Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Hier kann über alle sonstigen Themen diskutiert werden.
Benutzeravatar
bdix
Neuling
Beiträge: 4
Registriert: 29.11.2010, 14:14
Wohnort: Nauen OT Berge

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von bdix »

Hi punisher2008,
sicherlich lassen sich einige Computerprobleme in Eigenregie beheben. Das bedenkliche dabei ist nur, sollte das Problem größer sein kann man u.U. noch mehr Schaden anrichten.

Einige Viren lassen sich nur "extern" entfernen, da sie sich beim Systemstart selbst schützen und installierte Antivirenprogramme aushebeln und deaktivieren.
Ich arbeite in einem Computer-Laden und Virenprobleme beschäftigen uns hier täglich.

An deiner Stelle würde ich dir raten, einen Computerfachmann deines Vertrauens aufzusuchen. Bitte nicht zu verwechseln mit Computer-Händlern oder den Medialen Märkten. Die schicken in der Regel die Rechner auch nur zu einem Service und schwuppdiwupp sind deine Daten möglicher Weise weg (neue oder formatierte Platte etc.).

Solltest du darüber nachdenken dich von Vista zu trennen, kann ich das nur begrüßen. Windows Vista ist wie damals Windows ME eine "Totgeburt".
Windows 7 ist eine echte Empfehlung. Sicherlich ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man man mit XP eingearbeitet hat. Gegenüber Vista hat sich die Oberfläche kaum geändert.

Von einem Update würde ich dringend abraten. Eine "Vollversion" ist auch nicht erforderlich, es sei denn man hat zu viel Geld. Holde dir ein OEM Version von W7. Das ist rechtlich OK und spart Geld. Derzeit kostete W7 um die 105,-€. Die Home Premium reicht völlig aus. Die Pro oder Ultimate ist in der Regel nur nötig für Firmen-Netzwerke. Ein weiterer Vorteil der OEM-Version, du bekommst einen Datenträger mit.
Bei vorinstallierten Systemen wurde das frecher Weise weg gelassen und dem Benutzer es selbst überlassen, einen Backup-Datenträger zu erstellen. Egal ob PC-Neuling, Umsteiger oder Rentner.

Dein kostenloses Antivirenprogramm ist mir übrigens suspekt. Meine Empfehlung das kostenlose Antivir von Avira (http://www.avira.de/) bzw. Microsoft Security Essentials (http://www.microsoft.com/security_essen ... ?mkt=de-de). Bei letzterem ist ein Spyware-Scan inklusive. Beide Tools sind kostenlos und vor allem zwingen sie den Rechner nicht in die Knie. Schließlich will man ja mit dem PC arbeiten/spielen und nicht warten, bis die Scans abgeschlossen sind.

LG
bdiX
__________________________________
Du musst die richtigen Fragen stellen. ...
...Meine Antworten sind begrenzt.
Benutzeravatar
punisher2008
VIP
VIP
Beiträge: 4932
Registriert: 26.07.2008, 12:35
Hat sich bedankt: 108 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von punisher2008 »

bdix hat geschrieben: An deiner Stelle würde ich dir raten, einen Computerfachmann deines Vertrauens aufzusuchen. Bitte nicht zu verwechseln mit Computer-Händlern oder den Medialen Märkten. Die schicken in der Regel die Rechner auch nur zu einem Service und schwuppdiwupp sind deine Daten möglicher Weise weg (neue oder formatierte Platte etc.).
Ich denke "Fachmänner" gibt es hier genug, das mit dem Vertrauen ist eine andere Frage. Ich gebe meinen Computer ganz sicher nicht aus der Hand, wenn dann lasse ich jemanden nach Hause kommen. Ich bin übrigens in China. Hier geht so etwas problemlos, und kostet auch nicht viel. Es wird aber nur nötig sein, wenn ich mit der Installation von Win7 selbst nicht zurechtkomme. Bei früheren Problemen übrigens hat man mir hier ausnahmslos zu einer Neuinstallation geraten. Keiner konnte oder wollte Systemfehler anders beheben.
Solltest du darüber nachdenken dich von Vista zu trennen, kann ich das nur begrüßen. Windows Vista ist wie damals Windows ME eine "Totgeburt".
Windows 7 ist eine echte Empfehlung. Sicherlich ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man man mit XP eingearbeitet hat. Gegenüber Vista hat sich die Oberfläche kaum geändert.
Die Umstellung wäre für mich absolut kein Problem. Ich habe mit Win98 auf deutsch angefangen, dann von 2000 über ME, XP (meist chinesisch) so ziemlich alles gehabt was Microschrott herausbrachte, bis ich dann bei Vista landete. Wenn ich keine Probleme mit dem System hätte, würde ich wohl noch bei Vista bleiben, zumindest auf dem jetzigen Gerät. Aber jetzt bin ich leider gezwungen, auf 7 umzusteigen. Das große Problem ist, wo finde ich eine echte Kopie davon in China, und zwar auf englisch? Ich habe zwar schon mit chinesischen Windows gearbeitet, kam auch ganz gut zurecht, möchte aber trotzdem lieber ein englisches System. Wenn ich hier keines finden kann, werde ich wohl nach Hong Kong gehen müssen. Ich möchte nicht an die 1000 Yuan zahlen um dann doch nur eine Raubkopie zu bekommen.
Dein kostenloses Antivirenprogramm ist mir übrigens suspekt. Meine Empfehlung das kostenlose Antivir von Avira (http://www.avira.de/" target="_blank) bzw. Microsoft Security Essentials (http://www.microsoft.com/security_essen ... ?mkt=de-de" target="_blank). Bei letzterem ist ein Spyware-Scan inklusive.
Das ist eben das Problem bei Antiviren-Software, die Meinungen gehen stark auseinander. Für jeden Kunden, der auf ein Produkt schwört, gibt es andere, die davor warnen. Antivir hatte ich damals auch, es machte aber irgendwelche Probleme, daher stieg ich auf andere um. Security Essentials benutze ich z.Zt. auch. Das ist ausnahmsweise mal ein Microsoft-Produkt, über das man hauptsächlich positives liest.
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von happyfuture »

punisher2008 hat geschrieben:Die Umstellung wäre für mich absolut kein Problem.
Mal an kostenfreie Alternativen wie Linux gedacht?
Habe den Schritt von Windoof zu Ubuntu im Frühjahr "gewagt" und bin bislang begeistert!
Benutzeravatar
punisher2008
VIP
VIP
Beiträge: 4932
Registriert: 26.07.2008, 12:35
Hat sich bedankt: 108 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von punisher2008 »

happyfuture hat geschrieben: Mal an kostenfreie Alternativen wie Linux gedacht?
Habe den Schritt von Windoof zu Ubuntu im Frühjahr "gewagt" und bin bislang begeistert!
Ehrlich gesagt nein. Gegen kostenfrei habe ich nix, bin auch nicht wirklich davon begeistert, Microschrott noch reicher zu machen. Aber ich habe einfach zu große Bedenken, meine gewohnte Software wie Word, Windows Media Player, Live Messenger, QQ etc. nicht mehr benutzen zu können. Unter Linux läuft nicht so wahnsinnig viel, oder sehe ich das falsch? Und ich kenne in China keinen, der nicht Windows benutzt. Wenn es mal Probleme gäbe, wäre es hier sicher schwer Hilfe zu bekommen. Zumindest gibt es in China genug Geeks, die sich mit Windoof auskennen. Das finde ich beruhigend. Die nächste Zeit werde ich Bill Gates wohl noch treu bleiben. Es wird ja allgemein viel schlechtes über Windows gesagt, aber wenigstens bei Win7 scheinen die meisten sich einigermaßen einig zu sein, dass es ein gutes System ist, mal abgesehen von Apple-Freaks, die grundsätzlich nichts anderes gelten lassen. :wink:
bdix hat geschrieben: Von einem Update würde ich dringend abraten. Eine "Vollversion" ist auch nicht erforderlich, es sei denn man hat zu viel Geld. Holde dir ein OEM Version von W7. Das ist rechtlich OK und spart Geld. Derzeit kostete W7 um die 105,-€.
Und was ist der Unterschied zwischen Vollversion und OEM? Ich meinte mit "Vollversion" die eigenständige Version von Win7 Home Premium, also nicht eine die davon abhängig ist, ob ich gerade Vista auf dem PC habe oder nicht.
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von happyfuture »

punisher2008 hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben: Mal an kostenfreie Alternativen wie Linux gedacht?
Habe den Schritt von Windoof zu Ubuntu im Frühjahr "gewagt" und bin bislang begeistert!
Aber ich habe einfach zu große Bedenken, meine gewohnte Software wie Word, Windows Media Player, Live Messenger, QQ etc. nicht mehr benutzen zu können.
Genau diese "Bedenken" hatte ich als "Neueinsteiger" auch, jedoch innerhalb kurzer Zeit selbständig und (fast) ohne Hilfe diese "Bedenken" ausgeräumt. Gibt sehr gute Foren für Unterstützung!
Natürlich habe ich mir eine Windows Boot Partition behalten ...
punisher2008 hat geschrieben:Unter Linux läuft nicht so wahnsinnig viel, oder sehe ich das falsch?
Wenn es um den Gamebereich geht, hast Du vollkommen recht!
OpenOffice = MS Office mit den bekannten Prg wie Word, Excel, PPT usw. alles kompatibel!
Als Player nutze ich den VLC Media Player (auch unter Windoof), QQ, Skype und vieles andere geht wesentlich störungsunanfälliger als unter Win OS. Mozilla Firefox ist ein Browser, wo Du binnen Sekunden deinen altgwohnten (anfälligen) IE nicht mehr vermisst. So habe ich die "Störungen" hier zuletzt im Forum überhaupt nicht mitbekommen. :wink:
punisher2008 hat geschrieben:Und ich kenne in China keinen, der nicht Windows benutzt. Wenn es mal Probleme gäbe, wäre es hier sicher schwer Hilfe zu bekommen. Zumindest gibt es in China genug Geeks, die sich mit Windoof auskennen. Das finde ich beruhigend.
Na ja, das mit Windoof in China für alle stimmt schon, wie Movies von http://www.funshion.com" target="_blank und auch auch das Onlinebanking in China läuft nur unter Windows. Bezüglich Sicherheit kenne ich wiederum niemanden in China, der sich da ernste Gedanken macht, Freak hin oder her! An meinen PC kommt kein CN-Freak dran, egal welche OS Fraktion! (habe auch keinen Bedarf mehr seit der Umstellung, da auch die Softwareinstallation ein Kinderspiel ist).
punisher2008 hat geschrieben:Die nächste Zeit werde ich Bill Gates wohl noch treu bleiben. Es wird ja allgemein viel schlechtes über Windows gesagt, aber wenigstens bei Win7 scheinen die meisten sich einigermaßen einig zu sein, dass es ein gutes System ist, mal abgesehen von Apple-Freaks, die grundsätzlich nichts anderes gelten lassen. :wink:
Mach das mal, wünsche Dir viel Erfolg!


Edit: Endlich keine Gedanken mehr um kostentreibende Lizenzen zu machen ist schon was Feines!
Benutzeravatar
de guo xiong
VIP
VIP
Beiträge: 3053
Registriert: 03.01.2008, 20:09
Wohnort: Beijing
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von de guo xiong »

happyfuture hat geschrieben: Edit: Endlich keine Gedanken mehr um kostentreibende Lizenzen zu machen ist schon was Feines!
aber wer macht das schon in China :) - wenn ich sehe, was auch bei renomierten Konzernen in China so an, sagen wir mal, "angepasster" Originalsoftware Verwendung findet ....

de guo xiong, weiß das natürlich nur vom HörenSagen
To the world you maybe one person,
but to one you maybe the world!!
Andy_yi
VIP
VIP
Beiträge: 1321
Registriert: 21.08.2010, 03:30

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von Andy_yi »

punisher2008 hat geschrieben: Und was ist der Unterschied zwischen Vollversion und OEM? Ich meinte mit "Vollversion" die eigenständige Version von Win7 Home Premium, also nicht eine die davon abhängig ist, ob ich gerade Vista auf dem PC habe oder nicht.
Der Begriff 'Vollversion' ist hier etwas irreführend, natürlich sind beide Versionen komplett lauffähige Windows 7 Versionen mit vollem Umfang.

Was die OEM von der Vollverison unterscheidet: Kein Handbuch dabei, keine tolle Verpackung, kein Support seitens Microsoft.
Das sind auch alles Dinge, auf die du getrost verzichten kannst. Dafür ist die OEM Version auch glatt 50% günstiger.
happyfuture hat geschrieben:Wenn es um den Gamebereich geht, hast Du vollkommen recht!
OpenOffice = MS Office mit den bekannten Prg wie Word, Excel, PPT usw. alles kompatibel!
Als Player nutze ich den VLC Media Player (auch unter Windoof), QQ, Skype und vieles andere geht wesentlich störungsunanfälliger als unter Win OS. Mozilla Firefox ist ein Browser
Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo Ubuntu ( oder generell Linux ) keine wirkliche Alternative ist.
z. B. wenn man auf wirklich professionelle Software angewiesen ist ( ich denke da nur mal an Cinema4D oder zahlreiche Adobe Produkte ). Klar kann man die unter WINE laufen lassen, das ist aber nicht sinnvoll.

Die meiste Software unter Linux hat einen Semi-professionellen Anspruch und ist i.d.R alt und fehleranfällig. Die Software hat oft auch nur Beta Status. Bestes Beispiel: Skype & QQ.
Skype und QQ unter Linux sind gnadenlos veraltet, werden schon Jahre nicht mehr geupdatet und sind Störungsanfällig, oft wegen Treiber Inkompatibilität, obendrein.

Firefox gibt es natürlich auch für Windows - das ist kein Linux Browser !

Hier mal ein interessanter Blogeintrag eines Bekannten, wo auch in Frage gestellt wird, ob man bei Linux überhaupt noch von einem sicheren Betriebssystem reden kann :
Quelle: Blog - Bitmunchers Life - Warum Opensource keine Alternative mehr für mich ist.

Ansich ist der Gedanke hinter OpenSource ja nicht schlecht. Software sollte frei verfügbar sein, Programme können von jedem (mit den entsprechenden Kenntnissen) modifiziert werden usw. ... alles eigentlich ja ganz toll. Doch in der Realität schaut es anders aus. Da muss Software in erster Linie benutzbar sein und seine Aufgaben möglichst effizient und fehlerfrei verrichten. OpenSource-Software wird diesen Ansprüchen nur selten gerecht.

Doch wo liegt die Ursache für die "schlechte" Qualität von OpenSource-Software? Die Ursache ist ganz einfach... der Egoismus der OSS-Entwickler. Schliesslich entwickeln diese ihre Programme ja für sich selbst und nicht für andere User. Und da Entwickler nunmal technisch wesentlich versierter sind als Otto-Normal-User, sind ihre Ansprüche natürlich auch ganz andere. Ihnen ist es egal, ob man Befehle in ein Terminal eingeben muss um eine spezifische Aufgabe zu erfüllen. Sie wissen, wie man einen Editor mit root-Rechten öffnet um darin Konfigurationen zu bearbeiten. Ihnen ist die Syntax von XML & Co vertraut, so dass sie kein Problem mit Konfigurationsstrukturen haben. Sie kennen Fachbegriffe wie Virtual Memory, Loopback Device, Mountpoint etc.. Ein normaler Anwender erfüllt diese Voraussetzungen aber nicht und entsprechend hat er Schwierigkeiten im Umgang mit Software, die von einem Profi für seine eigenen Anforderungen entwickelt wurde. Ein Umdenken bei den OSS-Entwicklern ist notwendig. Sie sollten Software für die Community entwickeln und nicht nur aus egoistischen Gründen.

Doch damit nicht genug. Gerade bei freien Betriebssystemen wie Linux muss auch ein Umdenken seitens der Distributoren erfolgen. Stabilität und Sicherheit sollten wieder vorrangig behandelt werden. Leider wird aber stattdessen lieber versucht möglichst viele Features anzubieten, indem Beta-Software eingesetzt wird. Das hat im Laufe der Jahre dazu geführt, dass Linux sich weder im Bereich der Sicherheit noch bei der Stabilität mit seinen kommerziellen Konkurrenten messen kann. Einfrierenden GUIs, Kernel-Crashs, Programm-Abstürze u.ä. sind mittlerweile zum Alltag für Linux-User geworden, wie man gut in einschlägigen Foren sehen kann. Und solange im Kernel alle paar Monate neue Sicherheitslücken entdeckt werden, mit denen man Systeme zum Absturz bringen oder den root-Account übernehmen kann, ist "sicheres Betriebssystem" nicht gerade die richtige Bezeichnung. Gerade diesbezüglich spielen aber auch Faktoren wie die monolitische Struktur des Kernel-Source u.a. eine Rolle, auf die ich hier nicht weiter eingehen will, da der Beitrag sonst nochmal doppelt so lang wird.
Quelle: Blog - Bitmunchers Life
Benutzeravatar
punisher2008
VIP
VIP
Beiträge: 4932
Registriert: 26.07.2008, 12:35
Hat sich bedankt: 108 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von punisher2008 »

Andy_yi hat geschrieben: Was die OEM von der Vollverison unterscheidet: Kein Handbuch dabei, keine tolle Verpackung, kein Support seitens Microsoft.
Das sind auch alles Dinge, auf die du getrost verzichten kannst. Dafür ist die OEM Version auch glatt 50% günstiger.
Das wäre für mich kein Problem. Und wo gibt es diese OEM Versionen in China oder Hong Kong? Ich kaufe immer noch gerne "traditionell" ein, also im Laden statt online, bin da etwas altmodisch. Amazon finde ich super, aber ehrlich gesagt traue ich dagegen den Anbietern in China nicht so ganz. Da wäre mir dann fast eine Fahrt über die Grenze nach Hong Kong lieber, aber nur wenn es sich nicht vermeiden lässt. Irgendwie muss sich doch auch in China ein brauchbares Windows bekommen lassen! :?
Andy_yi
VIP
VIP
Beiträge: 1321
Registriert: 21.08.2010, 03:30

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von Andy_yi »

Ich kann dir nicht sagen wo du die OEM Version in China bekommst, habe gerade mal bei Amazon.cn geschaut, da sehe ich überhaupt keine OEM Versionen. Sind die überhaupt in China erhältlich?

PS: Falls es dich interessiert, die Betriebssystemsprache kannst du bei der Ultimate Version komplett ändern in alle Landessprachen ( ich meine jetzt nicht die Eingabemethode ).
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von aquadraht »

Andy_yi hat geschrieben:Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo Ubuntu keine wirkliche Alternative ist.
z. B. wenn man auf wirklich professionelle Software angewiesen ist ( ich denke da nur mal an Cinema4D oder zahlreiche Adobe Produkte ). Klar kann man die unter WINE laufen lassen, das ist aber nicht sinnvoll.
Naja, kein Mensch, der damit professionell arbeitet, benutzt Windows. Da wird der Mac genommen.
Die meiste Software unter Linux hat einen Semi-professionellen Anspruch und ist i.d.R alt und fehleranfällig. Die Software hat oft auch nur Beta Status.
Das ist kompletter Unfug. Die meiste Software in der unüberschaubaren Menge ist recht ordentlich geschrieben. VLC läuft unter Linux/BSD Grössenordnungen effizienter als die Windows-Portierung, die ihrerseits dem WMP um Längen voraus ist. Von Firefox vs. IE fange ich mal gar nicht an.
Bestes Beispiel: Skype & QQ.
Das ist eben kein "bestes Beispiel". Beides sind kommerzielle Produkte, die closed source sind und wo die Linuxversionen von ihrer Firma schludrig gepflegt werden. Die Adware- und Virenschleuder QQ setzt man, wenn man bei Verstand ist, sowieso nur in einer Sandbox ein (z.B. irgendein altes Windows in Virtualbox als Guest, kann man auch mit Skype machen).
Firefox gibt es natürlich auch für Windows - das ist kein Linux Browser !
Er ist eines der angeblich so schlecht funktionierenden OpenSource-Produkte.
Hier mal ein interessanter Blogeintrag eines Bekannten, wo auch in Frage gestellt wird, ob man bei Linux überhaupt noch von einem sicheren Betriebssystem reden kann : [..]
Sorry, aber Dein Bekannter sollte sich vielleicht erst einmal etwas Kenntnis von Betriebssystemen und Software aneignen, bevor er losschwätzt.

Seine Rundumschläge gegen Open Source sind schlicht nur peinlich. Ein sehr grosser Teil auch der kommerziell genutzten Software ist heute Open Source. Gerade grosse Firmen haben so eine Garantie für die Kontinuität dieser Produkte, die sie dann schon von kommerziellen Distributoren warten lassen.

Wenn Dein Bekannter Software für den DAU braucht, ok. Die kriegt er eigentlich schon halbwegs mundgerecht bei Fedora, OpenSuse, (K)Ubuntu etc. Das Problem entsteht natürlich dann, wenn einer alles umsonst, aber dann noch 150% auf seine Privatbedürfnisse zugeschnitten haben soll und sich zu fein ist, einen Editor etwa mit sudo kvim <dateiname> zu öffnen, um ein paar Parameter nach seinen Bedürfnissen einzurichten. Und offenbar ist es ihm auch zu viel, in der Community zu fragen.

Wenn er das nicht kann, dann kann er erst recht keine Windows-Registry bearbeiten, und das wird bei etwas anspruchsvolleren Aufgaben durchaus schon mal nötig. Und dann sollte er, ob Linux oder Windows, besser zu den Fachleuten im Computerladen gehen, auch wenn das unter Umständen nochmal halb so viel kostet, wie vorher der Rechner.

Die Behauptungen über Beta-Software sind auch FUD und Blödsinn. Ich kenne viele OS-Produkte (ich sag mal Anki), die erst nach Jahren über die Version 0.9.x hinausgekommen sind und trotzdem bereits grundsolide waren. Ich habe ab 1994 xawtv zum Fernsehen mit der TV-Karte genutzt, das war zu der Zeit offiziell nicht mal Beta, hat aber im Unterschied zu den Kaufversionen unter Windows nicht alle Naslang den Rechner zum Absturz gebracht.

Und was da über Sicherheit steht, ist schlicht falsch und gelogen. Ich verfolge aus beruflichen Gründen alle CERTS für Linux, Solaris, AIX und BSD, und schaue mitunter gern über den Zaun zu Windows und MacOS-X. Generell kann man sagen, dass sich die Bedrohungslage bei Windows seit dem viel geschmähten Vista stark entspannt hat, vor allem weil man die so benutzterfeindlichen Sicherheitskonzepte der Unix-Welt übernommen hat. Dennoch ist Linux, gerade weil es keine closed source ist, immer noch um Grössenordnungen freier von wirklich kritischen Vulns. So gut wie nie treten remote exploit und privilege escalation in einer Verwundbarkeit gleichzeitig auf, was bei Windows immer noch vorkommt.

Die Behauptung, "dass Linux sich weder im Bereich der Sicherheit noch bei der Stabilität mit seinen kommerziellen Konkurrenten messen kann", ist schlicht falsch und durch die Tatsachen in keiner Weise gestützt.

Nicht zufällig sind geschätzte 98+% der Zombies in Botnetzen Windows-Rechner. Das liegt nicht daran, dass Linuxrechner nicht angegriffen werden. Ich logge täglich 5-10 Angriffe über das Internet auf den einzigen offenen Port meines Heimrechners (mitunter schicke ich Beschwerden an die Admins der Netze). Aber durch die grössere Transparenz der Systeme und das bessere Berechtigungssystem haben diese Angriffe seltener Erfolg, und selbst wenn, bleiben sie oft auf halber Strecke stecken (mit den Rechten von z.B. nobody lässt sich nicht soviel Schaden anrichten, vor allem, wenn der keine Ausführungsrechte auf interaktive Programme hat: selbst wenn man dann über einen schlecht konfigurierten Apache auf den Rechner kommt, kann man die eventuell gleichzeitig auftretende Lücke in xpdf nicht nutzen, da man das Programm nicht aufrufen kann, ja u.U. nichtmal ne shell kriegt).

Und bitte, sag Deinem Bekannten, dass er erst mal trocken hinter den Ohren werden soll, ehe er Worte wie "monolitische Struktur des Kernel" in den Mund oder auf die Tastatur nimmt. Erstens ist der Linuxkernel im strengen Sinne kein monolithischer Kernel, und zweitens haben die Unterschiede zwischen monolithisch, micro und hybrid mit dem, was er anspricht, nicht das Geringste zu tun. Dass er von "die monolitische Struktur des Kernel-Source" redet (was schlicht Dünnschiss ist), zeigt, dass er nicht annähernd versteht, wovon er plappert.

naja, nuff babbled. Ich mache niemandem sein Windows madig, wer damit gut arbeiten kann, möge glücklich werden (wobei ich angesichts des sicherheitstechnischen Leichtsinns in China mit den Ohren wackle). Aber die Verbreitung von FUD und Unwahrheiten über andere Systeme macht es nicht besser.

Gruss, a^2
Benutzeravatar
de guo xiong
VIP
VIP
Beiträge: 3053
Registriert: 03.01.2008, 20:09
Wohnort: Beijing
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von de guo xiong »

aquadraht hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo Ubuntu keine wirkliche Alternative ist.
z. B. wenn man auf wirklich professionelle Software angewiesen ist ( ich denke da nur mal an Cinema4D oder zahlreiche Adobe Produkte ). Klar kann man die unter WINE laufen lassen, das ist aber nicht sinnvoll.
Naja, kein Mensch, der damit professionell arbeitet, benutzt Windows. Da wird der Mac genommen.
ich weiß zwar nicht, warum Ihr professionell arbeitet auf Design und Graphik reduziert?! aber es gibt andere bereiche wo man (gezwungenermaßen) Windows nutzen muss - spontan fallen mir da die Programme Catia V5(CAD) und AutoForm(FEM, zumind. gibt es die GUI nur Windows) ...

Um deine Worte zu nutzen (auch wenn so einen Ton nicht mag) - deine Aussage war (so pauschal) Unfug :)


de guo xiong, der sich immer fragt, wie man Aussagen anderer als Unfug, Quatsch, Blödsinn .... bezeichnen kann
To the world you maybe one person,
but to one you maybe the world!!
Andy_yi
VIP
VIP
Beiträge: 1321
Registriert: 21.08.2010, 03:30

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von Andy_yi »

aquadraht hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo Ubuntu keine wirkliche Alternative ist.
z. B. wenn man auf wirklich professionelle Software angewiesen ist ( ich denke da nur mal an Cinema4D oder zahlreiche Adobe Produkte ). Klar kann man die unter WINE laufen lassen, das ist aber nicht sinnvoll.
Naja, kein Mensch, der damit professionell arbeitet, benutzt Windows. Da wird der Mac genommen.
Es gibt sehr viele Leute, die damit professionell und auf einem Windows PC arbeiten.
Wie de guo xiong schon sagt, gibt es noch viele andere Bereiche wo man auf ein Windows System angewiesen ist.
aquadraht hat geschrieben: Das ist eben kein "bestes Beispiel". Beides sind kommerzielle Produkte, die closed source sind und wo die Linuxversionen von ihrer Firma schludrig gepflegt werden. Die Adware- und Virenschleuder QQ setzt man, wenn man bei Verstand ist, sowieso nur in einer Sandbox ein (z.B. irgendein altes Windows in Virtualbox als Guest, kann man auch mit Skype machen).
QQ und Skype war ein Beispiel bezogen auf Happy`s genannte fehlerunanfälligen Produkte unter Linux. Ich könnte dir aber auch eine Hand voll bereits mitgelieferte Software für Linux Systeme mit einer KDE Oberfläche aufzählen. Da spielt es fast keine Rolle ob die Produkte Closedsource oder Opensource sind.
aquadraht hat geschrieben: Das ist kompletter Unfug. Die meiste Software in der unüberschaubaren Menge ist recht ordentlich geschrieben. VLC läuft unter Linux/BSD Grössenordnungen effizienter als die Windows-Portierung, die ihrerseits dem WMP um Längen voraus ist. Von Firefox vs. IE fange ich mal gar nicht an.
Ich verfechte hier nicht Windows vs. Linux , sondern rede nur von Linux. Und viele Software die für Linux geschrieben ist - gerade im Home Office Bereich , ist eben nicht so ordentlich geschrieben.
Dein Vergleich mit der Windows Portierung ist auch sehr fragwürdig - eine Portierung ist selten ( eigenlich nie) so gut wie auf dem Hauptsystem.
aquadraht hat geschrieben: Nicht zufällig sind geschätzte 98+% der Zombies in Botnetzen Windows-Rechner. Das liegt nicht daran, dass Linuxrechner nicht angegriffen werden. Ich logge täglich 5-10 Angriffe über das Internet auf den einzigen offenen Port meines Heimrechners (mitunter schicke ich Beschwerden an die Admins der Netze).
Natürlich liegt das nicht daran, dass Linux Rechner nicht angegriffen werden würden. Auf alle Fälle ist Linux durch seine interne Struktur sicherer als Windows. Auf der anderen Seite, ist ein Betriebssystem auch sicherer, je wichtiger ist es ist - und da gehört Windows im Home Betrieb eben nicht so zu als wie Betriebssysteme für Serverbetreiber. Und wenn du Linux auf aktuellem Stand haben willst, musst du in der Regel ungeprüfte Software benutzen. Und genau durch solche Software wird das System unstabil und unsicher.

Die Sicherheit eines Betriebssystems wird nicht an der Zahl der Botnetze gemessen - deshalb hinkt dein Vergleich stark. Wenn ich ein Botnetz aufbau, schaue ich mir vor allem den Verteilungsfaktor an, und der läuft i.d.R über Sharedienste und P2P Netzwerke. Nur ein geringer Anteil von Benutzern dieser Dienste sind Linux Benutzer.
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von happyfuture »

@Andy,

ich wollte hier keine Grundsatzdisussion starten, die sowieso nix bringt, da ständig Äpfel mit Birnen verglichen werden! Lediglich der "Wink" für Punisher sollte es sein!

Ich hatte ähnliche Probleme unter Win OS, die nun seit Einsatz von Ubuntu "verschwunden" sind - ich bin wahrscheinlich eines der wenigen "Einzelschicksale", wo Linux sauber und absturzfrei funktioniert und aus meiner subjektiven Sicht wesentlich einfacher als User zu bedienen ist - dazu eben kostenfrei - that's it! :wink:
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von aquadraht »

de guo xiong hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo Ubuntu keine wirkliche Alternative ist.
z. B. wenn man auf wirklich professionelle Software angewiesen ist ( ich denke da nur mal an Cinema4D oder zahlreiche Adobe Produkte ). Klar kann man die unter WINE laufen lassen, das ist aber nicht sinnvoll.
Naja, kein Mensch, der damit professionell arbeitet, benutzt Windows. Da wird der Mac genommen.
ich weiß zwar nicht, warum Ihr professionell arbeitet auf Design und Graphik reduziert?! aber es gibt andere bereiche wo man (gezwungenermaßen) Windows nutzen muss - [Catia, Autodesk-Produkte etc.]
Wo habe ich das getan? Was genau hast Du an "der d a m i t professionell arbeitet" nicht verstanden?
Selbstverständlich gibt es professionelle Anwendungen unter Windows, darunter eine Reihe, die in der Tat nur unter Windows implementiert sind. Es ist aber schlicht falsch, zu behaupten, Windows sei "wirklich professionell" und Linux nicht. Das ist der übliche "Linux-Frickler"-FUD, der einfach nicht stimmt.
Um deine Worte zu nutzen (auch wenn so einen Ton nicht mag) - deine Aussage war (so pauschal) Unfug :)
Nein. Man kann zwar einwenden, dass die Adobe-Produkte im Bereich Medien mitunter auch von Profis unter Windows zum Einsatz kommen (vor allem, wenn eine Wintel-PC-Umgebung vorherrscht). Aber das Instrument der Wahl ist für diese Produkte der Mac, und wird es wohl auch bleiben.

Übrigens sind manche der Adobe-Produkte auch ganz schön buggy, und Fehlerbehebungen werden oft zum nächsten Release (kostenpflichtig) versprochen und im übernächsten (kostenpflichtig) eingelöst. Ich wende mich einfach gegen die Pauschalisierungen gegen Open Source, die in keiner Weise der Realität entsprechen. Ich erwähnte bereits VLC, das auch als Conferencing Software manchem teuren Closed Source-Produkt weit überlegen ist, audacity wäre ein weiterer Fall.
.. de guo xiong, der sich immer fragt, wie man Aussagen anderer als Unfug, Quatsch, Blödsinn .... bezeichnen kann
Das hat zu tun mit Wald, rein, raus und so.

Gruss, a^2
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Einige Fragen zu Computer-Problemen. Wer kennt sich aus?

Beitrag von aquadraht »

Andy_yi hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Das ist eben kein "bestes Beispiel". Beides sind kommerzielle Produkte, die closed source sind und wo die Linuxversionen von ihrer Firma schludrig gepflegt werden. Die Adware- und Virenschleuder QQ setzt man, wenn man bei Verstand ist, sowieso nur in einer Sandbox ein (z.B. irgendein altes Windows in Virtualbox als Guest, kann man auch mit Skype machen).
QQ und Skype war ein Beispiel bezogen auf Happy`s genannte fehlerunanfälligen Produkte unter Linux. Ich könnte dir aber auch eine Hand voll bereits mitgelieferte Software für Linux Systeme mit einer KDE Oberfläche aufzählen. Da spielt es fast keine Rolle ob die Produkte Closedsource oder Opensource sind.
Nicht alles Mitgelieferte taugt, gewiss. QQ würde ich auch unter Windows nie generisch fahren, sondern einen Windows-Guest unter Virtualbox (übrigens auch Open Source) starten, weil ich dann ein verbuggtes und virenversautes Windows einfach wegwerfen und einen gesicherten Clon stattdessen starten kann, in Nullkommajosef und ohne Datenverlust. Den Clon kann man voll installiert auf nem USB-Stick haben und reinkopieren, wenn nötig. Skype ist ein anderes Kapitel. Das Linux-Skype ist in der Tat unbrauchbar. Da aber Skype wenig Ressourcen frisst und auch ohne Problem über virtuelle Netzwerkinterfaces läuft, würde sich anbieten, das in einer solchen Windows-Sandbox mitlaufen zu lassen. Adobe Premiere könnte man so nicht gut fahren, schon weil es zu ressourcenhungrig ist.
Ich verfechte hier nicht Windows vs. Linux , sondern rede nur von Linux. Und viele Software die für Linux geschrieben ist - gerade im Home Office Bereich , ist eben nicht so ordentlich geschrieben.
Es gibt überall nicht perfekt geschriebene Software, vor allem, wenn man sie für umme dazu kriegt. Paint ist auch kein perfektes Graphikprogramm (obwohl es erstaunlich oft recht nützlich sein kann). Was aber die Open Office Suite angeht, habe ich noch keinen Nachteil gegenüber MS Office feststellen können. Ok, es mag Inkompatibilitäten geben, bei extreme Makroanwendung etc., aber dass das eine schlechter wäre als das andere, kann ich nicht sehen.
Dein Vergleich mit der Windows Portierung ist auch sehr fragwürdig - eine Portierung ist selten ( eigenlich nie) so gut wie auf dem Hauptsystem.
Das ist auch nicht gerecht. Ich sehe z.B. bei Firefox, audacity und einer Reihe von Systemen keinen Unterschied in der Pflege und dem Design der Programme, da wird für jedes Betriebssystem engagiert entwickelt, und auch bei VLC ist es eher die Windows-Graphikschnittstelle, die es als Streamingserver etc. ein wenig sperriger macht. Unix-Graphiksysteme sind nun einmal durch die Netzwerktransparenz einfacher als Konferenzsystem etc. zu verwenden. Der reine Player ist unter Windows auch völlig ok.
Natürlich liegt das nicht daran, dass Linux Rechner nicht angegriffen werden würden. Auf alle Fälle ist Linux durch seine interne Struktur sicherer als Windows. Auf der anderen Seite, ist ein Betriebssystem auch sicherer, je wichtiger ist es ist - und da gehört Windows im Home Betrieb eben nicht so zu als wie Betriebssysteme für Serverbetreiber.
Das halte ich für eine falsche Sicht. Wenn Du schaust, was heute für Kisten an Endanwender rausgehen, das sind Quadcores mit 4x3Ghz und 8GB RAM, die mit ihrer Gigabitnetzwerkkarte an VDSL- oder Glasfasernetzen hängen und unter Umständen (Spielkiste) auch noch ne GPU haben, die nicht weniger leistet als die CPU. Das ist mehr Rechenleistung, als für manche geschäftskritische oder Echtzeitanwendung bereitsteht (dass die Dinger nicht die gleiche Standfestigkeit und MTBF haben, juckt da nicht). Das sind hochleistungsfähige Angriffswaffen, wenn sie unter Kontrolle eines Malwarenetzes stehen, die können tausende Angriffe gleichzeitig lospusten. Mit sowas sollte nicht leichtsinnig umgegangen werden.
Und wenn du Linux auf aktuellem Stand haben willst, musst du in der Regel ungeprüfte Software benutzen. Und genau durch solche Software wird das System unstabil und unsicher.
Nein, das sehe ich nicht so. Sicher kann jedes neue Release theoretisch neue Bugs und sogar Exploits haben. Und die Wahrscheinlichkeit ist bei wenig getesteter Software höher. Aber generell kann man erstens auf das Neueste verzichten, wenn man will, und zweitens kann man sich das, was man einsetzt, genau anschauen. Grundsätzlich ist aber die in Updates kommende Software keineswegs ungeprüft.
Die Sicherheit eines Betriebssystems wird nicht an der Zahl der Botnetze gemessen - deshalb hinkt dein Vergleich stark. Wenn ich ein Botnetz aufbau, schaue ich mir vor allem den Verteilungsfaktor an, und der läuft i.d.R über Sharedienste und P2P Netzwerke. Nur ein geringer Anteil von Benutzern dieser Dienste sind Linux Benutzer.
Stimmt so auch nicht. Zum einen ist die Härtung gegen Übernahme der Kontrolle durch Unbefugte ein eminent wichtiger Sicherheitsfaktor. Und dann kommen Linuxnuter sehr wohl an Tauschbörsen, und nutzen die wohl auch, sie sind ja keine besseren Menschen. Linuxnutzer haben amule, limewire, Vuze, ktorrent und andere Clients, mit denen sie in die selben P2P-Netze können, mit wenigen Ausnahmen. Sie holen sich da auch den gleichen Kram, Musik, Filme, Bilder, Bücher und was da so rumfliegt. Es ist nur immer noch einfacher, einen Rootkit bei Windows einzuschleusen und da stabil zu halten als unter Linux. Allerdings hat sich bei Windows Vista gegenüber XP schon viel gebessert, und ich hoffe, das stimmt auch für Windows 7.

Gruss, a^2
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Semrush [Bot] und 0 Gäste