Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

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kensen468
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von kensen468 »

Es ist eine uralte Tradition.
MannausChina: Es ist auch eine uralte Tradition, dass die Frau ihrem Mann gehorsam ist, wie sieht's damit aus? Oder dass er sie bei Unfruchtbarkeit wieder abgibt und das Geld zurückerhält, wie steht's darum? Da wird unter dem Vorwand der "Tradition" Profit aus der Zuneigung zweier Menschen geschlagen.
kensen468
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von kensen468 »

kensen468 hat geschrieben:
Es ist eine uralte Tradition.
MannausChina: Es ist auch eine uralte Tradition, dass die Frau ihrem Mann gehorsam ist, wie sieht's damit aus? Oder dass er sie bei Unfruchtbarkeit wieder abgibt und das Geld zurückerhält, wie steht's darum? Da wird unter dem Vorwand der "Tradition" Profit aus der Zuneigung zweier Menschen geschlagen.
Was ich bis jetzt gehört und selber erlebt habe ist, das für die Hochzeit immer der Mann aufkommt.
Eigentlich v.a. die Eltern des Mannes ;) So habe ich es jedenfalls erlebt. Funktioniert in Europa halt anders und wenn sie damit Probleme hat (die Vorstellungen ihrer Eltern sind hierbei nicht von Belang), wird sie auch mit anderen Dingen Probleme haben und dann wird's sowieso langfristig nicht funktionieren.
Meine Frau und ich bezahlen die Hochzeitsfeiern (in China und in der Schweiz) selbst aus dem, was wir beide erarbeitet haben. Das heisst zwar schon, dass ich mehr bezahle als sie, aber v.a. deswegen, weil ich auch deutlich mehr verdiene. Dazu gibt es von beiden Seiten noch etwas von den Eltern, halt an deren jeweiligen Lebensumständen angepasst.
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MannAusChina
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von MannAusChina »

kensen468 hat geschrieben:
Es ist eine uralte Tradition.
MannausChina: Es ist auch eine uralte Tradition, dass die Frau ihrem Mann gehorsam ist, wie sieht's damit aus? Oder dass er sie bei Unfruchtbarkeit wieder abgibt und das Geld zurückerhält, wie steht's darum? Da wird unter dem Vorwand der "Tradition" Profit aus der Zuneigung zweier Menschen geschlagen.
Du hast noch etwas vergessen. Wie z.B. die Frauen in der Qing Dynastie die Fußknochen abbrechen und festbinden lassten. :roll:
Welcher Teil einer Tradition überlebt und welcher Teil ausstirbt, das entscheidet nicht du und auch nicht ich, sondern die Leute, die betroffen sind. Wenn die Leute dafür entschieden haben, dass Mitgift nach wie vor gegeben werden soll, dann so ist das! Wenn du die Mitgift unbedingt als Kaufpreis für deine Frau siehst, dann ist es DEIN Problem. Ich sehe als ein Dankeschön-Geschenk an die Eltern meiner Frau dafür, dass sie ihre Tochter, die Liebe meines Lebens, geboren, großgezogen und auf mich vertrauen haben.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
Shenzhen
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Shenzhen »

MannAusChina hat geschrieben:auf mich vertrauen haben.
Anders herum wird wohl eher ein Schuh draus - "auf mich kein Vertrauen haben" und sie wie in diesem Fall wenigstens 25k Euro einsacken muessen um spaeter nicht evtl. leer dazustehen....

Dafuer muesste Stiefmuetterchen 300 Jahre Kreuzstiche machen.....
Pang_Zi
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Pang_Zi »

Hi..

Ich war letztes WE auf meiner 7ten Hochzeit in China (unter Chinesen).. diesmal als Trauzeuge... und kann dir nur raten: heirate nicht in China! (Hochzeiten in China widern mich mittlerweile nur noch an! Es geht nur um Geld und geprotze! Anderes Thema...)

Zur Mitgift: Ich würde keinen Cent bezahlen! Schon aus Prinzip nicht! Da würd ich auch nicht "verhandeln" Hallo... ? "Sorry, aber ich kann´s mir nicht leisten ihre Tochter für 25000 zu heiraten... können wir uns auf 10000 einigen?" Wo sinwer denn? Auf´m Gebrauchtwagenmarkt?

Wenn du das nächste mal mit denen Schwiegereltern in Spe sprichst, bring doch mal das Argument "Altersversorge"! So nach dem Motto: jeden Yuan den du jetzt gibst wird später - mit Zinsen und Zinseszinsen - weniger für die Altersversorge der Eltern zur Verfügung stehen! (das Argument zieht aber nur wenn die Tochter das einzige Kind ist)


Wenn mich meine Schwiegereltern in Spe zwingen würden Geld zu geben das ich ihre Tochter heiraten "darf", dann würde ich unmissverständlich klar machen das der Tag an dem ich dieses Geld überreiche der letzte Tag war an dem sie mich gesehen haben und der letzte an dem sie irgendwelche Leistungen (in welcher Form auch immer) von mir zu erwarten hatten.


Geld zu geben um Gesicht zu wahren... als Vertrauensnachweis... als wenn man Würde, Vertrauen, Zuneigung kaufen könnte oder auch nur irgendwie in Geld messen könnte! (das viele Chinesen so denken ist eines der Dinge die mich in China am meisten ankotzt! Zum Glück kenne ich hier auch genug Menschen die die nicht arm (geistig, menschlich gesehen) sind!)


Grundsätzlich.. mache ich es in China so wie ich es überall mache (das ist einfach meine Einstellung!): mit Leuten für die Geld / Geschenke die Basis für eine zwischenmenschliche Beziehung darstellen will ich nix zu tun haben!

Grüße...
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von VielUnterwegs »

Irgendwelche Verwandten wollen Geld, wie so oft. Da gibt es nur eine Reaktion: "ok, danke, geht selber arbeiten". Bei allem anderen kommt nur der nächste gleich 2 Wochen später an, usw. Und das gilt völlig unabhängig vom Ort des Geschehens.
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tanzhou
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von tanzhou »

Mein Schwager und ich unterstuetzen die Eltern unserer Frauen mit einem monatlichen Zuschuss. Und sonst war damals bei unserer Hochzeit auch nichts mit Zahlungen in groesserer Form. Wir helfen der Familie hier und dort mal aber es wird nichts gefordert oder sonstiges. Und ich denke, so ist das gut und vollkommen in Ordnung.
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Shenzhen »

Pang_Zi hat geschrieben:heirate nicht in China! (Hochzeiten in China widern mich mittlerweile nur noch an! Es geht nur um Geld und geprotze!
Mal nicht alle Chinesen in einen Reissack werfen - ich habe meine Chinesin in China (Hong Kong) geheiratet und das war's dann auch schon - keine bucklige Verwandschaft keine grosse Feier sondern nur eine kleine mit nahen Freunden, genau so wie ich auch in D geheiratet haette - das ganze ist eine Bindung zwischen meiner Frau und mir, die Familie kann davon gerne wissen aber was geht die das ansonsten an?
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Pang_Zi »

Hi..

Mach ich sicherlich nicht, nur von meiner Erfahrung her (die sicher nicht Repräsentativ ist!) muss ich halt sage, das ich leider ausnahmslos in China - wenn 2 Chinesen geheiratet haben - die zuvor geschilderten Eindrücke gewinnen musste! Von Romantik oder einem glücklichen Tag für 2 Personen.. keine Spur!


Grüße...
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von no1gizmo »

@Pang_zi: Daumen hoch! So sehe ich das auch.

Insgesamt scheint es mir auch so, dass die Heirat eher ein Event für die Eltern ist.
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Der neue Waiguoren »

no1gizmo hat geschrieben:@Pang_zi: Daumen hoch! So sehe ich das auch.

Insgesamt scheint es mir auch so, dass die Heirat eher ein Event für die Eltern ist.
So sieht es aus. Wir heiraten auch in HK und nächtes Jahr wird die Feier (von Eltern gefordert) stattfinden. Geld zahlen: Ne! Alles wird von den roten Umschläglchen finanziert und fertig. Allerdings sind meine Schwiegereltern echt cool, auch wenn sie aus Südchina kommen. Der Vater ist ear nicht soooo begeistert, aber die Schwiegermutter liebt mich. Ich habe direkt gesagt, von meinen Eltern gibt es nix und fertig. Kann man nic machen und entweder mit leben oder halt nicht. Selbstverständlich werden wir sie später auch unterstüten (nicht nötig, aber höflich).
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von aber-hallo-99 »

@Pang-Zi: Du hast sowas von recht! Ganz genau darum geht es. Es muss möglichst teuer sein, damit die Nachbarn sehen, dass die Tochter "reich" verheiratet wird. Dazu hab ich persönlich keine Lust. Ob sich das nun Mitgift nennt oder "der Ehemann zahlt für die Mega-Märchenhochzeit" ist mir im Grund genommen einerlei. Ich lebe seit eineinhalb Jahren in Shanghai und sehe es nicht nur bei Hochzeiten, sondern auch sonst im Leben. Der Schein ist alles. Hauptsache iPhone und iPad, wenn kein Geld, dann verkauf ich halt meine Niere. Hochzeit, Ehering für 15.000 RMB (kommt ja noch dazu), Flitterwochen im 5*-Hotel (was Günstigeres wäre ja Gesichtsverlust). Ständig sich rechtfertigen zu müssen, dass man "günstig" essen gehen möchte in der Mittagspause und nicht jedesmal 50 RMB verbraten für ein Essen, dass ich an der Straßenecke von 15 RMB bekomme... Manchmal bin ich echt froh, wieder bald in D zu sein!
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von aber-hallo-99 »

[/quote] So sieht es aus. Wir heiraten auch in HK und nächtes Jahr wird die Feier (von Eltern gefordert) stattfinden. Geld zahlen: Ne! Alles wird von den roten Umschläglchen finanziert und fertig. Allerdings sind meine Schwiegereltern echt cool, auch wenn sie aus Südchina kommen.[/quote]

Das ist aber mal nett:) Ich werde es hoffentlich ähnlich machen können. Meine Freundin und ich sammeln jetzt zunächst mal alle Dokumente, die fürs Ehefähigkeitszeugnis nötig sind und dann stelle ich halt die Verwandten vor vollendete Tatsachen. Ich bin gerne bereit eine Hochzeitsfeier zu finanzieren. Aber nicht im 5-Sterne-Hotel und nicht für 300 Leute. Denn ich verfüge nicht über die finanziellen Ressourcen (bin Berufsanfänger) und auch nicht die Frechheit an meine Eltern ranzutreten und sie um Geld zu bitten.
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von Pang_Zi »

Hallo

Die Hochzeit auf der ich letztes WE war hat mir gar den Rest gegen.. ich hab echt keinen Bock mir das Elend hier noch länger anzusehen! Mein Kumpel hat für die Hochzeit ca. 1/2 Mio RMB rausgeworfen... und der Arme Kerl verdient gerade mal 6000 im Monat, wie der das gemacht hat und warum man so blöd sein kann ca. 7 Jahresgehälter nur für die Feierlichkeiten einer Hochzeit die nur mit Stress verbunden war rauszuschmeißen will mir nicht in den Schädel!

Was mich diesmal am meisten angekotzt hat:

* 2 Freundinnen der Braut + Trauzeuginnen sind im Restaurant im Saal herumgegangen und haben die Tische gezählt, gefragt was das Essen pro Tisch kostet und dann Rechnungen angestellt... so nach dem Motto: "da war die Hochzeit von XY aber wesentlich teurer..."

* Über die Hälfte der Gäste sind direkt nachdem sie sich den Wanzt vollgeschlagen haben von der Hochzeitsfeierlichkeit verduftet... und zwar noch BEVOR DIE HOCHZEITSZEREMONIE VORBEI WAR!!!! Wie mein Kumpel seiner Zukünftigen den Ring an den Finge gesteckt hat haben die meisten gar nicht mitbekommen weil sie sich schon verdrückt hatten... natürlich nicht ohne vorher die verteilten teuren Zigaretten einzusammeln und mitzunehmen... oder weil sie sich um 2 Uhr Nachmittags schon unter den Tisch gesoffen hatten!

Sorry, aber das ist teilweise sowas von armselig... da bleibt einem die Spucke weg!

Grüße..
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Re: Aussteuer bei der Heirat meiner chinesischen Freudin

Beitrag von blur »

Wie schafft man es denn für eine 2 stündige Feier über 60.000€ auszugeben und das in China? :shock: Scheint eine sehr lukrative Branche zu sein, sollte mir mal überlegen da mit einzusteigen.
Herrje, ist ja wahr, dass Chinesen immer und überall protzen müssen, aber auf über 20 Jahre verschulden nur um 2 Stunden was davon zu haben? Das ist krank.
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