OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

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Laogai
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Re: Wir können alles, außer nachdenken

Beitrag von Laogai »

robbe hat geschrieben:Wenn nix für den Olympia-Sieg herausspringt, würde man nicht seine ganze Zeit für das Training opfern.
So so.
Das solltest du mal den Athleten mitteilen, die bei den Spielen ohne Medaille davon gegangen sind. Das wird sie bestimmt trösten :roll:
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von arrow »

chinavelo hat geschrieben:Deutsche Olympiasieger bekommen von der Stiftung Deutsche Sporthilfe EUR 15.000!
Die Suche nach dem gerechten Lohn

Bernd
In der DDR gab es wohl bei Olympiasieg einen Trabant oder Wartburg und etwas Geld. Dazu einen Orden (wo wohl das Geld mit dran hing) und einen Handschlag von Erich und Krenz.

Natürlich waren die Spitzensportler Vollzeitsportler (offiziell im Dienste der NVA). Grosser Anreiz waren sicher auch die Reisen ins NSW.

Ok vom Doping wollen wir hier nicht reden...
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null.... und das nennen sie ihren Standpunkt.
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von stefani »

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tanzhou
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von tanzhou »

stefani hat geschrieben:Warum das olympische Hammerwerfen 2004 von Athen noch läuft ...
Quelle: http://www.fr-online.de/olympia-2012/ol ... 19156.html

@Stefani: Einfach kopieren ist Unsinn und nicht zulaessig! Link kopieren genuegt. Vor allem wollen evtl ein paar Leute weiterfuehrende Info' s haben ...
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von tanzhou »

Also wenn ich mir den heutigen Medaillenspiegel anschaue .. kommen mir fast die Traenen. D "nur" noch auf dem 9ten Platz und von uns Europaeern haben Italien, Frankreich und vor allem England die Nase vorn ...

Habe gestern Nacht etwas Tischtennis geschaut, da wurde das dt. Doppel von den Chinesen gut abserviert und auch das Einzel hinterher (Bastian Steger / Ma Long) war ein Kinderspiel der den Weltrang 3 (<-- lt. Wiki).

Und was den "erreichten Zenit" der USA angeht (habe ich hier irgendwo in diesem Thread gelesen) schlagen die sich ganz gut und stehen hervorraged da. Also kommt aus der Richtung immer noch sportlicher Power.

Man muesste mal den Sportlern in D echte Alternativen bieten und die Motivation steigern (vllt so aehnlich wie bei dem Koreaner der im Bogenschiessen Gold holte und nun eine Sofortrente erhaelt). Aber geht ja derzeit nicht, die ganze Kohle fliesst in die Euro-Kriese ... :lol: ... ... :evil:
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Grufti »

laogai hat geschrieben:
robbe hat geschrieben:Das vorangige Motiv der Sportförderung in Deutschland ist es jedenfalls nicht, im Ausland gut darzustehen.
Welches Motiv steckt denn sonst hinter der Förderung von sportlichen Talenten?

Ich finde es immer wieder beeindruckend und erschreckend, wie so ein Schwarz-Weiß-Denken bei manchen festgebrannt ist. Wenn der Feind sportliche Erfolge erzielt heißt es sofort "da wird massivst staatlich gefördert".
Wenn wir (oder unsere Freunde) sportliche Erfolge erzielen wurde doch auch gefördert! Oder sind die Sportler einfach so aus dem Nichts hervorgepoppt? Und wenn nicht der Staat gefördert hat, wer sonst?
Laogai: Heute früh im ZDF:
Die staatliche Förderung für den Sport in GB betrug in den letzten 10 Jahren 130 Millionen EUR!
das nenne ich ebenfalls massivste staatliche Förderung..

Sind die Briten jetzt "Feinde" oder "Freunde" ...? :roll:
:lol: :lol:
:mrgreen:
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Laogai »

Grufti hat geschrieben:Sind die Briten jetzt "Feinde" oder "Freunde" ...?
Mit "Freunde" meinte ich natürlich die "freie westliche Welt". Man könnte es auch die "Achse der Guten" nennen....
Grufti hat geschrieben:Heute früh im ZDF:
Die staatliche Förderung für den Sport in GB betrug in den letzten 10 Jahren 130 Millionen EUR!
das nenne ich ebenfalls massivste staatliche Förderung
Also weniger als 22 Cent (€) pro Einwohner pro Jahr. Das ist in der Tat massivst!
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Guinness »

130 Millionen Euro ist für die Zeitspanne wirklich nicht viel, wenn man aber nun berücksichtigt das die Briten dieses Geld über 10 Jahre gezielt in solche Disziplinen investiert haben wo man eh schon seit Jahren brilliert (Kanu, Radfahren, Reiten, etc.), dann sind die Leistungen nichts, was nicht auch in Deutschland erreichbar wäre. Hinzu kommt Trainingsmethodik (sollte nicht unterschätzt werden), Konzentration und insbesondere Motivation. Einige Sportler sind in dieser Hinsicht ja geradezu fanatisch.

Und verglichen mit deutschen Fördergeldern, sind 130 Millionen Euro verdammt viel.

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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Grufti »

Guinness hat geschrieben:130 Millionen Euro ist für die Zeitspanne wirklich nicht viel, wenn man aber nun berücksichtigt, das die Britten dieses Geld über 10 Jahre gezielt in solche Disziplinen investiert hat wo man eh schon seit Jahren brilliert (Kanu, Radfahren, Reiten, etc.), dann sind die Leistungen nichts, was nicht auch in Deutschland erreichbar wäre. Hinzu kommt Trainingsmethodik (sollte nicht unterschätzt werden), Konzentration und insbesondere Motivation. Einige Sportler sind in dieser Hinsicht ja geradezu fanatisch.

Und verglichen mit deutschen Fördergeldern, sind 130 Millionen Euro verdammt viel.

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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von ingo_001 »

Vor 2-3 Tagen wurde der Zeitraum von 1996 - 2012 genannt.
Innerhalb dieser Zeit investierte GB 450 Mio. Euro (nur für das Team Olympia).
Das allein ist schon ne stolze Summe.
Aber es wurde auch die sportl. Infrastruktur sowie die Trainingsmethoden expliziet auf den nachhaltigen Erfolg des brit. Olympia-Teams ausgerichtet.
Da das brit. Olympia-Team nach den Olympischen Spielen von Atlanta (1996) kontinuierlich seine Medailien-Ausbeute steigern konnte, scheinen sie da wohl doch was richtig gemacht zu haben.

Irgendwo bei ARD oder ZDF wird die entspr. Background-Info zu finden sein.
Bin einfach zu faul selbst danach zu suchen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Laogai »

Guinness hat geschrieben:130 Millionen Euro ist für die Zeitspanne wirklich nicht viel, wenn man aber nun berücksichtigt das die Briten dieses Geld über 10 Jahre gezielt in solche Disziplinen investiert haben wo man eh schon seit Jahren brilliert (Kanu, Radfahren, Reiten, etc.), dann sind die Leistungen nichts, was nicht auch in Deutschland erreichbar wäre.
Guter Punkt!
Wurde das Geld wirklich schon seit 10 Jahren gezielt investiert, oder vielleicht erst (noch gezielter) nach dem 06.07.2005?
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Guinness »

laogai hat geschrieben:Wurde das Geld wirklich schon seit 10 Jahren gezielt investiert, oder vielleicht erst (noch gezielter) nach dem 06.07.2005?
Ich möchte meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, aber wenn ich mich recht erinnere dürfte der Zeitraum sogar länger als 10 Jahre sein. Ich habe die 10 Jahre jetzt nur als ungefähren Richtwert genommen. :)

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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Saku »

An GB kann man sehen das eine erhöhte Förderung + eine zielgerichtete Aufwertung der sportl. Strukturen (und natürlich noch vielen anderen Änderungen) viel zu der erhöhten Medailienausbeute beisteuert.
In Deutschland wird seit Ewigkeiten über Änderungen gesprochen aber bisher wurd noch nichts gemacht.
Persönlich finde ich es erschreckend, dass immer noch versucht wird, die DDR Trainingsmethoden im Schwimmsport, beizubehalten bzw sich daran zu orientieren. Leider geht die ganze Rechnung nicht aus da a) das ganze schöne systematische Doping aus der alten Zeit wegfällt und b) der Schwimmsport sich immens verändert hat (ja, man kann wirklich keinen Appel mehr mit den alten Leistungen gewinnen)
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von Laogai »

Guinness hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Wurde das Geld wirklich schon seit 10 Jahren gezielt investiert, oder vielleicht erst (noch gezielter) nach dem 06.07.2005?
Ich möchte meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, aber wenn ich mich recht erinnere dürfte der Zeitraum sogar länger als 10 Jahre sein. Ich habe die 10 Jahre jetzt nur als ungefähren Richtwert genommen.
Ok, schauen wir uns mal die letzten 20 Jahre Olympische Spiel an:
1992 in Barcelona: Die Briten waren nicht unter den ersten 10. Dafür aber Spanien auf Platz 6. Australien auf Platz 10.
1996 in Atlanta: Die Briten waren nicht unter den ersten 10. Spanien übrigens auch nicht mehr! Komisch :roll:
2000 in Sydney: Die Briten waren auf Platz 10. Die Spanier nicht mehr unter den ersten 10 (komisch!), dafür aber Australien auf Platz 4 (noch komischer!)
2004 in Athen: Die Briten landen wieder einen guten 10. Platz. Spanien und Australien irgendwo dahinter.
2008 in Beijing: Die Briten landen auf Platz 4. Australien schafft es auf Platz 6. Spanien ist nicht unter den ersten 10.

Was sagt uns das? Massivste staatliche Förderung :wink:
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Re: OLYMPIA 2012 Medaillen-Diskussion

Beitrag von ingo_001 »

laogai hat geschrieben:1996 in Atlanta: Die Briten waren nicht unter den ersten 10. Spanien übrigens auch nicht mehr! Komisch :roll:
2000 in Sydney: Die Briten waren auf Platz 10. Die Spanier nicht mehr unter den ersten 10 (komisch!), dafür aber Australien auf Platz 4 (noch komischer!)
2004 in Athen: Die Briten landen wieder einen guten 10. Platz. Spanien und Australien irgendwo dahinter.
2008 in Beijing: Die Briten landen auf Platz 4. Australien schafft es auf Platz 6. Spanien ist nicht unter den ersten 10.

Was sagt uns das? Massivste staatliche Förderung :wink:
Also mir sagt das, dass die Briten den richtigen Weg gegangen sind.
Die werden sich einen Deifel drum gekümmert haben, ob und wie andere Länder das handhaben.
Sie haben Ihre eigene Situation erst analysiert und dann für sich das Ziel definiert in den zukünftigen olympischen Medailienspiegeln kontinuierlich weiter nach vorne zu kommen.
Well done, kann ich da nur anerkennend sagen.
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