"Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
ElStudente
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von ElStudente »

ingo_001 hat geschrieben:
da hai hat geschrieben:Für meine Frau wäre es sehr viel leichter gewesen, nach China zurückzugehen. Dies war ja auch ihr Plan, bevor sie nach Deutschland kam. Sie hätte dort problemlos an der Uni arbeiten können. Die Unsicherheit ist für sie in Deutschland um ein vielfaches höher.

Aber wir kennen auch einige rein chinesische Paare, die sich nach ihrem Studium in Deutschland mit einer kleinen Firma selbständig gemacht haben oder ganz normal angefangen haben hier zu arbeiten und auch sagen, dass ihnen das wenige was sie mitunter verdienen, vollkommen ausreicht. Für diese spielt Geld oder Luxus mitunter nur eine kleine Rolle in ihrem Leben. Natürlich kennen wir auch Chinesen, die das genaue Gegenteil sind. Es ist aber schlicht und ergreifend falsch anzunehmen, dass Geld und Kommerz alles ist worauf es Chinesen ankommt.
Ich ersetze jetzt für meine Frau das "Uni" durch "Krankenhaus" - und schon kann ich Deinen Ausführungen (eben auch aus unseren Erfahrungen) Wort für Wort zustimmen.
Das mag stimmen, doch dann habt ihr auch keine "typischen Großstadtchinesinnen" zur Frau. Bitte durchforstet mal die "renren"-Freundschaften eurer Gemahlinnen, sofern diese unter 30 Jahre alt sind. Alles was man dort zu sehen bekommt sind Fotos von Shopping-Ausflügen in sündhaft teuren Geschäften, wo mal eben Taschen für 1000 Euro gekauft werden oder von Reisen auf die Malediven, Südafrika oder New-York. Durch dieses ständige "sich-Vergleichen" im Internet drehen die Weiber vollkommen durch und meinen sich gegenseitig übertreffen zu müssen. Ich frage mich immer nur eines: Wie kann man sich als Frau im zarten Alter von 25 Jahren mal eben eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr) leisten? Für mich ist das ein absolutes Rätsel.
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Saiber
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von Saiber »

ElStudente hat geschrieben: Ich frage mich immer nur eines: Wie kann man sich als Frau im zarten Alter von 25 Jahren mal eben eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr) leisten? Für mich ist das ein absolutes Rätsel.
Ich kenne eine, die ist 28 und hat mit Taobao Geschaeften USD100,000 bis jetzt verdient. Eine Kollegin meiner Frau aus Shanghai hat mit Aktienzocken 2 Millionen RMB verdient. Sie ist 30.
Dann gibt es etliche die sind Soehne oder Toechter von Unternehmer. Also nichts Ungewoehnliches in China.

P.S. wer sagt dir ueberhaupt, dass die Fotos, die gezeigt sind auch echt sind? (bzw. die Taschen...)
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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AngelofMoon
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von AngelofMoon »

ElStudente hat geschrieben:Das mag stimmen, doch dann habt ihr auch keine "typischen Großstadtchinesinnen" zur Frau. Bitte durchforstet mal die "renren"-Freundschaften eurer Gemahlinnen, sofern diese unter 30 Jahre alt sind. Alles was man dort zu sehen bekommt sind Fotos von Shopping-Ausflügen in sündhaft teuren Geschäften, wo mal eben Taschen für 1000 Euro gekauft werden oder von Reisen auf die Malediven, Südafrika oder New-York. Durch dieses ständige "sich-Vergleichen" im Internet drehen die Weiber vollkommen durch und meinen sich gegenseitig übertreffen zu müssen. Ich frage mich immer nur eines: Wie kann man sich als Frau im zarten Alter von 25 Jahren mal eben eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr) leisten? Für mich ist das ein absolutes Rätsel.
Von wie viel Prozent der Weiblichen Bevölkerung sprichst Du hier überhaupt?
Bei Dir hört sich das an als ob das bei allen Frauen so ist die unter 30 Jahre sind.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”
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BeijingGuy
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von BeijingGuy »

Saiber hat geschrieben:
ElStudente hat geschrieben: Ich frage mich immer nur eines: Wie kann man sich als Frau im zarten Alter von 25 Jahren mal eben eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr) leisten? Für mich ist das ein absolutes Rätsel.
Ich kenne eine, die ist 28 und hat mit Taobao Geschaeften USD100,000 bis jetzt verdient. Eine Kollegin meiner Frau aus Shanghai hat mit Aktienzocken 2 Millionen RMB verdient. Sie ist 30.
Dann gibt es etliche die sind Soehne oder Toechter von Unternehmer. Also nichts Ungewoehnliches in China.

P.S. wer sagt dir ueberhaupt, dass die Fotos, die gezeigt sind auch echt sind? (bzw. die Taschen...)
Saiber, du bist älteren Jahrgangs, nehme ich an - und in sozialen Netzwerken wohl auch nicht mit der Generation "befreundet", von der elStudente hier redet.
Ich bin zwar auch schon Ü30 (ne Ecke zumindest), aber meine Kontakte verhalten sich so, wie der Student schrieb: die Hochzeitsbilder in Venedig - Paris - New York - Malediven, das Auto nen Benz SL 500, die Wohnung im 3. Ring Beijings mit 250 sqm, etc. Und ALLES davon schön vorzeigen, sonst macht es ja keinen Sinn. Das sind Jungs und Mädels dabei, die (wie ihre Eltern) keine 600 EUR/M verdienen, aber für 20 Mio RMB ne Wohnung kaufen. Und protzen damit bis zum Erbrechen - obwohl sie eigentlich ganz nette Menschen sind. Wenn ich dann den begehbaren Kleiderschrank einer Dame sehe, die allein Gucci, LV, etc. dort hängen hat, der Mann einen Maserati und eine fette Ducatti in der Garage stehen hat, etc. - ich persönlich mache mir nicht soviel daraus, dennoch: "Neid" kann da schon aufkommen (auch bei mir, obwohl es mir wirklich sehr gut geht), und genau das wollen die Leute ja.. :cry:
Geist

Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von Geist »

Nur weil jmd. in sozialen Netzwerken Urlaubsbilder von Venedig (der Flug alleine dahin ist nicht teuer - der Rest drumherum kann letztendlich nur Schau sein), Gucci Handtaschen, teure Autos, postet, bedeutet dies noch lange nicht das es sich dabei auch um das entspr. Eigentum handelt. Und man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Menschen die kaufen sich die Gegenstände für einige Tage, protzen entsprechend und bringen es dann wieder zurück, weil es eben doch den Rahmen des Kontos sprengt.

In meiner Heimatstadt leiht sich der gleiche Kerl einmal im Monat eine Luxuskarosse um damit in der Stadt rauf und runter zu fahren, natürlich um damit zu protzen, ganz in dem Glauben das Auto sei ja seins.

Und einne Kredit kann doch heute - teils unüberlegte Handlungen da enorm schlechte Rückzahlbedingungen bis 90+ - relativ leicht ergattert werden.
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MannAusChina
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von MannAusChina »

ElStudente hat geschrieben: Das mag stimmen, doch dann habt ihr auch keine "typischen Großstadtchinesinnen" zur Frau. Bitte durchforstet mal die "renren"-Freundschaften eurer Gemahlinnen, sofern diese unter 30 Jahre alt sind. Alles was man dort zu sehen bekommt sind Fotos von Shopping-Ausflügen in sündhaft teuren Geschäften, wo mal eben Taschen für 1000 Euro gekauft werden oder von Reisen auf die Malediven, Südafrika oder New-York. Durch dieses ständige "sich-Vergleichen" im Internet drehen die Weiber vollkommen durch und meinen sich gegenseitig übertreffen zu müssen. Ich frage mich immer nur eines: Wie kann man sich als Frau im zarten Alter von 25 Jahren mal eben eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr) leisten? Für mich ist das ein absolutes Rätsel.
Du hast meine Antwort gar nicht gelesen, oder?
Du vermischst hier wieder die Begriffe "Anzahl" und "Prozentsatz". Mag sein, dass es viele Chinesinnen gäbe, die einen von Geldgier verzerrenten Charakter haben. Aber hinsichtlich der großen Bevölkerungszahl, besonders in großen Städten, sind sie bestimmt die Minderheit. Sie als "typischen Großstadtchinesinnen" zu nennen und damit über 80% der Chinesinnen, die in großen Städten leben, über einem Kamm zu scheren, ist einfach Blödsinn.
Ich dachte Doktoren sind schlau. :roll: Oder ist das Thema deiner Doktorarbeit tatsächlich Kloputzen? :wink:
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
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MannAusChina
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von MannAusChina »

ElStudente hat geschrieben:...Als Westler ist das natürlich nicht notwendig, da man selbst als Hartz4-Empfänger schon 3mal so viel Geld hat, wie der Durchschnitts-Chinese...
...Fotos von Shopping-Ausflügen in sündhaft teuren Geschäften, wo mal eben Taschen für 1000 Euro gekauft werden oder von Reisen auf die Malediven, Südafrika oder New-York...eine Tasche für 1000 Euro, eine Kamera für 800 Euro, einen Urlaub für 5000 Euro oder ein neues Auto für 40.000 Euro (oder mehr)...
Passen die zusammen?!?
Ok, wie putzt man Klo?
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von ElStudente »

MannAusChina hat geschrieben:
Ich dachte Doktoren sind schlau. :roll: Oder ist das Thema deiner Doktorarbeit tatsächlich Kloputzen? :wink:
Tut mir leid, aber ich glaube derartige Sprüche sind unter deinem und meinem Niveau :-)

Zum Thema:

@BeijingGuy:

Du triffst den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Genau das ist es, was ich auch täglich sehe. Die Liste an Trophäen, die im Internet zur Schau gestellt werden ist dabei natürlich beliebig erweiterbar!

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass all diese Frauen dieses Geld per Internetgeschäften oder durch Erben bekommen haben. Ich stell mir immer vor, dass da ein armer Trottel dahintersteht, der das ganze durch harte Arbeit finanziert. Denn die Frauen selbst arbeiten ja meistens nicht und sehen auch nicht so aus als wüssten sie, wie man eine Schaufel benutzt oder im Excel eine Tabelle erstellt.

Hier ein Beispiel: (Und von solchen gibt es abertausende auf diesem RenRen)

Und jetzt erzählt mir nicht, die hat das Geld für die 2000 Euro Tasche selbst durch normale Arbeit verdient...

Es geht mir hier übrigens nicht um eine Neid-Diskussion, denn wenn man es darauf anlegt kann jeder, der pro Monat als Paar 5000 Euro Netto hat so ein extrem aufwendiges Leben führen, dann allerdings ohne Ersparnisse zu hinterlegen...

nochmal @BeijingGuy:

Du musst auf solche nicht neidisch sein. Deren gesamtes Leben ist auf Jugend und Konsum ausgelegt. Die werden sich im Alter mal gehörig in den Arsch beißen, wenn sie feststellen, wie sinnlos und leer ihr Leben doch war. Außerdem sehen diese Luxusverwöhnten Prinzessinnen immer glücklicher aus, als sie sind. Wenn ich mir eine schöne Umhängetasche aus echtem Leder für 120 Euro kaufe, dann kann ich mich im Zweifel sogar viel länger daran erfreuen, als die Leute, die sich wöchentlich sowas zum 10fachen Preis leisten müssen um ein paar Glücksgefühle zu bekommen =)
Das wichtigste, woraus solche Menschen ihr Selbstbewusstsein ziehen ist der Glaube, dass sie durch ihren materiellen Wohlstand etwas besseres sind, als andere. Genauso wie ich mir manchmal auf meinen Ingenieurs-Titel etwas einbilde und glaube, dass ich damit irgendwas erreicht hätte.
Bei anderen ist es der Sport, bei wieder anderen die ständig wechselnden, schönen Frauen usw...

Darauf muss man nicht neidisch sein =) Wenn ich mir vorstelle, dass ich pro Monat 10.000 Euro zur Verfügung hätte, dann wäre das letzte was ich will, eine Frau, die sich davon mit Designerklamotten eindeckt und der Rest geht für Luxushotels drauf.

Ich war aus Spaß mal eine Nacht mit meiner Freundin im Ritz Carlton in Shanghai, wir haben dort 280 Euro bezahlt. War es das wert? Ja! War es genial? Ja! Wäre es das immernoch, wenn man das JEDEN Tag hätte? Nein... Wenn du deiner Frau/Freundin eine Gucci-Tasche kaufst, dann springt die dir vor Freude wahrscheinlich um den Hals und ist 2 Monate lang jedes mal total glücklich, wenn sie das Ding tragen kann. So ein Modeprinzesschen würde die Tasche mit einem Lächeln zu den anderen 50 in den überdimensionierten Kleiderschrank stellen und nach 3 Tagen ist sie vergessen.



Bild

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Geist

Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von Geist »

ElStudente hat geschrieben:Du musst auf solche nicht neidisch sein. Deren gesamtes Leben ist auf Jugend und Konsum ausgelegt. Die werden sich im Alter mal gehörig in den Arsch beißen, wenn sie feststellen, wie sinnlos und leer ihr Leben doch war. Außerdem sehen diese Luxusverwöhnten Prinzessinnen immer glücklicher aus, als sie sind.
Jetzt wird's philosophisch. Ich verstehe Deinen Einwurf und bin da durchaus bei Dir wenn wir in einer Gesellschaft leben die stark auf Konsum und reinen Hedonismus fixiert ist, etwas das schon seit Jahrzehnten eine eher abwertende Konnotation innehat, aber wieso ist es denn so verwerflich wenn ein Mensch versucht sein Glück durch eben dieses zu erfahren?

Das klingt ein bisschen nach "Kehrt um! Eure Werte sind schlecht".

Und ich muss "MannAusChina" hier auch zustimmen, das man auf Grund einiger nicht auf alle anderen schließen kann. Wenn ich in den Vereinigten Staaten oder Deutschland gewisse Nobelviertel aufsuche, dann ist die Zahl derer die sich wie die von Dir genannten Luxusprinzessinnen verhalten erstmal groß, aber auf die gesamte Bevölkerung gerechnet nur klein.
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MannAusChina
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von MannAusChina »

ElStudente hat geschrieben:
MannAusChina hat geschrieben:
Ich dachte Doktoren sind schlau. :roll: Oder ist das Thema deiner Doktorarbeit tatsächlich Kloputzen? :wink:
Tut mir leid, aber ich glaube derartige Sprüche sind unter deinem und meinem Niveau :-)
Mag sein. Aber ist der Rest meines Beitrags auch unter (oder über? :wink: ) deinem Niveau? Warum reagierst du überhaupt nicht darauf?

Gerne fomuliere ich meine Aussage für dich Um.
Es gibt in China viele Frauen, die ihren materiellen Wohlstand zeigen und glauben, dass sie dadurch sich als "Obermenschen" darstellen. Dabei versuchen sie wie verrückt (z.B. auf einem Hartz4-Empfänger aus Deutschland zuzugehen), ihren Hunger nach Luxus zu sättigen. Was mich stört ist, dass du sie als "typische Großstädtechinesinnen" beschreibt hast. Das ist eine Lüge und eine Beleidigung für alle Chinesinnen.
Hoffentlich liegt die umformulierte Aussage von mir jetzt auf deinem Niveau.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von ElStudente »

qpr hat geschrieben:@ ElStudente

Was willst du uns mit den beiden Bildern denn sagen?

Ich sehe da nur eine Frau mit Einkaufstüte vor einem Geschäft und ein Mädel irgendwo vor einem Schaufenster mit Mickey und Minni Maus.

Sollen uns diese Fotos jetzt etwas über deren Charakter aussagen oder wie sie beruflich qualifiziert sind?
Sorry, aber irgendwie verstehe ich jetzt nicht den Zusammenhang zwischen den Bildern und deinen Aussagen.
Du verstehst den Zusammenhang nicht? Ich erkläre dir mal diese typischen Bilder. Auf Bild 1 sieht man die 25 Jährige mit einer Einkaufstüte, die eine Tasche zum Inhalt hat, die zwischen 1000 und 4000 Euro kostet. (Celine ist eine Luxusmarke erster Güte).

Bild 2 zeigt das extrem typische Verhalten dieser Luxusprinzessinen, die nicht verstehen, dass sie nicht mehr 14 sind, sondern erwachsene Frauen. Dass sie Verantwortung tragen sollten und sich nicht mehr aufführen können wie Teenager.
Aremonus
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von Aremonus »

Fakt ist: Die Einkommensdisparitäten in China sind noch grösser als in den USA. Fakt ist, dass hunderte von Millionen Chinesen Schwierigkeiten haben, die überlebensnotwendigen Ausgaben zu tätigen - selbst wenn man die tiefere Armutsschwelle der chinesischen Regierung als Refernz nimmt, die noch kein Schulgeld für Kinder und sehr wenig Gesundheitsausgaben u.ä. miteinrechnet. Gemäss dem UN Human Development Report 2009 leben 36,3 Prozent der Chinesen unter der absoluten Armutsgrenze von 2 US-Dollar (kaufkraftbereinigt) pro Tag. Gerade Randständige, also alte oder behinderte Leute, haben sowieso verloren. Kinder aus diesen Familien haben zudem kaum Chance auf eine gute Ausbildung.

Also denke ich, dass eine gewisse soziologische Problematik allein aus diesen Tatsachen ersichtlich sein sollte.

Trotz dieser Probleme ist China aber hinter den (wirtschaftlich rund dreimal grösseren) USA der zweitgrösste Luxusgütermarkt - die Chinesen kaufen sich also lieber Schweizer Uhren, statt zu investieren oder den Armen des Landes zu helfen.

Daher dürfte die Frage nach den Gründen durchaus berechtigt sein.
Die Frage ist nun, woher rührt diese Situation? Was sind die kulturellen, soziologischen und ökonomischen Faktoren, die zu dieser Entwicklung geführt haben? Wie kann man sowas ändern - und ist es aus chinesischer Sicht überhaupt erwünscht, dies zu ändern, oder wollen nur wir Europäer aus unserer Sicht der Dinge dies?
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von ElStudente »

Aremonus hat geschrieben:Fakt ist: Die Einkommensdisparitäten in China sind noch grösser als in den USA. Fakt ist, dass hunderte von Millionen Chinesen Schwierigkeiten haben, die überlebensnotwendigen Ausgaben zu tätigen - selbst wenn man die tiefere Armutsschwelle der chinesischen Regierung als Refernz nimmt, die noch kein Schulgeld für Kinder und sehr wenig Gesundheitsausgaben u.ä. miteinrechnet. Gemäss dem UN Human Development Report 2009 leben 36,3 Prozent der Chinesen unter der absoluten Armutsgrenze von 2 US-Dollar (kaufkraftbereinigt) pro Tag. Gerade Randständige, also alte oder behinderte Leute, haben sowieso verloren. Kinder aus diesen Familien haben zudem kaum Chance auf eine gute Ausbildung.

Also denke ich, dass eine gewisse soziologische Problematik allein aus diesen Tatsachen ersichtlich sein sollte.

Trotz dieser Probleme ist China aber hinter den (wirtschaftlich rund dreimal grösseren) USA der zweitgrösste Luxusgütermarkt - die Chinesen kaufen sich also lieber Schweizer Uhren, statt zu investieren oder den Armen des Landes zu helfen.

Daher dürfte die Frage nach den Gründen durchaus berechtigt sein.
Die Frage ist nun, woher rührt diese Situation? Was sind die kulturellen, soziologischen und ökonomischen Faktoren, die zu dieser Entwicklung geführt haben? Wie kann man sowas ändern - und ist es aus chinesischer Sicht überhaupt erwünscht, dies zu ändern, oder wollen nur wir Europäer aus unserer Sicht der Dinge dies?
Du hast die Lage gut zusammengefasst. Leider sind viele Chinesen von Grund auf sehr egoistisch und denken nur an sich und ihre Familie. Allgemeine Nächstenliebe gibt es nicht, ein schlechtes Gewissen fehlt ebenfalls. Als Bill Gates nach China kam und die Reichsten des Landes zu einer Spendengala eingeladen hat, saß er auf der Party mehr oder weniger alleine rum. Das Geld, was zusammengekommen ist, hat wahrscheinlich gerade mal die Veranstaltungskosten gedeckt.

Die Gründe dafür sind recht einfach: Die Generation, die vom einfachen Arbeiter oder Bauern zum Millionär wurde, hat eine schlechte Ausbildung und von Haus aus kein soziales Verantwortungsbewusstsein. Sie sind durch unlautere Methoden zum Reichtum gekommen und verteidigen ihn um jeden Preis. Deren Kinder haben dann die Erziehung dieser Elter "genossen". Für sie ist Luxus normal. Geld steht über allem. Außerdem ist es in China vollkommen normal, dass man diesen Reichtum mit allen Mitteln nach außen hin zeigt. Während man in Deutschland relativ zurückhaltend ist und weniger protzt, muss in China jedes Kleidungsstück am Körper das teuerste des ganzen Geschäfts sein, in dem man es gekauft hat.

Als Deutscher hat man nicht diese Geltungssucht und muss sich nicht über Luxusgüter definieren. Im Prinzip kann sich hier jeder arbeitende Mensch eine Handtasche für 2000 Euro kaufen, wenn er es unbedingt drauf anlegt. In China geht das nicht. Die Oberschicht ist viel mehr unter sich, nicht umsonst gibt es zahlreiche ReichenClubs für die Generation zwischen 20 und 30 Jahren.

Ich könnte das jetzt noch ewig so weiter ausführen...
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von ElStudente »

qpr hat geschrieben:
ElStudente hat geschrieben: Auf Bild 1 sieht man die 25 Jährige mit einer Einkaufstüte, die eine Tasche zum Inhalt hat, die zwischen 1000 und 4000 Euro kostet. (Celine ist eine Luxusmarke erster Güte).
Ich sehe nirgends eine Tasche, die zwischen 1000 - 4000 € kostet in einer Einkaufstüte. (höchstens im Schaufenster).
Auch weiß ich das Alter der Frau nicht, da ich sie nicht kenne. Eine Bekannte von dir?
Weil du ihr Alter kennst und was sie gekauft hat.
ElStudente hat geschrieben: Bild 2 zeigt das extrem typische Verhalten dieser Luxusprinzessinen, die nicht verstehen, dass sie nicht mehr 14 sind, sondern erwachsene Frauen. Dass sie Verantwortung tragen sollten und sich nicht mehr aufführen können wie Teenager.

Ich weiß nicht, wo dieses Bild aufgenommen wurde,bzw. wie alt diese Person ist.
Sieht für mich aber wie ein Vergnügungspark aus, also wahrscheinlich etwas, was sie in ihrer Freizeit unternommen hat.
Muß man bei Freizeitaktivitäten jetzt auch Verantwortung übernehmen und darf keinen Spaß haben?
Wie gesagt, ich kenne die Frau nicht und auch die Umstände des Fotos nicht.
Vielleicht hat sie sich nur einen Spaß gemacht und diese komischen Mickey Maus Ohren aufgesetzt?

Warum soll ich jemanden auf Grund von Fotos verurteilen, bzw. in ein Schema pressen ,das dieser Person vielleicht gar nicht gerecht wird?
Ja, ich kenne diese Frau. Sie ist 25 Jahre alt, hat einen Vater, der Bauunternehmer war und durch einen Glücksfall innerhalb weniger Jahre sehr reich wurde (das Haus, in dem sich seine Wohnungen befanden sollte abgerissen werden, daraufhin bekam er von der Regierung Wohnungen im doppelten Wert als Entschädigung. Durch die Immobilienblase, die gerade kurz vorm Platzen ist, hat sich deren Wert innerhalb von 10 Jahren etwa verfünzehnfachtfacht. Er hat verkauft und hat so sein Startkapital von 3 Wohnungen im Wert von ca. 40.000 Euro erst durch den Abriss des Hauses auf 80.000 verdoppelt und anschließend durch die Immobilienblase auf gut 1 Millionen aufgestockt. Das Geld wurde wiederum in Immobilien investiert, die nach 3 Jahren wieder kauft wurden, mit nochmal 60% Gewinn). Solche Geschichten gibt es massenhaft in China, denn der Bauboom und die Immobilienblase haben viele Menschen sehr reich gemacht, ohne dass irgendwelche Gegenwerte entstanden sind (es sind ja schließlich immernoch dieselben Wohnungen, wie vor 15 Jahren).

Und jetzt erzähl mir nicht, dass sowas "Einzelfälle" sind. China ist wie gesagt der Zweitgrößte Absatzmarkt für Luxusgüter nach den USA und löst diese in wenigen Jahren ab.
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Saiber
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Re: "Lieber weinend im BMW, als lachend auf dem Fahrrad!"

Beitrag von Saiber »

ElStudente hat geschrieben:Als Deutscher hat man nicht diese Geltungssucht und muss sich nicht über Luxusgüter definieren. Im Prinzip kann sich hier jeder arbeitende Mensch eine Handtasche für 2000 Euro kaufen, wenn er es unbedingt drauf anlegt. In China geht das nicht. Die Oberschicht ist viel mehr unter sich, nicht umsonst gibt es zahlreiche ReichenClubs für die Generation zwischen 20 und 30 Jahren.
Bevor ich wieder anfange meine Tiraden loszulassen....

Ich weiss nicht vorher du deine Phantasien hast aber spaetestens hier kann ich sagen, dass du ja noch ungebildeter bist als der Asiaxxxpat, der sich wenigstens noch versucht mit Halb-Wissen ueber Hongkong sich zu beweisen. Du kennst ja nicht einmal dein eigenes Land und die Menschen, die da wohnen, oder wen willst du hier veraeppeln? Wie fragte nochmal einer hier? Studierst du hier in China das "Kloputzen"?
Kein Grundlagenwissen ueber dem Ort wo du herkommst haben aber wagst dich hinaus ueber andere Laender dir ein Urteil zu bilden?


Leselektuere gefaelligst?:
Vor allem auch durch teure Marken drücken sie ihre Identität aus", erklärt Hans-Joachim Röthlein, Schulpsychologe am staatlichen Schulamt im Landkreis Freising. Emerica, Neff, Nitro, Volcom, Vans - so heißen die Marken der Skater-Jugend, die man schon bei Grundschulkindern entdecken kann. An den weiterführenden Schulen sind auch Labels von Dolce&Gabbana auf Hosen oder Gucci auf den Taschen der Mädchen keine Seltenheit mehr.

Da kann ich dazu sagen, dass sogar in meiner Zeit in Deutschland das nie Seltenheit war. Markensucht oder Markenwahn, alles was teuer war, wurde zur Schau gestellt. Schaut mal her! meine neue Levi Jeans oder Diesel Jeans. Ich kann mich auch daran erinnern, als ich dann wieder in DE war, wie die ersten "Handys" in Deutschen Schulen und in der Society rumgezeigt wurden. Es wurde extra der Klingelton laut gemacht, damit jeder im Cafe sehen konnte wie wichtig man war.


zitat: Nicht jeder, der sich die teueren Kleidungsstücke nicht leisten könne, wird aber zwangsläufig gemobbt, so der Schulpsychologe. "Mein persönlicher Erfahrungswert ist, dass es vielmehr mit der Persönlichkeit eines Kindes oder Jugendlichen zusammenhängt, wenn es von den anderen schikaniert wird.

Und ich habe es so erlebt. Wer eine ueber 500 D-Mark Leder Chevignon Fliegerjacke anhatte musste stets Angst haben, dass ihm diese Jacke mit Gewalt abgenommen wird. Die Chevignon Jacken war stets das beliebteste Raubgut an den Schulen. Pruegel oder Jacke her! Danach kamen die Collegejacken.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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