Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Alles um Zoll, Import & Export zwischen China und dem Rest der Welt.
a1a1a1a1
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Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von a1a1a1a1 »

An alle Spediteure
Grufti der aus Muenchen versendet hat ja noch Glueck aber der Rest sollte sich das mal durchlesen.
Seit mehr als drei Monaten sitzt der Deutsche Nils Jennrich in einem Pekinger Gefängnis. Die Vorwürfe gegen den Kunstspediteur sind unklar, eine Anklage gibt es nicht......

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ngnis.html
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incues
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von incues »

Tja, wer mit den Haien schwimmt...
Da meinte wohl wieder jemand einen besonders kleveren deal zu machen und dann weiß die arme Sau angeblich nicht einmal was sie verbrochen hat. Ist das nun Dummheit oder einfach nur mangelnde Fachkompetenz?
Unwissenheit schützt auch in China vor Strafe nicht.


Aber ja, das sind sie... Nach einigen Aufträgen denken sie, dass sie die besten Kontakte in China haben und bieten door to door service an. Natürlich zu einem unschlagbaren Preis, denn man hat ja Beziehungen in China :D

Besonders, wenn man für die Güter eine spezielle Lizenz benötigt, dann sollte man es unterlassen den Zoll zu verarschen.
Steuerhinterzieher werden auch in Deutschland wie Schwerverbrecher behandelt.
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a1a1a1a1
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von a1a1a1a1 »

Ich halte aber auch seine Variante für Glaubwürdig.
Woher soll die Spedition den Wert vom Bild oder des Kustgegenstandes wissen.
Es gibt nicht nur Picasso und auch da kann morgen der Wert vom Bild 10 mal Höher sein als heute.
Aber wie gesagt ich habe davon keine Ahnung und natürlich schützt Dummheit nicht vor Strafe.
Wenn wir was versenden nehmen wir auch immer den möglichst den kleinsten Preis
event
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von event »

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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von VielUnterwegs »

Unser Grossreich komme,
Unser Wille geschehe,
wie im himmlischen Koengreich, so auch bald ueberall,
Unser tausendjaehriges Grossreich gib uns heute!
Aremonus
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Aremonus »

In China ist das mit der Rechtsstaatlichkeit so eine Sache - nur weil manche sich etwas erlauben können, können das noch lange nicht alle. Damit haben eben gewisse Deutsche (da Deutschland dermassen rechtsstaatlich ist, dass der Rechtsstaat sogar höher als der Volkswille gewichtet wird) ein Problem damit.

Wer in China geschäften möchte, muss eben ein Gespür dafür entwickeln, was geht und was nicht - und wenn einem unrecht geschieht, kann man auch nicht immer damit rechnen, dass einem der Rechtsstaat bei Seite steht und hilft. Da läuft eben noch viel mehr auf der zwischenmenschlichen Ebene ab...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von edmund27 »

Aremonus hat geschrieben:In China ist das mit der Rechtsstaatlichkeit so eine Sache - nur weil manche sich etwas erlauben können, können das noch lange nicht alle. Damit haben eben gewisse Deutsche (da Deutschland dermassen rechtsstaatlich ist, dass der Rechtsstaat sogar höher als der Volkswille gewichtet wird) ein Problem damit.

Wer in China geschäften möchte, muss eben ein Gespür dafür entwickeln, was geht und was nicht - und wenn einem unrecht geschieht, kann man auch nicht immer damit rechnen, dass einem der Rechtsstaat bei Seite steht und hilft. Da läuft eben noch viel mehr auf der zwischenmenschlichen Ebene ab...
Ich kann dir mit deinem Beitrag nur recht geben. China ist immer noch eine Diktatur und wer mit einer Diktatur Geschäfte macht, der muss mit allem rechnen. 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von happyfuture »

Aremonus hat geschrieben:Wer in China geschäften möchte, muss eben ein Gespür dafür entwickeln, was geht und was nicht - und wenn einem unrecht geschieht, kann man auch nicht immer damit rechnen, dass einem der Rechtsstaat bei Seite steht und hilft. Da läuft eben noch viel mehr auf der zwischenmenschlichen Ebene ab...
endlich mal ein gutes Statement, Bravo :!:
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von canni »

mmmhhhh die zwischen-menschliche Ebene.. also liebe Deinen Nächsten... und helfe ihm in der Not. aber meist ist sich jeder selbst der Nächste...

oder ist das die Ebene mit dem Porträt des chairmans drauf?

Ansonsten genau richtig, wer sich in Gefahr begibt kann leicht darin umkommen.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Grufti »

a1a1a1a1 hat geschrieben:An alle Spediteure
Grufti der aus Muenchen versendet hat ja noch Glueck aber der Rest sollte sich das mal durchlesen.
....

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ngnis.html

Glück brauche ich selbst, ich versende es nicht..

Ne Ernst beiseite...
Ich arbeite auch im Import, nicht im Export. Auch ich bin schon wegen Falschanmeldung einer Importsendung zur Kasse gebeten worden.
Der Zoll hatte einmal, bevor er eine Sendung freigegeben hatte, noch eine Beschau angeordnet, und dabei 3 Hemden gefunden, die der Kunde nicht auf seiner Rechnung angegeben hatte, und ich deshalb nicht ordnungsgemäß hatte anmelden können. Damals war es schlimmer als heute, denn Hemden aus China, Vietnam etc waren einfuhrgenehmigungspflichtig
Mich hatte der "Spaß" DEM 300 gekostet. Der Kunde wurde ebenfalls, aber mit der Zahlung eines höheren Betrages bestraft.

Zu dem inhaftierten Spediteur: Ich glaube, ich hätte rein interessehalber mal nach den Bildern gegooglet, um die wirklichen Preise festzustellen. Spätestens nach ein oder zwei Unstimmigkeiten hätte ich Zahlungsnachweise beim Kunden angefordert, so wie es der Zoll teilweise in München macht, wenn er Sendungen abfertigt, die bei Ebay von Privatkunden ersteigert wurden .

Ich denke mal, der Betroffene hatte viel zu blauäugig gehandelt, denn in einem Land wie China wäre ich mindestens doppelt so vorsichtig wie normal...

Aber als Unbeteiligter weiß man immer alles besser....
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Deutscher zweifelt an Hirn bei a1

Beitrag von Laogai »

event hat geschrieben: http://forum.chinaseite.de/ftopic1694-4590.html
Siehe Mitte der Seite
Mitte der Seite wäre hier*. Etwas weiter unten findet man noch das.

Und im Diskussionsordner steht dann auch dieses:
laogai hat geschrieben:Vergleichen wir mal:
welt.de hat geschrieben:Nicht die Spedition, sondern der Kunde müsse die Wertangabe beim Zoll machen und die Ware verzollen.
bloomberg.com hat geschrieben:Part of the company’s job is navigating China’s customs regulations, which require permission from the Ministry of Culture for imports of art.
Mist, wem sollen wir denn jetzt glauben? :shock:
Nun aber zurück:
a1a1a1a1 via welt.de hat geschrieben:Die Vorwürfe gegen den Kunstspediteur sind unklar, eine Anklage gibt es nicht......
bloomberg.com hat geschrieben:Integrated Fine Arts Solutions’ Beijing lawyer, Xiao Yongcheng, confirmed the charge against Jennrich.
Mist, wem sollen wir denn jetzt glauben? :shock:

* Hinweis am Wegesrand: Wenn du ein bestimmtest Posting aus diesem Forum verlinken möchtest, dann klicke auf Bild oben rechts in eben jenem Posting. Im nächsten Schritt die URL übernehmen. War das verständlich?
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Grufti »

edmund27 hat geschrieben:
Ich kann dir mit deinem Beitrag nur recht geben. China ist immer noch eine Diktatur und wer mit einer Diktatur Geschäfte macht, der muss mit allem rechnen. 8)

Wieso "mit" einer Diktatur ? :roll:

... es muß heißen "in" einer Diktatur
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Laogai »

Grufti hat geschrieben:
edmund27 hat geschrieben:Ich kann dir mit deinem Beitrag nur recht geben. China ist immer noch eine Diktatur und wer mit einer Diktatur Geschäfte macht, der muss mit allem rechnen. 8)
Wieso "mit" einer Diktatur ? :roll:
... es muß heißen "in" einer Diktatur
:arrow:
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Grufti »

laogai hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
edmund27 hat geschrieben:Ich kann dir mit deinem Beitrag nur recht geben. China ist immer noch eine Diktatur und wer mit einer Diktatur Geschäfte macht, der muss mit allem rechnen. 8)
Wieso "mit" einer Diktatur ? :roll:
... es muß heißen "in" einer Diktatur
:arrow:
Du bist doch selbst inkonsequent....... bei mimichen :!:

Vielleicht mein Edi wirklich , daß die Führungsriege der Regierung selbst an diesem G(k)unsthandel profitiert.. :roll:

S ist deshalb nicht unbedingt richtig. den Korrekturthread zu bemühen...
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Re: Deutscher verzweifelt in chinesischem Gefängnis

Beitrag von Shenzhen »

Weils so schoen ist fuer den a1 nochmal:
Shenzhen hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Zum Thema Deutscher im Gefängnis.

Warten wir mal was bei der Anklage rauskommt. Die Deutschen Medien haben ja bekanntlich nicht gerade den Ruf objektiv und unvoreingenommen zu berichten, besonders nicht bei China Themen und wenn da noch ein Deutscher verwickelt ist... Kann ja auch sein, dass ein Verbrecher versucht mit Hilfe der westlichen Presse Druck auf die chinesische Regierung auszuüben. Solche Sachen hatten wir ja bei nichtwestlichen Ländern ja schon öfters.
Da wird genau die Praxis herauskommen mit der sie sich strafbar gemacht haben - zumindest der Beihilfe der Steuerhinterziehung. wieder mal ein toll geschriebener Artikel - aber von der deutschen Presse ist nicht anderes zu erwarten: Wir haben das immer so gemacht und bisher sind wir so durchgekommen, huch ploetzlich wird kontrolliert und wir armen Betrueger/Handlanger sind nicht vorher informiert worden. Die IFAS macht den Komplettservice von der Abholung ueber die Versicherung bis zur Tuerlieferung, die wissen ganz genau bzw. handeln das fuer ihre "Kunden" so, dass sie bei der Versicherung den vollen Kaufpreis versichern und beim Import/Export nur einen Phantasiepreis angeben der natuerlich nur ein Bruchteil des realen Werts ist. Das ist gaengige illegale Praxis bei Art-Handlern. Die Ausrede mit "wir wussten von nichts" und sind nur unschuldige Laemmer koennen sie versuchen dem Gericht zu erzaehlen aber die werden es ihnen genau so wenig glauben wie ich es weiss.
Das ist auch ein Unterschied zwischen chinesischen und deutschen/europaeischen/amerikanischen Firmen in Deutschland usw. redet man es sich so lange ein das etwas legal ist bis man selbst fest davon ueberzeugt ist, in China weiss man dass es illegal ist und trifft entsprechende "Vorkehrungen" dann gibt es auch kein boeses erwachen weil die Regiereung den Beschiss aufdecken muss weil es einfach bis zum letzten ausgereizt und unkontrollierbar wird.
Habe den Verfasser des Artikels angeschrieben, nach einer ersten Reaktion die ohne beweise fuer seine Behauptungen war, er als Quellen fuer die Richtigkeit seines Artikels ausgerechnet Transportunternehmen nannte und mir Populismus unterstellte habe ich ihm die Fakten auf den Tisch geknallt und welch Wunder es kam keine Reaktion mehr. Schon traurig wie billig manche Autoren ihre Beweise zusammen tragen und daraus ihr Weltbild spinnen.

Noch ein Auszug dem es jedem Dummkopf ganz unschwer klar macht worum es hier geht: Warum wurde in der Zollerklärung für die Kunstwerke ein zu niedriger Wert angegeben? Warum ist die Versicherungssumme viel höher? Immer wieder antwortet Jennrich, dass die Kunden ihnen die Werte mitteilten. Sie seien für die Einfuhrabgaben verantwortlich. Und dazu die Webseite:
Transportation Solutions

First class carriers
Continual monitoring of transportation
Custom-made crating
Import & export customs clearance
Planning & supervision
Fast quotations

International Insurance Coverage
Extensive network allows IFAS to offer the best rates
Coverage for any artwork
All risks included
No deductibles
Alles aus einer Hand komisch passt also so rein garnicht zueinander, die wissen ganz genau was Sache ist. Bei der Versicherung wird der echte Wert angegeben denn schliesslich will der Kunde ja, dass er im Falle des Verlusts/Schaden sein Geld zurueck bekommt. Und oh welch Wunder, schock schwerer Fehler, das kann ich mir ja garnicht erklaeren, der Zollwert ist um eine veilfaches niedriger um Zoll zu "sparen". Das ist/war gaengige Praxis im Kunsttransportgewerbe, einmal muss es einen erwischen. Wer das Mass ueberzieht faellt auf die Fresse ganz einfach.
Das ist nichts weiter als Steuerhinterziehung oder zumindest Beihilfe dazu im schlimmsten Falle sogar bandenmaessig - kann man bei IFAS wohl von ausgehen - weg in den Knast und recht so! Und es hat mal wieder nur den "kleinen Manager" erwischt und nicht den Inhaber - klar der sitzt natuerlich warm in Hong Kong. Wer sich in die Hoehle des Loewen begibt und mit dem Feuer spielt muss sich schon schlauer anstellen. Da kann man sich auch nicht mit "kleiner Manager" rausreden. Die wissen ganz genau was sie angstellt haben und jetzt soll sie Merkel & Co. rausboxen? Es gibt ganz legale Wege Steuern zu sparen zumindest mit bestimmter Kunst aber so schlau sind die von IFAS wohl nicht....
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