Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

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Huangming

Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Huangming »

Ich habe keine Zeit, um über deinen ganzen Schwachsinn noch zu kommentieren.
Hier noch mal ein kleines Beispiel, welchen Unsinn du da faselst.
In der Zeit wurde netto mehr Getreide importiert als exportiert.
Getreide Import und Export
Quelle:die Uni 中国财经政法大学

http://jyw.znufe.edu.cn/znjjslt/zhrmghg ... 5_0054.htm

Zwischen 1958, 1959 und 1960 wurden fast zehn Millionen Tonnen Getreide aus China exportiert, dafür nur 291800 Tonnen Getreide importiert.
aquadraht
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Aremonus hat geschrieben:Dann ist Deiner Meinung nach der Grund, dass auch heute noch viele Leute die alten Diktatoren mögen, der, dass ihnen damals durch ebendiese Führer mehr Wohlstand gegeben wurde?
Ich weiss nicht, ob ich gemeint war. Aber ich denke schon, dass ältere Leute, die z.B. das NS-Regime positiv sehen, daran gut finden, dass die schwere Wirtschaftskrise mit ihrer in Deutschland extremen Massenarbeitslosigkeit beendet wurde. Dass 6 Jahre später der Krieg begonnen wurde, und das miteinander zusammenhängt, wollen sie nicht sehen.

Insofern kann man durchaus Parallelen ziehen, da sich die materielle Lage der Chinesen nach 1949 besserte, Unsicherheit und Bürgerkrieg endeten.

Ich finde aber, dass die Parallelen da auch weitgehend enden. Wer heute noch am Regime Hitlers Gutes findet, ist entweder von dem Schlag seiner Anhänger oder komplett ignorant. Dass Hitlers Regime nach 12 Jahren katastrophal endete, ist kein Zufall und ein Segen für die Menschheit, auch die Deutschen. Es ist höchstens zu bedauern, dass es nicht früher und unblutiger zu Ende ging.

Maos politische Herrschaft endete kurz vor seinem Tod 1976, seine politischen Erben haben einiges geändert, aber an einem erheblichen Teil der Grundzüge der Revolution von 1949 festgehalten. Genau genommen haben sie das über Bord geworfen, was Quelle der schwersten Fehlschläge der Entwicklung der Volksrepublik war, wie die Massenkampagnen des Grossen Sprungs, die Kulturrevolution, den Personenkult.

Sie und viele der modernen Chinesen reduzieren Mao eben nicht auf diese Irrtümer und Untaten, sondern sehen eher die Kontinuität der Volksrepublik seit 1949, die untrennbar auch mit der Person des Staatsgründers und Revolutionsführers verbunden ist.

Man kann natürlich behaupten, China hätte sich ohne Mao und die KPCh schneller, besser und humaner entwickelt. Nicht nur, dass man das natürlich nicht beweisen kann, die Gegenbeispiele etwa Indiens, Indonesiens etc., deren Entwicklungsstand 1949 eher besser war als der Chinas, lassen das nicht völlig überzeugend erscheinen.

Insofern geht es auch nicht darum, ob Sieger ihre Geschichte zu schreiben versuchen. Ich beziehe mich nicht auf die Geschichtsschreibung, die die KPCh zulässt. Allerdings auch nicht auf die Propaganda von Falungong und Konsorten.

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aquadraht
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Huangming hat geschrieben:Ich habe keine Zeit, um über deinen ganzen Schwachsinn noch zu kommentieren.
Hier noch mal ein kleines Beispiel, welchen Unsinn du da faselst.
In der Zeit wurde netto mehr Getreide importiert als exportiert.
Getreide Import und Export
Quelle:die Uni 中国财经政法大学

http://jyw.znufe.edu.cn/znjjslt/zhrmghg ... 5_0054.htm

Zwischen 1958, 1959 und 1960 wurden fast zehn Millionen Tonnen Getreide aus China exportiert, dafür nur 291800 Tonnen Getreide importiert.
Ein schönes Beispiel, wie Falungong-Propagandisten lügen und fälschen und noch frech genug sind, die Quelle, die ihre Fälschung widerlegt, auch noch als Beleg anzugeben. Es wurden 1961 nur noch 13,6 Millionen Tonnen Getreide exportiert, aber 58,1 Millionen Tonnen importiert. Der "Grosse Sprung" und die Kollektivierung waren 1959, in der zeitlichen (nur teilweise kausalen) Folge begannen die Versorgungsprobleme. Was das Jahr 1958 da zu suchen hat, bleibt komplett unklar.

Und eine Richtigstellung bezüglich dessen, was ich schrieb: Die Importe übertrafen die Exporte erst 1961, nicht 1959 und 1960. 1959 war, im Zusammenhang mit einer (teilweise nur prognostizierten und durch Wetterereignisse zunichte gemachten) Rekordernte, die Getreideexportmenge gegenüber 1958 von 28,8 mill.t auf 41,5 mt erhöht, die Importmenge sank von 2,2 mt auf 0,02mt. 1960 wurde diese Exportmenge auf 27,2 mt reduziert, die Importe stiegen nur gering auf 0,66 mt. 1961 gelang dann, trotz der Blockadebemühungen feindlicher Staaten, der Import von 58,1mt, bei Exporten von nur noch 13,6 mt Getreide. 1962 wurde der Export nochmals auf 10,3mt reduziert, auch die Importe gingen auf 49,2mt zurück. In der Folgezeit reduzierten sich die Importe und stiegen die Exporte wieder an, aber China blieb bis in die 70er Jahre Nettoimportland von Getreide.

Insofern ist richtig, dass ich falsch im Gedächtnis hatte, dass China erst 1961 Nettoimporteur von Getreide wurde, ganz klar in Reaktion auf die schweren Versorgungskrisen, allerdings danach fortbestehend. Aber Huangming ist unverschämt genug, mit dem die richtigen Informationen einschliesslich Hinweisen auf diese Versorgungskrisen und den ländlichen Hunger enthaltenen Link aufzutrumpfen und puren Unsinn zu behaupten. Hält er uns für blöd oder kann er nur nicht rechnen?

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keine Ahnung
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von keine Ahnung »

hatte Mao nicht auch ein Hakenkreuz im Tagebuch?
Aremonus
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Aremonus »

hatte Mao nicht auch ein Hakenkreuz im Tagebuch?
Was würde implizieren, wenn dies wahr wäre?
Ich vermute, dass er eher 'ne Swastika hatte...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Huangming hat geschrieben:Die KPCh war in ihren frühen Jahren nichts anderes als ein Werkzeug der UdSSR, um ihre Interessen in China durchzusetzen.Kennen Sie den Zwischenfall der chinesischen Osteisenbahn zwischen der UdSSR und der Republik China?Die war im Besitz der UdSSR und stand auch unter der Souveränität der Sowjetrussen.
Das ist schonmal gelogen. Die 东清铁路 oder КВЖД (Kitaysko-Vostochnaya zheleznaya doroga) war eine Stichbahn von der Transsib von Chita in der UdSSR nach Harbin. Sie war von China und der UdSSR gemeinsam gebaut und verwaltet.
Als die Chinesen 1929 versuchten, die Souveränität über die Osteisenbahn in ihrem eigenen Territorium zurückzuerlangen, griffen die Russen China an.
Wieder gelogen. Der Warlord Zhang Xueliang hat gewaltsam die Kontrolle über den südlichen Teil der Linie übernommen, eine sowjetische Division unter Blyjcher (mit 18.000 Mann) hat die 300.000 Mann starke Armee des Warlords in kurzer Zeit geschlagen (die Militäroperation dauerte 62 Tage). Die chinesische Regierung stand nicht hinter der Aktion Zhangs.

Insofern haben chinesische Arbeiter auch nicht gegen die Regierung in Nanjing gestreikt, sondern gegen den Warlord Zhang.

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(Edit: Transkription von Васи́лий Константи́нович Блю́хер - Vassilij Konstantinovitch Blyicher geändert)
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Aremonus »

Das ist gelogen
Ja, so wird es sein. So und nicht anders.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
aquadraht
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Aremonus hat geschrieben:
Das ist gelogen
Ja, so wird es sein. So und nicht anders.
Du willst trollen, nicht wahr? Ich habe Dein "Zitat" nirgends im Thread gefunden, weder von mir noch von jemand anderem.

Sollte es sich auf mich beziehen: Ich prüfe jedes sachliche Gegenargument. Ich habe auch Huangmings Behauptung eines Goldenen Zeitalters Chinas 1929-1937 geprüft und gefunden, dass das eine recht beschönigende Darstellung einer für China nicht sehr angenehmen Periode war, das lag auch an der Weltwirtschaftskrise, nicht bloss an KMT, Bürgerkrieg etc., ich habe das bislang hier nicht weiter ausgeführt, um das Auditorium nicht zu ermüden. Aber kurz gesagt: es gab einen gewissen Aufschwung der Industrie in den Städten, und schwere Probleme für die Gesamtwirtschaft durch den Zusammenbruch des Welthandels in der Weltwirtschaftskrise und den extremen Preisverfall für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte.

Wenn ich behaupte, dass jemand lügt, habe ich dafür Gründe. Ich habe Dir, aus meiner Sicht mit Recht, einiges vorgeworfen, aber nicht, dass Du lügst.

Ich habe keine Wahrheiten anzubieten, sondern bloss Auffassungen, Erkenntnisse, Fakten und Sichtweisen. Wenn mir jemand vorhält, meine Auffassungen seien mit Tatsachen widerlegbar, höre ich zu. Sollte ich mich geirrt haben oder Unrecht haben, räume ich das ein (auch wenns schwerfällt). Wenn ich den Eindruck gewinne, dass jemand Sichtweisen unabhängig von Tatsachen verkündet, werfe ich ihm vor, dass er lügt. Das tun die Falungongler und andere Anti-China-Propagandisten ständig.

Meines Wissens habe ich Dir eben nicht vorgeworfen, dass Du lügst, mit Ausnahme der Kritik an der im Kern rechtsextremen Lügenpropaganda, Hitlers Terrorregime sei "sozialistisch" gewesen. Das ist Ideologie und Hetze einer sehr schmutzigen Art. Ich werfe Dir auch da nicht vor, bewusst die Unwahrheit zu sagen, wohl aber, eine Lügenpropaganda mindestens grobfahrlässig zu verbreiten.

Ich ziehe es vor, auf der Grundlage überprüfbarer Quellen und Fakten, auch kontrovers, zu diskutieren. Aber dazu gehört eben auch, die eigenen Argumente mit Belegen bewehrt und offen gegen Kritik vorzubringen. Das vermisse ich nicht nur bei Dir.

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Huangming

Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Huangming »

Ich rate dem aquadraht mal dringend, seine Kenntnisse in der chinesischen Geschichte aufzufrischen.dann wird er sich hoffentlich nicht überall blamieren müssen.Denn das schlimmste ist ja, das er das selber nicht mal merkt. :lol:

Das ist schonmal gelogen. Die 东清铁路 oder КВЖД (Kitaysko-Vostochnaya zheleznaya doroga) war eine Stichbahn von der Transsib von Chita in der UdSSR nach Harbin. Sie war von China und der UdSSR gemeinsam gebaut und verwaltet.
Durch die Ungleichsverträge mit der Qing-Regierung erwarben die Russen das alleinige Administrationsverwaltungs und Justizverwaltungsrecht über die Osteisenbahn und die Fläche vom Umfang von jeweils mehrere Dutzenden Qudratkilometern, die auf den beiden Seiten der Bahnstrecke lagen. Es entstand so ein Staat im Staate, ein Russland innerhalb Chinas, der nicht unter der chinesischen Verwaltung stand. Darüberhinaus durften die Russen entlang der Bahnstrecke Garnisonen stellen. Nach dem Japanisch-Russischen Krieg bekamen die Japaner die südlich von Changchun liegende Bahnstrecke der Osteisenbahn, die Russen behielten die nördliche Strecke mit samt Privilegien und Rechten.Nach der Gründung der UdSSR blieb die Osteisenbahn weiterhin russisches Eigentum, mitten im Territorium Chinas.




Wieder gelogen. Der Warlord Zhang Xueliang hat gewaltsam die Kontrolle über den südlichen Teil der Linie übernommen, eine sowjetische Division unter Blyjcher (mit 18.000 Mann) hat die 300.000 Mann starke Armee des Warlords in kurzer Zeit geschlagen (die Militäroperation dauerte 62 Tage). Die chinesische Regierung stand nicht hinter der Aktion Zhangs.

Noch mal ein Geschichtsuntericht: Zhang Xueliang hat sich bereits seit 1928 der Zentralregierung in Nanking unterworfen.Somit war Zhang Xueliang 1929 oberster Vertreter der chinesischen Regierung in der Mandschurei.Ihm stand somit jedes Recht zu, die Kontrolle über die Eisenbahn und die Gebiete innerhalb des chinesischen Territoriums, durch die die Eisenbahn verlief, zu übernehmen, schließlich war es chinesisches Territorium.
Insofern haben chinesische Arbeiter auch nicht gegen die Regierung in Nanjing gestreikt, sondern gegen den Warlord Zhang.

Zu deiner Info: nach der Übernahme der Eisenbahn durch Zhang Xueliang wollte die KPch die Arbeiter in schanghai zum Generalstreik auffordern.Liegt Schanghai nun in der Mandschurei oder in Südchina? Deiner Logik nach wollte also die KPCh chinesische Arbeiter in Schanghai gegen den Warlord Zhang, dessen Machtbereich in der Mandschurei lag, streiken lassen? :lol: :lol:

Laut der KPCh-Agentur Xinhua:
nach dem Zwischenfall forderte die Kommunistische Internationale die KPch auf, "militärisch die UdSSR zu verteidigen" und im großen Stille Proteste gegen die Kuomintang und für die UdSSR zu organisieren.Die KPCh-Zentrale hat kategorisch und aktiv die Aufforderung erwidert und hat beschlossen, Generalstreik der Arbeiter in Schanghai zu bewegen.
Als die Rote Armee China angriff, war die KPCh-Zentrale der Meinung, dass der Krieg des Imperalismus gegen die UdSSR sofort beginnen würde und dass sich die KMT-Militärs die Osteisenbahn nahmen und weissrussische Truppen organisieren würden, um ins Territorium der UdSSR einzudringen und dass das deshalb ein Präventivschlag der Sowjetunion war.
对于苏联红军大举入境打击东北军的行动,中共中央则明确认为,这是因为帝国主义进攻苏联战争马上就要爆发,国民党武装夺取中东铁路并“组织白俄军队,攻入苏联边境”,苏联不得不先发制人的结果
Quelle:
http://news.xinhuanet.com/theory/2008-0 ... 491551.htm


Gerne hier noch ein originelles Statement des Zentralkomitees der KPCh zu dem Zwischenfall 1929 im Jahre 1931

"
Dass 1928/29 der Zwischenfall Osteisenbahn passieren konnte, war ein Ergebnis des Angriffs der imperalistischen Kuomintang gegen die UdSSR.Was die UdSSR damals tat, war vollkommen eine Selbstverteidigungsmaßnahme.
http://news.xinhuanet.com/theory/2008-0 ... 491551.htm
"一九二八〔九〕年中东路事件的发生,是帝国主义国民党向苏联进攻的结果。苏联那时所采取的,完全是出于自卫的行动。
aquadraht
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Huangming hat geschrieben:Ich rate dem aquadraht mal dringend, seine Kenntnisse in der chinesischen Geschichte aufzufrischen.dann wird er sich hoffentlich nicht überall blamieren müssen.Denn das schlimmste ist ja, das er das selber nicht mal merkt. :lol:
Durch die Ungleichsverträge mit der Qing-Regierung erwarben die Russen das alleinige Administrationsverwaltungs und Justizverwaltungsrecht über die Osteisenbahn .. [bla]
Tatsache ist, dass zwischen der UdSSR und der KMT-Regierung seit etwa 1919 eine intensive Kooperation bestand, dazu gehörten vor allem in den zwanziger Jahren erhebliche Entwicklungshilfeleistungen der UdSSR ohne jegliche Gegenleistung. In der Streitfrage der Eisenbahn hat die UdSSR monatelang Verhandlungen angeboten, auch nach den Gewaltakten Zhangs. Das steht übrigens auch in dem Xinhua-Link, den Du mal wieder zur Verschleierung bringst.

Es wäre das souveräne Recht der Republik China gewesen, die Verträge bezüglich der Eisenbahnverwaltung als Teil der ungleichen Verträge gegenüber der UdSSR anzufechten, die die ungleichen Verträge ebenfalls verurteilt hat. Das ist zu keiner Zeit geschehen. Jiang Jieshi hat bei den Streitigkeiten um die Eisenbahn geeiert, während Zhang Gewalt ausübte und die UdSSR monatelang um Verhandlungen nachsuchte.

Es ist ohnehin eine Lüge. Das zaristische Russland hatte zwar in einem ungleichen Vertrag die gesamte Verwaltung der Linie erhalten, verlor diese aber nach dem russisch-japanischen Krieg an die Japaner. Die Verwaltung des südlichen Teils bis zur Küste musste dann an die Japaner abgetreten werden. Der nördliche Teil von Harbin bis zur sowjetischen Grenze wurde von China und der UdSSR seit 1924 gemeinsam verwaltet. Zhang, der feige oder realistisch war, vergriff sich nicht an dem ausschliesslich japanisch verwalteten Teil südlich von Harbin, sondern an dem gemeinsam sowjetisch-chinesisch verwalteten. Auch dabei hat er sich verhoben.
Noch mal ein Geschichtsuntericht: Zhang Xueliang hat sich bereits seit 1928 der Zentralregierung in Nanking unterworfen.
Demokratieverständnis a la Falungong: Ein terroristischer opiumsüchtiger Militärdespot "unterwirft sich der Zentralregierung in Nanjing" und ist damit "oberster Vertreter der chinesischen Regierung in der Mandschurei". Danke, Huangming. Damit hat er natürlich "jedes Recht", gewaltsam gegen andere Staaten (nur nicht Japan, das war gefährlich, weshalb er auch mit seiner Truppe ohne einen Schuss abgehauen ist) vorzugehen.

Und klar, Nanjing konnte sich schwer distanzieren, weil die Loyalität Zhangs gegen Japan alles andere als sicher schien.
Zu deiner Info: nach der Übernahme der Eisenbahn durch Zhang Xueliang wollte die KPch die Arbeiter in schanghai zum Generalstreik auffordern.
Ja, und in ganz China zu Protesten gegen die Kollaboration mit einem aggressiven Warlord. Das war recht logisch und vernünftig, da trotz des Putsches Jiang Jieshis gegen die Kommunisten 1927 die UdSSR wichtigster Partner Chinas blieb und eine aggressive Aktion wie die Zhangs nicht nur die Interessen der UdSSR, sondern auch die Chinas bedrohte. Die KPCh protestierte besonders auf Grund der Gefahr, dass die Rechten in der KMT zusammen mit Warlords China in ein Bündnis mit Anti-UdSSR-Mächten drängen wollten.

Tatsächlich hat dann auch die KMT den Zwischenfall als Eigenmächtigkeit eines machtbesessenen Warlords heruntergespielt. Dass Jiang Jieshi ein Mörder und Intrigant war und dabei eine Rolle gespielt hat, unbenommen (auch wenn ich für das Ausmass seiner Beteiligung grad keinen Beleg finde).

Jedenfalls war der Zwischenfall in Nordostchina keine Regierungsaktion, sondern der Amoklauf eines machtbesessenen Territorialdespoten, der sich dabei eine blutige Nase geholt hat. Das kannst Du nicht wegschwatzen.

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Huangming

Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Huangming »

@aquadraht

Sind wir hier im Kindergarten?Den Eindruck bekam ich, nachdem ich deinen Beitrag gelesen hatte? :lol:
1)
was das Jahr 1958 zu suchen hat? Weil die große Hungersnot eigentlich schon 1958 begann, und 1961 endete.
http://news.sciencenet.cn/htmlpaper/201 ... 23341.shtm
http://www.chinainperspective.com/ArtSh ... ?AID=12340

2)
Der "Grosse Sprung" und die Kollektivierung waren 1959
Noch mal ein Hinweis für Geschichtsunwissende:
Der Große Sprung nach vorn begann im Jahr 1958
http://www.xywq.com/suiyue/files/f-11/yuejin11.htm
http://news.xinhuanet.com/book/2010-02/ ... 028625.htm
Die Kollektivierung der Landwirtschaft war bereits Ende 1956 weitesgehend abgeschlossen.
Quelle:
http://cpc.people.com.cn/GB/64156/64157/4512295.html




Und eine Richtigstellung bezüglich dessen, was ich schrieb: Die Importe übertrafen die Exporte erst 1961, nicht 1959 und 1960. 1959 war, im Zusammenhang mit einer (teilweise nur prognostizierten und durch Wetterereignisse zunichte gemachten) Rekordernte, die Getreideexportmenge gegenüber 1958 von 28,8 mill.t auf 41,5 mt erhöht, die Importmenge sank von 2,2 mt auf 0,02mt.
Merkst du langsam selber, welchen Blödsinn du da quasselt?
Einerseits behauptest du, dass es 1959 eine Rekordernte gab, weswegen der Getreideexport
in diesem Jahr auf 4,1575 Millionen Tonnen erhöht wurde, andererseits hast du selber zugegeben, dass es 1959 Versorgungsprobleme gab, also wie konnte es Rekordernte gegeben haben, wenn es doch gleichzeitig Versorgungsprobleme herrschte?? Widersprichst du dir nicht selbst?? :lol:
Wie konnte eine Regierung den Getreideexport so drastisch erhöhen, wenn es doch gleichzeitig Hunger herrschte im eigenen Land??
Also deine Logik entbehrt jeder Grundlage.
aquadraht
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von aquadraht »

Huangming hat geschrieben: Die Kollektivierung der Landwirtschaft war bereits Ende 1956 weitesgehend abgeschlossen.
Warum nicht 1946? Du schwätzt wirr.
Und eine Richtigstellung bezüglich dessen, was ich schrieb: Die Importe übertrafen die Exporte erst 1961, nicht 1959 und 1960. 1959 war, im Zusammenhang mit einer (teilweise nur prognostizierten und durch Wetterereignisse zunichte gemachten) Rekordernte, die Getreideexportmenge gegenüber 1958 von 28,8 mill.t auf 41,5 mt erhöht, die Importmenge sank von 2,2 mt auf 0,02mt.
Merkst du langsam selber, welchen Blödsinn du da quasselt?
Nein. Ich merke nur, dass Du ständig mehr Blödsinn verzapfst.
Einerseits behauptest du, dass es 1959 eine Rekordernte gab, weswegen der Getreideexport
in diesem Jahr auf 4,1575 Millionen Tonnen erhöht wurde, andererseits hast du selber zugegeben, dass es 1959 Versorgungsprobleme gab, also wie konnte es Rekordernte gegeben haben, wenn es doch gleichzeitig Versorgungsprobleme herrschte?? Widersprichst du dir nicht selbst?? :lol:
Abgesehen davon, dass Du einmal mehr Grössenordnungen durcheinanderwirfst: die Umwälzung in der Landwirtschaft durch die Schaffung der Volkskommunen begann im wesentlichen im Jahr 1959 und wurde in den Folgejahren abgeschlossen. Negative Auswirkungen konnten daher erst damit oder danach bemerkbar werden. Das ist simple Logik, nicht Falungong. 1959 war als Rekorderntejahr prognostiziert, Ernten werden auf dem Halm geschätzt. Teile der Ernte gingen in Naturkatastrophen unter, ich halte auch für wahrscheinlich, dass die durch die Umwälzung in der Landwirtschaft verursachte Unordnung zusätzlich negativ wirkte. Ich widerspreche mir da nirgends. Die Versorgungsprobleme traten auch erst im Verlauf des Jahres auf. Das ist übrigens auch aus den Bevölkerungsstatistiken zu sehen, die bis heute als Beleg für die "weltgrösste Hungersnot" herhalten müssen. Die belegen keinerlei Einbruch im Jahre 1958.
Wie konnte eine Regierung den Getreideexport so drastisch erhöhen, wenn es doch gleichzeitig Hunger herrschte im eigenen Land??Also deine Logik entbehrt jeder Grundlage.
Nein, Du bist bloss ein Fanatiker und kannst deshalb nicht denken. Getreideexporte, besonders in einer Staatshandelswirtschaft, aber auch sonst, werden nicht von sieben bis Frühstück ausgehandelt, das sind längerfristige Verträge. Die Lieferungen für 1959 wurden spätestens vereinbart nachdem die Ernte auf dem Halm für das Jahr geschätzt war. Das ging wohl heftig in die Hose, auch für 1960. Ich habe Angaben gelesen, nach denen bereits in der zweiten Hälfte 1960 hektisch Nahrungsmittel aus dem Ausland angekauft und Exporte storniert wurden. Das ist aus Aussenhandelsstatistiken auf Monatsbasis auch klar abzulesen.

Das Problem bei Dir ist weniger Logik, die Dir egal ist, als Dein Fanatismus und Hass. Die chinesische Regierung hat in der Zeit schwere Fehler gemacht, aber es waren nicht die Monster, als die Du sie hinstellen willst.

a^2
Huangming

Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von Huangming »

MannAusChina hat geschrieben:@Huangming
Mir erscheint, dass du viel über die Geschichte von China und KPCh kennst. Dein Problem ist aber, dass du immer eine anti-KPCh und manchmal sogar anti-China Brille trägt. Das hat zur Folge, dass du bei vielen Sachen nicht eine objektive Stellung nehmen kannst. Dies kann man von deiner Äußerung gegen KPCh und manchmal auch China insgesamt erkennen. Du hast nie, aber wirklich nie ein bisschen was positives über KPCh gesagt und mir sieht es so aus, dass deine Kommentare eher aus personlicher Rache als aus wissenschaftlicher Feststellung stammen. Hat KPCh dich was schlimmes angetan? Bist du einer politische Flüchtling? Aber eins ist klar, du bist kein normaler Chinese.

Es macht überhaupt kein Sinn, mit dir über China oder KPCh zu reden, so lange du diese Brille trägt. Aber eins kann ich dir sagen, genau solche Leute wie du sind der Hauptgrund, warum die meinsten normale Chinesen wie ich das Regime von KPCh in China immer noch unterstützen.

Kennst du Prof. 关谦愚 (Guan Qianyu) aus Hamburg? Wenn du Zeit und Lust hast, lies mal seine Geschichte. Hoffentlich erkennst du daraus, wie "klein" du bist.
MannausChina, ein normaler Chinese bin ich tatsächlich nicht, ich bin offiziell nicht mal Chinese, sondern Deutscher, denn ich bin deutscher Staatsbürger, sowie mein Vater.Also kannst du nicht von mir erwarten, dass ich mich KPCh-China gegenüber loyal verhalte. Ich kritisiere alles, was ich nicht für richtig halte, das kannst du mir auch nicht verbieten, oder?? :lol:

Desweiteren interessiert es mich überhaupt nicht, ob *normale Chinesen* wie du das Regime KPCh unterstürzen würden.Denn wir wissen alle doch:Würden Chinesen in Deutschland tatsächlich die KPCh unterstürzen und am Aufbau des "Vaterlandes" beitragen wollen, dann würden sie sich nicht so sehr davor scheuen, Deutschland den Rücken zu kehren und in China ihr Glück zu suchen??
Ich kenne leider viele Chinesen, die von einer Art, sagen wir mal, Schizophrenie befallen sind, weil sie einerseits auf Deutschland, den Westen und die demokratische Ordnung schimpfen und andererseits nicht mehr in ihr stolzes Vaterland zurückkehren wollen.
Und nein, ich bin kein Falungong, auch hat die KPCh mir nie was angetan.Im Gegenteil, allein väterlicherseits sind meine Großeltern, zwei Onkel von mir, Parteikader der KPCh und kürzlich hat meine Cousine, noch eine Studentin, der KPCh beigetreten.Mein Vater gehörte zur Wissenselite des Landes und war ebenfalls in der Partei, bevor er nach Deutschland ging, um dort zu promovieren. Persönlich kann ich mich nicht beklagen.
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von MannAusChina »

Huangming hat geschrieben: Also kannst du nicht von mir erwarten, dass ich mich KPCh-China gegenüber loyal verhalte.
Nein, ich erwarte überhaupt nicht, dass jemand KPCh gegenüber loyal verhaltet. Selbst für die Chinesen wie ich, die in China aufgewachsen sind. Tatsache ist, dass die "normale Chinesen" wie ich interessieren sich nicht wirklich, welche Partie China führt, solange sie China einheitlich, friedlich haltet und das Leben der meisten Chinesen standig verbessert. KPCh hat mindestens nach der Reform einen guten Job gemacht und genau deswegen unterstützen wir sie. Falls sie sich aber irgendwann in der Zukunft in ein Hinderniss für die Weiterentwicklung Chinas verwandelt, dann haben wir überhaupt kein Problem damit, dass sie ersetzt wird. Es hat mit "Loyal" gar nichts zu tun.

Huangming hat geschrieben: Würden Chinesen in Deutschland tatsächlich die KPCh unterstürzen und am Aufbau des "Vaterlandes" beitragen wollen, dann würden sie sich nicht so sehr davor scheuen, Deutschland den Rücken zu kehren und in China ihr Glück zu suchen??
Kommische Theorie. Wohnst du jetzt zusammen mit deiner Eltern? Meinst du, dass deine Eltern dir spätestens ab dem Zeitpunkt scheiß egal sind, wenn du ausziehst? :roll:
Huangming hat geschrieben: Ich kenne leider viele Chinesen, die von einer Art, sagen wir mal, Schizophrenie befallen sind, weil sie einerseits auf Deutschland, den Westen und die demokratische Ordnung schimpfen und andererseits nicht mehr in ihr stolzes Vaterland zurückkehren wollen.
Man darf sich deiner Meinung nach also nicht über "der demokratische Ordnung" im Deutschland beschweren, solange man im Deutschland lebt. Du hast das Wort "Demokratie" aber wirklich sehr gut verstanden. :roll:
Huangming hat geschrieben: Mein Vater gehörte zur Wissenselite des Landes und war ebenfalls in der Partei, bevor er nach Deutschland ging, um dort zu promovieren.
Ach so. Dein Vater ist einer von solchen "Wissenseliten", die nach dem Studium sich verweigern, zurück nach China zu kehren, obwohl KPCh ihr Studium im Deutschland finanziert hatte. Frag mal ihn bitte, wenn er endlich so weit sein wird, seine Schuld an KPCh zurückzuzahlen. :wink: Oder zahlst du in dieser Art und Weise die Schuld deiner Familie an KPCh zurück! :shock:

Spaß beiseite. Als einen, der im Deutschland groß geworden ist, werdest du wahrscheinlich die Gedanken der normalen Chinesen wie ich nie verstehen, geschweigende die Gedank der Chinesen früherer Genernationen. Du hast zwar die deutsche Bürgerschaft, aber sei mal ganz ganz ehrlich, im Deutschland bist du IMMER einer Chinese. Aber eigentlich einer Chinese bist du auch nicht. Ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen schrecklich, wenn man zu nichts gehört.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
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Re: Warum wird Mao Ze Dong verehrt?

Beitrag von edmund27 »

Ich finden Vergleich Hitler mit Mao schlecht. Wenn man die Machtergreifung der beiden Diktoren betrachtet, dann haben Sie nur eines gemeinsam, dass sie nur an die Macht kommen konnten, weil die damalige herschende Klasse versagt hat.
Und zu China habe ich noch eine These. Was wäre gewesen, wenn Mao den Bürgerkrieg verloren hätte? Und dieser Gerneral an die Macht gekommen wäre. 8) 8) 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )
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