Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

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ElStudente
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von ElStudente »

Ich spreche natürlich von der "Christlichen Kultur", die vom Römischen Reich ausging und von der ganz Süd,- West,- und Mitteleuropa abstammt. Du sprichst von "Errungenschaften" wie der Chinesischen Schrift. Nun, die Chinesischen Schriftzeichen wurden doch vor allem als Kontrollinstrument konzipiert, das es normalen Menschen unmöglich machte, all diese Zeichen zu lernen. Ähnlich dem alten Ägypten, indem die Schreiber derart hoch angesehen waren, nur weil sie in der Lage waren, diese unnötig komplizierte Bildschrift zu verstehen.

Während die Westliche Kultur vor 2000 Jahren die Demokratie erdacht hat, herrscht in China seit wahrscheinlich 4000 Jahren erst Kaiser- und nun Parteiendiktatur. Von Europa aus begann die Kolonialisierung der Welt und damit die Verbreitung des Fortschritts auf dem gesamten Globus, so auch in China. Über die grausamen Methoden und Unterdrückung brauchen wir nicht zu diskutieren, doch du kannst jeden Afrikaner, der in den USA oder Frankreich lebt fragen, ob er froh ist, ein Amerikaner/Franzose zu sein... er wird sagen "Ja". Niemand von denen möchte in ihrem Ursprungsland leben.

China reißt im weltpolitischen Geschehen gerade den Mund sehr weit auf und mischt überall mit. Und warum? Weil wir westlichen Nationen so dumm waren mit Milliarden an Entwicklungshilfe und Investitionen eine Diktatur vom Mittelalter in die Neuzeit zu katapultieren. China hat sich in 50 Jahren sehr verändert, doch die Menschen sind immernoch die gleichen. Wobei ich mich frage, was schlimmer ist: Die Mao-anbetende alte Generation, oder die neu gezüchteten Konsumterroristen der Generation 1990+ nach Japanischem Vorbild?
earleyalgorithmus
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von earleyalgorithmus »

Ja, Aufschwung der deutschen Kultur oder Nation in der menschlichen Geschichte passierte so spät, erst seit 18. Jahrhundert. Wenn man von germanischen Kulturen oder Nationen im weitesten Sinne spricht, erst seit 1588, als Engländer die spanische Marine zerstörte. Bis Spätmittelalter kann man germanische Völker mit schwarzen Afrikanern gleichsetzen. Menschliche Zivilisation erschaffen Ägypten, Griechen, Chinesen, Römer, und teilweise auch Inder, Araber.

Aber germanische Völker sind heute das beste. Respekt. 8)
robbe
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von robbe »

Sehr interessant, dass ihr euch so sehr mit der Historie niedermacht. Lebt ihr in der Vergangenheit oder warum interessiert euch das? Was jetzt zählt, ist was heute passiert.
Um aufs gleiche Niveau zu sinken: Anscheinend haben die Chinesen aus ihren tollen Errungenschaften wenig gemacht, so ein Ärger aber auch :lol:
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Beitrag von Laogai »

robbe hat geschrieben:Sehr interessant, dass ihr euch so sehr mit der Historie niedermacht. Lebt ihr in der Vergangenheit oder warum interessiert euch das? Was jetzt zählt, ist was heute passiert.
Stimmt schon! Aber wenn man etwas liest, was eine üble Mischung aus un- und eingebildet ist, dann sollte man reagieren. Zum Beispiel darauf:
ElStudente hat geschrieben:Du sprichst von "Errungenschaften" wie der Chinesischen Schrift. Nun, die Chinesischen Schriftzeichen wurden doch vor allem als Kontrollinstrument konzipiert, das es normalen Menschen unmöglich machte, all diese Zeichen zu lernen. Ähnlich dem alten Ägypten, indem die Schreiber derart hoch angesehen waren, nur weil sie in der Lage waren, diese unnötig komplizierte Bildschrift zu verstehen.
Junger Freund, ich empfehle dir dringend dich mit der Geschichte der chinesischen Schrift und der Alphabetisierungsrate im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu beschäftigen!
Die chinesische Schrift zum Beispiel wurde keineswegs "vor allem als Kontrollinstrument konzipiert". Sie wurde gar nicht konzipiert, sondern ist evolutionär entstanden.
Und jetzt recherchiere mal wer vor 150 Jahren in Europa lesen konnte. Hättest du zu der Zeit gelebt wärst du ganz sicher nicht ElStudente gewesen, sondern ElAgricultor. Und somit Analphabet.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von cookie2008 »

EDIT: Teile die Ansichten des TOs nicht und halte den Blog auch fuer methodisch nicht ausreichend, um solche Aussagen treffen zu koennen.
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lueken
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von lueken »

beim durchlesen dieses Fred´s kam mir so ganz spontan die Floskel "Gefährliches Halbwissen" in den Sinn....

Wollt ich nur mal so in den Raum werfen ;)
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von Shenzhen »

rpm-U hat geschrieben:
Shenzhen hat geschrieben:Das Problem ist wenn jemand China und die Chinesen nicht kennt und hier fragen stellt bekommt er genau die Antworten die er hoeren will. Die typische Falle in die abertausende Europaerer tappen wenn sie sich an China versuchen.
Scheint eine Art Verbrechen zu sein, dass man China und Chinesen nicht kennt. Deswegen hat er ja eine Reise gemacht um etwas kennenzulernen. Darueber wollte er wohl hier im Forum sprechen.
Aber das scheint nicht so richtig willkommen zu sein. Man muss wohl China-Experte sein um mitmischen zu koennen?
Leider am Thema vorbei setzen 6.
Hast du den Blog gelesen? es geht hier nicht darum dass er beschreibt wie er China erlebt hat er kann ja gerne die Geschichten von Tante Lan erzaehlen, da lernt er evtl. auch noch etwas ueber Chin. Kultur und Lebensweise. Wenn er seinen Blog einleitet mit: "Ich schreibe hier über meine Beobachtungen und über erfahrene Geschichten, damit hoffe ich Eindrücke weitergeben zu können. aber danach fast nur Geschreibsel aus irgendwelchen Geschichtsbuechern und zusammengeflickem Halbwissen kommt sind das keine erfahrenen Geschichten. Ich finde in dem Geschreibsel bis auf 1-2 Ausnahmen bei denen er angeblich "Die Minderheit X oder Gruppe Y befragt hat" :lol: keine Erlebnisse sondern ausschliesslich schlecht zusammenfantasiertes Halbwissen.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von rpm-U »

earleyalgorithmus hat geschrieben:Ja, Aufschwung der deutschen Kultur oder Nation in der menschlichen Geschichte passierte so spät, erst seit 18. Jahrhundert. Wenn man von germanischen Kulturen oder Nationen im weitesten Sinne spricht, erst seit 1588, als Engländer die spanische Marine zerstörte. Bis Spätmittelalter kann man germanische Völker mit schwarzen Afrikanern gleichsetzen.
Von mir aus kannst Du das so interpretieren. Von der Vergangenheit kann ich mir nichts kaufen es geht um Gegenwart und Zukunft.
Wer Stolz essen kann - Guten Appetit.
Aber ein bischen Geschichtskentnisse erwarte ich schon...
Menschliche Zivilisation erschaffen Ägypten, Griechen, Chinesen, Römer, und teilweise auch Inder, Araber.
Hier fehlen mir die Sumerer - 4000-2000 v.C. Was die erste nachweisbare Zivilisation der Menschheit war mit beruehmten Staedten wie Uruk, Ur, Eridu oder Lagasch.
Sie hatten das sogenannte Gilgamesch-Epos - wohl auch erstmalige Literatur in der Menschheit womit auch klar ist wer die Schrift zuerst hatte.
Wikipedia hat geschrieben: Die Anfänge der sumerischen Kultur in der sogenannten Uruk-Periode reichen bis zum Anfang des 4. Jahrtausends zurück. Sie ist durch die Gründung der ältesten Städte und einer charakteristischen Keramik charakterisiert. Der Uruk-Periode ging die Obed-Zeit voraus, die sich durch ihre Tonware in Stil und Färbung auszeichnet, sowie durch frühe Siedlungen an den Wasserläufen; sie reicht bis in das 6. Jahrtausend v. Chr. zurück.

Obwohl die Schrift mehrmals in der Geschichte der Menschheit erfunden wurde (Ägypten, China, Maya), ist für Europa die sumerische Keilschrift von zentraler Bedeutung und vermutlich auch älter als die anderen hochentwickelten Schriften. Die Keilschrift wurde erfolgreich an das Akkadische und Hethitische (auch Hittitisch) angepasst und gilt als Vorläufer vieler Schriften.
Der Rest ueber Deine Kenntnisse oder das ignorieren des Fraenkischen Reiches, dann seine Teilung beantworte ich mal mit einem Zitat aus Wikipedia:
Wikipedia hat geschrieben: Als Ludwig 840 starb, wurde Lothar I. zwar Kaiser, doch einigten sich die Söhne 843 im Vertrag von Verdun, das Frankenreich aufzuteilen. Später wurde das Reich durch die Prümer Teilung (855) und die Verträge von Mersen (870) und Ribemont (880) weiter aufgeteilt. Die Reichseinheit wurde, außer kurzzeitig unter Karl III. (885–887), nie wiederhergestellt. Die einzelnen Teile entwickelten unterschiedliche Sitten, Bräuche, Sprachen und wurden so zu eigenständigen Staaten. Einige Zeit darauf sprach man von einem West- und Ostfränkischen Reich, bis dieser Hinweis auf die gemeinsame Herkunft ein Jahrhundert später verschwand. Vom alten Frankenreich sollte nur der westliche Teil den Namen „Frankreich“ übernehmen. Das aus dem Ostfrankenreich entstehende Heilige Römische Reich, aus dem später Deutschland hervorging, führte die Tradition des römischen Kaisertums fort.

Der letzte Kommentar:
Aber germanische Völker sind heute das beste. Respekt. 8)
ist unangebracht. Das behauptet niemand.
Aber so einige Interviews auf chinesischen Strassen mit eben diesen Buergern oeffnen Einem schon die Augen was das Beste in Zukunft sein soll.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von rpm-U »

Shenzhen hat geschrieben:Leider am Thema vorbei setzen 6.
Da ich nicht mehr in der Schule bin und Du auch nicht mein Lehrer bist, tangiert mich das einfach nur peripher.
Shenzhen hat geschrieben: Hast du den Blog gelesen?
Hab ich...
Shenzhen hat geschrieben:Wenn er seinen Blog einleitet mit: "Ich schreibe hier über meine Beobachtungen und über erfahrene Geschichten, damit hoffe ich Eindrücke weitergeben zu können. aber danach fast nur Geschreibsel aus irgendwelchen Geschichtsbuechern und zusammengeflickem Halbwissen kommt sind das keine erfahrenen Geschichten. Ich finde in dem Geschreibsel bis auf 1-2 Ausnahmen bei denen er angeblich "Die Minderheit X oder Gruppe Y befragt hat" :lol: keine Erlebnisse sondern ausschliesslich schlecht zusammenfantasiertes Halbwissen.
Und Du kannst beurteilen ob es Halbwissen ist oder nicht?
Es ist sein Blog!
Es ist seine Meinung!
Und?
China scheint so eine Art Minenfeld zu sein in das jeder so seine Dinger da eingraebt und wartet dass einer drauf tritt. Und dann wird es sooo mal richtig krachen lassen.

Wenn es so ist wie ihr Experten immer sagt, dass China soo einfach nicht zu verstehen ist, dann kann man auch nicht so einfach urteilen ob ein Blog Halbwissen ist oder nicht, denn das Eigene ist ja auch nicht perfekt.
Und Blogs stellen doch immer eine subjektive Meinung dar.
Wer's nicht lesen will kann wegschauen.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von Shenzhen »

Ich glaube nicht, dass du den Blog gelesen hast....
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von cookie2008 »

TO: "Ich bitte euch mich zu korrigieren, kommentieren und zu kritisieren."

Da darf jeder seinen Senf dazu geben und ich habe nicht den Anspruch, dass dieser Thread weit ueber das Niveau des "Berichtes" des TO geht.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von rpm-U »

cookie2008 hat geschrieben:TO: "Ich bitte euch mich zu korrigieren, kommentieren und zu kritisieren."
Richtig, "korrigieren, kommentieren, kritisieren"
Das Problem ist wenn jemand China und die Chinesen nicht kennt und hier fragen stellt bekommt er genau die Antworten die er hoeren will. Die typische Falle in die abertausende Europaerer tappen wenn sie sich an China versuchen.
Welche Stelle des Blogs wurde mit dieser Keule denn da kritisiert?
Ich denke wenn man sich den Blog durchliest und man ist mit einer Stelle nicht einverstanden, dann kann man diese zitieren und seine Sichtweise vortragen.
Ist das zuviel verlangt? Muss immer gleich die grosse "Europaerer haben keine Ahnung von China - und ich weiss dass" - Keule heraus geholt werden?
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von Shenzhen »

rpm-U du verstehst einfach nicht was ich meine: ganz kurz und einfach fuer Dich: Der Autor schreibt zu 99% ueber Sachen die er aus irgendwelchen Buechern/Zeitungen/Berichten/Vorgefassten Meinungen/Vorurteilen hat - 1% sind Erfahrungen und Beobachtungen - aber genau diese preisst er ja gross an...

Was meine Antwort zu den Fragen die man Chinesen stellt betrifft ist es ganz einfach und genau die Falle in die viele treten - "Die Chinesen" sagen "grundsaetzlich" zu allem Ja. Das ist der Grundfehler den viele machen wenn sie mit Chinesen reden - Vorgefertigte Fragen zu stellen. "Oder Fragen" werden "grundsaetzlich" mit Ja beantwortet, d.h. man kann sich aus den Fingern bzw. aus den vorgefassten Meinungen genau das herauswuenschen was man will und genau so wird es auch dem Autor als unerfahrenem Chinabesucher ergangen sein. Ganz zu schweigen davon in so kurzer Zeit mit "Den Chinesen" ein Vertrauensverhaeltnis aufbauen zu koennen um ehrliche Antworten zu bekommen.

Ich lebe seit etlichen Jahren in China und trete auch ab und an noch in diese Fallen, ich kann mir recht genau ein Bild davon machen was man in 3 Monaten China als voreingenommener Besucher fuer ein Bild wieder nach hause nimmt und das ist genau das was der Autor da zu "Papier" gebracht hat und hat recht wenig mit irgendwelchen Wahrheiten und schon garnichts mit China politisch zu tun.
Ich bin damals ohne jegliches Interesse oder Wissen ueber China nach China gegangen da mich China 35 Jahre meines Lebens soviel wie der beruehmte Sack Reis interessiert hat und die Medien waren zu der Zeit auch noch nicht von vorn bis hinten voll mit irgendwelchen Chinageschichten. Hatte daher die glueckliche Ausgangsposition komplett ohne Vorurteile/Meinungen nach China zu gehen, im Falle des Autors sieht es aber ganz anders aus...
Ist ja auch kein Problem aber dann bleibe er doch bitte bei seinen Leisten und schreibe nicht so einen fantasierten Kauderwelsch zusammen.
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von Laogai »

Können wir uns vielleicht darauf einigen, dass "Akte China politisch" ein journalistischer Artikel, geschrieben von einem Laien, ist?
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Re: Fazit aus 3 Monaten unter Chinesen

Beitrag von domasla »

laogai hat geschrieben:geschrieben von einem Laien, ist?
Von einem Laien, der schon mal dort war. Das ist nicht selbstverständlich.

D., der auch schon oft dort war.
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