Verzwickte Lage

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Dschege
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Dschege »

Also erstmal Danke an der regen Beteiligung!!!!
Die allermeißten Kommentare haben mich gestern Stück für Stück meiner weiteren Vorgehensweise näher gebracht. Ihr seid schon ein toller haufen!
Also dann will ich mal:
- Nächste Woche soll sich meine Liebste mal beim Standesamt der Kleinstadt in der ich mich aufhalte erkundigen, ob die mit den vorhandenen Dokumenten (evtl. Übersetzt) etwas anfangen können.
- Falls nicht einen kleinen Bonus anbieten, vielleicht kann man da doch noch was nachhelfen
- Wenn die Stur sein sollten dann dasselbe nochmal in der nächsten Großstadt probieren
- Wenn die auch nix machen können/wollen dann einen Agenten für HongKong beauftragen und kurze Zeit später selbst dorthin um tatsächlich zu heiraten (Kann mir da jemand einen Agenten empfehlen???)
- Dann muss ich los nach Deutschland, und meine Existenz sichern
- Sie sollte dann die FZF beantragen und ich kann sie von Deutschland aus unterstützen (Punkt 20, Monat 4 bis 7 ;)
- Visa gut
- Arbeit gut
- Geburt gut
- Schöne Hochzeit
- Alles gut

Naja wenns nur so einfach wär....hab mich grad beim träumen erwischt. Hat dieser Plan irgendwelche Haken, Besonderheiten, unerkannte Kosten oder vielleicht problematische Wartezeiten? Vielen Dank schon mal

Liebe Grüße
Dschegewara (vorerst)
che guevara
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von che guevara »

Dschege hat geschrieben:
Liebe Grüße
Dschegewara (vorerst)
Zieh nie wieder meinen Namen so in den Dreck mit dieser Schreibweise !! :lol:
Dschege
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Dschege »

che guevara hat geschrieben:
Zieh nie wieder meinen Namen so in den Dreck mit dieser Schreibweise !! :lol:
Still! Du billiges Imitat, ich dachte du wärst längst tot!?! :shock:

Dschegewara (das Original)
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VielUnterwegs
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von VielUnterwegs »

Dein Plan klingt vernünftig. Den einzigen Haken sehe ich bei deinen momentan nur spärlich vorhandenen Dokumenten. Aber vielleicht kannst du da auch von China aus Abhilfe schaffen? Auf meinem Rathaus in der Kleinstadt, man kennt sich, kann ich anrufen und meinen Fall schildern. Selbst wenn man offiziell persönlich zur Beantragung erscheinen muss, geben sie die Formulare meiner Mutter, die scannt, ich drucke und fülle aus, ich scanne und Sie druckt aus und bringt es aufs Amt. Das könntest du probieren, je nach dem wie das bei dir in DE so ist.
joga
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von joga »

Naja möcht ich auch mal was in den Raum stellen: Ihr wollt nem chin. Beamten einen "Bonus" anbieten? Ich hab gedacht, manche Chinesen haben viel Nationalstolz und Bestechung kann hier richtig heftig bestraft werden (nicht wie Visa-Überziehen oder zu schnell fahren)... würd mir das zweimal Überlegen, aber vllt. weis hier jemand mehr zu dem Thema
Grüße
Suchender
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Suchender »

Viele Chinesen verdoppeln oder verdreifachen ihr Einkommen durch Schwarzgeld. Woher ich das weiß? Durch meine Freundin, die selbst ordentlich Schwarzgeld kassiert um Aufträge bestimmten Firmen zuzuspielen. Das gleiche im kompletten Familienkreis. Dank des Schwarzgeldes verdient sie mehr als ich... Man muss halt vorsichtig sein und man muss wissen, wem man es anbieten kann...
Bernhard
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Bernhard »

joga hat geschrieben:Naja möcht ich auch mal was in den Raum stellen: Ihr wollt nem chin. Beamten einen "Bonus" anbieten? Ich hab gedacht, manche Chinesen haben viel Nationalstolz und Bestechung kann hier richtig heftig bestraft werden (nicht wie Visa-Überziehen oder zu schnell fahren)... würd mir das zweimal Überlegen, aber vllt. weis hier jemand mehr zu dem Thema
Grüße
Theoretisch kann Bestechung in China sicherlich streng bestraft werden.... aber in der Praxis wohl in den seltensten Fällen. Ob der "Nationalstolz" einen Beamten daran hindert, von einem Ausländer Geld anzunehmen.... weiß ich jetzt nicht.

Ich würd mit solchen Dingen aber doch sehr zurückhaltend sein. Einmal aus Prinzip, und auch weil man unter die Fälle rutschen kann, die tatsächlich hart bestraft werden.
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von VielUnterwegs »

Ich kann Suchender nur zustimmen. Unter Chinesen ist Bestechung und Schwarzgeld sehr verbreitet, als Ausländer ist man aber selten involviert. Ich würde mich da raushalten, denn das kann alles ja wie gesagt auch sehr nach hinten losgehen.
Dschege
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Dschege »

Ich wollte "Bestechung" nicht wirklich zum Thema hier machen, aber habe mittlerweile eine ganz gute Wahrnehmung hier was man machen kann und was nicht. Selbstverständlich würde ich das nicht selbst tun, aber meine Freundin kann da sicherlich diskret genug vorfühlen ob die Möglichkeit besteht oder nicht. Da mache ich mir keine Sorgen. Außerdem gefällt mir das Wort nicht, in Deutschland würd ich das anders sehen, aber hier bezeichne ich diese Massnahme eher als "Katalysator". Viele Leute könnten ohne diese Boni nur schwer am gesellschaftlichen Leben teilhaben, da für Chinesen die Lebenshaltungskosten höher sind als für den Durchschnittsdeutschen.
Dennoch wäre es sinnvoll nicht weiter darüber zu sprechen!!!
Ich würde lieber wissen falls der Plan nicht aufgeht (weitere Dokumente sind mittlerweile im Express angefordert) und ich nach Hong Kong muss, wie ich da so einen "Agenten" finde, der Standesamt und drumherum regeln kann.
Marco73
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Marco73 »

es besteht die möglichkeit das die für dich zuständige Ausländerbehörde eine Verpflichtungserklärung verlangen wird, den die kosten für die Geburt in DE wirst du wohl oder übel zahlen müssen. Keine Kankenversicherung wird da für die kosten aufkommen wollen.

ps. in china mussten wir die kosten auch selber tragen,was allerdings etwas weniger war.

lg Marco
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von ingo_001 »

Marco73 hat geschrieben:es besteht die möglichkeit das die für dich zuständige Ausländerbehörde eine Verpflichtungserklärung verlangen wird, den die kosten für die Geburt in DE wirst du wohl oder übel zahlen müssen. Keine Kankenversicherung wird da für die kosten aufkommen wollen.
:?:
Hab ich was verpasst?
Wenn in Hongkong geheiratet wird und seine Frau (schwanger oder nicht) in Deutschland ankommt, dann wird sie von ihn entweder im Rahmen der Familienversicherung von seiner KV mit versichert (wenn er bei einer gesetzl. KV versichert ist) oder er muss sie (falls er bei einer privaten KV versichert ist) zusätzl. auf eigene Kosten versichern.
Unabhängig ob schwanger oder nicht: Eine umgehende KV-Anmeldung ist bei Ankunft in Deutschland dringend geraten. Am Besten die KV noch vor der Ankunft informieren, damit der Versicherungsschutz schon bei Ankunft in Deutschland gegeben ist.
Bei den gesetzl. KVs geht das i.d.R. völlig unproblematisch.
Marco73 hat geschrieben:ps. in china mussten wir die kosten auch selber tragen,was allerdings etwas weniger war.
In China ist das auch üblich so.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Marco73 »

hier kann man das nachlesen, die antwort von bergmanni, ist nun mal leider so

http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 328221/4#4

ihr bekommt zwar ne bestätigung das ihr krankenversichert werden könnt von der krankenkasse,aber da sie schon schwanger ist zahlt die nunmal nicht die geburt


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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von ingo_001 »

Marco73 hat geschrieben:hier kann man das nachlesen, die antwort von bergmanni, ist nun mal leider so

http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 328221/4#4

ihr bekommt zwar ne bestätigung das ihr krankenversichert werden könnt von der krankenkasse,aber da sie schon schwanger ist zahlt die nunmal nicht die geburt
Habs gelesen und ... kanns trotzdem nicht glauben.
Hier mal gegenteilige Infos: http://www.babyforum.de/geburt/27252-am ... hland.html

Meine Vermutung dazu: bergmanni könnte bei einer privaten KV versichert sein.
Wie auch immer ... ich würde einfach meine KV anrufen, die Sachlage schildern und fragen, wie es denn nun dies bezgl. (selbst zahlen oder nicht) aussieht.
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Marco73 »

hier mal eine passage der Verwaltungsvorschrift zum § 28 AufenthG woraus vor geht das die schwangere chinesische frau nach DE kann.

Aufgrund der aufenthaltsrechtlichen Vorwirkung des Schutzgebots des Artikels 6 GG
kann werdenden Eltern von Kindern, die aufgrund ihrer Abstammung von einem deutschen
Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen werden (§ 4 Absatz 1 StAG),
ein mit Blick auf den voraussichtlichen Geburtszeitpunkt entsprechend langfristig berechnetes
Visum zur Einreise auf Grundlage des künftigen Anspruchs nach § 28 Absatz
1 Satz 1 Nummer 3 erteilt werden. Gleiches gilt für werdende Väter von Kindern, die
aufgrund des gewöhnlichen Aufenthalts der Mutter in Deutschland nach § 4 Absatz 3
StAG durch Geburt im Inland die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben werden.
Die Einreise ist der Schwangeren zu ermöglichen, sobald die Geburt mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Die Reisefähigkeit der Schwangeren – insbesondere
im Zusammenhang mit möglichen Gesundheitsrisiken – und die Reisemöglichkeiten
sind dabei zu berücksichtigen. I. d. R. wird daher die Einreise zwischen dem vierten und
dem Ende des siebenten Schwangerschaftsmonats ermöglicht werden.

falls die an der Botschaft rum maulen, einfach mal auf §28.1.3 verweisen.

hab heute zufällig meine sachbearbeiterin der ABH getroffen und die bestätigte mir das KEIN A1 nötig sei.

hoffe das andere Sachbearbeiter das ähnlich sehen.
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Re: Verzwickte Lage

Beitrag von Linnea »

ingo_001 hat geschrieben:Hier mal gegenteilige Infos: http://www.babyforum.de/geburt/27252-am ... hland.html
Eine wirklich gegenteilige Info ist das auch nicht. Denn dort beschreiben Frauen, die bereits vor Eintreten der Schwangerschaft in Deutschland krankenversichert waren, wie es in diesem Fall ablief. All das unter besonderer Berücksichtigung der Frage nach einer ambulaten Geburt und der Nachsorge durch eine Hebamme.
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