Man muss als Lehrer nicht der Beste sein, um anderen etwas beibringen zu können. Ich habe selber bis heute zu 90% nur Nieten als Lehrer gehabt. Einer davon hat die größte Industriestraße für Schulungszwecke in ganz Deutschland gebaut, war durch und durch Experte auf seinem Gebiet, doch menschlich und als Lehrer eine Null.
Während dem Studium wurde mal gefragt, ob ich an einer privaten Sprachschule in Deutschland unterrichten wollte. Niemand von der Lehrerschaft war begeistert von der Idee, einen Techniker ohne Lehrerfahrung einzustellen, doch es ging eigentlich nur um eine Gruppe Chinesen und es gab keinen Deutschlehrer, der chinesisch sprach und/oder für den Hungerlohn arbeiten wollte. Also konnten die nur den Kurs ausfallen lassen und 12 junge Menschen wieder nach China schicken, oder mich engagieren. Nach 3 Monaten wurde mir ein permanenter Vertrag angeboten, weil in keinem anderen Kurs so viel Praxis geboten wurde und die Schüler anderer Kurse aus England, Russland, etc. nicht halb so frei reden konnten, wie meine Gruppe.
Niemand von meinen Schülern wollte Deutsch lernen, sondern eher technische Ingenieurberufe erlernen und musste einfach nur den DSH bestehen. Dafür (DSH) waren perfekte Deutschkenntnisse nicht erforderlich.
Keine Ahnung, was ein Konjunktiv ist, hab nie lateinisch gelernt. Bei uns hieß sowas Tu-Wort, Eigenschaft oder Namenswort. Naja, Hauptschule halt. Trotzdem lernte ich Lesen und Schreiben und finde mich heute in alter und neuer Rechtschreibung zurecht und kann sogar fehlerfrei schreiben, wenn ich mir die Zeit dafür nehme.DeFang hat geschrieben:Mein Lieblingstest: Wieso haben sollte und wollte keinen Umlaut im Konjunktiv 2?
Shakespear sollte man ja auch auf englisch und nicht auf deutsch lesen. Gleiches gilt bei mir genauso für Goethe & Co. Ich würde gerne Sun Tzu's "Art of War" lesen, doch die verschiedenen Übersetzungen sind mir einfach zu ungenau, also lasse ich es, bis ich vielleicht doch noch chinesisch lesen und schreiben lerne.canni hat geschrieben:Ich bin immer noch nicht überzeugt, bitte widerlegt mich, dass es bei allem Sinn macht deutsches ins blumige chinesisch zu übersetzen. Da hilft ein Bild meist mehr als ein umständlicher Worttransfer. Bestimmte Dinge gibts halt nicht im chinesischen.
@Canni: das war Zustimmung, nicht Ablehnung



