Ja.punisher2008 hat geschrieben:Aber zum Thema Benehmen der Chinesen fällt mir das Buch von Bo Yang (der in Taiwan aufwuchs und lebte) 《丑陋的中国人》 ein. [...] Kennt das jemand?
Nein.punisher2008 hat geschrieben:Ist natürlich im Festland verboten.

Ja.punisher2008 hat geschrieben:Aber zum Thema Benehmen der Chinesen fällt mir das Buch von Bo Yang (der in Taiwan aufwuchs und lebte) 《丑陋的中国人》 ein. [...] Kennt das jemand?
Nein.punisher2008 hat geschrieben:Ist natürlich im Festland verboten.

Ich habe die westlichen Medien weder kritisiert noch verteidigt. Wie du selbst schreibst, was immer die Medien, in China oder im Westen, schreiben, wird nicht jedem gefallen. Aber alle westlichen Medien auf "China bashing" zu reduzieren, und ausgerechnet chinesische Medien als gutes Beispiel zu nehmen, halte ich für sehr übertrieben. Ich habe keineswegs festgestellt, dass im Westen China nur negativ dargestellt wird.Aremonus hat geschrieben: Also bitte... von Dir, Punisher, erwarte ich eigentlich eine bessere Argumentation.
1. sind im Westen die Medien frei - die können schreiben, was sie wollen. Dass dies dann natürlich nicht allen passt, ist klar. Aber wenn man findet, dass die westlichen Medien zu einseitig berichten, kann man selber eine eigene Zeitung gründen. Dank des Internets braucht das nicht einmal Kapital.
OK, ich drückte mich unklar aus. Was ich an China Daily hauptsächlich kritisierte, war das Forum, nicht die Artikel. Was da scheinbar ohne jegliche Kontrolle durch Moderatoren an Hass gegen den Westen (weniger politisch, eher rassistisch) geschrieben wird, fand ich teilweise erschreckend. In letzter Zeit habe ich da allerdings nicht mehr gelesen. Wenn sich chinesische Medien tatsächlich so gebessert haben wie du schreibst, dann ist das ja positiv. Da kann ich nur hoffen, dass das ein langfristiger Trend ist.Ist die überwiegende Mehrheit der China Daily Artikel mehr als nur "Propagandadreck" - in China Daily hab' ich erst selten klare Propagandatexte gesehen. Für direkte Propaganda ist die Global Times zuständig (und die sagen von sich selbst ja, dass sie das Sprachrohr der Regierung sind).
Ich weiß schon. Ich wollte einfach nur den Spieß umdrehen und xyz etwas deutlicher machen, wie lächerlich seine "Argumente" sind. Wenn auch deutsche Medien oft einseitig und oberflächlich über China berichten, glaube ich trotzdem kaum, dass sie Hetze betreiben oder politische Motive haben.Der Junge hat bestimmt keine politischen Vorgaben, sondern einfach nur eine 360°-rundum-frustration über sein Leben. Die chinesische Regierung ist smarter und setzt mit ihrer Informationspolitik hauptsächlich auf harmonisierung und soft power, nicht auf Eskalation.
Ich finde es eigentlich immer ganz aufschlussreich, wenn Kritik von Angehörigen der eigenen Gruppe kommt. Dass ein Chinese ein Buch veröffentlicht, in dem er so offen chinesische Kultur und Gewohnheiten anklagt, halte ich für bemerkenswert, schon allein weil es so selten vorkommt. Es ist immer leichter, eine andere Kultur oder ein anderes Land zu kritisieren als die eigene. Daher finde ich jeden Versuch in diese Richtung positiv. Bo Yang spricht Dinge an, die andere Chinesen so niemals erkennen würden. Es wird sogar einiges kritisiert, was ich persönlich als positiv empfinde, wie z.B. dass Chinesen meistens bei Besuchen die Straßenschuhe an der Tür ausziehen. Jeder Chinese kann einem erzählen wie toll ihre 5000 Jahre alte Kultur ist, das ist keine Kunst. Auch mal die negativen Seiten anzusprechen, das ist schon schwerer, und es gibt wenige die das können. Ich finde, es kann keinem schaden, sich auch etwas mit Kritik an der eigenen Kultur auseinanderzusetzen, auch den Deutschen nicht.Zitat:
Da werden viele dieser Verhaltensweisen kritisiert. Ich fand es sehr aufschlussreich.
Warum aufschlussreich?
Wird das bei uns in Europa nicht auch so gehandhabt?Es wird sogar einiges kritisiert, was ich persönlich als positiv empfinde, wie z.B. dass Chinesen meistens bei Besuchen die Straßenschuhe an der Tür ausziehen.
Wobei es nicht, wie beispielsweise in der Schweiz, in einer ewigen Beklagerei ausarten solltech finde, es kann keinem schaden, sich auch etwas mit Kritik an der eigenen Kultur auseinanderzusetzen, auch den Deutschen nicht.

Also du meinst so eine Art "umgekehrte" Banane? Seine Ansichten sind ja sehr chinesisch, selbst wenn er Deutscher ist.sanctus hat geschrieben: Ich tendiere zur Zeit stark dazu, dass xyz678 wahrscheinlich eine s.g. "Banane" ist. Das wuerde so Einiges erklaeren. Ich kenne solche "Bananen" zur Genuege und weiss, dass die gerne solche Kontrasttypen sind und das regelrecht pflegen.
Ach so, nicht (mehr) verboten? Meine Frau entdeckte das Buch damals (es muß 1998 gewesen sein) in HK und war der Meinung, es wäre auf dem Festland verboten, so dass wir es "einschmuggeln" mussten. Soweit ich mich erinnern kann, wurde sogar im Laden darauf hingewiesen, dass man das Buch auf dem Festland nicht bekommen konnte, bin mir aber nicht sicher. Da wir es ja schon hatten, habe ich hier nicht mehr danach gesucht, es allerdings auch nirgends in Buchläden gesehen.laogai hat geschrieben:Ja.punisher2008 hat geschrieben:Aber zum Thema Benehmen der Chinesen fällt mir das Buch von Bo Yang (der in Taiwan aufwuchs und lebte) 《丑陋的中国人》 ein. [...] Kennt das jemand?Nein.punisher2008 hat geschrieben:Ist natürlich im Festland verboten.

Zumindest in Deutschland ist das soweit ich weiß eher selten bzw. eine neuere Erscheinung, nicht Tradition. In der eigenen Wohnung trägt man zwar in Europa keine Straßenschuhe, aber dass auch Gäste sie ausziehen, und vom Gastgeber Hausschuhe bekommen, ist doch wohl noch nicht so verbreitet wie in China/Asien.Aremonus hat geschrieben:Wird das bei uns in Europa nicht auch so gehandhabt?Es wird sogar einiges kritisiert, was ich persönlich als positiv empfinde, wie z.B. dass Chinesen meistens bei Besuchen die Straßenschuhe an der Tür ausziehen.
Das ist in Deutschland sicher noch schlimmer. Obwohl ich denke, diese Beklagerei bezieht sich hauptsächlich auf gewisse Gegebenheiten oder Institutionen, weniger auf die Kultur und Bräuche, anders als bei Bo Yang. Und "Selbstkritik" der Deutschen als Nation beschränken sich meist auf die Geschichte (3. Reich). Inwiefern äußert sich das denn in der Schweiz? Da gibt es ja nicht diese "Schuldgefühle" wie in Deutschland.Wobei es nicht, wie beispielsweise in der Schweiz, in einer ewigen Beklagerei ausarten sollte
In der Schweiz war das eigentlich schon immer so (soweit ich das mit meinen zarten 22 Jahren beurteilen kann). Wobei wir auch erst seit ein paar Jahren Hausschuhe anbieten - vorher gingen wir einfach in Socken durchs Haus.Zumindest in Deutschland ist das soweit ich weiß eher selten bzw. eine neuere Erscheinung, nicht Tradition. In der eigenen Wohnung trägt man zwar in Europa keine Straßenschuhe, aber dass auch Gäste sie ausziehen, und vom Gastgeber Hausschuhe bekommen, ist doch wohl noch nicht so verbreitet wie in China/Asien.
Man vergleicht sich halt einfach ständig. Oft hört man "unsere Spassgesellschaft geht noch den Bach 'runter und wir werden von den Chinesen überholt - die wissen eben noch, was Arbeit bedeutet." Die sittliche Weiterentwicklung wird auch oft kritisiert.Inwiefern äußert sich das denn in der Schweiz? Da gibt es ja nicht diese "Schuldgefühle" wie in Deutschland.
Bei mir ist es erst eine Woche her und es war eigentlich an einem Punkt wo viele Touristen sind (Dragon Bridge, Yangshuo). Außerdem war die Grube nur einen, vielleicht auch zwei Meter tief (ok, vielleicht haben die da schon seit Jahren reingeschi***** und war deshalb schon gut gefüllt).RoyalTramp hat geschrieben:Da reihe ich mich dann auch ein: Landstrasse in Hunan vor 10 Jahren...abgewrackte Tankstelle, Abort...in einem Holzverschlag der ueber einen gaehnenden Abgrund gezimmert worden war. Zwei modrige Holzplanken als Trittflaeche ...fuer Schuhgroesse 47 eher suboptimal bemessen... mussten reichen, darunter in 15 Meter Tiefe der rauschende Fluss. Ich war nur so verdammt heilfroh, dass ich nur mal "Puescheln" musste!
Wobei grad vor zwei Stunden die Putzfrau am Pekinger Flughafen rumgerotzt hat, immerhin hat sie dabei aber mehrfach in den Mülleimer getroffen.punisher2008 hat geschrieben:Da stimme ich dir zu. Der weibliche Teil der Bevölkerung hat mit Abstand die besseren Manieren. Ich sage absichtlich nicht "Frauen" und "Männer", weil das Phänomen auch Kinder betrifft. Mädchen benehmen sich hier fast ausnahmslos besser als Jungen. Seltsam, schlechtes Benehmen scheint in China kein Land-Stadt oder bildungsbedingtes Problem zu sein, sondern ein geschlechtsspezifisches.

Im Osten war das schon immer so, dass man als Gast die Schuhe auszieht und Schlappen bekommt.punisher2008 hat geschrieben:Zumindest in Deutschland ist das soweit ich weiß eher selten bzw. eine neuere Erscheinung, nicht Tradition. In der eigenen Wohnung trägt man zwar in Europa keine Straßenschuhe, aber dass auch Gäste sie ausziehen, und vom Gastgeber Hausschuhe bekommen, ist doch wohl noch nicht so verbreitet wie in China/Asien.Aremonus hat geschrieben:Wird das bei uns in Europa nicht auch so gehandhabt?Es wird sogar einiges kritisiert, was ich persönlich als positiv empfinde, wie z.B. dass Chinesen meistens bei Besuchen die Straßenschuhe an der Tür ausziehen.

Naja...was heißt hier "diskutieren"? Man fährt sich halt gegenseitig über den Mund! Ist auch viel hygienischer, wenn man da noch etwaige Essensreste rumhängen hat, und selbst zu faul ist, sich das abzuwischen. Und damit wären wir wieder bei Verhaltensweisen und China...ZDFOnline hat geschrieben:Puh. Ihr diskutiert hier ja ganz schön, hm, intensiv.


Ich habe in meinem Bücherregal ein Exemplar aus der VR (花城出版社, Guangdong, 4. Auflage vom Juli 1989(!). 定价: 3.85元punisher2008 hat geschrieben:Ach so, nicht (mehr) verboten? Meine Frau entdeckte das Buch damals (es muß 1998 gewesen sein) in HK und war der Meinung, es wäre auf dem Festland verboten, so dass wir es "einschmuggeln" mussten.


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