Tut mir Leid. Da muss ich sagen, du hast keine Ahnung über Chinesische Geschichte.aquadraht hat geschrieben:Ich denke, dass Du nicht nur die Deutschen nicht gut verstehst, sondern auch die chinesische Geschichte ausserhalb Deiner Propagandatraktate.BaiSha1934 hat geschrieben:Danke fuer die Hinweise. Ich gebe zu, dass ich die Deutschen noch nicht gut verstehe.
Das China vor 1949 war nicht nur gezeichnet durch die japanische Aggression, die in der Tat die Wende im chinesischen Bürgerkrieg einleitete, ohne die China heute möglicherweise kein einheitlicher Staat mehr wäre, jedenfalls wahrscheinlich ohne Tibet, Xinjiang und Nei Mengguo. China war auch vorher kein einheitlicher Staat, sondern eher etwas wie Deutschland nach dem dreissigjäjhrigen Krieg 1648, ein Land, zersplittert unter hunderten regionaler Machthaber - ok das waren meist nicht Bischöfe, Fürsten und andere adlige oder fromme Schmarotzer, sondern Warlords, uniformierte Schmarotzer, und mitunter auch Stammesherrscher wie der Kinderschänder Ma. Sie waren im ständigen Bürgerkrieg gegeneinander, käuflich und beutegierig, und mehrheitlich dem Opium verfallen.
China war in der Zeit, wie Völkerbundsstatistiken ausweisen, das Welthungerland Nr.1, noch vor Indien (dem es dank britischer Plünderung und Misswirtschaft übel genug ging, der Lebensstandard von 1600 wurde dort erst 1967 wieder erreicht) und vor Afrika. Die Bruttomortalität jener Zeit lag einen grossen Teil dieser Zeit auf dem selben Niveau wie während der schweren Versorgungskrise 1959-61, die gern als Mao-Hungersnot und angeblich schlimmste Hungersnot der Weltgeschichte bezeichnet wird.
China hatte nach der Revolution von 1911 ein paar Chancen zum Besseren, vor allem, als Sun Yat Sen die Allianz mit den Kommunisten schmiedete, um die Kleinstaaterei und den Dauerbürgerkrieg zu beenden und das Land zu einen. Jiang Jieshi hat diese Chancen durch seinen Putsch von 1927, die Ermordung politischer Konkurrenten in der KMT und die bestialischen Massaker, vor allem in Shanghai, dauerhaft vereitelt und den Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und KMT begonnen. Es gibt ein Buch des späteren französischen Kulturministers Andre Malraux, La condition humaine, das den Putsch der rechten KMT in Shanghai zusammen mit den Triaden schildert, die bestialische Ermordung hunderter Oppositioneller durch Verbrühen in Eisenbahnkesseln.
Einen derart bestialischen Foltertod hat Mao seinen Opfern nicht bereitet. Ohne Mao deshalb zu loben oder zu entschuldigen, Jiang Jieshi war ein Mörder, ein Verräter und eine Bestie. Subjektiv war er gewiss ein Patriot.
Interessanterweise stellen die zeitgenössischen chinesischen Medien auch eher die unbestreitbare patriotische Seite heraus. Sie sind etwas differenzierter als auf der anderen Seite die Hasstiraden gegen Mao Zedong.
a^2
Was du alles erzählst, ist fast 100% gleich wie in den Chinesischen Geschichte-Lehrbücher steht.
Es ist einfach nur zum Lachen. :lol:Da Weisst man, wie erfolgreich die CCP Propaganda ist.
Ein sehr gutes ChinaGeschichte Buch kann ich dir aber empfehlen, "Who is the new China" von Xin Haonian.Dann weisst du, ob Jiang wirklich ein Verräter war und wer ein richtiger Vertäter war.
Wenn ich die deutsche Geschichte kennenlernen möchte, werde ich niemals ein Buch lesen,das
von einem chinesischen Autor geschrieben hat.


