tanzhou hat geschrieben:Interessantes Thema.
Ich denke, der Grund warum China noch nicht so viele wissenschaftliche Ausszeichnungen erhalten hat (ich spreche nur von Wissenschaftlern _in_ China) liegt schlichtweg an den Lebensumstaenden und vor allem Umgebung. Kreatitivitaet ist in der Wissenschaft enorm wichtig
richtig
und nur ein "freier Geist" kann kreativ denken.
nicht mehr ganz so richtig. Richtig hiesse es: Nur ein freier Geist mit genugend Budget, Zeit und Material kann kreativ denken und wirken. Bis Ende 70ern unterlag der VRC noch strenges Boykott aller Art. Rohstoffe und Gerateschaften musste ein Land selbst beschaffen, das 200 Jahre Kolonialisierung und 50 Jahre Invasion- und Buergerkrieg hinter sich hatte. Dennoch schaffte die Wissenschaftler Chinas, Penicylin, Impfstoffe gegen Pocken, Tollwut, Typhus, (als ueberhaupt drittes Land in der Welt) kuenstliches Insulin herzustellen. Grossrechnter selbst zu bauen, Atom- und Heliumbombe in einer rekordverdaechtig kurzen Zeit zu entwickeln. Chemie, Medizin, Maschinenbau, Produktionstechnik, Alles musste damals aus Null unter absoluter Mangelbedingung von wenigen ausgebildeten Wissenschaftlern und Ingenieuren aus dem Boden gestampft werden. Kreative Ideen? Nobelwuerdige Forschungsprojekte? sorry dass ich nicht lache.
Viele in china ausgebildeten Techniker und Wissenschaftler bilden mittlerweile u.a. in Nordamerika eine der wichtigsten Stuetzsaeluen der wissenschaftlischen Eliten. So verkehrt kann demnach die Schulbildung nicht sein. Oder glaubt tatsaechlich einer, Chinesen waere von Geburt an schlauer? Dass man mittlerweile so viele Papers mit chinesischen Namen drunter sehen kann, (worunter auch, zugegeben, viel Muell ist) liegt schlicht an der Besserung der Forschungsbedingung. In den letzten zehen Jahren hat sich in der chinesischen Forschung viel getan. IN der Biochemie z.B. fangen schon chinesischen Unis an, Fuehrungsrolle in der Welt einzunehmen (Ehec, anyone?). Es ist noch ein langer Weg zu gehen. Kann auch sein, dass auch in den naechsten zehn Jahren noch kein "echter" Nobelpreis richtung suedostasien gehen wird. Die Behauptungen, dass China zum einen keine bedeutende Wissenschaftler hervorgebracht hat und das zum anderen allein an "mangelnde kritschen Hinterfragen" liegt, zeugt von derart massiver Ignoranz, dass es schon fast lustig wird.
Gruss
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