Yangtze und Li-Fluss

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grossemauer
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Yangtze und Li-Fluss

Beitrag von grossemauer »

Wir möchten eine Rundreise im Mai nach China machen.Da das unsere erste Reise in China ist,soll sie etwas umfangreich sein.Wir bitten Tipps von euch Erfangenen.Welche Städte ein Muss für eine China-Reise sein und sollen am besten vorgesehen?Würden die beiden mordensten Städte Schanghai und Hongkong ein Gegensatz bilden?Ist eine Yangzte-Kreutzfahrt immer noch lohnend,obwohl der Wasserstand schon beträchtlich höher geworden ist?Kommt der Li-Fluss bei Guilin in Gegensatz zum Yangtze,falls wir die beiden Gewässer ins Programm einstellen?
Wie gefällt euch das Huangshan-Gebirge?
wir freuen uns auf eine präzise Antwort.
Danke sehr. :cry:
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domasla
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Beitrag von domasla »

Wie viele Jahre soll die Reise dauern? Wofür interessiert ihr euch?

Hong Kong und Shanghai sind sehr verschieden. Also beide anschauen. Yangzi und Lijiang sehen auch ganz anders aus.

D., der sowohl neue Reiseziele sucht, als auch bei alten Städten immer wieder etwas Neues findet.
Grimp
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Beitrag von Grimp »

Ich kann nur bestätigen, dass HongKong und Shanghai sehr verschieden sind.

Ich habe dieses Jahr meine Chinareise in Shanghai begonnen und in HongKong beendet, rate dir aber dringenst ab, dasselbe zu tun! Denn wenn du erst einmal die chinesische Lebensweie lieben gelernt hast, wirst du mit Trauer festsellen, wie beträchtlich doch der Einfluss der Briten in HongKong war. Egal wo du bist, du wirst ständig ermahnt und mit Sicherheitshinweisen überrollt, wie "Please mind the gap", oder "For your safety, please hold the handroll" (tut mir leid, aber man muss mich nicht darauf hinweisen, wie ich mich auf einer Rolltreppe zu verhalten habe). Für einen typischen Chinesen undenkbar, im Restaurant und im Zug nicht rauchen, oder nicht auf den Boden spucken zu dürfen. Es leben zwar Chinesen dort, aber eigentlich sind es für mich chinesische Briten, die sogar ihren amüsanten Akzent verloren haben und besser englisch sprechen als ich :evil: Shanghai ist da anders. Es ist zwar auch eine supermoderne Stadt, trotzdem sind die Leute dort typisch chinesisch.

Hinzu kommt, dass, wenn du die Reise in HongKong beendest, langsam knapp bei Kasse bist und dir nicht mehr allzu viel leisten kannst. HongKong aber ist schweineteuer (das sage sogar ich als Schweizer). Für ein normales Bier in einem Restaurant zahlst du dich dumm und dämlich, willst du in den Ausgang, siehst du nur überteuerte Clubs, vollgestopft mit Expats...

Ja und jetzt kommt das allerschlimmste. Du sitzt also irgendwo in HongKong, kannst dir nichts leisten und es trennen dich lediglich 4 Stunden vom chinesischen Festland. Blöde ist nur, dass dein Visum mit dem betreten von HongKong leider abgelaufen ist! Die einzige Hoffnung besteht darin, nach Macau in ein Casino zu gehen und den Jackpot versuchst zu knacken, damit du dir ein neues Visum kaufen kannst....

Naja, ich persönlich habs nicht riskiert. Ich hatte 10 ganze Tage in HongKong, bis der Flug mich davon befreien sollte. Ich habs aber nicht mehr ausgehalten und habe den Flug vorverschoben.

Vielleicht ist das ja nur meine Meinung, vielleicht gibt es genügend Leute, die von der Stadt begeistert sind (architektonisch z.B. gibt es schon einiges zu sehen). Trotzdem rate ich dir: Falls du HongKong besuchen willst, mach es am Anfang und nicht am Schluss! Ich muss sagen für mich war der Kulturschock Schweiz-Shanghai nicht so schlimm, wie China-HongKong (ja ich weiss, dass HongKong politisch zu China gehört, trotzdem trenne ich sie voneinander).
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domasla
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Beitrag von domasla »

Beim ersten Mal würde ich alleine in Hong Kong auch mit einer ganzen Woche auskommen, ohne mich zu langweilen. Später hat ein Tag gereicht, um jemandem (fast) die ganze Stadt zu zeigen (10 bis 02 Uhr nachts).

Was das Geld betrifft: Wenn Flug und Hotel schon gebucht (und gezahlt) sind wäre ich über Hong Kong ausgereist. Dann kann man nämlich noch (teuer) alles kaufen, was man in den anderen Städten nicht bekommen hat.

Von der Umstellung her ist Hong Kong am Anfang aber besser. Obwohl die Leute dort eine andere Sprache (kantonesisch und etwas mehr englisch) sprechen und die Autos links fahren. Als Fussgänger muss man auf die andere Seite schauen - das programmiert Unfälle in "China" (nicht Sonderverwaltungszone) vor, wo die Autos (meistens) wieder von links kommen.

Dann wäre noch das Klima. Im Süden (Hong Kong und Guilin) ist es je nach Jahreszeit etwas wärmer. An der Küste (Hong Kong und Shanghai) viel feuchter.

D.
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ni hao
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Beitrag von ni hao »

Hallo grossemauer,

ich habe im letzten Winter beide Flüsse "bereist" -

es lohnt sich (mir persönlich hat der Li-Fluss besser gefallen), beim Yangzi ist es halt nicht mehr so spektakulär wie früher, es erinnerte mich an manchen Stellen mehr an eine Fahrt auf dem Vierwaldstätter See...

Unter

http://www.china2.de.nr
http://www.china3.de.nr
http://www.china4.de.nr

gibt es unsere Fotos (leider immer noch in rauen Mengen und nicht aussortiert...)
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belrain
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Beitrag von belrain »

Grimp hat geschrieben: Ich kann nur bestätigen, dass HongKong und Shanghai sehr verschieden sind.
Stimmt eingeschränkt. Klar sind beide Städte verschieden, aber sie haben eines gemeinsam - sie sind nicht das wahre China. Wenn man wirkliches China sehen will, muss man Städte wie Ningguo in der Anhui Provinz besuchen. Hier lebt man noch chinesisch. Aber ich kann die Touris nur warnen - mit englisch kommt man hier nicht weit und die Lebensbedingungen würde ich als katastrophal bezeichnen.
Grimp hat geschrieben: Denn wenn du erst einmal die chinesische Lebensweie lieben gelernt hast, wirst du mit Trauer festsellen, wie beträchtlich doch der Einfluss der Briten in HongKong war. Egal wo du bist, du wirst ständig ermahnt und mit Sicherheitshinweisen überrollt, wie "Please mind the gap", oder "For your safety, please hold the handroll" (tut mir leid, aber man muss mich nicht darauf hinweisen, wie ich mich auf einer Rolltreppe zu verhalten habe). Für einen typischen Chinesen undenkbar, im Restaurant und im Zug nicht rauchen, oder nicht auf den Boden spucken zu dürfen.
Wenn deine Vorstellung der wahren chinesischen Lebensweise darin beteht, im Restaurant und Zug zu rauchen und ständig auf den Boden zu rotzen - na dann gute Nacht. Genau das ist es, was ich an China überhaupt nicht mag. Vor Allem, wenn ich esse und jemand rotzt voller Inbrunst auf den Boden im Restaurant :evil:
Und Hinweise, wie sich die chinesen verhalten sollten findet man auch in Shanghai, z.B. in der U-Bahn. Nur interessiert es niemand. Das ist der Vorteil an Hongkong. Die Einwohner sind deutlich westlicher erzogen und wissen sich zu Benehmen - auch wenn gutes Benehmen subjektiv ist.
Grimp hat geschrieben: ...Shanghai...Es ist zwar auch eine supermoderne Stadt, trotzdem sind die Leute dort typisch chinesisch.
Stimmt leider.
Grimp hat geschrieben: Hinzu kommt, dass, wenn du die Reise in HongKong beendest, langsam knapp bei Kasse bist und dir nicht mehr allzu viel leisten kannst. HongKong aber ist schweineteuer (das sage sogar ich als Schweizer). Für ein normales Bier in einem Restaurant zahlst du dich dumm und dämlich, willst du in den Ausgang, siehst du nur überteuerte Clubs, vollgestopft mit Expats...
Was ist denn da in Shanghai anders? 8)
Grimp hat geschrieben: Ja und jetzt kommt das allerschlimmste. Du sitzt also irgendwo in HongKong, kannst dir nichts leisten und es trennen dich lediglich 4 Stunden vom chinesischen Festland. Blöde ist nur, dass dein Visum mit dem betreten von HongKong leider abgelaufen ist! Die einzige Hoffnung besteht darin, nach Macau in ein Casino zu gehen und den Jackpot versuchst zu knacken, damit du dir ein neues Visum kaufen kannst....
Hier hilft ein Visum mit mehreren Einreisen, falls man das als Touri bekommen kann.


@grossemauer
Ich würde dir folgende Städte empfehlen:
Beijing, Dalian, Qingdao, Shanghai, Hongkong, Chongqing

In Beijing gibt es noch viel "typisch chinesische" Kultur - Verbotene Stadt, Temple of Heaven, Summer Palace, grosse Mauer etc.

Dalian ist, aufgrund seiner Lage, eine sehr schöne Küstenstadt. Hinzu kommt, dass hier der Einfluss Japans, liegt um die Ecke, deutlich zu spüren ist. Macht das Ganze also noch interessanter.

Qingdao hat zweierlei Reiz. Es ist eine sehr schöne Küstenstadt und war deutsche Kolonie. Hier gibt es noch viel deutsche Architektur zu sehen.

Shanghai als Weltstadt ist ein Muss. Bietet aber wenig chinesische Kultur. Und die Shanghainesen sind, meiner Erfahrung nach, bei allen anderen Chinesen unbeliebt - liegt an deren Mentalität, die ich auch schrecklich finde.

Hongkong, teil von China aber irgendwie auch nicht. The peek ist ein Erlebnis. Und der Hafen am Abend ist schöner als der Bund in Shanghai.

Chongqing ist als grösste Stadt der Welt erfasst. Hier treffen sich zwei Flüsse - der Yangtze und der ??? (Namen vergessen, vielleicht kann hier jemand helfen?). Wäre also gut als Teil eurer Flussfahrt zu machen.

Wenn du aber alles o.g. machen willst bist du ein paar Monate unterwegs :wink:
Noch etwas: China ist nicht unbedingt bekannt für seine Sauberkeit. Erst recht nicht in Restaurants oder auf öffentlichen Toiletten. Wer das erste Mal hier ist kann schnell Magenprobleme bekommen - also Reiseapotheke nicht vergessen :wink:
Und in manchen Gegenden (Chongqing, Hongkong) isst man gerne scharf - ist nicht jedermanns Sache.
Das Leben ist schön

Shanghai - seit 2009
1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
1. April 2015 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
chinaneuling
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Beitrag von chinaneuling »

Shanghai und Hongkong hatten wir heuer auch gemacht, war beides interessant (besser gefallen haben uns Beijing und vor allem Xi´an), aber 6 Tage HKG waren zuviel. Würde nächstes Mal stattdessen einige Tage in Macau bleiben. Yangtze und Li-River ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, vor allem, weil man auf dem Yangtze ja einige Tage auf dem Schiff verbringt. Kann da nur zur Route von Chongqing nach Yichang raten - wir sind umgekehrt gefahren und haben einiges verpaßt, weil schöne Stellen bei Nacht passiert werden. Hätte mir davon eigentlich insgesamt mehr erwartet und glaube nicht, daß das noch ein "Muß" bei einer Chinareise ist. Dafür wars auf einem chines. Schiff günstig (obwohl Preis laut Ticket, das erst beim Auschecken ausgehändigt wurde, eigentlich nochmal um die Hälfte billiger) - genug Fertigsuppen mitnehmen - Restaurant zumindest bei uns nur dreimal kurz jeden Tag geöffnet - Essen teilweise ungenießbar (bin nicht anspruchsvoll). Getränkepreise konnten am Schiffs-Kiosk fast um die Hälfte runtergehandelt werden.
Die Umgebung von Yangshao am Li-River war ein Traum, der Ort allerdings auch nicht mehr, weil ziemlich überlaufen. Da waren wir leider einige Jahre zu spät dran.

Chinaneuling
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