Wikileaks: 1. Info-Krieg 2010 - ???
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- Topas
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Re: wikileags.org
NHR hat geschrieben: In meinen Augen stellt es auch einen Widerspruch an sich dar, wenn man schreibt, dass Demokratie an Transparenz erlahmt.
Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass Transparenz die Voraussetzung für eine gesunde und funktionierende Demokratie ist.
Der Souverän, das Volk, muss informiert sein, um eine fundierte Entscheidungsbildung zu ermöglichen.
Sicherlich sollte Transparenz die Vorraussetzung für eine Demokratie sein. Allerdings gibt es - wie ich es schon schrieb - ein Systemproblem. Unter der Prämisse, dass bei optimaler Informationstransparenz eine Demokratie die bestmöglichsten Entscheidungen hervorbringen sollte, scheitert dies jedoch an subjektiven Größen wie etwa die Beliebtheit eines Politikers. Politiker, damit sie für eine längere Zeit ein Mandat haben und damit politisch handlungsfähig sind, müssen, um wiedergewählt zu werden, eine "beliebte" Politik betreiben. Und genau da ist der Hacken: Ein Politiker, der sachlich und objektive Politik betreibt, deren Sinn - durch die Komplexität - vielen Wählern nicht sofort klar ist (sie müssten sich schon ein paar Stunden mit der Materie auseinandersetzen), und im ersten Moment eine negative Wirkung hat, wird wohl nichts so schnell wiedergewählt. Die Frage ist doch: Soll ein Politiker gewählt werden, der nur beliebte Politik macht, oder einer der eine Politik betreibt, die sich langfristig positiv auf den Wohlstand auswirkt?.
oftmals sind politische Entscheidungen so komplex, so dass sie nicht in einigen wenigen Sätzen zu umreißen sind. Vor allem nicht vielen Wählern, die sich mit der Materie noch überhaupt nicht wirklich auseinandergesetzt haben. Und Transparenz geht nicht nur alleine von den Politikern aus ( die die Informationen zur Verfügung stellen sollen), sondern auch vom Wähler, der sich für ein richtiges Urteil mit diesen Informationen ausseinandersetzen muss, um sie zu verstehen. Ein Politiker kann alle seine dicken Ordner offenlegen - was aber noch nicht Transparenz bedeutet, wenn diese Inhalte vom Informationsempfänger nicht verstanden werden. Und weil viele nicht das Interesse und Zeit haben, politische Prozesse zu studieren, beurteilen viele Wähler die Politik nur oberflächlich - eher nach Gefühlen, als sachlichen Abwägungen. Und wenn der Wähler ein negatives Gefühl hat, wählt der nicht mehr den Politiker - auch wenn er die objektiv "beste" Politik betreibt.
Das ist das Problem mit der Transparenz und der Demokratie.
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
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