Hangover hat geschrieben:@Grufti....
Du hattest doch auch Sinologie studiert, oder?? Darf man fragen, was du als NF oder 2 tes HF hattest?
Und hat dein derzeitiger Job etwas mit China zu tun?
Bei mir war Sinologie Hauptfach, mit den Nebenfächer Japanologie Koreanistik und Chinesischer Kunst und Archäologie..
Ich hatte anno ´80 mein Dolmetscherdiplom in Chinesisch bestanden, aber damals war das noch nicht gleichwertig mit dem "normalen" Magister. Erst 1 oder 2 Jahre später ist der Studiengang in Bonn mit einer 2. asiatischen Fremdsprache und einem wirtschaftlichen Nebenfach zu einem "Magister" gleichzusetzenden Abschluß aufgewertet worden....
Nach 2 Jahren "Thekendienst" ( nach dem Motto
"Wer nichts wird, wird Wirt"

) im einem
Bonner China-Restaurant, hatte ich endlich eine Möglichkeit zu einer "Umschulung "zum Speditionskaufmann gefunden.. Ich war damals schon 28 Jahre alt , aber dennoch immer noch
ohne anderweitige "berufliche Erfahrung oder Qualifikation ", was eigentlich bei jeder Bewerbung immer
neben meinen Sprachkenntnissen erforderlich war,.. und bin deshalb heilfroh gewesen, daß ich diese Chance gehabt habe.
"Beruflich mit China" hatte ich eigentlich nur 1985 bis zu "Tian An Men" 1989 zu tun, da ich damals jedes Jahr 6-8 Wochen in Beijing oder Shanghai für meine Firma mit der Durchführung von Messetransporten betraut war. Meine Aufgaben war das Organisieren und Einsteuern von Luft - und Seetransporten, und Versand via TSR( "Trans Sibirian Railroad") per Bahn, Erledigung von Zollformalitäten in Deutschland und China..und das Übersetzen der Zolldokumente und Inhaltsangaben von Videos für die chinesischen Zensurbehörden.
Nach "Tian An Men" kam die Scheidung von meiner ersten Frau, einer Taiwanesin, und als "entsorgter 付亲 ("zahlender Verwandter" ) hatte ich es als Selbstverständlichkeit angesehen, daß mein damals 4 jähriger Sohn sein Recht auf einen "regelmäßigen Kontakt" ( "alle 2 Wochen ein Wochenende und die Hälfte seiner Schulferien") zu seinem Vater wahrnehmen konnte, was mich natürlich gehindert hatte, mich aus München und Deutschland "vom Acker zu machen". und auf "Teufel komm raus" im chinesischsprachigen Ausland Fuß fassen zu können..
Seit ´89 ( nach meiner Versetzung von der Auslandsmesse in die Luftfracht) habe ich recht wenig "beruflich mit China " zu tun...nur wenn es (leider viel zu selten) "brennt", bin ich der letzte Notanker für meine Kollegen, und "muß" bei unseren Kollegen in China oder Taiwan anrufen.. um die Probleme zu lösen...
Für einen Job in China sieht es in meinem Alter (53) äußerst düster aus.. Wenn überhaupt etwas zu finden ist, so habe ich einzig und allein als "local worker" mit einem "Einheimischen Tarif"eine Chance, da mich sicher KEINE deutsche Firma mehr mit einem
deutschen Gehalt nach China "entsendet"..
..aber ich kann mich noch zurückhalten, daß ich meine Stelle in Deutschland für ein Gehalt von 3-4000 RMB / Monat in
China aufgebe...