische Afrika-Engagement eigentlich von Anfang an gewesen sei."
Manager Magazin:"Es sieht aus wie eine schleichende Landnahme, vor der sich viele Afrikaner inzwischen fürchten. Proteste, gelegentlich auch Aufstände und wüste Streiks, sind ein verbreitetes Phänomen. Auch Afrikas Eliten - eigentlich westlicher Belehrungen über Korruption, gute Regierungsführung und Menschenrechte überdrüssig - sehen die chinesische Dominanz mit zunehmender Skepsis.
...Jedes afrikanische Land, mit dem China diplomatische Beziehungen pflegt (derzeit sind es 49), erhält Hilfe, egal ob es Rohstoffe hat oder nicht. Denn 49 Länder sind 49 Stimmen in den internationalen Organisationen, wo sie meist rund ein Viertel des Quorums ausmachen.
...Afrika liefert Rohstoffe, China bezahlt mit Gütern und Infrastruktur niedriger Qualität....Chinas Afrika-Politik ist gnadenlos interessenorientiert...
..."Chinesische Produkte haben hier einen schlechten Ruf"...Die Qualität der Produkte allerdings ist oft frustrierend dürftig.
...Auch auf Regierungsebene ist inzwischen Kritik zu vernehmen: Das afrikanisch-chinesische Geschäft sei kein faires, findet etwa Südafrikas Präsident Jacob Zuma. Die Chinesen würden die Länder mit billigen Produkten überschwemmen, sodass keine heimische Industrie entstehen könne. "Wir liefern Rohstoffe, Sie Ihre Produkte. Dieses Ungleichgewicht ist auf Dauer nicht tragbar"
Es passt also relativ gut ins Bild und harmoniert gut mit dem, was man in China täglich erlebt.
China selbst wird immer unattraktiver für ausländische Unternehmer. Viele sind bereits gegangen, viele werden folgen.
es muss ohnehin hinterfragt werden, was es uns nützt, wenn Unternehmen z.B. in China für China Autos baut. Ausser einer Gewinnoptimierung für Unternehmen und Aktionäre sehe ich da keine Vorteile. Damit wird nur die Aktienblase weiter aufgebläht. Und wen's dann den grossen Knall gibt, dann muss der Staat, sprich Steuerzahler, diese (Fehl-) Investitionen wieder absichern.
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