1. Die Impfmüdigkeit der Erwachsenen und
2. die aktive Impfverweigerung der Eltern (insbesondere von Akademikern und da wieder überwiegend der Mütter), was das Impfen der eigenen Kids betrifft.
Schlimmer noch: Es werden nicht selten "Masern-Parties" veranstaltet, d.h., noch nicht an Masern erkrankte Kids werden vorsätzl. mit einem infizierten Kid zusammen gebracht, damit diese sich bei ihm anstecken
So was würde mich nicht wundern, wenns irgendwo in Afrika so gemacht werden würde - aber hier in Deutschland, im 21. Jahrhundert - von angebl. hoch gebildeten Menschen ...
Die Begründung: Es könnte ja zu lebensbedrohlichen Impfschäden kommen.
Das ist möglich - nur die Wahrscheinlichkeit ist um sehr vieles geringer, als die, dass infizierte Kids andere Kids anstecken - und die von den Masern ausgelösten Folgen (auch und gerade Spätfolgen) sind im Vergleich dazu sehr viel höher.
Und um dazu noch auf Punkt 1. zu sprechen zu kommen:
Masern bei Erwachsenen (die diese noch nicht hatten) verlaufen prozentual häufiger schwerer als bei den Kids.
Wie mans auch dreht und wendet: Bei so viel Ignoranz oder schlimmer noch Vorsatz muss m.E. eine Impfpflicht eingeführt werden.
Ist in Etwa so, als würde man gegen eine Gurtpflicht sein ...
Oops, die Bevölkerung war ja gegen die Gurtpflicht - die wurde aber Ende der 1970er Jahre trotzdem in Deutschland eingeführt.
Das logische Argument: Schutz der Autofahrer.
Sicher mag es in Einzelfällen med. Kontra-Indikationen gegen das jeweilige Impfen geben.
Aber für die weit überwiegende Mehrheit gilt das nicht.
Es müssen nicht 100 % geimpft sein, um eine Epidemie zu verhindern - aber wenn weniger geimpft als ungeimpft sind, dann wirds "lustig" ...


