Yingxiong hat geschrieben:
"Man" ist sowohl der Staat, als auch jede Privatperson.
Nicht jeder Eingriff vom Statt sollte gleich als staatliche Zensur angesehen werden.
Hat auch keiner behauptet.
Wenn jetzt eine rechtsextreme Partei entsprechendes Gedankengut verherrlichend im Fernsehen verbreiten dürfte und würde, wärst du sicherlich auch für einen staatlichen Eingriff - quasi für eine Zensur.
Weil hier ein
Gesetz gebrochen wurde bzw.
verfassungsfeindliches Verhalten vorliegt, das ist schon ein kleiner Unterschied. Weder "Killerspiele" noch die von dir erwähnte Fernsehsendung verstoßen gegen Gesetze, daher sollten sie in einer echten Demokratie geduldet werden, auch wenn sie manchen Leuten nicht gefallen. Außerdem sollten
Verbrechen bestraft werden, nicht Meinungen, Gedanken und fiktionelle Unterhaltung, die möglicherweise Gewalt oder Verbrechen darstellen und
vielleicht nachgeahmt werden können. Will man alles verbieten, was u.U. zu Gewalt verleiten könnte, wären wir schnell bei 1984, und nicht nur Handlungen sondern auch Gedanken würden bestraft. Ich weiß nicht, ob auch du in einer solchen Gesellschaft leben möchtest.
Nur weil Leute Mord und Totschlag sehen wollen, heisst das nicht, dass man ihren Wunsch erfüllen sollte.
Wer will Mord und Totschlag sehen? Ich denke nicht dass das SO viele Leute wollen. Aber wer es will kann sich ja CSI oder andere Krimis anschauen. Oder soll man auch die verbieten? Auch was an Mordschauplätzen abläuft und wie Gerichtsmediziner arbeiten halte ich persönlich für nicht wirklich erfreulich oder sehenswert. Aber deshalb würde ich nicht unbedingt CSI-Fans einsperren oder für pervers halten. Das fällt für mich unter Geschmackssache, und auch das gehört nicht zum Aufgabenbereich des Staats.
Du bist gegen staatliche Bevormundung, ich bin gegen Bevormundung durch Ahnungslose.
Und worin ist der Unterschied?
Hat jemand deiner Meinung nach "Ahnung", nur weil er "demokratisch" gewählt wurde? Adolf wurde auch gewählt, und ich würde ihn nicht unbedingt als weisen Staatsmann und Vorbild betrachten. Und Dubya wurde 2 Mal gewählt, und auch der war nicht unbedingt der beliebteste, kompetenteste und angesehenste Präsident aller Zeiten.
Es kann nicht sein, dass man sich von Stammtischidioten bevormunden lassen muss, obwohl man selber auf einem Gebiet Fachmann sein kann.
Ich persönlich war in meinem Leben noch nie an einem Stammtisch, kann daher nicht beurteilen, was sich dort so für Leute rumtreiben. Trotzdem habe ich so meine Zweifel, ob das was sich "Regierung" nennt immer so viel besser ist. Mag natürlich sein, dass es in der Schweiz anders aussieht.
Möchtest du etwa den Nationalsozialismus in Deutschland zurück haben?
Schon interessant, welche Schlüsse in diesem Forum gezogen werden.
Ich war ganz klar
gegen staatliche Einmischung und zu starke Kontrolle durch den Staat. Soweit ich mich aus dem Geschichtsunterricht erinnere, entspricht der Nationalsozialismus ganz genau dem Gegenteil von meinem Ideal. Da hatte (oder wollte) der Staat nämlich absolute Kontrolle über die Bürger und individuelle Freiheiten und Gegenmeinungen wurden nicht geduldet. Oder habe ich was verpasst? Ich frage mich also, wo du einen Zusammenhang zwischen Ablehnung staatlicher Kontrolle und Befürwortung des Nationalsozialismus siehst.
Was man gegen die Gewalt machen kann? Das willst du ja nicht!
- Verbot, entsprechende Spiele oder Filme zu zeigen.
Und genau da gehen die Meinungen auseinander.
Welche Spiele und Filme sollen verboten werden? Alle die, wo irgendwie Gewalt dargestellt wird? Dann bleibt nicht mehr viel übrig, außer vielleicht paar Disney Cartoons. Ich persönlich bin und war noch nie Gamer, kenne mich daher mit diesen Spielen wenig aus. Aber von denen gab es in diesem Thread ja schon Aussagen. Wie es aussieht, sind die Gamer (auch die die "Killerspiele" zocken) hier im Forum nicht zu Massenmördern oder Neonazis geworden.
Gewalttaten müssten sofort und mit aller Härte bestraft werden
Ja, so ist es! TATEN sollen bestraft werden, aber keine Vorlieben, Haltungen und Meinungen!