Kann das für meine beiden Kids voll bestätigen.Yingxiong hat geschrieben:Wenn Kinder von Anfang an die Mehrsprachigkeit gewohnt sind, ist es für sie kein Problem, mit den entsprechenden Personen "ihre" Sprache zu sprechen. Wobei das Sprechen häufig erst etwas später beginnt.
Es spielt natürlich die Qualität des Sprachimput eine Rolle. Wenn die Qualität schlecht ist, lernt das Kind die Sprache schlecht!
Während den 5 Wochen in China ist uns das extrem aufgefallen.
Beide Kids haben chin. geradezu aufgesaugt - und deutsch trotzdem auch weiter gesprochen.
Tochter Nr. 1 antwortete grundsätzlich in der Sprache, in der sie angesprochen wurde - also auch mir in chin., wenn ich es ihr gegenüber sprach.
Tochter Nr. 2 (23 Monate alt) sprach mich fast immer auf deutsch an - auch wenn ich chin. anwendete.
Also ist für Papa (automatisch) erstmal deutsch als Sprache vorgemerkt.
Später wird dann bewusst die jeweilige Sprache ausgesucht, in der geantwortet wird.
Na ja, Tochter Nr. 2 kann in dt, chin. und englisch bis 10 zählen - hat sie sich von ihrer Schwester abgeguckt; wie einiges andere auch.Yingxiong hat geschrieben:Vorteil vom mehrsprachigen Aufwachsen von Geburt an: lernt das Kind später weitere Fremdsprachen, lernt es sie mit diesem selben Sprachzentrum, da hier schon viel "Material" gespeichert ist. Einsprachig aufgewachsene Personen lernen später mit einem anderen Sprachenbereich im Gehirn.
Tochter Nr. 2 wurde übrigens zufällig ausgewählt, um an einer bundesweiten Studie zur Entwicklung bilingualer Kinder teilzunehmen.
Bis jetzt ist die Interviewerin/Testerin mehr wie angetan - was sie von der Mehrzahl der anderen Kids leider nicht sagen kann.
Auf Nachfrage sagte sie übrigens letztes Mal, dass dt./asiat. Kids in der sprachl. und kognitiven Entwicklung i.d.R. deutlich besser abschneiden als Kids anderer out of EU-Konstellationen.
Wobei bei EU-Konstellationen auch ein deutliches nord-west/süd-ost-Gefälle beobachtet wird.
Die Gründe hierfür bzw. deren weiteren Werdegang?
Die hab ich in anderen Threads schon des Öfteren thematisiert.
Nun ja ... ist ein anderes Thema - aber klar zu erkennen, dass auch hier das Ursache-Wirkung-Prinzip gilt.



