Es gibt ne Art Suggestivfragen. Beispiel: Man fragt nen alten Fischer, "wie er es findet, dass sein Beruf nun für den Tourismus verkommen ist". Ja, er sagt verkommen. Er antwortet, dass dadurch sein Leben besser wurde und er endlich etwas mehr Geld verdient. Direkt danach wird wieder gesagt vom Sprecher, dass es dennoch ein zweischneidiges Schwert ist.
Dann als sie auf dem Li-Fluss fahren, wird suggestiert, dass die Touristenboote alle scheisse sind, weil man eigentlich seine Ruhe haben will, wenn man ne Touridoku macht. Dann reden sie mit drei Rucksacktouristen, die meinen, dass sie in China die ganze Zeit an den Arsch gefasst wird.
Als man in einer Chengdu-Oper war, wurd es wirklich niedergemahcht. Dieser Paul Merton meint, es wäre Scheisse.
Dann gings zu nem verfolgtem Christen. Was der in ner Touridoku zu suchen hat, weiss ich nicht.
Als es dann aber zu einem Rechtsanwalt geht, der darüber rede, wie günstig es ist in China zu produzieren, schwung ein positiver Ton dabei und auf z.B. Lohnkosten wurde nicht eingegangen.
Dann liest er ne chinesische Zeitung und tut so, als ob jede News ne Lobpreisung an China ist.
Dann wird auch so getan, als wäre es ganz normal, wenn man das chinesische Kind aussetzt, wenn es ein Mädchen ist (ich weiss darum, dass es solche Situationen sicherlich in China gibt, aber es wird suggestiert, dass es Normalotät ist).
Dass sich dieser Paul Merton in tausend Situationen wie ein intoleranter Elefant im Porzellanladen verhält, muss hier nicht erwähnt werden.
Ich könnte hier noch mehr Beispiele nennen.
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Worauf ich hinaus wollt ist, dass ich oftmals in Chinadokus sehr viele Suggestivfragen bzw. negativ geprägte Stellen sehe. Mir sind die Probleme Chinas sehr bewusst und man muss auch bei einigen Themen kritisch Stellung beziehen.
Aber oftmals wirkt es einfach so, als ob man für solche Reisedokus Leute anstellt, die keinerlei Ahnung vom Land haben und man irgendwie dennoch für jede Stadt negative Aspekte rausfischt.
So hätte ich z.B. nach dieser angesprochenen Doku den Eindruck, dass alle Chinesen unzivilisiert sind, an so einen Mist wie TCM glauben, sich für den Tourismus prostituieren, jeden Tah Penis essen etc.
Wenn ich dann aber mal als Beispiel Thailand nehme, über die es ja auch genug Reisedokus auf Öffentlich-Rechtlichen Sendern gibt, geht es da wirklich nur um den Tourismus. Es geht um schöne Strände, gute Touristenziele, ggf. Auswanderer. Aber die Dokus, die ich über Thailand in dem Zusammenhang sehe, denen fehlt das, was ich z.B. bei Chinadokus kritisiere. Dass es dort auch Sachen wie Zensur, poltische Skandale, poltiische Gefangene etc. gibt wird dort nie erwähnt. In den Reisedokus über China wird man aber irgendwie immer etwas negatives finde.
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Was ich mich nun frage? Was ist der Grund dafür, dass man in solchen Dokus über China ein negatives Bild vom Land und von deren Bewohnern prägt? Ist es die "Angst" vor dem großen bösen China?
Oder seh ich da irgendwie was falsch?
Hier soll es nicht um die Probleme im Land gehen, sondern um die Darstellung in Dokus!
Danke für dir Aufmerksamkeit



